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am 6. September 2005
Eine schnörkellose, gerade Story, von einem hervorragenden Regisseur mit grandiosen Schauspielern umgesetzt. Knockout in der ersten Runde! So, oder so ähnlich, habe ich Million Dollar Baby empfunden. Wer hätte Eastwood damals, in seiner Spaghettiwestern-Ära, solch beeindruckende Arbeiten zugetraut? Eastwood, als alternder Boxtrainer lässt sich von seinem Freund, Morgan Freemann schafft mit minimalem Gesten einen großen Charakter, dazu überreden, eine Frau zu trainieren. Hillary Swank spielt den Underdog, der aus dem Dreck kommt und sich mit aller Kraft ihren Traum von einer Boxkarriere erfüllen will. Wie diese drei Parts ineinander greifen und eine Geschichte fabrizieren, die einem derart unter die Haut geht, dafür muss man Eastwood höchste Anerkennung zollen. Die Boxszenen halten in ihrer Darstellung mit jedem großen Boxfilm mühelos mit. Und Eastwood gelingt es mit seinen Figuren keine Mythen zu erschaffen, sondern Charaktere einfacher Menschen, die das tun, was sie am besten können. Es gibt nichts umsonst und du musst für alles hart arbeiten. Ob du am Ende dafür belohnt wirst, dass ist eine andere Frage. Und diese Frage wirft Eastwood am Ende des Films hart und schonungslos auf. Was in den letzten zwanzig Minuten des Films passiert, ist nichts für zart besaitete Menschen. Eastwood musste sich in Amerika angreifen lassen, weil man ihm vorwarf, mit seinem Film für aktive Sterbehilfe zu werben. Aber Million Dollar Baby ist ein Film, und keine Dokumentation! Eastwood hat einen der besten Filme des Jahres gemacht. Also: Unbedingt anschauen und sich von der Geschichte und den schauspielerischen Leistungen tragen lassen. Ich verspreche ihnen: Sie werden es nicht bereuen.
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am 11. Dezember 2009
Ich habe den Film vor ca. einem Jahr mit meinem Freund gemütlich zu Hause vor dem Fernseher geschaut. Wochenlang habe ich mich dagegen gesträubt, weil ich einfach kein Freund von Sportfilmen bin. Aber dieser Film war ganz anders.

Der Anfang ist ein wenig schwer. In einer düsteren Atmosphäre werden Stück für Stück die Charaktere vorgestellt und man glaubt, ziemlich schnell die Handlung des Filmes vorauszusehen. Wie viele Rezensenten bereits erwähnt haben, kommt jedoch nach ca. 1/3 des Filmes die große Wende. Ich war absolut bestürzt und ungelogen so ergriffen wie noch nie von einem anderen Film.
Während des Filmes habe ich "Rotz und Wasser geheult". Die unfassbare Intensität berührt mich auch nach einem Jahr noch. Doch auch als der Film bereits vorbei war und man meinte, man könne wieder seinem Alltag nachgehen, fiel es mir unheimlich schwer nicht ständig zu weinen.

Ich kann nur sagen: großartig! Niemals zuvor hat mich ein Film so sehr bewegt. Clint Eastwood hat mir am besten gefallen. Morgan Freeman spielt gekonnt im Hintergrund und gibt Eastwood und Swank den Raum für ihre Rollen. Trotzdem geht er nicht unter.
Die Boxerin Hillary Swank entpuppt sich als talentierte Schauspielerin, die eine Leichtigkeit dem Film gibt, welche sich auf so tragische Art wendet. Gerade dann beweist sie ihre Vielseitigkeit sowie dass sie zu den ganz Großen gehört.

Ich kann diesen Film für Zuschauer ab 16 Jahren wärmstens empfehlen. Ich glaube, Jüngere würden ihn auch nur schwer begreifen.
Eigentlich möchte ich den Film seit geraumer Zeit mir wieder anschauen. Ich muss jedoch gestehen, dass ich mich nicht recht "traue". Die transportierten Gefühle haben mich damals einfach überwältigt und konnten mich über Tage nicht loslassen.
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am 8. November 2012
"Million Dollar Baby" ist ein 2004 unter der Regie von Clint Eastwood entstandenes tiefgründiges Sportlerdrama das sich um die Kellnerin Maggie Fitzgerald (Hilary Swank), die unbedingt Preisboxerin werden möchte, und den bärbeißigen Boxhallenbetreiber, Boxtrainer und -manager Frankie Dunn (von Eastwood selbst gespielt) der ihr bei der Erfüllung dieses Wunsches nach anfänglichen Zögern tatkräftig unter die Arme greift.
Morgan Freeman spielt "Scrap" oder besser Eddie Dupris, einen gutherzigen, aber notorisch abgebrannten Ex-Boxer, der sich bei seinem alten Freund Dunn, als eine Art Assistent, Putzkraft und persönlicher Berater seinen bescheidenen Lebensunterhalt verdient und führt zugleich als Sprecher in der Retrospektive durch die Geschichte.

Der Film setzt sein Augenmerk weniger auf den sportlichen Werdegang Maggies, also Training und Kämpfe, sondern, und dass macht seinen entscheidenden Reiz aus, vielmehr auf die Hintergrundgeschichten und die realistische Charakterzeichnung der Boxerin, ihres Trainers Dunn und auch Scraps: Hier die perspektivlose, aus einer armer weißen Unterschichtenfamilien entstammende Maggie, die aber von der, zunächst fast schon fix wirkenden Idee, beseelt ist als erfolgreiche Boxerin im Rampenlicht zu stehen und dafür alles tut. Dort der verbitterte und verknöcherte "einsame Wolf" Dunn, dessen ein und alles der Boxsport und sein ärmliches Studio ist und der davon, trotz einiger Fehler der Vergangenheit, einfach nicht lassen kann und schließlich der altersweise und gutmütige Scrap, der sein eigentliches Leben schon hinter sich hat und quasi nur noch als Beobachter seinen bescheidenden Lebensabend zubringt und dabei ab und an, wen es im nötig erscheint, in die Dinge eingreift.

Insgesamt also ein hervorragend, ausgefüllter, feingezeichneter, tiefgehender und vor allem realistischer Film, der in seinem letzten Drittel, soviel sei verraten zur Tragödie umschlägt, in dem ein wirklich Emotionen rüberbringender Clint Eastwood zu bewundern ist, der dem einigermaßen ausgewalzten Genre des Boxerfilms wirklich neuen Schwung verleihen kann und bei dem die Aufschrift "Prädikat: Besonders wertvoll" zur Abwechslung voll ins Schwarze trifft und die vier Oscars hoch verdient sind.

Bild- und Tonqualität der DVD kann ich bemängeln. Auf der, der Special Edition beiliegenden zweiten DVD, ist zudem reichhaltiges Zusatzmaterial mit einer Laufzeit von etwa 100 Minuten vorhanden.

Daher auch 5 Sterne für diesen tollen Film von mir.
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VINE-PRODUKTTESTERam 20. Februar 2007
Maggie ist Anfang 30 und Kellnerin in einem kleinem Restaurant. Mit ihrer Familie zerstritten, liegt sie am Boden ohne Hoffnung dieser trostlosen Welt zu entfliehen. Ihre Leidenschaft ist das Boxen, ihr Traum ist es Weltmeisterin zu werden, ein "Million Dollar Baby"

Frankie Dunn ist Boxtrainer und Manager. Sein ganzes Leben hat er diesem Sport geopfert. Frankie ist eine gebrochene Person, seine Tochter will nicht mit ihm Reden, ihn plagen Schuldgefühle wegen eines Sport-Unfalls seines Freundes Scrap, für den er sich verantwortlich fühlt.

Maggie beginnt in Frankies Halle zu trainieren. Er soll sie trainieren, das ist Maggies Wunsch. Doch Frankie will nicht: "Ich trainiere keine Frauen!" Doch Maggie lässt nicht locker....

Bis dahin ist dieser Film ein normaler Film nach "Schema F" des typischen Sport-Films: Nach anfänglichen Schwierigkeiten raufen sich Beide zusammen, Maggie schickt ihre Gegnerinnen reihenweise auf die Bretter und letztendlich bekommt sie ihren Titelkampf.

Ab diesen Zeitpunkt jedoch vollzieht der Film in seinem Plot eine totale Wende, welche hier nicht verraten werden soll: Es steht nun nicht mehr der Box-Sport im Vordergrund. Dieser ist nur Fassade für das Hauptthema des Films.

Eastwood erzählt uns eine Geschichte, die eine unwahrscheinlich hohe emotionale Intensität hat. Sie erzählt vom Leben an sich mit seinem Höhen und Tiefen, von tiefster Glückseeligkeit und schweren Schicksaalsschlägen. Eastwood schreckt nicht davor zurück auch kontrovers disskutierte Themen zu behandeln. Der Oscar sowohl für den besten Film, als auch für die beste Regie ist der verdiente Lohn!

Die Darsteller in diesem Film zeigen durch die Bank eine herrausragende Leistung. Esatwood selbst glänzt durch sein ruhiges und zurückhaltendes Spiel, welche die Person des Frankie unglaublich gut darstellt. Morgan Freeman (Scrap) bekam den Oscar für die beste Nebenrolle völlig zu Recht. Sie alle aber werden in den Schatten gestellt von der schauspielerischen Leistung Hillary Swanks. Den Oscar für die beste Hauptrolle bekam sie völlig zu Recht. Sie verleiht der Rolle der Maggie eine unglaubliche Präsenz und Vielschichtigkeit.

Es ist nicht zu bestreiten, dass dieser Film auch mit typischen Klischees spielt. Maggie's Familie ist voller Niedertracht, Inbegriff einer amerikanischen Unterschicht. Dies vermag jedoch nicht zu stören, liegen solche Charakterzüge schließlich nicht im Bereich des Unmöglichen!

"Million Dollar Baby" ist für mich einer der beeindruckendsten Filme, die es überhaupt gibt. Die Eindringlichkeit dieses Films geht unter die Haut. Clint Eastwood hat mit diesem Film ein vielschichtiges und bewegenes Drama geschaffen, welches den Zuschauer während des Sehens, und auch danach noch, emotional ungeheuer berührt.
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am 8. Oktober 2005
Über den Film selbst möchte ich an dieser Stelle nicht allzu viele Worte verlieren, auch alleine deswegen, da ich Leuten, die ihn noch nicht gesehen haben, nichts über die Handlung verraten will.
Ich will nur sagen, dass mir der Film extrem gut gefallen hat, und dass ich der Meinung bin, dass ihn jeder gesehen haben sollte. Viel zu selten gibt es Filme mit soviel Herz und Menschlichkeit mit all ihrer Schönheit und Makeln. Clint Eastwood hat in der Vergangenheit bereits des öfteren bewiesen, dass er ein echtes Multitalent ist (Schauspieler, Regisseur, Filmkomponist), das sein Handwerk versteht. Aber mit diesem Film hat er (sicherlich auch Dank des Drehbuches von Paul Haggis (L.A. Crash)) etwas ganz Besonderes geschaffen.
Jeder der 4 Oscars ist wirklich verdient!
Nun aber zu dieser Edition selbst:
Ich habe diese Box bei Amazon vorbestellt und bereits gestern Vormittag von der Post geliefert bekommen.
Ich bin von dieser streng limitierten DVD-Limited-Edition total begeistert! Edel, edler, Million Dollar Baby!
Die Verarbeitung der Box ist auf höchstem Niveau. Das eingearbeitete Booklet ist eigentlich kein Booklet, sondern schon viel mehr ein eigenes Buch. Die 2te Disc bietet viel und ausführliches Bonusmaterial. Abgerundet wird das ganze noch durch die enthaltene Soundtrack CD mit den elegischen Klängen von Clint Eastwood höchtpersönlich komponiert. Das i-Tüpfelchen auf dem Ganzen ist aber der beigelegte original Filmstreifen aus einer echten 35mm-Vorführkopie. Ein echtes Leckerlie für Filmfanatiker und Sammler.
Die Million Dollar Baby - Limited Edition ist ein funkelndes Juwel in jeder DVD-Sammlung, und jeden Cent wert!
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am 4. März 2007
Als ich seinerzeit hörte, dass "Million Dollar Baby" 4 Oscars gewonnen hat, konnte ich das nicht ganz nachvollziehen. Nicht dass ich viel über den Film gewusst hätte, ich wusste nur, dass es um die Karriere einer Boxerin ging und genau das, sowie die Tatsache, dass Hilary Swank und Clint Eastwood nicht gerade zu meinen Lieblingsschauspielern zählten, ließen mich an dem Film zweifeln. So hatte ich auch keine sehr hohen Erwartungen, als ich ihn mir nun ansah, doch wie sich herausstellte vollkommen zu unrecht, denn er entpuppte sich als ein wahres Meisterwerk!!!!
Ohne großen Schnickschnack und aufwendige Effekte erzählt der Film nicht aufgesetzt und übertrieben emotional sondern unheimlich einfühlsam und selbstverständlich eine unglaublich bewegende Geschichte zweier vom Leben nicht gerade reich beschenkter Menschen, die sich sehr unerwartet zwei große Träume erfüllen, indem sie zum einen gemeinsam unglaubliche sportliche Erfolge feiern und zum anderen in einander den geliebten Menschen finden, der in ihren Leben so sehr fehlte. Dabei entwickelt sich jedoch keine Romanze, sondern eine wunderbare "Vater-Tochter-Beziehung" bei der sich Clint Eastwood als Frankie und Hilary Swank als Maggie einfach fantastisch, bewegend und sogar teilweise mit erfrischendem Witz mitten ins Herz spielen. Auch Morgen Freeman möchte ich hier nicht unerwähnt lassen, der zwar nur eine Nebenrolle innehat, in der er jedoch nicht minder beeindruckt.
Wie der Film weiter geht, möchte ich hier nicht verraten, ich kann nur sagen er geht einem unheimlich unter die Haut und rührte mich so zu Tränen, dass ich mich schon richtig zusammenreißen musste, um nicht nach dem Film noch weiter zu heulen.
Für mich ist das einer der allerbesten Filme, die je gedreht wurden, vollkommen zurecht mit den wichtigsten Oscars belohnt und von mir allerwärmstens zu empfehlen!!
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am 19. Oktober 2014
Ich liebe Clint Eastwood in seinen Filmen, unsterblich ist er für mich in der Dirty Harry Reihe geworden.

Nun hat er den Platz getauscht und ist auf die andere Seite der Kamera gehuscht.

Eine sehr gefühlvolle Story mit einem Ende bei dem ich geweint habe, wenn Clint das Drama über den (die)
Wünsche des Lebens in diesem Film so rüber bringen wollte, dann hat er das in meinn Augen geschafft.

4 Oscars heimste der Film ein, zwei für Clint und 2 für Hillary Swank und Morgan Freeman

Das Original Rope Burns- Stories from the Corner, kommt meiner Meinung nach nicht an den Film heran.
Meiner Meinung nach hat Eastwood, die Story top verpackt und auf die Leinwand gebracht.
Trotz der Länge, kommt nie Langeweile auf.
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am 2. September 2005
Die alte Geschichte vom amerikanische Traum, mit Schweiß und harter Arbeit von ganz unten nach ganz oben. Die Heldin Maggie Fitzgerald, dargestellt von Hillary Swank, arbeitet hart, um den guten aber gefühlsmäßig total zerstörten und vereinsamten Boxtrainer Frankie Dunn (Clint Eastwood) von ihrer Klasse zu überzeugen. Tags über jobt sie bis zum umfallen und abends drischt sie auf den Boxsack ein. Ihr Dank höchstens der Unwillen des Trainers: „Ich trainiere keine Frauen."
Doch da gibt es noch den guten Geist des Boxstalls Eddie Dupris, genial gespielt von Morgan Freeman, der den nörgelden Trainer und den verhinderten Box-Champ zusammenbringt. Alle Zutaten für einen Hochglanz Hollywoodkracher wie ehedem Rocky sind drin.
Aber da dampft noch ganz etwas anderes im Topf: Die Bilder sind düster. Hier zeichnet eben der Regisseur Clint Eastwood mit seinem dunklen Farbkasten. Erinnerungen an den Eastwood-Western „Erbarmungslos" werden wach. Die Kämpfe, nicht ruhmvoll - sondern realistisch, vielleicht sogar schmerzvoll anzusehen. Die Dialoge hart und die Welt gemein.
Die Special Edition-DVD bietet dem Käufer einiges an Mehrwert: Eine Gesprächsrunde mit den Oscar Preisträgern Hillary Swank (beste Hauptdarstellerin), Morgan Freeman (beste Nebenrolle) und Clint Eastwood (Regie). Schauspieler Robert Wagner moderiert eine Dokumentation über den Kinostar Clint Eastwood. Interessante Einblicke in die Dreharbeiten, Interviews mit den Darstellern und die obligatorischen Trailer zu „Million Dollar Baby".
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am 19. März 2005
Clint Eastwoods Comeback und vermeintliches Alterswerk Erbarmungslos (Unforgiven, 1992) ironisierte die Härte und Attitüde seiner früheren Filme. Spätestens mit Die Brücken am Fluss (Bridges at Madison County, 1995), dem einfühlsamen, unsentimentalen und mit viel Ruhe beschriebenen Porträt einer unerfüllten späten Liebe schien er endgültig umgekehrt zu sein. Doch seine folgenden Filme wurden nicht nur inszenatorisch schwächer, sie zelebrierten auch die altbekannten konservativen Elemente (Absolute Power, 1997) und trieben die Selbstironie des Alters auf die Spitze (Space Cowboys, 2000 und Blood Work, 2002). Mit Mystic River schien die Lösung gefunden: komplett hinter der Kamera verschwinden und vorne die junge Garde um Sean Penn, Tim Robbins und Kevin Bacon agieren lassen.
Million Dollar Baby nun paart die Energie, Erzählkraft und technische Perfektion von Erbarmungslos mit der Sensibilität von Brücken am Fluss, entwickelt eine soziale, ebenso politischen Brisanz wie Mystic River und wartet mit gleichsam herausragenden Darstellerleistungen auf. Eastwood meldet sich endgültig zurück - diesmal als Regisseur und Schauspieler.
In Clint Eastwoods jüngstem Film, «Million Dollar Baby», bildet die Arena lediglich die Kulisse, vor der sich eine schicksalhafte Handlung abspielt, die letztlich existenzielle Fragen aufwirft. Es ist wiederum eine Geschichte um Träume und Hoffnungen. Dem grimmig alternden Trainer und Manager Frankie Dunn (Eastwood) sind sie eigentlich längst abhanden gekommen, und nur sein einziger Freund, der ehemalige Boxer Scrap (Morgan Freeman), der die Aufsicht über seine Trainingshalle führt und an dem er herumnörgelt wie einst Walter Matthau an Jack Lemmon, weiss um die Hintergründe der menschenscheuen Schroffheit. Es ist der versteckte Schmerz über das Schweigen seiner Tochter, die seit über zwanzig Jahren die Briefe ihres Vaters ungeöffnet refüsiert. Bis plötzlich eine junge Frau im Boxkeller auf den Sandsack schlägt, um Unterricht bittet, vom Trainer aber verschmäht wird, trotzdem bleibt und täglich zäh, stur und unverdrossen gegen alle Widerstände trainiert: Bewegung, ihren Körper zu spüren, ist für Maggie Fitzgerald (Hilary Swank) lebenswichtig. Sie lebt den Traum vom Boxen und ist bereit, für den Kampf alles aufs Spiel zu setzen...
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am 18. Oktober 2005
Ich habe in der letzten Zeit einigen DVD - Neuerscheinungen freudig entgegengefiebert und bin dann mehr als einmal enttäuscht worden. So war denn auch meine Erwartung vorsichtshalber verhalten, was den neuen Film Eastwoods angeht. Doch dann passierte etwas, was ich nur bei den ganz seltenen Filmperlen erlebe: Minutenlanges, sprachloses Verharren nach dem Abspann und über den nächsten Tag hinaus das Gefühl, den Schmerz des Films unter der Haut mit mir herumzutragen und wie eine persönliche Wunde zu empfinden. Clint Eastwood schafft es den Zuschauer nachhaltig da zu packen,wo der übliche Hollywoodschmus einem oftmals nur das schale Gefühl allzu manipulierter kurzfristiger Rührung gibt. Ich habe den Film bislang 3x geschaut und er hat nichts von seiner Wucht und Ehrlichkeit eingebüsst - auch das ist für mich persönlich ein Zeichen von hoher Güte. Es wird viel Wert auf die Macht und Magie der Worte, Gesten und Blicke gelegt. Sehr wahrscheinlich werden Sie weinen, während Sie diesen Film sehen und vielleicht danach auch noch ein bißchen - aber Sie haben garantiert das Gefühl, um Ihre Gefühle nicht betrogen worden zu sein.
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