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am 2. Mai 2003
Alle, die über Leben und literarisches Werk einer in- oder ausländischen Autorin mehr wissen wollten, als der Klappentext eines Buches hergibt, mußten bis vor wenigen Jahren im Internet oder einem Nachschlagewerk recherchieren. Seit Ende 1998 erfüllt das von der Lektorin Hechtfischer und den Hochschullehrerinnen Hof, Stephan und Veit-Wild herausgegebene Metzler Autorinnen Lexikon auf den Punkt genau diese Wissensbedürfnisse. Durch ein solches Werk nur über Autorinnen wurde eine seit langer Zeit im deutschsprachigen Raum bestehende Lücke geschlossen. Von den Einträgen der meisten auf dem Markt erhältlichen Nachschlagewerke, darunter des Metzler Autoren Lexikons von 1994, war nur eine geringe Anzahl schriftstellerisch tätigen Frauen gewidmet.
Das handliche Buch in geschmackvollem grünblauem Einband stellt auf 581 Seiten 400 vorwiegend belletristisch tätige Autorinnen vor. Die Auswahl hinsichtlich zeitlicher Einordnung und nationaler Zugehörigkeit ist allumfassend. Der weit gespannte Rahmen reicht von der Mystik bis zum postmodernen Experiment, von der antiken Dichterin Sappho bis zur südafrikanischen Nobelpreisträgerin Nadine Gordimer, von der Staatsdichterin bis zur inhaftierten Regimegegnerin, von Korea bis Kanada, von Skandinavien bis Peru. Obwohl Autorinnen der Gegenwart aus deutschsprachigen bzw. europäischen Ländern in dem Lexikon ein Übergewicht haben, werden auch viele in Deutschland bisher kaum bekannt gewordene Schriftstellerinnen aus Neuseeland und Australien sowie aus lateinamerikanischen, afrikanischen und asiatischen Ländern portraitiert.
Das Portrait jeder Autorin, zu dem (sofern vorhanden) eine Fotografie gehört, veranschaulicht kurz und prägnant auf ein bis zwei Buchseiten ihr Leben, Werk und dessen literaturwissenschaftliche Einordnung. Die von 156 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erstellten Texte sind bei aller Fülle an biographischen Fakten und werkgeschichtlichen Aspekten flüssig geschrieben. Ihr Nutzen verbindet sich mit einem hohen Unterhaltungswert. So kann es passieren, daß Leser/Leserin sich plötzlich ungewollt bei dem Eintrag einer Schriftstellerin mit außergewöhnlichen Vita festliest, wie etwa bei Sor Juana Inés de la Cruz, der wohl berühmtesten Dichterin Mexikos. Auch wird man dem Werk so mancher Autorin unwillkürlich größere Bewunderung zollen, hat man sich erst einmal die mitunter tragischen Lebensumstände vergegenwärtigt, unter denen es entstanden ist.
An das jeweilige Portrait schließen sich Literaturangaben über Werkausgaben, Teilsammlungen, Bibliographien und neuere Sekundärliteratur an. Noch weitergehende Hinweise enthält die nach Ländern bzw. Ländergruppen unterteilte 14 seitige weiterführende Bibliographie am Ende des Buches. Ein 15 seitiges Personenregister macht das Werk noch benutzerfreundlicher.
Allen Freunden weiblichen Schreibens von den Anfängen bis zur Gegenwart kann die Anschaffung des gut recherchierten, unterhaltsam zu lesenden und zum Abschweifen verführenden Buches uneingeschränkt empfohlen werden. Verglichen zu der sicherlich umfangreicheren 2001 von Walter Jens herausgegebenen 22 bändigen broschierten Studienausgabe von Kindlers neuem Literatur Lexikon oder zu dem im Jahre 2000 in Neuauflage erschienenen Harenberg Literaturlexikon ist es zudem die preisgünstigere und handlichere Alternative.
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