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Kundenrezensionen

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am 24. April 2006
Handlung:

Am Tag vor ihrem letzten - dem 25ten - Kriegseinsatz darf die Besatzung der "Memphis Bell" noch einmal feiern, dann geht es gegen das im Jahre 1943 noch relativ gut verteidigte Deutschland. Die 10köpfige Mannschaft der "Fliegenden Festung" B17 muss um ihr Leben fürchten, denn nur selten gelang es zu dieser Zeit einem der Flugzeuge ohne Feindkontakt (am Himmel) zurückzukehren. Und dann ist da ja noch die Flak...

State:

In Essen und (vermutlich) auch Dresden sind durch Bomberangriffe (zivile) Familienangehörige von mir ums Leben gekommen und ich kann mich noch gut erinnern, wie in meiner Kinderzeit Überlebende der Angriffe panisch auf jedes hörbare Flugzeug reagierten. Daher habe ich lange Zeit einen großen Bogen um den Film gemacht, denn ich wollte nicht sehen, wie Hollywood diese fliegenden Soldaten zu Überhelden stilisiert.

Dank der anderen Rezensionen habe ich denn doch einen Blick gewagt und wurde positiv überrascht. Denn zum einen spielt der Einsatz in einer Zeit, in dem Churchill und Eisenhower noch nicht den gezielten "Feuersturm" gegen Zivilisten angeordnet hatten, sondern sich die Bomber noch weitgehend auf militärische Ziele konzentrierten.

Zum anderen werden die Flieger eben nicht als patriotische Überhelden dargestellt. Sie haben Stärken und Schwächen wie jeder andere auch - machen Fehler, haben Ängste, zwischenmenschliche Probleme und frönen ihren Glücksbringern. Kurz - die zehn Hauptcharaktere sind zwar nicht optimal (wegen der kurzen Spielzeit auch nicht möglich), aber durchaus glaubhaft dargestellt.

Obwohl oder gerade weil sich die Handlung um einem einzigen Einsatz dreht, entwickelt "Memphis Belle" eine dichte Atmosphäre, wird zu keinem Zeitpunkt langweilig, zeigt neben Organisation und Ablauf eines solchen Feindfluges auch originalgetreu die Ausstattung einer "Fliegenden Festung" und die verschiedenen Aufgabengebiete der Mannschaft.

Zudem wird anschaulich dargestellt, dass die amerikanischen Besatzungen (zumindest solange der deutsche Luftraum tatsächlich noch effektiv durch Flieger und gut ausgebildete Flakbesatzungen verteidigt wurde) erhebliche Risiken eingingen und solche Einsätze eine Menge Mut erforderten.

Letztlich kommt diese Realität auch gut zur Geltung, wenn in einer Szene daheim dem Einsatzleiter (David Strathairn "L.A. Confidential") der Kragen platzt und er dem nervenden PR-Offizier (John Lithgow "All that Jazz") mit unangenehmen Details des Heldentums die weltfremde Euphorie verhagelt.

Doch neben den beiden werden auch alle anderen Darsteller ihren Rollen gerecht. Die Besatzung wurde wie folgt besetzt:

Matthew Modine (Transporter: The Mission, Die Piratenbraut, Full Metal Jacket),

Eric Stoltz (Butterfly Effect, Die Maske, Pulp Fiction),

Tate Donovan (Mord im weißen Haus, Der Babynator),

D. B. Sweeney,

Billy Zane (Titanic, Tombstone, Sniper),

Sean Astin (HdR Trilogie, Goonies, Staßenkinder),

Harry Connick Jr. (Basic, Ärger im Gepäck),

Reed Diamond (Assassins, Spider Man 2, S.W.A.T.),

Courtney Gains (Alias, Zurück in die Zukunft),

Neil Giuntoli (Die Verurteilten)

Da sind etliche gute Schauspieler vertreten, die inzwischen fast alle bekannt wurden, oder zumindest häufig gecasted werden.

Die DVD:

Code2, Typ10, ca. 103 Min., uncut

Das soweit akzeptable Bild wurde auf einer Seite in Widescreen 1.66:1, auf der anderen in 4:3 (Voll)bildformat auf die Scheibe gebrannt. Bei der letzteren fehlen daher links und rechts Teile des Originalbilds.

Gute Tonspuren finden sich auf Deutsch und Englisch DD5.1.

Untertitel auf Deutsch, Englisch, Türkisch, Dänisch, Finnisch, Schwedisch, Norwegisch, Niederländisch, Italienisch, Französisch, Spanisch, Portugisisch, Polnisch, Kroatisch, Ungarisch, Griechisch, Tschechisch, sowie Deutsch und Englisch für HG.

Einziges Extra: O-Trailer

Fazit: Film 4-5 Sterne, Darsteller 4-5 Sterne, DVD-Technik 3 Sterne, DVD-Extras 1 Stern
22 Kommentare| 40 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 8. März 2003
Viele Kriegsfilme sind nur erfunden und an Originalschauplätze verlagert.
Doch die "Memphis Belle" gab es tatsächlich. Es war erste die B-17 "Flying Fortress", der 8th US-Airforce im 2. Weltkrieg, die ihre 25 Einsätze überstand.
Der Film erzählt den 25. und letzten Einsatz der "Memphis Bell" über ihren Feindflug von der Bombardierung der "Fock-Wulff"-Werke in Bremen (PS: Tatsächlich war der letzte Einsatz die Bombardierung des U-Boot Bunkers bei Lorient/Frankreich im Mai 1943). Doch der Feindflug über Bremen sollte der spektakulärste gewesen sein.
Minutiös und detailgetreu erleben wir die Startvorbereitung mit, lebensecht gefilmt. Wie lernen die B-17 so genau kennen wie wir sie wohl noch nie gesehen haben, spüren fast die körperliche Enge für den Bordschützen des Kugelturms unter den Rumpf oder die Kälte in der Maschine, die durch die offenen Seitenfenstern in allen Ecken zog. Das Anziehen der Flak-Westen, das Aufziehen der Stahlhelme im Moment des Überflugs besetzter deutscher Gebiete, die Mühe mit den Atemmasken und den Fallschirmen, die Spannung, als die ersten Flakgranaten explodierten oder die ersten Abfangjäger auftauchten - in jedem dieser Vorgänge wird man unmerklich mit eingebunden.
So packen wie die letzten Stunden an Bord der Memphis Belle eingefangen wird, so dürftig zeigt dieser Film die Einsätze der Begleit- und Abfangjäger; der "Little Friends". Die großen Teil der Bombergruppen schützten und Feindflugzeuge von den Bombern fernhielten.
Auch wenn der Film manchmal etwas veraltet herüberkommt, es ein einzigartiges Werk, über "Memphis Bell" und deren Besatzung (deren junge und manche bis dahin unbekannte Schauspieler ein überzeugendes Schauspiel abliefern), die nach der Rückkehr in die USA überall als Helden gefeiert wurden und bis heute noch überall sehr wohl bekannt ist.
Ein gelungener Film über den bekanntesten Flieger des WWII.
Bonusmaterial gibt es hier leider gar keines, darum leider nur 4 Sterne.
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Mai 1943 auf dem US-Air-Force-Stützpunkt nordöstlich von London. Die Besatzung des B-17-Bombers MEMPHIS BELLE bereitet sich auf ihren 25. und letzten Einsatz über Deutschland vor, der am nächsten Abend mit einem Abschiedsfest gewürdigt werden soll. Doch zunächst gilt es auch diesen Einsatz über einem Flugzeugwerk bei Bremen zu bestehen. Schon über der Nordsee wird der amerikanische Verband aus mehr als 300 Bombern von deutschen Flugjägern attackiert, wobei die B-17 des Kommandanten getroffen wird. Die MEMPHIS BELLE wird nun die Führung des Einsatzes übernehmen, der noch zahlreiche Opfer fordern wird ...

Michael Caton-Jones (*1957) drehte den Film 1990 mit großem Aufwand und hervorragender Besetzung. Fünf der legendären B-17-Flying-Fortress-Originalflugzeuge standen für die überzeugenden Flugszenen zur Verfügung. 12731 dieser für ihre Flugfähigkeit auch bei schweren Schäden bekannten Bomber wurden insgesamt hergestellt. Im Nachgang des Golfkrieges wurde MEMPHIS BELLE in Deutschland 1992 nur auf Video ausgewertet und von der Kritik eher zwiespältig aufgenommen: "... gerät zu einer 'Top-Gun'-Zeitreise, die das Genre des Kriegsfilms um keine Nuance bereichert. Das Wargame auf allerhöchstem (Produktions-)Niveau ist ein überflüssiger Film zur falschen Zeit." (Fischer Film Almanach 1993)

Die Blu-ray von Warner präsentiert den Film in hervorragender Bild- und Tonqualität (Deutsch DD 5.1, Englisch DTS-HD MA sowie Spanisch und Tschechisch). Besonders interessant sind die Specials, die neben dem Trailer den Film "Memphis Belle: A Story of a Flying Fortress" beinhaltet. Dieser Propagandafilm wurde bis Anfang 1944 von dem legendären amerikanischen Regisseur William Wyler (1902-1981), der den letzten Flug der Memphis Belle im Auftrag des US Army Air Corps begleitet hatte, auf auf farbigem 16mm-Material unter Verwendung von Aufnahmen anderer Flüge geschnitten. Der zynische Kommentar (optionale deutsche Untertitel) kann es in seiner Bösartigkeit durchaus mit anderen in jener Zeit produzierten Propagandawerken aufnehmen. Dieses hochinteressante Zeitdokument bildete auch die Vorlage für das Drehbuch des Filmes von 1990.

Sehr empfehlenswert für zeitgeschichtlich orientierte Sammlungen!
33 Kommentare| 5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 11. April 2001
Guter Film über eine Bomberbesatzung bei ihrem letzten Einsatz. Für einen US Flim mit erstaunlich wenig Pathos. Das Bildformat ist auf der Hülle übrigens falsch angegeben (1,85:1). Die 16:9 Seite enthält aber das original Kino Format (1,66:1). Die Bildqualität ist leider bestenfalls Mittelmaß, Extras gibt es keine - typisch Warner eben. Deshalb zwei Sterne für die DVD, vier für den Film. Bei dem Preis aber unbedingt 'ne Überlegung wert!
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am 15. Juni 2014
MEMPHIS BELLE ist vielleicht der letzte Old School Kriegsfilm bei dem noch authentische historische Flugzeuge aus dem 2. Weltkrieg zum Einsatz kamen.So standen dem Filmteam mehrere flugfähige "Fliegende Festungen" vom Typ Boeing B-17 zur Verfügung.So sind viele Flugaufnahmen mit den echten B-17 entstanden.Dabei sieht man zumeist nicht mehr als drei Maschinen gleichzeitig im Formationsflug was aber bei geschickter Ausnutzung des Bildformats nicht weiter auffällt.Szenen in denen man die große Bomberformation oder Flugzeuge explodieren sieht sind als analoge optische Effekte mit Miniaturen vor der Blue Screen umgesetzt.
Wenn z.B. die Bugkanzel einer fliegenden Festung explodiert sieht sieht man nicht nur eine unbewegliche Puppe eines Besatzungsmitglieds heraustorkeln, man sieht auch noch das typische bläuliche Flimmern der Flugzeugmodellsiluette, was gewisserweise für die Bildqualität des Transfers spricht.Die technischen Macken der Special Effects sind bei der verwaschene DVD weniger aufgefallen.In moderneren Filmen wie z.B. RED TAILS setzt man komplett auf Computer Effekte was teilweise besser aussehen kann, aber auch immer die Gefahr birgt die Flugphysik ein bischen "aufzupimpen" und die Luftkämpfe ein bischen nach STAR WARS aussehen zu lassen, da sind mir die alten Effekte dann doch lieber!

Obwohl MEMPHIS BELLE eher dezent patriotisch ist kam der Film nie in deutsche Kinos, da zu dieser Zeit die amerikanische Armee die irakischen Truppen aus Kuweit zurückgeworfen hat.Um Ärger mit militanten Pazifisten (widersprüchliche Begrifflichkeit ist beabsichtigt!) die vielleicht vorm Kino herumpöbeln könnten zu vermeiden, haben Filmverleih und Kinobesitzer gekniffen!

MEMPHIS BELLE war auch der Titel eines sehr bekannten Propagandafilms auf dem die Spielfilmadaption basiert.Dieser seinerzeit als bester Dokumentarfilm Oscar prämiert und von Hollywood Altmeister William Wyler (BEN HUR) inzenierte Klassiker ist das Bonusmaterial Highlight dieser Blu Ray Edition!
Der Film ist ein geschickt gemachte Montage von authentischen 16mm Filmaufnahmen echter Bombeneinsätze inklusive Angriffen deutscher Jagdflieger und nachträglich gedrehten Szenen.Gezeigt wird eine komplette Bombenmission von der Einsatzbesprechung, dem eigentlichen Einsatz bis zur Ordensverleihung der Memphis Belle Crew durch King George und Gattin (Elisabeth II's Eltern).
Gelungen erscheint mir die Originalstimme des Kommentators, die eher an das Voice Over eines toughen Privat Detektivs aus einem Film Noir erinnert.Ziemlich cool, im Gegensatz zu den überdrehten Sportreporterstimmen der deutschen NS-Wochenschau!
Zusätzliches Bonus: Filmtrailer!

Bild und Ton:
Im Gegensatz zu bisherigen Veröffentlichungen sind Bildschärfe, Kontrast und Farben brilliant und auf solidem HD Niveau!Ich hatte den Film schon als Laserdisc, NTSC -DVD und als PAL-DVD alle waren miserabel!
Die Blu Ray Version liegt im 1,78: 1 Format (16:9 Vollbildfassung) vor.Auf der US NTSC gab zwei Versionen 4:3 Vollbild (Original Negativ Format) und 1,85:1 (fürs Kino gematted).
Der Ton ist solide zurückhaltend.Die Dialoge sind klar und deutlich, die Musik ist dezent räumlich, die Soundeffekte jedoch sind aber ein bischen schwach auf der Brust.Ein eher nachbarfreundlicher Kriegsfilm!

Der Dokumentarfilm angesichts des Alters in ordentlicher Qualität und liegt in Mono und in 4:3 vor.
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am 17. Januar 2008
"Memphis Belle" ist einer der lobenswerten Ausnahmen im amerikanischen Kriegsfilmgenre, die auf überbordenden Hurra-Patriotismus und plakative Schwarz-Weiß-Malerei verzichten. Die Geschichte des 25. und letzten Einsatzes (mit einigen künstlerischen Freiheiten nach einer wahren Begebenheit erzählt) des B-17-Bombers und seiner Besatzung ist ein spannender Film mit Starbesetzung.

Unter dem Kommando von Captain Dennis Dearborn (Matthew Modine - "Full Metal Jacket") hat die Crew der "Memphis Belle" im Mai 1943 noch einen 25. und letzten Einsatz - die Bombardierung der Focke-Wulf-Werke in Bremen - zu fliegen, bevor sie in die Heimat zurückkehren und auf eine Werbetour für Kriegsanleihen gehen soll. Der Film schildert realistisch und spannend die Konflikte innerhalb der Besatzung (u.a. Eric Stoltz - "Pulp Fiction", Billy Zane - "Titanic", Sean Astin - "Herr der Ringe" und Harry Connick jr. - "Independence Day)" und deren Ängste während Flak- und Jagdfliegerbeschuß. Dabei werden die Deutschen nicht wie in Kriegsfilmen üblich plump und stereotyp als Ansammlung von Nazischergen, sondern einfach als die gegnerische Kriegspartei dargestellt, eine Ansicht, die zum damaligen Kriegszeitpunkt noch überwog.

Neben den Hauptakteuren wissen vor allem John Lithgow ("Die Akte") als übermotivierter Presseoffizier und David Strathairn ("Das Bourne Ultimatum") als sachlicher, um seine Besatzungen besorgter Kommandant zu überzeugen.

Einen Punkt Abzug gibt es für die äußerst magere Ausstattung der DVD, hätte sich doch die Thematik für weiterführende Dokumentationen bestens geeignet. Trotzdem für historisch interessierte Personen unbedingt zu empfehlen.
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am 1. September 2016
Das witzige ist, hier ist erst ein Film vom Vater verfilmt worden und dann jetzt noch mal von seinem Sohn, daher mein Titel. Ich fand die Darstellung an sich sehr realistisch. Vergleicht man den Inhalt mit Pilotenbiographien oder allgemeinen Darstellungen wie dem Band aus der II. Weltkriegsreihe von TIME LIFE dann ist das ganze sehr treffend, wenn auch an diesem Beispiel, der ursprünglich real existierenden SOUTHERN BELLE , etwas sehr dramatisch in Szene gesetzt worden unter dem Strich. Die ursprüngliche Filmvorlage hatte ja sogar zu mehreren Fernsehserien wie TWELFE O'CLOCK HIGH geführt. ( vergl. YOUTUBE )
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am 15. April 2010
Eines vorweg: "Memphis Belle" ist ein spitzenmäßiger Fliegerfilm mit tollen Kameraeinstellungen, viel Action und Spannung, und tollen historischen Flugzeugen. Fliegerei-Begeisterte wie ich werden also voll auf ihre Kosten kommen und denen, bei denen Flug-Action im Vordergrund steht, kann ich diesen Film wärmstens empfehlen. Einige Verfasser hier vertreten die Ansicht, der Film käme ohne Patriotismus und edles Heldentum aus. Dieser Meinung kann ich mich aber nicht ganz anschließen. Zwar enthält der Film deutlich weniger Hurra-Patriotismus als andere Hollywood-Kriegsfilme, dennoch wird auch in "Memphis Belle" einiges verdreht bzw. beschönigt. Der Film bringt zwar recht eindrucksvoll die beklemmende und todesangst-geschwängerte Atmosphäre an Bord eines Bombers über Feindgebiet rüber, verharmlost aber meiner Meinung nach den irrsinnigen Blutzoll und Schmutz des Bombenkrieges. Ich bin mir ziemlich sicher, daß die meisten Besatzungsmitglieder sich beim ersten Feindkontakt in 6000 Metern Höhe sprichwörtlich vor Angst in die Hose gesch.... haben. Und dann der edle Ritter am Steuerknüppel des Bombers, der den Zielanflug wiederholt, weil das Ziel unter Wolken lag. Er riskiert edelmutig sein Leben und das sämtlicher Geschwadermitglieder, um die Bomben nicht ziellos abzuwerfen und unschuldige Zivilisten zu töten? Genau letzteres ist aber geschehen. Britische und amerikanische Bomberverbände haben - wahllos oder gezielt - Bombenteppiche abgeworfen, die deutsche Städte in Schutt und Asche gelegt haben und einer Million Zivilisten das Leben gekostet haben. Daß es über Deutschland nicht nur Bomben, sondern auch zerstückelte Leichen abgeschossener Bomberbesatzungen geregnet hat, wird ebenfalls nicht rübergebracht. Als Doku-Drama oder gar Antikriegsfilm ist dieser Streifen somit wohl eher ungeeignet. Aber den Anspruch erhebt er ja meines Wissens nach auch gar nicht. Daher: Klasse Actionfilm mit Anlehnung - aber nur Anlehnung - an eine wahre Begebenheit.
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TOP 500 REZENSENTam 13. Februar 2015
Über die Story ist schon viel hier geschrieben worden und ich bin eigentlich kein Freund von US-gemachtem Filmmaterial zum
Thema 2. Weltkrieg. Aber der hier hat wirklich Tiefgang und schafft es mit den jungen Burschen mit zu leiden. Mich erinnerten
einige Szenen durchaus von der psychischen Seite her an Sequenzen aus "Das Boot" - eben dann, wenn man da in so einem
Metallsarg sitzt und nicht weiß, was die nächsten zehn Sekunden bringen und weder Luft noch Wasser haben Balken...ui, ui, ui, das ist Platzangst pur, dann lieber Blasen an den Füßen und im Dreckloch sitzen. Alleine wenn ich an zwei Szenen denke, als zum Beispiel das abgeschossene deutsche Flugzeug das Leitwerk eines anderen Bombers abrasiert und man noch die Schreie im abtrudelnden Bomber hört...da wird einem echt anders...oder das Stück, als vor der Memphis Belle ein Flieger explodiert und die Blut und Trümmer über die Scheibe schmieren...echt deutlich rübergebracht, was da abging. Nun, über die Bombereinsätze und deren juristischer Legitimation seitens des Völkerrechts von allen beteiligten Streitkräften sei hier mal geschwiegen...
Meiner Meinung der beste Film über das Leben und Leider einer Bomberbesatzung im zweiten Weltkrieg - Stellvertretend für alle Armeen, die massierte und viele Einsätze dieser Art durchzuführen hatten.
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am 3. Oktober 2016
Memphis Belle ist kein plumper Kriegsfilm, sondern beleuchtet die verschiedenen Seiten durch sehr nahe und persönlich wirkende Charaktere und Schicksale. Trotzdem ist die Action 1a und ich schaue ihn immer wieder gerne. Leider ist das Bild der BlueRay kaum besser als die DVD, sodass kein neues Erlebnis dazu kam. Der Film verdient eigentlich 5 Sterne, auf BlueRay aber Bildabzüge, daher 4.
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