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Memorial [Vinyl LP]

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Produktinformation

  • Vinyl (13. März 2014)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 2
  • Label: Steamhammer (SPV)
  • ASIN: B001PU8ND0
  • Weitere verfügbare Ausgaben: Audio CD  |  MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen 10 Kundenrezensionen
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Format: Audio CD Verifizierter Kauf
Moonspell bleiben sich selber insofern treu, wie sie sich auch auf diesem Album wieder mal komplett neu ausrichten. Die Musik ist um einiges härter als auf den letzten Alben. Der Gesang ist oft mehr Growl als Clean Vocal, was aber sehr gut passt. Die Lieder sind nicht so melancholisch und langsam wie auf anderen Alben, Moonspell lassen es phasenweise ordentlich krachen, schaffen dabei aber eine tolle Atmosphäre vor allem durch die äusserst geschickt eingesetzten Keyboards, die nie im Vordergrund dominant sind aber immer das Gerüst der Songs stärken.

Es fehlt vielleicht die grosse Abwechslung aber die Atmosphäre verdient die Höchstnote.
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Format: Audio CD
Also ich persönlich habe es ja nicht für möglich gehalten, dass Moonspell nochmal zu ihren Wurzeln zurückkehren würden. Bereits vor den Veröffentlichungen der Outputs "Darkness & Hope" und "The Antidote" war ja schon von einer Rückbesinnung auf die ersten Tage der Band die Rede. Alle diejenigen, die diese beiden Platten gehört haben wissen allerdings, dass es keineswegs so war. Auf Memorial fassen die Portugiesen meiner Ansicht nach die besten Momente von "Wolfheart" und "Irreligious" zusammen. Sogar Blast-Speed Parts sind im Opener "Finsterra" zu vernehmen. Die restlichen Lieder sind ebenfalls allesamt ziemlich druckvoll und werden von der stets bollernden Doube Bass von Schlagzeuger Mike Gaspar unterstützt. Es fällt ebenfalls auf, dass das Keyboard wieder öfter zum Tragen kommt, was der Musik Moonspells nur zugute kommt und die düsteren Momente auf der CD verstärkt.

Fernando Ribeiro schreit sich zu meinem Wohlwollen sprichwörtlich die Seele aus dem Leib. Der cleane Gesang wurde im Vergleich zu den vorangegangenen Veröffentlichungen drastisch reduziert, was aber bei den kraftvollen Songs auch nicht weiter verwundert.

Kurz vor dem Ende überraschen Moonspell dann nochmal durch "Luna" mit einer hitverdächtigen Ballade, bei der vor allem die klagenden Vocals von Birgit Zacher positiv hervorzuheben sind. Der Bonustrack fügt sich nahtlos in das Album ein.

Alles in allem zeigen Moonspell, dass sie noch längst nicht zum alten Eisen gehören und liefern ein Wahnsinnsalbum ab, was ihnen wahrscheinlich in dieser Form so gut wie niemand zugetraut hätte.
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Format: Audio CD
Eine "Hommage an den Gothic Metal der neunziger Jahre" soll dieses Album laut Sänger Fernando sein.

Er bezieht sich dabei auf Bands wie Tiamat, Samael, Sentenced, Amorphis, Anathema, Therion oder eben auch seine eigene Formation, die Anfang/Mitte der Neunziger die Ketten des Death Metal sprengten und eben diesen mit anderen Einflüssen - seien es nun orchestrale, atmosphärische oder psychedelische - revolutionierten bzw. gleich ein neues Genre erschufen: Gothic bzw. Dark Metal.

Dieses hatte in den Neunzigern wenig zu tun mit dem kitschigen "Trällerelsen"-Gothic Metal der heutigen Tage. Vielmehr verbarg sich in der Musik ernsthafter künstlerischer Anspruch, der gerade wegen der noch nicht hundertprozentig ausgereiften Umsetzung seine Reize entfaltete.

Dass Moonspell nach langjähriger Experimentationsphase wieder an diese Ära anknüpfen wollen, freut mch zutiefst. Doch ist das Unterfangen gelungen? Erstaunlicherweise setzen die Portugiesen zeitlich sogar noch früher an, und orientieren sich nicht so sehr am Durchbruchsalbum und Meilenstein "Irreligeous", sondern vielmehr am Vorgänger "Wolfheart", als die musikalische Wende noch garnicht in vollem Maße abzusehen und die Band noch mehr im eigentlich Doom/Death-Bereich agierte.

Somit ist eine willkommene Rückkehr der metallischen Härte zu verzeichnen, die auch dank der gelungenen Produktion voll zur Geltung kommt. Trotz der durchweg gelungenen Tracks vermisse ich manchmal jedoch etwas die Eingängigkeit des "Irreligeous"-Materials.
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Format: Audio CD
Viel gab und gibt es zu lesen über das neue Album, die Presse jubelt es hoch und feiert die Rückkehr einer Band, die nie weg war, sondern sich einfach verändert hatte, anspruchsvoller geworden war und sich nicht mehr mit alten Gothic Metal Klischees identifizieren wollte.

Was waren wir damals so begeistert von Wolfheart und auch von Irreligious. Prachtvolle Melodien, Bombast, Dramatik. Angeblich, so der Bandkopf, wollte man sich wieder an diesen Zeiten orientieren, erinnerte sich - wie heute ach so oft - an vermeintlich bessere Zeiten. Alten Produzenten (Sorychta) wieder kontaktiert, das Gegröhle reaktiviert und ein wenig Bombast aus den Kellern der Vergangenheit gekramt. Einfache Rechnung - aber leider ergibt 1+1 eben nur 2. Man kann eines Verstorbenen gedenken, sich träumerisch an ihn erinnern, aber keiner vermag es, ihn wieder zu beleben. So muss man Moonspell attestieren, dass sie fraglos gute Instrumentalisten sind und dass Fernando einen tollen Job am Gesang/ Growling macht. Perfektion ist ein Wort, welches einem in den Sinn kommt. Technik, das Wissen um Strukturen und Inhalte. Auf der Strecke bleibt dabei leider genau das, was die Fans früher an dieser Band so schätzten. Die Emotionen, das Erhabene, wohl auch die geradezu infantilen Spielereien, das Ausufernde und Einzigartige. Memorial ist kein schlechtes Album geworden, und man mag es durchaus besser finden als die letzten musikalischen Ergüsse, die allesamt deutlich schwerer zugänglich waren als dieses relativ straighte Werk. Ich mochte sie weitaus weniger als Wolfheart und seinen direkten Nachfolger, doch man muss immerhin anerkennen, dass sie einzigartig und besonders waren, eine künstlerische Vision verfolgten.
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