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Der Meister und Margarita: Roman Taschenbuch – 18. April 2006

4.4 von 5 Sternen 138 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Dieses Buch ist wie ein Rausch" (Die Weltwoche)

"Kein bitteres Buch, sondern eines voll wilder Lebenslust!" (Neuen Deutschland)

Rezension

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Der Meister und Margarita
OT Master i Margarita OA 1966 DE 1968Form Roman Epoche Moderne
Das vielschichtige Hauptwerk von Michail Bulgakow vereint mehrere Genremerkmale, Stilhaltungen und Problemstellungen. Es ist nicht nur eine fantastische Abenteuergeschichte und beißende Zeitsatire, sondern auch eine philosophische Parabel über das Wesen von Gut und Böse, über menschliche Schwächen, demoralisierende Auswirkungen von Unfreiheit und Unterdrückung, die Macht der Kunst und die Ohnmacht des Künstlers. Zentrales Thema ist die Entlarvung der Lüge in der Kunst wie im Leben.
Entstehung: Bulgakow begann 1929 mit der Arbeit an dem Roman und vernichtete 1930 eine erste Fassung. Letzte Korrekturen diktierte er, todkrank und erblindet, auf dem Sterbebett. Der Roman konnte erst Jahrzehnte später publiziert werden; er erschien 1966 in der Zeitschrift Moskva mit willkürlichen Kürzungen der Redaktion. Nach vollständiger Publikation 1966 im Ausland erschien die erste ungekürzte sowjetische Ausgabe 1973.
Inhalt: Ende der 1920er Jahre taucht während der Karwoche in Moskau der Satan Voland mit Gefolge auf, um Freitagnacht seinen alljährlichen Ball zu geben. Einige Tage lang wird Mos-kau vom Teufelsspuk heimgesucht. Den Menschen, die mit Volands Gefolge in Berührung kommen, wird übel mitgespielt – doch sie verdienen es nicht anders, denn sie sind fast allesamt verlogen, geldgierig und anmaßend. Eine Ausnahme bilden der namenlose Meister, der geniale Autor eines Pilatus-Romans, und seine Geliebte Margarita. Sie verloren einander aus den Augen, als der Meister, dessen Roman von Literaturfunktionären als konterrevolutionär eingestuft und für den Druck abgelehnt wurde, einen Nervenzusammenbruch erlitt, das Manuskript verbrannte und in eine Nervenheilanstalt eingewiesen wurde. In der Hoffnung, etwas über ihren Geliebten zu erfahren, ist Margarita bereit, die Gastgeberin auf dem Ball beim Satan zu spielen. Als Lohn für ihren selbstlosen Einsatz wird sie wieder mit dem Meister zusammengeführt; sein Roman wird vor dem Vergessenwerden gerettet.
Aufbau: Die Handlung des Romans spielt sich in drei unterschiedlichen Welten ab. Die erste ist die reale Welt der Moskauer Gegenwart. In zahlreichen temporeichen und aberwitzigen Episoden zeichnet Bulgakow ein satirisches Porträt der durch ideologische Gängelung verrohten und demoralisierten sowjetischen Gesellschaft; sein besonderes Augenmerk gilt den unbegabt-opportunistischen Vertretern des offiziösen Literaturbetriebs. Die zweite ist die überzeitliche Parallelwelt des Übersinnlichen und Jenseitigen. Dort tummeln sich Voland und sein Gefolge, Hexen, Vampire und die zum Leben erweckten Besucher des Satansballs – Giftmischer, Massenmörder und sonstige Großverbrecher. Die dritte schließlich ist die vergangene Welt des alten Jerusalem – der Handlungsort des vom Meister verfassten Passions-Romans über Pilatus und Jeschua han-Nasri, der als Roman im Roman eingeschoben ist. Alle drei Welten sind miteinander durch ein komplexes Netz gemeinsamer Motive, paralleler Figuren und Handlungsmomente verknüpft. So korrespondiert beispielsweise die Gestalt Jeschua han-Nasris mit der Gestalt des Meisters, die wiederum autobiografische Züge des realen Romanautors Bulgakow trägt.
Wirkung: Übersetzungen in mehrere Weltsprachen, zahlreiche Werkanalysen, Bühnenfassungen und Verfilmungen zeugen von der künstlerischen Kraft des Romans und von der von ihm ausgehenden Faszination. M. Sch. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Format: Taschenbuch
Wenn ich meine zehn Lieblingsbücher aufzählen sollte, wäre ich ratlos -- mindestens 500 sollten es schon sein, die auf die berühmte einsame Insel mitkommen dürften. Aber man könnte mich fragen, ob "Der Meister und Margarita" von Bulgakow mit von der Partie wäre, und darauf würde ich ohne Zögern mit "ja" antworten.
In diesem Roman kommt unendlich vieles zusammen, und man kann ihn auf unendlich viele Arten lesen: Als bitterböse Satire auf Stalins Staat und als philosophische Abhandlung, als phantastische Abenteuer- oder Spukgeschichte, als die ultimative Liebesgeschichte schlechthin... und natürlich ist diese Aufzählung längst nicht vollständig.

Moskau, Ende der 1920er Jahre. Karwoche. Auftritt der Teufel persönlich, der in der Freitagnacht seinen alljährlichen Hexenball geben will. Bis es dazu kommt, ist in Moskau buchstäblich der Teufel los, und Funktionäre (insbesondere die regimekonformen Literaten), Denunzianten, Mitläufer und sozialistisch übertünchte Spießer bekommen gründlich ihr Fett weg; Schadenfreude darf sich hier auf höchstem Niveau ausleben. Bereits der Romananfang an den friedlichen Moskauer Patriachen-Teichen ist ein satirisches Meisterwerk, das auf allen denkbaren Ebenen zuschlägt. Bulgakov scheint hier die alte Regisseurs-Weisheit in die Literatur zu übertragen, der zufolge man die Handlung mit einem Erdbeben zu beginnen und dann allmählich zu steigern habe. Aber der satirische Rundumschlag ist nur einer der vielen Aspekte dieses Jahrhundert-Romans.
Eigentlich geht es nämlich um die Geschichte von Margarita und um ihre Liebe zum Meister.
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Format: Kindle Edition
Ich unterhielt mich vor einiger Zeit über unverfilmbare Bücher. Unter anderem wurde auch „Der Meister und Margarita“ von Bulgakow genannt. Von diesem Werk hat ich noch nie zuvor etwas gehört, aber es machte mich neugierig. Also ging ich auf gut Glück in die Buchhandlung, fand und kaufte es.

WOVON HANDELT ES?

Den Inhalt kurz zusammen zu fassen ist schwer, einfach, weil er so komplex ist. Mein persönlicher Klappentext würde lauten wie folgt:

An den Patriarchenteichen verliert ein Schriftsteller den Kopf, ein anderer den Verstand. Ein Varietétheater erlebt die Vorstellung des Jahrhunderts, tausende Moskauer Damen finden sich leicht bekleidet auf der Straße wieder und alle schimpfen über verschwindende 10-Rubel-Scheine. Die Wohnung Nr. 50 im Haus Haus Sadowaja ist größer als gedacht, immer leer und der Kater kugelsicher. Alles endet in den Flammen, während der Meister seinem Schüler im Irrenhaus die Geschichte seines Buches über den grausamen fünften Prokurator von Judäa, dem Ritter Pontius Pilatus erzählt und seine große Liebe Margarita sich als des Teufels Ballkönigin drei Stunden lang das Knie küssen lässt.

Historisch angesiedelt im Moskau der 30er Jahre, in der Dekade nach der russischen Revolution ist es politische Satire mit einer großen Portion Schadenfreude und historischer Detailtreue.

Magie und Hexerei, der Kampf zwischen Gut und Böse und die Frage, was des Menschen größte Schwäche ist, wer auf Erlösung hoffen darf und was den Teufel eigentlich so teuflisch macht.
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Format: Taschenbuch
Zum ersten Mal mit 13 oder 14 Jahren gelesen, war ich unglaublich fasziniert von diesem komplexen, fantasievollen, aufregendem Roman.
Seitdem lese ich das Buch (inzwischen bin ich 42...) alle 2 oder 3 Jahre sehr gerne wieder und mich erfüllen jedesmal große Glücksgefühle bei der Lektüre.
"Der Meister und Margarita" ist ein wunderbarer, sehr vielschichtiger Roman.
Jeder Leser wird, denke ich, etwas anderes bei der Lektüre empfinden, andere Dinge hinein interpretieren.
Aber besonders der wunderschöne, an düsterer Romantik nicht zu übertreffende Schluß sollte jedem, der auch nur zu halbwegs normalen Emotionen fähig ist, die Tränen in die Augen treiben und das Genie des Autors erkennen lassen. Doch auch davor gibt es sehr, sehr viel zu entdecken.
Mein Lieblingsbuch Nr.1.
Und sollte ich jemals auf die berühmte einsame Insel müssen - dieses Buch würde mich begleiten!!!
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Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
In Moskau geht der Teufel um! Gemeinsam mit seinen Gesellen lässt er die wildesten Dinge geschehen: Leute verschwinden, finden sich an fremden Orten wieder oder landen gleich im Irrenhaus, Geld fällt vom Himmel und verwandelt sich, ein Kater fährt Autobus und ein Verstorbener lädt telegrafisch zu seinem Begräbnis ein... Die braven Sowjetbürger werden auf eine harte Probe gestellt, denn wer als politisch bewusster Atheist nicht an die „Märchen über Gott“ glaubt, kann die verwirrenden Vorkommnisse erst recht nicht mit der Existenz des Satans erklären. Aber war diese Gesellschaft nicht schon vor dem Erscheinen des Teufels außer Rand und Band und auf den Kopf gestellt, den einige jetzt buchstäblich verlieren?

Wenn Bulgakow den Höllenfürsten leibhaftig durch den Alltag des Sozialismus schickt, geschieht dies, um die Verkrustungen des Systems zu entlarven. Wo sich die Apparatschiks des Kulturbetriebs zur Zensur aufschwingen und die Günstlinge der Partei durch Korruption bereichern, wo den ideologisch vernagelten Machthabern von Speichelleckern und Kriechern der Hof gemacht wird, eben da scheint der Satan am rechten Platz zu sein. Die Revolution ist längst in Bürokratie und Verwaltung steckengeblieben, der „neue Mensch“ damit beschäftigt, sich durch Beziehungen und Geld kleine Vorteile zu verschaffen. So lobenswert die Idee einer wahrhaftigen sozialistischen Gesellschaft auch sein mag, der Teufel steckt im Detail ihrer Verwirklichung.

Kunstvoll in den Text eingewoben ist die Geschichte um Pontius Pilatus, der Jeschua richtet, sich selbst aber vorgaukelt, frei von Verantwortung dafür zu sein.
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