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am 3. Mai 2010
Kurt Flasch gehört zu denjenigen Wissenschaftlern in Deutschland, die sich seit Jahrzehnten mit den überlieferten Schriften Meister Eckharts, mit seinem Denken und mit seinem geistigen Umfeld beschäftigen. Schon lange vertritt er die These, dass man sich den Blick auf das Denken Eckharts, soweit aus den auf uns gekommenen Texten überhaupt eindeutig zu eruieren, nicht mit dem Begriff "Mystik" vernebeln sollte. Er ist in dieser Hinsicht der argumentative Gegenspieler z. B. zu Alois M. Haas, der die Texte Eckharts und ihre Gehalte als christlich-mystisches Sprechen und Sprechen über Mystik in der Tradition neuplatonischer Ideen gedeutet hat. Flasch gibt mit dem Titel des Buches "Philosoph des Christentums" seine Richtung klar vor. Ausgehend von einer Selbstaussage Eckharts im Prolog zu seinem Opus tripartitum zeigt er, dass es Eckhart wohl vor allem darum ging, ihm wichtige Gehalte des Christ-Seins [der gelebten Christusförmigkeit] und des christlichen Denkens mit Vernunftgründen zu erhellen, was in seiner Lebenszeit bedeutete: mit philosophischen Argumenten. Diesem Leitbild folgt Flasch durch die uns bekannten biografischen Stationen Eckharts hindurch, mit Verweisen auf das lateinische wie auch das deutsche Werk. In den Blick kommen dabei auch die geistigen Einflüsse, unter deren Eindruck Eckhart sein eigenes Denken konturierte, vor allem die Debatten an der Pariser Universität gegen Ende des 13. Jahrhunderts, die von der Aristoteles-Rezeption geprägt waren, aber auch die Denker seines Ordens wie Albert der Große, Thomas von Aquino [zur Zeit Eckharts schon sakrosankt gesprochen und doch von Eckhart kritisch gesehen] sowie Dietrich von Freiberg. Geschrieben ist das Buch nicht nur für andere Fachwissenschaftler, sondern auch für interessierte [und vorgebildete] Laien. Deshalb vermeidet der Autor Diskussionen um Details der Forschung, sondern trägt souverän die großen Linien seiner Argumentation vor. Denen kann man sich kaum entziehen. Als Eckhart-Interessierter habe ich nun die Möglichkeit, verschiedene Perspektiven der Gegenwart auf den großen christlichen Denker nachzuvollziehen, ohne gleich in Regalmeter von Fachliteratur eintauchen zu müssen. Tatsächlich überwiegt ja nach wie vor die Literatur, die in Eckhart den mystischen Sprecher und Schreiber sieht, dessen paradoxe und häufig auch gesteigerte Redeweise, die gewagte Vergleiche und sprachliche Bilder nicht scheut, notwendig von den Hütern der christlichen Orthodoxie nicht zu verstehen war [was ihn in eine Reihe z. B. mit den meisten islamischen Mystikern stellt] und der deshalb am Ende seines Lebens als Irrlehrer verurteilt wurde. Flasch zeigt jedoch, dass man die Verurteilung seiner Lehre durch den päpstlichen Hof in Avignon auch anders deuten kann. Sehr spannend zu lesen, wenig schmeichelhaft für die Linien der christlichen Theologie nach Albert und Eckhart, trotz der wenigen Ausnahmen wie Nikolaus von Kues. Für Eckhart-Interessierte, die wissen wollen, in welch spannenden Dimensionen sich sein Denken [und das seiner Lehrer] bewegte, ein Muss!
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Der Name Meister Eckhart, ist bis heute bekannt als ein Meister des Wortes und durch seine Radikalität seines Denkens.

Was der emeritierte Professor der Ruhr Universität Bochum Kurt Flasch mit diesem Buch erreicht hat, und dies ist in meinen Augen das große Plus dieses Buches, er stellt Meister Eckhart in seinem geschichtlich - theologischem Kontext dar. Das macht sein Leben und für uns viel mehr seine Texte noch spannender und brisanter.

Chronologisch arbeitet sich der Autor durch die Lebensstationen Paris, Erfurt, Straßburg und Köln hindurch und macht an diesen Wirkungsstätten auch die Entwicklungssprünge des Philosophen und Theologen Meister Eckhart deutlich. Breiten Raum nimmt sich der Autor um den Prozess gegen Eckhart darzustellen.

Als Ordensbrüder dem Kölner Inquisitionsgericht die Irrtumslisten vorlegen, beginnt für den Angeklagten Eckhart das Ende. Bewundernswert wie er noch einmal den Prozess nutzt um seine Gedanken zu äußern. Den ungleichen Kampf konnte er nur verlieren.

Das Buch mit seinen Abbildungen, lässt diese Zeit noch einmal lebendig werden. Vielleicht war Meister Eckhart seiner Zeit voraus. Dieses Buch eignet sich sehr gut um mit ihm Bekanntschaft zu schließen und lässt auch nicht die Zeit um Eckhart herum außer acht.
11 Kommentar| 48 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Bei der damaligen Bevölkerung war er sehr beliebt, denn seine Predigten waren für die Menschen greifbar, er versuchte seine neuen Gedanken den Menschen verständlich darzustellen. Man findet in dem Buch die Lebensgeschichte und einige Predigten und Gedanken Eckharts die dem Leser einen schönen Einblick in sein revolutionäres Denken geben (teilweise sind seine Texte in mittelalterlicher Sprache abgedruckt).
Eckhart sah z.B. die Bibeltexte oft als Metaphern an und beschäftigte sich gerne mit den Gedanken des Heiligen Johannes, der schrieb: "Am Anfang war das Wort". Eckhart sah dabei das "Wort" in seinen Predigten immer als Gott an und der Mensch als ein "Beiwort" bei dem Wort.
Der Autor zeigt den Geist von Meister Eckhart und betrachtet ihn mehr als Philosophen und nicht als Mystiker, der von dem klassischen Begriff des Logos, von Plotin und Gedanken der niokomamischen Ethik (von Aristoteles) stark geprägt wurde.
Das Buch endet mit Eckarts Anklage wegen Häresie, die von seinen eigenen Mitbrüdern erhoben wurde. Es sind von seinen Gegnern in der Anklage Sätze angegriffen worden, die den neuplatonischen Dualismus des Christentums zu überwinden trachteten, in denen er die Einheit Gottes, des Menschen und der Welt betont. Man findet in diesem Buch auch Gedanken aus seiner dann folgenden Verteidigungsschrift gegen diese Vorwürfe. Eckhart starb noch vor seiner Verurteilung. Ungewöhnlich war aber, daß nach seinem Tod, per Erlaß vom Papst, das Verfahren dennoch weiter geführt und 1329 in Avignon mit seiner Verurteilung endete.
Fazit: Der Mensch als "homo divinus" mit einer philosophischen Betrachtung und Einordnung von Meister Eckhart.
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In der Hochblüte des Mittelalters, lang nach Anselm von Canterbury, also um das Jahr 1300 überschaute man das Leben, den Sinn des Lebens, die Frage nach Gott und das Sein schlechthin immer im Hinblick auf das, was sie damals (und wir heute) "Gott" nennen und sie trafen sich in den Lehranstalten (Paris, Cöln, Canterbury und wo auch immer), um darüber zu referieren.

Das Ganze nennen wir heute dankenswerterweise Lehre, Universität, philosophisches Denken und dessen Weiterentwickeln und gerade im Moment interessieren sich (meist)gestandene Männer für das Sein und das Wesen von Hier und Dort und die Wahrheit schlechthin, die Frauen tragen dafür das Tägliche.

Dass sich die Waagschale der Wissenschaft z.B. heutzutage auffällig der Experimentalphysik zuneigt, den Naturwissenschaften allgemein, wen mag es wundern. Und die Sprache in den Medien spricht inzwischen von "dem Weg Gottes auf der Spur sein" und ähnlichem, wenn wir die neuesten Experimente bei der Protonenbeschleunigung betrachten.
Was hat uns also der emeritierte Professor der Philosophie Kurt Flasch zu sagen und warum behandelt er Meister Eckhart?

Wer kennt denn überhaupt noch Meister Eckhart, was können Schüler der Gymnasien über ihn wissen und was sollen sie vielleicht wissen?
Und ist es wirklich so gewesen, dass Gedanken dieses "Mystikers" für die Schulung von SS-Offizieren genutzt wurde?
Übrigens der "Mystiker" Meister Eckhart wird in diesem Buch nicht behandelt, sondern der Philosoph, der Metaphysiker und der Theologe.
Wobei der Autor in unglaublich deutlichen Worten gleich zu Beginn seines hervorragenden Buches auf die Auslegung von Theologie oder Philosophie eingeht und wohl eher im Sinne einer Theosophie die Beschäftigung mit dem höchsten Wesen gesehen haben würde, das wir, wie gesagt, gemeinhin "Gott" nennen.

Meister Eckhart, ein Dominikanermönch, hoch gebildet, Lehrer in Paris, von einigen seiner Brüder der Häresie angeklagt, wurde von Papst Johannes XXII. 1329 in Avignon verurteilt. Er entging einer Hinrichtung nur, weil er vorher schon gestorben ist.
Meister Eckhart, Schreiber und Prediger, Seelsorger im besten Sinne, deutscher Dichter und in die Seelentiefe gehender Autor, ist seinen eigenen Weg konsequent gegangen, unter unglaublich anstrengenden Umständen sich verteidigend und bis zum Schluss versuchend, seine Sicht der wichtigen Dinge zu erläutern.
Dafür stützte er sich auf Vorgänger ähnlicher Stärke wie Augustin oder Thomas von Aquino, Averroes u.a.
In diesem Buch wird seine Bedeutung als Philosoph gewürdigt, seine glänzende Sicht der wichtigen Dinge bis hin in die philosophische Betrachtung der neuesten Zeit (Heidegger, Bloch). Meister Eckhart trennt Gott nicht wirklich vom Bösen und von der Sünde und er erklärt die Dreifaltigkeit auf seine Weise, wie er überhaupt das Wesen des richtigen Christentums erkennt und aufzeigt im Miteinander und in gelebter und geteilter Genügsamkeit.
Meister Eckhart steht deshalb nicht "im Selbstverständnis der Römischen Kirche von Johannes XXII. bis Benedikt XVI.", wie es am Schluss dieses mutigen Buches zu lesen ist.
11 Kommentar| 29 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 1. Mai 2015
Großartig recherchiert super verständlich geschrieben und hilfreich
Ich halte dieses Buch für eines der wertvollsten die ich las.
Kann ich gerne weiterempfehlen.
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am 8. April 2013
this volume arrived quickly in excellent condition. It is Prof. Flasch's latest summary of the contribution of Meister Eckhart. An impressive and must read study.
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