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Mein Afrika-Tagebuch Gebundene Ausgabe – 16. Februar 2004

4.0 von 5 Sternen 8 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Bill Bryson wurde 1951 in Des Moines, Iowa, geboren. 1977 ging er nach Großbritannien und schrieb dort mehrere Jahre u. a. für die Times und den Independent. Mit "Reif für die Insel" gelang Bryson, der zuvor bereits Reiseberichte geschrieben hat, der ganz große Durchbruch. Seit 1987 widmet er sich ganz dem Schreiben von Büchern. 1996 kehrte Bill Bryson mit seiner Familie in die USA, nach Hanover, New Hamsphire zurück. Viele seiner Titel sind internationale Bestseller und auch in den deutschen Verkaufscharts auf den oberen Plätzen zu finden.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Als der große Johnny Weissmuller Ende der vierziger, Anfang der fünfziger Jahre so schlabberig wurde, dass er kein Tarzanlendentuch mehr tragen konnte, ohne den Popcornverkauf an die Kinobesucher zu gefährden, drehte er zum Ausklang seiner Schauspielkarriere eine Reihe von Low-Budget-Abenteuerfilmen mit Titeln wie Gefangene der Kopfjäger und Herrscher des Dschungels, in deren Mittelpunkt eine Figur namens Dschungel-Jim stand. Diese bescheidenen Filmepen sind heute weitgehend vergessen, was schade ist, denn sie waren wahrscheinlich die herzigsten furchtbaren Filme, die je gedreht wurden. Der Inhalt war selten auch nur annähernd plausibel. In meinem Lieblingsfilm Buschteufel im Dschungel ging es um einen verschollenen Stamm weißer Pygmäen und den absonderlichen, aber wackeren Kampf gegen die Ausbreitung des Kommunismus. Die erzählerischen Möglichkeiten waren praktisch grenzenlos, denn die Dschungel-Jim-Filme bestanden großteils aus willkürlich aus anderen Abenteuerfilmen geschnittenen Szenen. Was man kriegen konnte - Eisenbahnzusammenstöße, Vulkanausbrüche, Nashornattacken, Panikszenen (stets mit großen Massen Japanern) –, wurde dem Original entnommen und in Dschungel-Jims wundersam flexible Handlungen verwoben. Hin und wieder erschien der immer beleibtere Weissmuller auf der Leinwand, rang ein seltsam steifes, widerstandsloses Krokodil zu Tode oder jagte ein paar Kannibalen in den Wald, doch diese störenden Einsprengsel waren meist von kurzer Dauer und wurden nur sporadisch ausreichend erklärt.
Es würde mich gar nicht wundern, wenn sich nie mehr als vier Leute auf einmal einen Dschungel-Jim-Film im Kino angesehen hätten. Auch meiner Aufmerksamkeit wären die Streifen sicher entgangen, wenn 1959 nicht WOI-TV, ein im tiefen Iowa wegen seines unermüdlichen Einsatzes für Mittelmäßigkeit wohlbekannter Fernsehsender, das gesamte Dschungel-Jim-Oeuvre käuflich erworben und das nächste Dutzend Jahre jeden Freitagabend zwei davon im Doppelpack gezeigt hätte. Was sich insofern tragisch auswirkte, als ich diese Filme nicht nur mit unerklärlicher Hingabe sah, sondern unauslöschlich von ihnen geprägt wurde. Ja, hätte ich nicht immer mal wieder den Klassiker von 1952, Bwana, der Teufel, gesehen und 1961 eine Dschungelsafari in Disneyland gemacht, hätten sich meine Kenntnisse des Lebens in Afrika bedauerlicherweise ausschließlich auf die Dschungel-Jim-Filme gestützt. Dass meine Vorstellungen von diesem Kontinent überwiegend auf einer Serie von B-Filmen beruhten - made vor mehr als einem halben Jahrhundert in Kalifornien -, bereitete mir allerdings auch keine schlaflosen Nächte. Doch als ein sympathischer junger Mann namens Dan McLean aus dem Londoner Büro von CARE International, der altehrwürdigen, verdienstvollen Wohltätigkeitsorganisation, mich fragte, ob ich wohl nach Kenia fahren, einige ihrer Projekte besuchen und ein paar Zeilen für sie darüber schreiben würde, fiel mir auf, dass in meinem Wissen über den Schwarzen Kontinent Lücken klafften, die ich bei der Gelegenheit stopfen konnte, und ich erklärte mich bereit.
Einige Wochen später bat man mich in CAREs Londoner Geschäftsräume zu einem Treffen mit Dan, seinem Chef Will Day und einem rauen, aber herzlichen Burschen, CAREs Regionalkoordinator in Ostafrika Nick Southern, der gerade in London weilte. Wir setzten uns an einen großen, mit Landkarten von Kenia bedeckten Tisch und sie erläuterten mir in groben Zügen, was sie mit mir vorhatten.
„Zu dem Flüchtlingslager in Dadaab müssen Sie natürlich fliegen“, bemerkte Will an einem Punkt nachdenklich und warf mir einen Blick zu. „Schon allein wegen der Banditen.“ Dan und Nick nickten ernst.
„Wie bitte?“, sagte ich, plötzlich heftig interessiert.
„Die Gegend da, das ist alles Banditenland“, sagte Will.
„Wo?“, fragte ich und inspizierte die Karte zum erstenmal genauer.
„Ach, nur hier“, sagte Will und wedelte mit der Hand über den größten Teil Ostafrikas. „Im Flugzeug passiert Ihnen aber nichts.“
„Auf Flugzeuge wird sehr selten geschossen“, meinte Nick.
An so etwas hatte ich, ehrlich gesagt, überhaupt nicht gedacht. Ich hatte brav meine Hausaufgaben gemacht, Jenseits von Afrika angeschaut und dabei den Eindruck gewonnen, dass ich auf dieser Reise hauptsächlich auf Veranden sitzen und mir von Dienern mit Turban jede Menge Kaffee servieren lassen würde. Ab und zu besuchten wir sicher auch ein Krankenhaus und jemand aus der Reisegruppe musste gelegentlich ein heranpreschendes Tier erschießen, aber ich hatte mir doch nicht vorgestellt, dass – umgekehrt - jemand auf mich schießen würde.
„Also, wie gefährlich ist Kenia nun eigentlich?“, piepste ich, mühsam beherrscht.
„Überhaupt nicht“, erwiderten sie unisono.
„Na ja, kaum“, räumte Will ein.
„Es kommt auch darauf an, was Sie mit `gefährlich¿ meinen“, sagte Dan.
„Also, zum Beispiel, dass man blutet und nicht wieder aufstehen kann“, überlegte ich laut. „Erschossen wird oder erstochen und so was.“
Sie versicherten mir, das passiere nur sehr selten, und wenn, dann beinahe immer entweder das eine oder das andere, und ich müsse schon großes Pech haben, wenn ich erschossen und erstochen würde.
„Im Grunde müssen Sie sich nur wegen Krankheiten Sorgen machen“, fuhr Nick fort. „Malaria, Schistosomiasis, Schlafkrankheit...“
„Rift Valley-Fieber, Schwarzwasserfieber, Gelbfieber...“, sagte Dan.
„Denguefieber, Bilharziose – das Übliche in den Tropen“, ergänzte Will.
Doch sie wiesen mich darauf hin, dass man sich gegen viele dieser Krankheiten impfen lassen kann und die meisten Leute von den restlichen mehr oder weniger vollständig genesen, wenn sie Geduld haben und sich einer gut durchdachten physiotherapeutischen Behandlung unterziehen. Viele können sogar wieder laufen. Ich fragte, ob es sonst noch etwas gebe, das ich wissen solle.
„Na ja, die Straßen sind nicht ganz ungefährlich – da gibt¿s schon mal durchgeknallte Fahrer“, kicherte Will.
„Doch abgesehen davon und den Seuchen und den Banditen und der Eisenbahn von Nairobi nach Mombasa besteht absolut kein Grund zur Sorge“, fügte Nick hinzu. „Was ist mit der Eisenbahn?“
„Ach, eigentlich nichts. Nur der Wagenpark ist ein bisschen antiquiert, und wenn man die Berge hinauf- oder hinunterfährt, versagen manchmal die Bremsen – aber hey, wenn man sich wegen allem grämt, was einem zustoßen könnte, würde man nirgendwo mehr hingehen, stimmt das nicht?“
„Ich gehe nirgendwo hin“, sagte ich entschlossen.
Sie nickten bedächtig.
„Es wird auf jeden Fall ein Abenteuer“, sagte Will fröhlich. „Und es passiert Ihnen nichts, absolut nichts. Nur kümmern Sie sich vor der Abreise noch mal um Ihre Versicherungen.“ Und so ließ ich mich unwiderruflich auf das afrikanische Abenteuer ein, von dem ich nun erzähle.

SAMSTAG, 28. SEPTEMBER 2002

Wir, die fünf tapferen Reisenden, die die Gruppe aus London bilden, treffen uns am Kenya Airways-Schalter in Heathrow. Außer mir und Dan sind es: David Sanderson, ein bedächtiger, freundlicher Zeitgenosse, der bald den Posten des CARE-Regionalkoordinators für Süd- und Westafrika in Johannesburg übernehmen wird, jetzt aber in seiner Eigenschaft als Stadtentwicklungsexperte mit uns fliegt; Justin Linnane, ein angespannter, aber liebenswürdiger junger Mann, der Dokumentarfilme fürs Fernsehen dreht und sich erboten hat, die Expedition auf Video festzuhalten, sowie die Fotografin Jenny Matthews, deren prächtige, einfühlsame Aufnahmen dieses Bändchen schmücken. Jenny mit ihren weißen Haaren und ihrer sanften Unaufdringlichkeit ist das eigentliche Wunder der Gruppe. Wenn Sie sie in einem Supermarkt sähen, würden Sie sie für eine Lehrerin oder Beamtin halten. Dabei geht sie seit fünfundzwanzig Jahren furchtlos und offenbar unverwüstlich überall dorthin, wo es brennt – nach Tschetschenien, Bosnien, Afghanistan, Ruanda. Wenn es auf dieser Reise eng wird, halte ich mich an sie.
Als erstes überrascht uns Kenya Airways mit der guten Nachricht, dass wir Businessclass fliegen dürfen, weil wir so...


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Top-Kundenrezensionen

am 16. Februar 2005
Verifizierter Kauf
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am 12. August 2005
0Kommentar| 9 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 6. März 2004
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am 8. März 2004
0Kommentar| 12 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 5. September 2014
Verifizierter Kauf
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VINE-PRODUKTTESTERam 20. Oktober 2009
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am 8. Juli 2005
Verifizierter Kauf
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