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Das Meer der Wahrheit (detebe) Broschiert – 25. Mai 2010

3.5 von 5 Sternen 6 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Andrea De Carlo, geboren 1952 in Mailand, lebte nach einem Literaturstudium längere Zeit in den USA und in Australien. Er war Fotograf, Maler und Rockmusiker, bevor ihm 1981 mit seinem ersten Roman, ›Creamtrain‹, der Durchbruch gelang – sein Mentor damals: Italo Calvino. Acht Jahre später legte er den Roman ›Zwei von zwei‹ vor, der zum Kultbuch einer ganzen Generation wurde.
Andrea De Carlo lebt in Mailand und in Ligurien.


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Kundenrezensionen

3.5 von 5 Sternen

Top-Kundenrezensionen

Format: Gebundene Ausgabe
Ich muss gestehen, dass ich das Buch noch nicht ganz durchgelesen habe, aber dafür, dass ich eher Gelegenheitsleser bin habe ich die ersten 280 Seiten nahezu verschlungen.
Mit anderen Worten: Andrea de Carlo erschuf einen liebenswerten Protagonisten dessen Handlungen absolut menschlich und nachvollziehbar sind. Er führt uns über weite Strecken an dessen Naturverbundenheit heran ohne zu polarisieren. Sein Lorenzo ist kein autonomer Ökoaktivist, sondern ein von seinem Gewissen und seinen Bedürfnissen getriebener Einzelgänger der an einen Wendepunkt in seinem Leben angekommen ist.
Leider sind im Gegensatz dazu die Nebencharaktere weniger liebevoll dargestellt und wirkend teilweise etwas hölzern.
Außerdem bekommt der Leser in einigen Passagen den Eindruck, es würden Stammtischparolen zum Besten gegeben. Dies mag vielleicht die Glaubwürdigkeit der Figuren unterstreichen, doch sucht der Leser im Verlauf des Buches mehr nach einem Mentor, der objektive Fakten bereitstellt, die den eigenen Horizont erweitern.
Dennoch, de Carlo schafft es, einen ansprechenden Spannungsverlauf zu erzeugen und verpackt gesellschaftliche und ökologische Brandherde so, dass man tatsächlich in einer Neuauflage darüber sinniert, während man von der Entwicklung verschiedener zwischenmenschlicher Beziehungen bestens unterhalten wird.
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Format: Gebundene Ausgabe
"Das Meer der Wahrheit" ist keinem eindeutigem Genre zuzuorden, dies verringert die Qualität des Buches jedoch keineswegs, im Gegenteil. Nach 2-3 schwachen Büchern hat der Autor bereits bei seinem letzten Buch "Wenn der Wind dreht" wieder an frühere Höhepunkte wie "Arcodomadore", "Techniken der Verführung", "Guru" angeknüpft. Mit seinem aktuellem Buch hält er das Niveau.
Im Zentrum des Geschehens stehen der zuletzt zurückgezogen lebende (Meeres-)Schriftsteller Lorenzo, Spross einer großbürgerlichen Familie und ein für die katholische Kirche sehr brisantes Textdokument, geschrieben von einem afrikanischen Kardinal, der an Aids starb sowie eine regierungskritische Organistation (ähnlich "Attac"), die besagtes Textdokument gerne veröffentlichen möchte. In ein weibliches Mitglied dieser Gruppe verliebt sich der Hauptprotagonist und Ich-Erzähler und befindet sich bald gemeinsam mit ihr auf der Flucht.
Das Ganze ist atemlos und z.T. sehr spannend geschrieben, sehr gut gelungen sind die Beschreibungen der wechselnden Gefühlslagen des Hauptprotagonisten und seiner Beobachtungen und Einschätzungen der ihn umgebenden Menschen.
Insgesamt sehr zu empfehlen.
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Format: Broschiert
Wer an diesem Buch Gefallen finden möchte, sollte sich zunächst einmal für italienischen Ökoaktivismus interessieren, besser noch, sich mit der alternativen Szene identifizieren können - der Rest der Gesellschaft erscheint aus Sicht der Handelnden nämlich ziemlich bizarr.
Abgesehen davon, muss man es schon mögen, wenn der Protagonist in einem an Besessenheit grenzenden Ausmaß in eine Frau vernarrt ist und sein einzig wahres Interesse allen Details ihrer Erscheinung gilt. Penetrant, nicht nachvollziehbar und teilweise ein wenig gruselig, die Faszination, die diverse Eigenschaften wie, "ihr Salzgeruch", "Zucker an ihrem Kinn", die weißen Hände, der schwarze Anorak etc., permanent auf ihn ausüben.
Da die eigentliche Geschichte aus Sicht des Ich-Erzählers nicht im Vordergrund steht, sondern vielmehr eben diese Fixiertheit auf eine Person, baut sich für den Leser keine wirkliche Spannung auf - im Gegenteil - mein Interesse wurde von Seite zu Seite geringer, so dass ich gegen Ende des Buches überlegte, ob sich das Weiterlesen überhaupt noch lohnte. Rückblickend muss ich sagen, hat es sich nicht wirklich, nein.
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