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Maya: oder das Wunder des Lebens Gebundene Ausgabe – 9. Oktober 2000

3.6 von 5 Sternen 29 Kundenrezensionen

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Im Zentrum des Romans steht die Geschichte des Biologen Frank Andersen, dessen Ehe nach dem Tod seiner Tochter in die Brüche geht. Er befindet sich am Ende einer ausgedehnten Forschungsreise, als er beschließt, noch einen Zwischenstopp auf der Fidschiinsel Taveuni zu machen. Dort trifft Frank mit vielen interessanten Menschen zusammen und unterhält sich mit ihnen über Das Wunder des Lebens. Jeder hat seine eigene Sicht davon, doch keine Deutung -- sei sie naturwissenschaftlich, philosophisch, ökologisch oder magisch -- kann vollständig überzeugen. Mit dieser zentralen Schilderung um den Biologen Frank Andersen sind weitere, aus wechselnden Perspektiven erzählte Geschichten verwoben. Allmählich vermischen sich reale und imaginäre Welten. Am Ende ist nur noch eines klar: Es gibt keinen Anfang und kein Ende.

Gaarder geht in seinem Roman einfachen Fragen nach: "Was sind wir?", "Woher kommen wir?" und "Wohin gehen wir?". Er weiß keine abschließende Antwort darauf. Glücklicherweise, denn was wäre eine Welt ohne Fragen und damit ohne Geheimnisse. Sind sie doch der Motor allen Lebens. Gaarder erklärt aber Zusammenhänge und wirft damit gleichzeitig neue Fragen auf. So zieht er den Leser nicht nur in den Bann, sondern schafft auch ein tieferes Verständnis für Das Wunder des Lebens und regt zum Nach- und Weiterdenken an.

Jostein Gaarder legt eine wissenschafts- bzw. evolutionsgeschichtliche wie auch philosophische Darstellung vor. Maya ist aber ebenso ein Plädoyer für Liebe und Fantasie als treibende Kräfte des Lebens. Denn für Gaarder kann die Naturwissenschaft zwar erklären, doch erst Liebe und Fantasie geben einen tieferen Sinn.

Die Zeitgeschichte hinterließ deutliche Spuren in Gaarders Roman, so werden beispielsweise Bill Clinton und Monica Lewinsky als "zwei der berühmtesten Primaten unserer Zeit" bezeichnet. In Verbindung mit den beiden wird die Frage aufgeworfen, ob es sich "...um etwas so Obszönes gehandelt haben kann wie eine Havanna-Zigarre...". Der Humor kommt nicht zu kurz, wie auch das groteske Zwiegespräch Franks mit einem Gecko beweist, das wenig nüchtern um eine Ginflasche kreist.

Gaarder verwendet eine einfache Sprache, ohne jedoch zu vereinfachen oder Lösungen zu bieten, die es gar nicht geben kann. In seinen Text fließen Fachbegriffe und fremdsprachliche Passagen ein, sodass das Werk vorwiegend für Leser ab 16 Jahren geeignet ist. Jostein Gaarder, geboren 1952, wurde durch den Philosophieroman Sofies Welt berühmt -- eines der am meisten verkauften Werke in der Geschichte der BRD. --Fedor Bochow

Der Verlag über das Buch

Der neue Gaarder: ein spannender Roman, über das Wunder des Lebens und ein leidenschaftliches Plädoyer für die Macht der Fantasie.

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Verifizierter Kauf
Der norwegische Paläontologe Frank begibt sich auf die Fidschiinseln, um über ausgestorbene Tierarten und die Herkunft der Menschen zu forschen. Dort begegnet er dem spanischen Pärchen Ana und José. Er glaubt Ana irgendwo schon einmal begegnet zu sein, doch er kommt einfach nicht darauf, woher er sie kennt. Unterdessen freundet er sich etwas mit dem Gecko "Gordon" an, der fortan sein Gästezimmer bewohnt und offensichtlich keine Abneigung zu Franks Gin-Flasche hegt. Mit dem Engländer John Spooke und dem spanischen Pärchen diskutiert Frank über das Leben, Gott, die Abstammung der Menschen und entschließt sich all diese Gespräche aufzuzeichnen und an seine ehemalige Frau Vera in Briefform zu schicken...

Das Buch unterteilt sich in folgende Teile: Vorwort von John Spooke, Franks Brief an Vera, Nachwort von John Spooke und "Das Manifest". Im "Manifest" stehen nochmals bereits vorher im Buch erwähnte Lebensweisheiten und Erkenntnisse in Form von Kartensymbolen wie Pik, Herz etc. Ich finde das Buch am Anfang relativ interessant, man begibt sich nämlich mit dem jeweiligen Ich-Erzähler auf eine Reise nach Fidschi und meint dort abenteuerliche Dinge zu lesen, jedoch werden immer wieder philosophische Ansätze eingebaut, wie man sie schon aus Gaarders berühmtem Roman Sofies Welt kennt. Dies gehört zum eigentlichen Stil und Thema Gaarders in seinen Werken, doch werden hier zu oft Wiederholungen genannt, ganze Absätze werden im Buch bis zu 3 mal wieder erwähnt und somit gezwungenermaßen nochmals gelesen, und das finde ich etwas enttäuschend.
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Von Ein Kunde am 11. November 2001
In Anbetracht der Tatsache, dass sich schon Etliche vor mir mit der eigentlichen Handlung des Buches befasst haben, gehe ich davon aus, dass ich diese wohl nicht mehr zum Thema meiner Rezension machen muss!!
Da ich bisher schon mehrere Bücher von Jostein Gaarder gelesen habe, und vor allem "Das Kartengeheimnis" zu meinen absoluten Lieblingsbüchern zählt, war ich natürlich sehr gespannt auf dieses Buch.
Man muss ehrlich sagen, das der Anfang ein wenig mühsam zu lesen ist, da er sich vor allem um biologische Dinge wie die Evolution dreht.
Was nicht heisst dass das nicht interessant ist zu lesen!
Aber schon bald findet der Autor zu seinem so typischen Stil zurück, indem er nicht nur philosophische Fragen behandelt, sondern auch eine gewisse Mystik und Magie mit einfliessen lässt.
Was mir aufgefallen ist, ist die starke Anlehnung an "Das Kartengeheimnis", was die Geschichte mit dem Zwerg betrifft.
Ich finde, man sollte dieses Buch unbedingt vorher gelesen haben, auch wegen der Ählichkeit der philosophischen Argumente.
Zum Schluss vermischt Jostein Gaarder wieder einmal so gekonnt Fiktion und Wirklichkeit, dass es mich stark an "Sophie's Welt" erinnert hat.
Alles in allem ein wirklich geniales Buch für alle, die sich für Philosophie und eine gewisse Magie oder Mystik interessieren und sich vor allem mit der Frage nach dem 'Sinn des Lebens' beschäftigen!
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Ist Ana María Maya das Modell der "Maya Desnuda" Goyas oder nicht? Jostein Gaarder schafft es, trotz der Micky Maus-Falle bei Sophies Welt, auch dieses Mal den Leser nach der alles auflösenden Antwort lechzen zu lassen. Aber in dem Moment, wo der Joker mit seinen klingelnden Glöckchen wieder auftaucht, muss man sich Fragen, ob Gaarder nicht inzwischen die Ideen ausgegangen sind: Er greift hier auf das "Kartengeheimnis" zurück und lässt José auch noch die ganze Story von dem gestrandeten Bäckermeister nacherzählen...John Spooke alias der Autor mag im Nachwort noch so sehr bedauern, nach Sevilla gefahren zu sein- die erdachte und die wirkliche Geschichte von Ana und José verwirren den Leser am Ende. Das darf schon sein, aber das Happy End und die plötzliche Umdeutung Anas Schwächeanfalls in die ersten Anzeichen einer Schwangerschaft 'kommen sehr gewollt rüber. Alles, auch der Touristenknipsende "Zwerg" wird am Schluss bagatellisiert- die Gaarder-Masche: Der Autor ist der Schöpfer und kann mit den Figuren machen was er will, ist inzwischen ausgereizt. Man wünscht sich am Ende fast um der besseren Geschichte willen, dass Ana gestorben wäre- so gut sie auch Flamenco tanzen mag! Das Manifest ist ebenfalls eine neue Variante des "Jokerspiels"... Etwas Positives muss man dem Buch dennoch lassen: Die Personen sind liebevoll gezeichnet, auch die Nebenpersonen wie Mario, Laura und Bill- (die plötzliche Entdeckung, dass Bill ihr Vater ist, erschien mir interessanter, als Veras neue Schwangerschaft...Lesen Sie weiter... ›
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Verifizierter Kauf
Die Handlung scheint auf den ersten Blick einzuleuchten, ist auf den zweiten aber sehr verwirrend.
Definitiv keine leichte Lektüre und nichts für nebenbei. Ein Buch für Nachdenker mit Diskussionsbereitschaft.
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