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am 19. März 2011
Maria von Alan Posener

Maria von Alan Posener ist mit Abstand das Beste Matienbuch, das ich bislang gelesen habe. Zunächst finde ich das Buch sprachlich sehr gelungen, weil Alan Posener nicht theologisch oder historisch wissenschaftlich, sondern sehr bildlich, anschaulich, bisweilen fast poetisch beschreibt. Der erste Satz schon, wunderschön: Die Häuser der Stadt Nazareth drängen sich einen steilen Hügel hinauf, als wollten sie dem Tal entkommen." Als ich ihn las dachte ich: Besser kann man ein Marienbuch nicht beginnen!"
Als Theologe bin ich beeindruckt wie theologisch korrekt und zugleich verständlich Posener die nicht ganz einfache exegetische, dogmatische und damit historische Materie des Christlichen Glaubens darlegt. Der exegetische und dogmatische Befund ist komplex und es ist wirklich beeindruckend mit welch spielerischer Eleganz er diese Aufgabe mit Bravur leistet. Ich wäre stolz, wäre mir ein solcher Wurf gelungen. Selbst Prediger die ein Theologiestudium absolviert haben, sind selten in der Lage die Gestalt Marias im Glauben der Kirche korrekt zu erklären. Alan Posener begegnet der historischen Maria, der Maria des Glaubens der einfachen Leute, und der Maria der Kirche mit Respekt. Vielleicht ist es von großem Vorteil, dass er ihr mit der kritischen Distanz des Nicht-Glaubenden, bzw. dem Glauben der Kirche kritisch gegenüber Stehenden begegnet, wie ein Mensch der Angesichts dieser großen Frauenfigur die unsere Kultur mit geprägt hat fragt: Wer war eigentlich diese Frau? Er begegnet Maria nicht als Gläubiger, so dass der Text nicht fromm wird. Das ist die Schwäche der Bücher, die Fromme über Maria geschrieben haben. Aber er ist auch nicht trocken wissenschaftlich, obwohl das Buch m.E. den aktuellen Stand der Forschung wiedergibt. Das Buch ist keine Beleidigung kritisch denkender und fragender Menschen. Es ist spannend geschrieben und das sage ich mit großem Respekt und Anerkennung: Es hat mir die Augen für ganz neue Seiten Mariens geöffnet. So z.b. das Christentum in der antiken Gesellschaft Roms oder die wichtige Rolle Marias bei den Neubeginnen, Pfingsten, am beginnenden Mittelalter oder bei der Missionierung Lateinamerikas oder bei der Abwehr des Hunnensturms oder des Ansturms des Islam. Andererseits aber auch die Rolle Marias im Islam.
Alan Posener weist historisch nach, dass der Marienkult ein wichtiger Impuls für die Befreiung der Frauen in der Antike war und nicht umgekehrt. Das sie heute auch antifeministisch missbraucht wird von reaktionären Gruppen ist leider auch wahr. Aber das ändert nichts daran, dass die Frauenfigur Marias in der Vergangenheit ein Impuls in eine andere Richtung war.
Wenn Alan Posener über die Rolle der Kulte der Muttergottheiten und die Rolle Marias bei der Adaption dieser heidnischen" Frömmigkeitsformen durch das Christentum bzw. die Kirche spricht dann tut er es mit Achtung und Respekt vor dieser kulturellen Eigenleistung der Kirche, die nicht einfach nur ältere Kulte aufsaugt oder neu kleidet sondern etwas ganz eigenständiges daraus schafft, etwas dass man in den Grundzügen bereits am Beginn des Prozesses der Entstehung der Kirche sehen kann. Gerade dieser Prozess der Inkulturation bei der Implantierung des Christentums wird in der Darstellung von Posener zu einer imposanten Kulturtechnik. Mit Alan Posener möchte man bedauern dass die Kirche unter der Führung von Benedikt XVI in der Angst vor Veränderung und den Herausforderungen erstarrt und in der Begegnung mit dem afrikanischen und asiatischen Kulturkreis zu unflexibel ist und Inkulturation kaum noch möglich scheint.
Ein tolles Buch, sehr schön bebildert und übersichtlich illustriert, dazu noch günstig. Alan Posener hätte einen kirchlichen Buchpreis verdient. Er hat damit weit mehr für Maria geleistet und zu ihrer Ehre beigetragen als viele Kirchenleute, deren Aufgabe die Vermittlung von Wissen über Maria und den christlichen Glauben sein sollte.
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am 1. September 2007
Gut verständlich und begründet schreibt der protestantische Posener endlich das, was seit jeher verdrängt oder verfälscht wird:
Maria ist und bleibt die "Große Mutter" im Christentum, egal wie sehr sich die christl. Theologen winden, sie nur auf IHN und durch IHN, den männlichen Gott erfahren wissen wollen.

Viele Darstellungen Mariens aus der (Kirchen-)Kunst verdeutlichen das, was wir oft nur fühlen, kaum zu denken wagen: SIE war keineswegs nur eine willenlose einfältige Magd!

Hier liegt ein kleines reich bebildertes Büchlein vor mit umfassenden Informationen zum großen Thema! Spannend und kurzweilig!
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am 25. März 2013
Sehr gut! Liest sich locker und leichtgängig, trotzdem sehr informativ und detailliert über das Leben und Wirken einer Frau namens Maria aus Nazareth.In dem kleinen Büchlein stecken eine Menge Hintergrundinfos.
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