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Der Mann mit der Mundharmonika: Mein Leben Taschenbuch – März 2009

4.6 von 5 Sternen 16 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Michael Hirte, 1964 in Spremberg geboren, gewann im November 2008 die TV-Show "Das Supertalent" und eroberte dabei die Herzen der Zuschauer mit seiner Mundharmonika und seiner bewegenden Geschichte. Siebzehn Jahre lang hat Hirte nach einem schweren Verkehrsunfall vergeblich versucht, die Scherben seines Lebens wieder zu kitten. Schwer gehbehindert, auf einem Auge blind, vom Pech verfolgt, mit unermüdlichem Kämpferherzen. In seiner Autobiografie erzählt Hirte nun zum ersten Mal selbst die Geschichte seines Lebens und seines märchenhaften Aufstiegs vom Hartz-IV-Empfänger zum gefeierten Musiker. Aufrichtig, mitreißend und berührend ehrlich.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

1. Kindheit

Geboren bin ich in Spremberg, einem kleinen Städtchen in Brandenburg, als zweites Kind von meinen Eltern Hannelore und Karl Hilgendorf, zwei Jahre nach meinem älteren Bruder Renaldo. Meine Eltern arbeiteten in der DDR als Gaststättenleiter. Und damit haben sie mich wohl auch ein wenig auf meinen jetzigen Beruf als Musiker vorbereitet, denn auch Gaststättenleiter kamen damals ganz schön herum. Wir haben schon nach zwei Jahren die Gaststätte und damit den Wohnort das erste Mal gewechselt. Bis dahin hatten wir in Lübbenau gelebt, nicht weit weg von meinem Geburtsort. Dann zogen wir für zwei Jahre wenige Kilometer südwestlich nach Kittlitz. Und danach für vier Jahre richtig weit weg, nach Gera, in den Stadtteil Lusan, wo ich das erste Mal zur Schule ging und wo auch meine kleine Schwester Kerstin zur Welt kam. Weil meine Eltern zu zweit eine Kantine im Tagebau betreuten, war ich die Woche über in einer Krippe und kam nur zum Wochenende heim. In Gera hab ich auch das erste Mal gekocht. Ich war sechs Jahre alt, meine Mutter hatte an dem Tag keine Zeit, um was für uns zuzubereiten, und dann habe ich für Kerstin und mich Senfeier gekocht. Also Eier mit Senfsauce und Kartoffeln, richtig klassisch. Das hat echt gut geschmeckt. Ich könnte das notfalls sogar heute noch kochen. Allerdings ist seit den Senfeiern kein zweites Rezept dazugekommen. Außer vielleicht Grillwürstchen.
Gestört hat mich diese frühe Selbstständigkeit nicht. Ich fand auch das Herumziehen gar nicht so lästig. Wenn ich das anderen erzähle, wundern die sich manchmal und sagen: »Das muss doch schlimm gewesen sein, ständig die alten Freunde verlieren und von vorne anfangen.« Aber ich fand's nicht schlimm. Ich hab das schon damals positiv gesehen. Denn immer wieder neu anzufangen bedeutet schließlich auch, immer wieder neue Leute kennenzulernen. Mein Bruder Renaldo hat das nicht ganz so gesehen. Vielleicht auch, weil er etwas älter war als ich und deshalb schon engere Freundschaften geschlossen hatte. Als ich acht Jahre alt war und unsere Eltern nach Thüringen ziehen wollten, blieb er darum bei Oma Charlotte und Opa August in Lübbenau. Und ich zog mit Kerstin und meinen Eltern nach Hermsdorf.
Das war eine wirklich prima Zeit dort. Meine Eltern bewirtschafteten dort die HO-Gaststätte »Holzlandperle«. Ich glaube sogar, sie waren die ersten Wirtsleute dort überhaupt, das Lokal wurde im Frühling 1972 eröffnet, das kommt so ziemlich hin. Die »Holzlandperle« gibt es heute noch, die können Sie noch immer besuchen. Ich weiß nicht, ob sie noch bewirtschaftet wird, aber 2007 war eine Pizzeria drin. Innen ist sie in der Zwischenzeit auch mal komplett saniert worden, das heißt, sie sieht jetzt auf jeden Fall ganz anders aus als damals, innen wenigstens. Ist ja auch klar, das war eine typische 70er-Jahre-Gaststätte mit Kunstledersesseln. Ich erinnere mich noch an die ganz eigenartige Holzdekoration, aber die musste ja vermutlich sein, vom Saale-Holzland-Kreis hatte die Gaststätte schließlich ihren Namen. Wenn Not am Mann war, hab ich manchmal ausgeholfen. Ich hab mir dann mit Spülen mein Taschengeld aufgebessert. Und dort habe ich auch die ersten richtigen Stars erlebt, denn die »Holzlandperle« gehörte zu einem Veranstaltungszentrum. Die Schlagergrößen Monika Hauff und Klaus-Dieter Henkler kamen nach ihren Auftritten dann schon mal in die Gaststätte an die Bar, oder auch Chris Doerk, die war ein echter Hingucker. Direkt an der »Holzlandperle« lag ein großer Freilandplatz, da wurden dann im Sommer für alle Bratwürste gegrillt. Und im Winter, wenn's dick geschneit hat, hab ich mit meinem Kumpel Thorsten und noch einem anderen Freund auf dem Parkplatz Schneelöwen gebaut. Sah gut aus, wir haben die richtig modelliert, Kopf, Schwanz, alles dran -wer weiß, vielleicht hätte ich's an der Ostsee auch zum Sandkünstler bringen können. Da gibt's ja heute viele, die an den Promenaden so Drachen bauen und Skulpturen. Aber damals gehörte mein Herz schon längst der
Mundharmonika. Und vielleicht noch dem Zeitzgrund.

Der Zeitzgrund war für uns das Paradies, ein traumhaftes Tal mit vielen Mühlen. Das heißt, Mühlen waren das früher mal, heute sind das alles Gaststätten, für Wanderer. Die Janismühle war eines unserer Lieblingsziele. Dort haben Thorsten und ich im Sommer oder an Wochenenden gearbeitet. Die hatte als eine der letzten den Mühlenbetrieb eingestellt und war gerade zu einer Gaststätte mit Streichelzoo umgebaut worden. Sie hatten Esel, Ziegen und Ponys. Wir haben die Ställe ausgemistet und die Pferde gestriegelt und uns um die Tiere gekümmert. Und wenn Familien mit kleinen Kindern kamen, konnten die dort die Kinder reiten lassen. Thorsten und ich haben die Kinder dann raufgesetzt, geguckt, dass die gut sitzen, und dann haben wir sie herumgeführt. Ein bisschen wie auf der Kirmes, aber im Zeitzgrund war das natürlich viel schöner. Geld gab's dafür keins, aber eine Bratwurst. Das war für uns das Größte.
Durch die Wälder rund um den Zeitzgrund bin ich mit Thorsten aber auch gezogen, wenn wir nicht gerade in den Mühlen gearbeitet haben. Ich hab dabei dann immer auf der Mundi gespielt, und Thorsten hat dazu gesungen. »Lustig ist das Zigeunerleben« oder das »Ännchen von Tharau«. Thorsten und ich waren unzertrennlich, sogar nachts: Wir hatten uns ein ganz einfaches Telefon gebastelt, aus einem alten Benzinschlauch. Der ging bei mir aus dem Fenster, außen an unserem Mietshaus entlang und dann bei ihm wieder ins Fenster rein. Und weil unsere Wohnungen und damit auch unsere Kinderzimmer nebeneinander lagen, konnten wir uns immer mit Klopfzeichen verständigen. Sozusagen als Telefonklingeln, damit man weiß, dass der andere anruft. Und ohne dieses ständige Beisammensein wäre Thorsten mit mir bestimmt auch nicht auf den Trägerbogen der alten Teufelstalbrücke geklettert.
Sechsundfünfzig Meter hoch ist die Brücke über dem Tal, und ich bin mit Thorsten einfach den Brückenbogen hochmarschiert. Und ganz oben haben wir uns dann auf den Bauch gelegt und sind zum Rand von dem Bogen gekrochen, damit wir hinuntersehen konnten. Thorsten hatte ganz schön Muffensausen, und wenn ich nicht drauf bestanden hätte - ich glaube, der wäre auch ganz ausgezeichnet ohne unsere Klettertour ausgekommen. Aber mich reizt eben manchmal der Nervenkitzel. Und das mit der Brücke war natürlich gefährlich, auch wenn der Bogen, der die Brücke trägt, wirklich ziemlich breit ist. Aber da hätte bloß mal eine besonders kräftige Windböe kommen müssen, so was kann einem ja auch in den Bergen passieren - schwupps, hätten Sie jetzt kein Buch in der Hand. Wirklich wahr, Sie können sich's gerne selber ansehen. Heute ist die Brücke zwar abgerissen, aber sie haben für die Autobahn zwei neue gebaut, in jeder Richtung eine. Und abgesehen davon, dass sie der alten Brücke sogar ziemlich ähnlich sehen: Die Höhe ist praktisch genau dieselbe wie die Höhe damals.


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