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am 15. September 2008
Ich habe Mamma Mia mittlerweile 4 mal im Kino gesehen, und es folgen bestimmt noch weitere Besuche. Ich muss gestehen ich habe keine Abba Cds, aber ich mag deren Songs, wenn sie im Radio laufen. Die Schauspieler von Meryl Streep bis Christine Baranski ( ich liebe ich seit ihrer Rolle in der Comedyserie "Cybill") unterhalten auf höchstem Niveau. Die Handlung ist schnell erzählt. Alleinerziehende Mutter( Donna) & Tochter(Sophie) leben auf einer kleinen Insel in Griechenland und halten eine kleine Pension. Sophie will heiraten, kennt aber ihren Vater nicht, durch das Tagebuch von Donna erfährt sie, dass es drei mögliche Kandidaten gibt, diese lädt sie zur Hochzeit ein...( Punkt, Punkt,Punkt->>Insider für die die bereits im Kino waren)Die Songs und locker-flockige Handlung sind wunderbar verknüpft, ein Lacher folgt auf den Nächsten. Meryl Strep überzeugt z.b. mit " winner takes it all", Amanda Seyfried glänzt mit " honey, honey,honey", Christine Baranski & Julie Walters sorgen für die meisten Lacher finde ich, mit z.b. "Chiquitita","does your mother know" & " take a chance on me" aber man müsste alle Schauspieler und Songs einzelnen erwähnen, weil es keinen Hänger gibt in den 110 Minuten Spass. Hat man diesen Film erst einmal gesehen, gibts kein halten, immer und immer wieder wird mit gesungen, geschunkelt und ein Tränchen gedrückt. Spass von 10-100 Jahre. Kaufen, kaufen, kaufen. An verregneten Herbsttagen, bringt uns *Mamma Mia* die Sonne zurück.
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VINE-PRODUKTTESTERam 14. September 2008
Eine Warnung vorweg - wer beim bloßen Gedanken an eine Story, die auf die Rückseite einer Urlaubspostkarte passt, und an Menschen, die im 5-Minuten-Takt voller Hingabe ABBA-Songs schmettern, Pickel bekommt, sollte MAMMA MIA! mit gleichnamigem Ausruf meiden. Aber all denen, die knapp zwei Stunden der blendend aufgelegten Darstellerriege neidlos beim bezahlten Mittelmeer-Urlaub zuschauen wollen, sei DER Gute-Laune-Film des Sommers 2008 ans Herz gelegt, nach dessen Ansehen sich ein beseeltes Lächeln und die tief in die Gehörgänge gegrabenen Melodien nur operativ entfernen lassen.

Natürlich macht die simple Geschichte der alleinerziehenden Donna, die sich Dank ihrer kurz vor der Vermählung stehenden Tochter Sophie mit der unerwarteten Begegnung mit ihren drei verflossenen Liebhabern konfrontiert sieht, jedem Kitschroman Ehre. Doch wie Autorin Catherine Johnson knapp zwanzig allseits bekannte ABBA-Hits im Kontext unterbringt, deren für sich allein genommen banale Texte die jeweilige Situation, in der sie präsentiert werden, perfekt umschreiben, verdient große Anerkennung. Noch größerer Verdienst gebührt letztendlich den Schauspielern, die ausnahmslos engagiert und spielfreudig ihre auf den ersten Blick ungewohnt anmutenden Rollen auszufüllen verstehen. Allen voran muss Meryl Streep erwähnt werden, die sich einen weiteren Meilenstein als wandlungsfähigste Aktrice ihrer Generation in die Vita schreiben darf. Hat man noch ihren Auftritt als eiskalte Verlegerin in DER TEUFEL TRÄGT PRADA in Erinnerung, meint man eine völlig andere Person wie entfesselt und fast mädchenhaft unter griechischem Himmel singen und tanzen zu sehen. Abgesehen vom zweifellos vorhandenen gesanglichen Talent ist es allein der Schauspielkunst der 59jährigen (sic!) zu verdanken, dass selbst slapstickhafte Nummern wie "Money, money, money", "Mamma Mia" oder "Dancing Queen" - obwohl am Rande der Lächerlichkeit entlang schrammend - glaubwürdig herüber kommen. Und wer nicht bei "Slipping through my fingers" und spätestens dem leidenschaftlich interpretierten "The winner takes it all" der Streep verfallen ist - nun ja, siehe eingangs erwähnte Steine.

Nach dieser Lobeshymne fällt es beinahe schwer, noch Aufmerksamkeit für den übrigen Cast zu wecken. Doch weder die Damen noch die Objekte ihrer Begierde müssen sich hinter Donna verstecken: das reife Frauentrio um Donna wird komplettiert durch die herrlich snobistische Christine Baranski (BOWFINGER, CHICAGO) als mannstolle Tanya und Julie Walters (KALENDER GIRLS und HARRY POTTER-Serie) als burschikose, leicht schusselige Rosie. Beide erhalten genug Raum für kleine, teils zwerchfellerschütternde Soli wie Baranski mit der frivolen Darbietung von "Does your mother know" und Walters mit dem Balzgesang von "Take a chance on me". Donnas Tochter spielt die optisch und vokal hinreißende Amanda Seyfried (GIRLS CLUB, TV-Serie VERONICA MARS), passend ergänzt durch Hardbody Dominic Cooper als Bräutigam in spe Sky.

Das Testosteron-Triumvirat wird gebildet von: Pierce Brosnan, der für seine manchmal angestrengt wirkenden Sangeskünste - meines Erachtens völlig unverdient - Tadel einstecken musste. Den weiblichen Zuschauern zur Freude darf er in mehr als einer Szene seinen mittlerweile graumelierten Brustrasen zeigen und darüber hinaus mit "S.O.S." ein ergreifendes Duett mit Meryl Streep bestreiten. Colin Firth versprüht den seit BRIDGET JONES kultivierten Charme als schüchterner, verkannter Liebhaber und ehemaliger Headbanger (hier sei ein Verweis auf die brüllkomischen Jugendfotos der Ex-Lover gestattet, die Firth und Brosnan in so garantiert noch nie gesehenem Look veralbern). Stellan Skarsgård schließlich überrascht durch ausgelassenes Spiel und sympathische Ausstrahlung, die er in seiner bisherigen, oft auf zwielichtige Typen festgelegten Rollenwahl (RONIN, der tragisch verfluchte "Stiefelriemen Bill" in FLUCH DER KARIBIK 2 & 3) selten an den Tag legen dufte.

Gleich von der ersten, luftig-leicht choreographierten Nummer "Honey, Honey" an überträgt sich die Spielfreude des gesamten Cast auf den Zuschauer und entlässt ihn nicht einmal mit Beginn des Abspanns aus dem zum Mitwippen einladenden Bann, wenn sich alle Protagonisten als ABBA-Reinkarnationen in schaurig-schönen Glitzerfummeln nochmal so richtig zum Obst machen dürfen. Auch wer es - sei es aus falsch verstandener Männlichkeit oder wegen akuter Ohrwurm-Allergie - nicht zugeben mag und ABBA nur heimlich im Keller hört, wird trotzdem nicht abstreiten können, dass Benny Andersson und Björn Ulvaeus zeitlose und universelle Pop-Juwelen gelungen sind. Und so ist es nur konsequent, diese Empfehlung für reuelos zu genießendes, herrlich seichtes Entertainment mit dem Schlusssong und dem Dank an die Komponisten zu beenden: Thank you for the music.
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am 19. Oktober 2008
Natürlich war für mich als bekennender CF-Fan ein singender Colin eine höchst verlockende Vorstellung. Das Musical hatte ich vor einiger Zeit mal in Hamburg gesehen und mochte es auch. Und last but not least gehöre ich so grade eben noch zu der Generation, die mit ABBA groß geworden ist: Die ABBA-Schallplatten meiner großen Schwester gehören für mich zu meinen frühesten musikalischen Erinnerungen und damit auch zum alltime-favourite-Liedgut.

Ich ging also mit einer riesengroßen Portion Vorschußlorbeeren ins Kino und hatte ein bißchen Angst, der Film könne dem nicht gerecht werden. Aber nein! Die Spielfreude der Darsteller zieht einen sofort in den Bann. Es macht einfach Spaß, ihnen zuzusehen und zuzuhören.

Von Pierce Brosnan war ich ganz positiv überrascht - den hatte ich bis dahin eigentlich immer eher zur Kategorie der Gesichtsvermieter gezählt, aber siehe da: der Mann kann was. Schauspielern nämlich. Und singen.

Und Meryl Streep hatte recht: sie wäre die bessere Evita gewesen...

Ach, und Colin Firth... hachja!
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am 10. September 2008
Die DVD ist ja noch nicht erhältlich, aber hier meine Meinung zum Film:

Ich war von der Idee, eine Story über eine Anreihung von ABBA Liedern zu stülpen, nicht begeistert. Aber dann bin ich doch ins Kino gegangen... und dann direkt noch einmal, mit einer Freundin (Colin Firth Fan), die ich überreden konnte. Das lag allerdings nicht an der Story - die Lieder passen überraschend gut in die Handlung, aber natürlich merkt man sehr und überall, dass die Handlung im Grunde nur eine Ausrede für die Musik ist. Der Grund, aus dem ich wieder hingegangen bin und jetzt alle meine Freunde und Freundinnen bekehre, ist, dass der Film so viel ansteckend gute Laune verbreitet, wie sonst kein Film zuvor.

Der Film enthält einfach überschäumende Lebensfreude, die jeden mitreißt, der sich nicht vorher dagegen wappnet. Meine Freundin meinte nach dem Film zu mir "Haben wir Drogen genommen?" - es ist ein High, ein Gefühl, dass man summen und glucksen und grinsen muss, dass wirklich nichts den schönen Abend mehr stören kann.
Rezept dafür:
- viele, schon fast zu viele ABBA Lieder, wovon das melankolischste (Slipping through my fingers) der fröhlichen Stimmung im Kino trotzdem keinen Abbruch tut
- eine atemberaubend malerische griechische Insel als Hintergrund, bei deren Anblick man glatt die Urlaubspläne noch einmal ändern möchte
- Szenen, bei denen man lacht
- Szenen, in denen der Film über sich selbst lacht
- Szenen, in denen die Schauspieler über sich selbst lachen können (z. B. die Jugendfotos der Männer, oder die Szenen mit ABBA-Kostümen)
- Szenen, in denen die Schauspieler sichtbar einfach Spaß haben
Wenn man nicht ganz ein Sauerdampfer ist oder ABBA hasst, zieht das einfach mit.

Das lässt sich vom objektiven Standpunkt eines Filmkritikers nicht erfassen. Künstlerisch ist der Film sicher schlecht. Wenig Story, null Tiefgang, null Konflikt, wenige aussagekräftige Dialoge, zum Teil schlechte Kameraführung, laut manchen auch ein schlechtes Casting - wobei mir gerade gefallen hat, dass in diesem Film nicht alle Hollywood-artig jung, bildhübsch und perfekt sind, dass die Hauptdarsteller ihr Alter zeigen dürfen und viele Nebendarsteller nicht nur im Film echte Griechen sind.

Der Film wird keine Spur in der Filmgeschichte hinterlassen. Aber das war auch nicht das Ziel. Der Film will einfach unterhalten und die Stimmung heben, und das schafft er wie kein anderer. Ein High, ohne Nebenwirkungen oder Kater. Das ist es, nicht mehr, nicht weniger. Wer Kunst erwartet, oder Tiefgang braucht, wird sehr enttäuscht sein. Wer sich den Film objektiv und kritisch anguckt umso mehr. Wer jedoch nach einem schlechten Tag seine Anti-Depressiva vergisst, in diesen Film geht und sich dann einfach fallen lässt, wird Mamma Mia als den vergnüglichsten Film aller Zeiten in Erinnerung behalten.
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am 7. September 2008
Zuerst einmal möchte ich anmerken, das ich mit der Abba Musik quasi aufgewachsen bin und mir alles über diese Topgruppe anschaue, ob alte Konzertvideos oder aktuelle Musicals.

Ins Kino bin ich allerdings mit einigen Vorbehalten gegangen, weil ich mir nicht vorstellen konnte, das irgendwelche Hollywood-Schauspieler gesanglich das bieten können, was ich von ihnen erwarte.

Der Film selber hat mich dann absolut positiv überrascht, weil er nicht ernst genommen werden, sondern nur unterhalten möchte, ohne Ambitionen der Akteure jetzt eine Gesangeskarriere starten zu können. Pierce Brosnan etwa schreit mehr und singt so falsch, das es schon wieder Spass macht. Klar ist die Handlung voraussehrbar und trivial, aber als Rahmen um die herausragenden Abba Songs zu präsentieren, noch dazu die wunderschönen Naturaufnahmen der griechischen Insel, ist das alles absolut zu vertreten. Überrascht war ich über die vielen Kinobesucher, die deutlich unter 20 Jahre waren, was mir wieder zeigt, das die wunderschöne Abba Musit zeitlos ist.

Fazit: Man merkte allen Schauspielern an, das sie Spass bei der Produktion dieses Filmes hatten und der ganze Streifen wird von dieser guten Atmosphäre von Anfang bis zum Ende getragen. Ich jedenfalls werde mir diesen Film kaufen und ihn mit aufgedrehter Stereoanlage geniessen.
Noch einen Tip zum Abschluss. Für diejenigen, die den Film noch nicht gesehen haben, man sollte nicht direkt beim Ende des Filmes das Kino verlassen, sondern noch den schön gestalteten Abspann geniessen.
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am 21. September 2008
Mit größten Bedenken und Vorbehalten tat ich dann meiner Freundin den Gefallen - MAMMA MIA! Und in der Tat: Hatten wir Drogen genommen?, woher diese gute Laune?, ein Mitwippen und -trällern ohne Vergleich. Also, für alle Skeptiker: Ich kann Euch sehr gut verstehen, doch diese ca. 100 Minuten Gute Laune, Schöne Bilder, einem Schauspielerteam zuzuschauen, das offensichtlich selbst richtig Spass hatte, das solltet ihr mal mutig angehen. Ich bin jetzt noch sprachlos, dafür mit Soundtrack zu Hause ... !
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am 26. Februar 2010
Also mal vorne weg. Wer zu McDonalds geht, erwartet auch keine Sterneküche. Obwohl ich bei weitem kein ABBA Fan bin, hat mich das Musical wie auch die DVD überzeugt. Netter unkomplizierter Spaß. Wer mal ein wneig Entspannung ohne Tiefgang sucht und nette Erinnerungen an die ABBA-Epoche haben will, wird Spaß haben. Mir sind manche Kritiken (gerade 1 Stern) unverständlich. Das ist für mich so, als wenn ich Lang Lang genieße und den fehlenden Groove vermisse. Ich zumindest weiß im Vorfeld, was ich will. Und wenn das mal ein Hamburger mit einer Coke ist, dann ist das ok. Peinlich diese Kritiker, die hier den Anspruch vermissen. Für mich Thema verfehlt. Also mal deutlich: Kaufempfehlung!!!
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am 18. November 2008
Nee, was hatte ich für einen Spaß. Und nicht nur ich - Meryl Streep auch. Die konnte sich hier so richtig austoben. Die großartige Charakterschauspielerin tobt hier mit Wallemähne und Bollerbux über ein griechisches Eiland und singt die bekannt-beliebten Abba-Gassenhauer.

Die Mamma-Mia Story im Musical ist die Grundlage des Films - der Plot ist schnell erzählt: Die hübsche Tochter einer alleinerziehenden Mutter (Meryl Streep)will heiraten, findet Mamas Tagebuch und erfährt daraus, dass 3 potenzielle Liebhaber ihrer Mutter als Vater in Frage kommen. Sie lädt alle zu ihrer Hochzeit ein und der Spaß kann beginnen. Nicht zu vergessen rauschen auch Mamas Freundinnen an, mit denen sie in den wilden 70ern plateaubesohlt und im Glitzerfummel aufgetreten ist. Die werden im übrigen von der genialen Julie Walters und der beachtlich gut singenden Christine Baranski dargestellt.

Den Film kann man nicht ernst nehmen, aber man kann beim Schauen mitschwofen, mitsingen und einen Heidenspaß an der schrillen Inszenierung haben. Die Nummern sind toll und kreativ choreographiert. Die Schauspieler singen alle selbst. Selbst Pierce Brosnan, der dabei immer aussieht, als täte ihm irgendetwas weh - und der sich auch so anhört.

Ich hätte nie gedacht, dass ich Meryl Streep mal dabei zusehen darf, wie sie laut juchzend und begeistert eine Arschbombe macht!

Der Film ist ein echter Stimmungsaufheller. Schön, schräg, schrill. Totally over the top! Wer danach nicht grinst und irgendeinen Abba-Track summt, ist vermutlich aus Stein.
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VINE-PRODUKTTESTERam 14. September 2008
Eine Warnung vorweg - wer beim bloßen Gedanken an eine Story, die auf die Rückseite einer Urlaubspostkarte passt, und an Menschen, die im 5-Minuten-Takt voller Hingabe ABBA-Songs schmettern, Pickel bekommt, sollte MAMMA MIA! mit gleichnamigem Ausruf meiden. Aber all denen, die knapp zwei Stunden der blendend aufgelegten Darstellerriege neidlos beim bezahlten Mittelmeer-Urlaub zuschauen wollen, sei DER Gute-Laune-Film des Sommers 2008 ans Herz gelegt, nach dessen Ansehen sich ein beseeltes Lächeln und die tief in die Gehörgänge gegrabenen Melodien nur operativ entfernen lassen.

Natürlich macht die simple Geschichte der alleinerziehenden Donna, die sich Dank ihrer kurz vor der Vermählung stehenden Tochter Sophie mit der unerwarteten Begegnung mit ihren drei verflossenen Liebhabern konfrontiert sieht, jedem Kitschroman Ehre. Doch wie Autorin Catherine Johnson knapp zwanzig allseits bekannte ABBA-Hits im Kontext unterbringt, deren für sich allein genommen banale Texte die jeweilige Situation, in der sie präsentiert werden, perfekt umschreiben, verdient große Anerkennung. Noch größerer Verdienst gebührt letztendlich den Schauspielern, die ausnahmslos engagiert und spielfreudig ihre auf den ersten Blick ungewohnt anmutenden Rollen auszufüllen verstehen. Allen voran muss Meryl Streep erwähnt werden, die sich einen weiteren Meilenstein als wandlungsfähigste Aktrice ihrer Generation in die Vita schreiben darf. Hat man noch ihren Auftritt als eiskalte Verlegerin in DER TEUFEL TRÄGT PRADA in Erinnerung, meint man eine völlig andere Person wie entfesselt und fast mädchenhaft unter griechischem Himmel singen und tanzen zu sehen. Abgesehen vom zweifellos vorhandenen gesanglichen Talent ist es allein der Schauspielkunst der 59jährigen (sic!) zu verdanken, dass selbst slapstickhafte Nummern wie "Money, money, money", "Mamma Mia" oder "Dancing Queen" - obwohl am Rande der Lächerlichkeit entlang schrammend - glaubwürdig herüber kommen. Und wer nicht bei "Slipping through my fingers" und spätestens dem leidenschaftlich interpretierten "The winner takes it all" der Streep verfallen ist - nun ja, siehe eingangs erwähnte Steine.

Nach dieser Lobeshymne fällt es beinahe schwer, noch Aufmerksamkeit für den übrigen Cast zu wecken. Doch weder die Damen noch die Objekte ihrer Begierde müssen sich hinter Donna verstecken: das reife Frauentrio um Donna wird komplettiert durch die herrlich snobistische Christine Baranski (BOWFINGER, CHICAGO) als mannstolle Tanya und Julie Walters (KALENDER GIRLS und HARRY POTTER-Serie) als burschikose, leicht schusselige Rosie. Beide erhalten genug Raum für kleine, teils zwerchfellerschütternde Soli wie Baranski mit der frivolen Darbietung von "Does your mother know" und Walters mit dem Balzgesang von "Take a chance on me". Donnas Tochter spielt die optisch und vokal hinreißende Amanda Seyfried (GIRLS CLUB, TV-Serie VERONICA MARS), passend ergänzt durch Hardbody Dominic Cooper als Bräutigam in spe Sky.

Das Testosteron-Triumvirat wird gebildet von: Pierce Brosnan, der für seine manchmal angestrengt wirkenden Sangeskünste - meines Erachtens völlig unverdient - Tadel einstecken musste. Den weiblichen Zuschauern zur Freude darf er in mehr als einer Szene seinen mittlerweile graumelierten Brustrasen zeigen und darüber hinaus mit "S.O.S." ein ergreifendes Duett mit Meryl Streep bestreiten. Colin Firth versprüht den seit BRIDGET JONES kultivierten Charme als schüchterner, verkannter Liebhaber und ehemaliger Headbanger (hier sei ein Verweis auf die brüllkomischen Jugendfotos der Ex-Lover gestattet, die Firth und Brosnan in so garantiert noch nie gesehenem Look veralbern). Stellan Skarsgård schließlich überrascht durch ausgelassenes Spiel und sympathische Ausstrahlung, die er in seiner bisherigen, oft auf zwielichtige Typen festgelegten Rollenwahl (RONIN, der tragisch verfluchte "Stiefelriemen Bill" in FLUCH DER KARIBIK 2 & 3) selten an den Tag legen dufte.

Gleich von der ersten, luftig-leicht choreographierten Nummer "Honey, Honey" an überträgt sich die Spielfreude des gesamten Cast auf den Zuschauer und entlässt ihn nicht einmal mit Beginn des Abspanns aus dem zum Mitwippen einladenden Bann, wenn sich alle Protagonisten als ABBA-Reinkarnationen in schaurig-schönen Glitzerfummeln nochmal so richtig zum Obst machen dürfen. Auch wer es - sei es aus falsch verstandener Männlichkeit oder wegen akuter Ohrwurm-Allergie - nicht zugeben mag und ABBA nur heimlich im Keller hört, wird trotzdem nicht abstreiten können, dass Benny Andersson und Björn Ulvaeus zeitlose und universelle Pop-Juwelen gelungen sind. Und so ist es nur konsequent, diese Empfehlung für reuelos zu genießendes, herrlich seichtes Entertainment mit dem Schlusssong und dem Dank an die Komponisten zu beenden: Thank you for the music.
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am 18. Juni 2012
Ist ja schon endlos viel und auch erheblich kompetenter über den Film geschrieben worden, als ich das könnte. Trotzdem hier noch zusätzlich meine persönlich Meinung dazu. Wie schon oben geschrieben, ist der Film kunterbunt, mit vielen tollen Songs und echter Lebensfreude. Als Ex-ABBA-Fan fand ich die neu arrangierten und gesungenen Lieder, eingebunden in eine leicht verdauliche Geschichte, interessant und auch überwiegend gelungen. Die weibl. Hauptdarsteller, Mutter (Meryl Streep) und Tochter (Amanda Seyfried), sind beide tolle Sängerinnen, wo man jeden Titel genießen kann. Die restlichen Darsteller haben sicherlich alle ihr Bestes gegeben, aber man hat ihnen doch angemerkt, dass sie nicht unbedingt die größten Sänger sind. Es wirkte da teilweise etwas zu Angestrengt. Vielleicht hätte man hier doch, statt bekannter Schauspiel-Größen, lieber Schauspiel-talentierte Sänger nehmen sollen. Weiterhin wollte man wohl, verständlicherweise, in der Gesamtstory auch so viele ABBA-Titel wie möglich unterbringen. Leider wirkte dies manchmal auch etwas zu konstruiert. Trotzdem, insgesamt ein schöner, bunter, gute Laune Film, bzw. eine leichte Sommer-Musik-Komödie mit vielen tollen Liedern, wo man teilweise glatt noch mal Neu-Fan werden könnte. Werde mir nun wahrscheinlich doch mal das Bühnen-Musical ansehen.
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