Madsen

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Biografie

Es ist nicht nur legitim, sondern nachgerade überfällig, dass MADSEN nach fünf Alben und mehr als zehn gemeinsamen Jahren endlich einmal ihre Live-Qualitäten auf einem Tonträger verdichten. Immerhin stiegen sie vom schwitzigen Kellerclub der Frühtage mittlerweile auf in die eher dünn besetzte Liga der deutschen Arena-Bands, die auch die ganz großen Hallen problemlos vollbekommen. Entscheidender als die Größe ist aber, dass sie dabei stets eine der druckvollsten und spielfreudigsten, sicher aber bei weitem charmantesten Live-Bands des Landes waren, blieben und sind. Man kann noch so abgezockt, ... Lesen Sie mehr

Es ist nicht nur legitim, sondern nachgerade überfällig, dass MADSEN nach fünf Alben und mehr als zehn gemeinsamen Jahren endlich einmal ihre Live-Qualitäten auf einem Tonträger verdichten. Immerhin stiegen sie vom schwitzigen Kellerclub der Frühtage mittlerweile auf in die eher dünn besetzte Liga der deutschen Arena-Bands, die auch die ganz großen Hallen problemlos vollbekommen. Entscheidender als die Größe ist aber, dass sie dabei stets eine der druckvollsten und spielfreudigsten, sicher aber bei weitem charmantesten Live-Bands des Landes waren, blieben und sind. Man kann noch so abgezockt, altgedient und mit allen Wassern gewaschen sein: Wenn das Quartett, live verstärkt mit Keyboarderin Lisa Nicklisch und Gitarrist Martin „Mücke“ Krüssel die Bühne einnimmt, lachend, springend und mitreißend wie eine Rock-Turbine im schwerelosen Raum, dann drückt es auf Hüften, Herz und Seele gleichermaßen. Dann wird der Moment gefeiert, jeder einzelne Song. Dann wird jeder Refrain zum Kollektiv-Ereignis, wo 5.000 oder mehr Menschen klingen wie einer. Und zugleich wie ein tausendkehliger Urknall grenzenloser Begeisterung und Hingabe. Auf beiden Seiten der Bühne.

Es wäre naheliegend gewesen, die letzte und bislang größte Tournee von MADSEN, jene zu ihrem fünften Studio-Album „Wo es beginnt“, welches sie erstmals bis auf Platz 2 der deutschen Charts katapultierte, als Anlass und Grundlage für ein erstes Live-Album zu nehmen. Nahezu jede andere Band hätte das so gemacht, und auch das wäre absolut in Ordnung: Seht her, was wir erreicht haben! Wieviele Menschen uns lieben... Wie intensiv und intim eine Show von uns selbst in den unpersönlichsten Mehrzweckhallen der Republik sein kann... Doch wäre das nicht MADSEN-Style: der so subtile wie immanente Schwanzvergleich, der als Subtext in einer solchen Mega-Arena-Breitspur-Produktion steckte, steht den so aufrechten wie bodenständig begeisterungsfähigen Wendländern überhaupt nicht. MADSEN sind nicht Bon Jovi, nicht Muse oder Die Toten Hosen (auch wenn MADSEN-Fans mindestens so leidenschaftlich sind wie jene der Vorgenannten). MADSEN sind MADSEN. Und machen deshalb auch rund um ihre erste Live-Veröffentlichung etwas ganz Besonderes. Besonders für sie, für die Fans, die dabei sind – und für all jene, die es nicht sein konnten und sich die konzertante MADSEN-Energie nun nach Hause holen wollen.

Ihr Live-Booker Bernie Schick lieferte die Ursprungsidee, „die wir zunächst für ziemlich wahnsinnig hielten“, lacht Sebastian Madsen, „dann aber ziemlich schnell immer spannender fanden“: Fünf Abende, fünf Konzerte in fünf verschiedenen Hamburger Clubs, an jedem Abend ein Album in chronologischer Reihenfolge live gespielt. Die Idee wurde Anfang 2013 geboren und schlussendlich umgesetzt Mitte Dezember: Vom „MADSEN“-Debüt im kleinen Kellerclub Molotow und „Goodbye Logik“ im – wie naheliegend – Logo über „Frieden im Krieg“ im Knust und „Labyrinth“ im Grünspan bis zum letzten Werk „Wo es beginnt“, in der für ihre Verhältnisse immer noch kleinen, in diesem Kontext mit einer Kapazität von 1.000 Besuchern aber vergleichweise großen Markthalle – das war die Reise in die MADSEN-Historie mit all ihren Hits, versteckten Perlen und allabendlichen Überraschungen. Überraschungen? Ja, auch die gab es zuhauf: In Form von unangekündigten Gästen, eigens einstudierten Cover-Songs, nie zuvor live gespielten B-Seiten – sowie einem historischen Ereignis, auf das wir gleich noch kommen.

„Das Ganze war wie ein Fazit und ein Aufbruch zugleich“, beschreibt Sebastian Madsen die Idee und das Projekt. „Wenn wir jetzt weitermachen, wird es schon einen Schnitt geben, es muss etwas anderes kommen, das spüre ich und ist uns allen klar. Diese fünf Abende waren für uns wie eine Werkschau, ein Rückblick auf alles, was man bis jetzt gemacht hat – dabei begleitet von guten Freunden, engsten Fans und vielen lieben Menschen. Das Ganze hat uns auch dabei geholfen, ein Verständnis zu entwickeln für das, was wir da eigentlich die ganze Zeit gemacht haben. Ich habe immer weiter geschrieben und geschrieben und bin auch ein Künstler, der das dann aufnimmt, abfeiert, anschließend live spielt und weiter abfeiert, und es dann aber auch zu den Akten legt, abschließt und wieder nach vorne schaut. Diese Abende waren nun für uns wie eine Reise in die eigene Vergangenheit, eine Art Verarbeiten und ein sehr unmittelbares Draufgucken auf alles, was wir gemacht haben – und zwar tatsächlich zwangsläufig alles, weil wir wirklich jeden Song gespielt haben, den wir mal aufgenommen haben. Damit waren die „Hamburger Tage“ sicher irgendwie ein Abschluss – und zugleich, bereits beim ersten Ton von ‚Vielleicht’ im Molotow, wurde mir klar, dass ich das noch ewig so weitermachen könnte.“

Insgesamt waren es 68 eigene, zuzüglich der Coverversionen „ziemlich genau 80 Songs“, wie Sebastian erzählt. Einstudiert wurden sie in ihrer Übungs-Enklave im Wendland, ihrer Heimat. Darunter gab es eine Handvoll echter Premieren – „Songs, die wir wirklich noch nie live gespielt hatten, außerdem solche, die wir eigens für diesen Anlass einstudiert haben“. Wie etwa den frühen Tomte-Hit „Korn & Sprite“, für Sebastian ein ganz besonderes Lied aus seinen Jugendtagen, „das ich damals rauf und runter gehört habe“. Und nun diente dieser Song als atemberaubende Zugabe für das erste Konzert im Molotow, mit Tomte-Sänger Thees Uhlmann am Mikro. Besser können sich Kreise des eigenen musikalischen Findens, Werdens, Rückbetrachtens und Abhakens wohl kaum schließen.

Überhaupt: die Gäste. Viele kamen, um dieser außergewöhnlichen Band einen besonderen Moment der Huldigung, der Gemeinsamkeit zu schenken und diese fünf Abende noch besonderer zu machen, als sie es ohnehin waren. König Boris von Fettes Brot, Porky von Deichkind, Matze und Nino von Virginia Jetzt!, Jonas und Eva von Juli, Axel Bosse, Torsun von Egotronic, Carsten, Tim und Lars von Superpunk – auch das: eine ganz besondere Ehrung für MADSEN, die den Soul der verblichenen Hamburger Band schon immer hoch schätzten – Johannes Oerding und viele weitere. Jeder der fünf Abende geriet durch die Mitwirkung dieser Freunde, Bekannten und hochgeschätzten Kollegen zu etwas Unvergesslichem. Auch für MADSEN selbst, die diese fünf Konzerte „wie in einem ununterbrochenen Rausch“ erlebten, sagt Sebastian: „Wir haben etwas Vergleichbares ja noch nie zuvor gemacht, und das Ganze hat mich erinnert an unsere allererste Tour. Ich bin zwar überhaupt kein Nostalgie-Fan, aber in dem Moment war das alles genau richtig so. Das erste Konzert im Molotow war schon das Krasseste, auch von den Emotionen her. So wenig Leute, die eine dermaßen geballte Energiekugel gebildet haben: Das war wirklich wie vor zehn Jahren, als wir zum ersten Mal auf Tour gegangen sind. Es tat sehr gut, mal wieder diese unmittelbaren Reaktionen zu spüren.“

Der Abend im Molotow geht – manche werden es mitbekommen haben – ohnehin in die Historie ein, und das nicht nur im Zusammenhang mit MADSEN, sondern allgemein. Denn ihre Show war die definitiv letzte in diesem geschichtsträchtigen Club, in dem über Jahrzehnte unzählige Karrieren begannen – was zum Zeitpunkt des Konzertes aber niemand wusste. Etwa eine halbe Stunde nach dem Ende der Show wurde der gesamte Häuserblock, die so genannten ESSO-Häuser, aufgrund akuter Einsturzgefahr evakuiert, ist seitdem für jeden Zutritt gesperrt und wird in Bälde komplett abgerissen. Zwei Tage darauf titelte die Hamburger Morgenpost: „Extremer Lärm: Sind MADSEN Schuld?“, begleitet von der Einschätzung eines Statikers, dass die vibrierenden Bässe ihrer Show das gesamte Areal zum Wackeln gebracht haben könnten. Das ist zwar ausgemachter Blödsinn, wie auch Sebastian bestätigt, aber bei der Energie und Intensität, mit der MADSEN diese Konzertreihe eröffneten, auch nicht total abwegig und vor allem: wahnsinnig symbolhaft. Denn am Ende steht auch dieses Ereignis für die Außergewöhnlichkeit ihrer gesamten Unternehmung – und als selbst erfüllende Prophezeiung der herzlichen Aushänge im Club, man wolle mit diesen Konzerten und gemeinsam mit den Fans „Geschichte schreiben“. Na bitte: Gesagt, getan.

Zwar wurden mittlerweile bereits erste Ideen für Künftiges entworfen, es geht also weiter. Und doch soll dieser Anlass, die Veröffentlichung nun zunächst der Rückschau dienen: Auf zehn Jahre, ungezählte Hits und einige der besten konzertanten Momente, die MADSEN je hatten. Das CD-/DVD-Paket „10 Jahre MADSEN Live“, auf dem der Fan neben 24 ausgewählten Live-Stücken der fünf Konzerte auf der beigefügten DVD die wunderbar ruhig und intim gefilmte Dokumentation „5 Alben – 5 Nächte“ von Band-Intimus Ingo Pertramer findet, ist damit vor allem eines: ein weiterer Beleg, dass MADSEN eine Band war, ist und bleibt, die ihren Fans mehr bietet als das Gewohnte und Erwartbare. Hier ist jeder einzelne Moment – man betrachte sich nur die Aufnahmen ihrer Probesessions und die eingestreuten Interviews mit der Band – eindringlich, super nah dran und vor allem radikal authentisch. MADSEN leisten damit etwas, das heute wirklich selten geworden ist: Sie geben einem Live-Mitschnitt, sonst mittlerweile häufig nicht mehr als ein willkommenes Tool, um mit wenig Aufwand noch mal schnell ein bisschen Kasse zu machen, seine Exklusivität, Unverwechselbarkeit und Würde zurück. Und sie versorgen den Zuhörer und -seher mit Material, das weit über einen typischen Live-Release hinaus geht und eine Band porträtiert, die in ihrer Dringlichkeit, Überzeugungskraft und humorvollen Ungekünsteltheit einen besonderen Platz innerhalb der deutschen Musikszene einnimmt. Dafür kann man ihnen nur danken.

Diese Biografie wurde von den Künstlern oder deren Vertretern bereitgestellt.

Es ist nicht nur legitim, sondern nachgerade überfällig, dass MADSEN nach fünf Alben und mehr als zehn gemeinsamen Jahren endlich einmal ihre Live-Qualitäten auf einem Tonträger verdichten. Immerhin stiegen sie vom schwitzigen Kellerclub der Frühtage mittlerweile auf in die eher dünn besetzte Liga der deutschen Arena-Bands, die auch die ganz großen Hallen problemlos vollbekommen. Entscheidender als die Größe ist aber, dass sie dabei stets eine der druckvollsten und spielfreudigsten, sicher aber bei weitem charmantesten Live-Bands des Landes waren, blieben und sind. Man kann noch so abgezockt, altgedient und mit allen Wassern gewaschen sein: Wenn das Quartett, live verstärkt mit Keyboarderin Lisa Nicklisch und Gitarrist Martin „Mücke“ Krüssel die Bühne einnimmt, lachend, springend und mitreißend wie eine Rock-Turbine im schwerelosen Raum, dann drückt es auf Hüften, Herz und Seele gleichermaßen. Dann wird der Moment gefeiert, jeder einzelne Song. Dann wird jeder Refrain zum Kollektiv-Ereignis, wo 5.000 oder mehr Menschen klingen wie einer. Und zugleich wie ein tausendkehliger Urknall grenzenloser Begeisterung und Hingabe. Auf beiden Seiten der Bühne.

Es wäre naheliegend gewesen, die letzte und bislang größte Tournee von MADSEN, jene zu ihrem fünften Studio-Album „Wo es beginnt“, welches sie erstmals bis auf Platz 2 der deutschen Charts katapultierte, als Anlass und Grundlage für ein erstes Live-Album zu nehmen. Nahezu jede andere Band hätte das so gemacht, und auch das wäre absolut in Ordnung: Seht her, was wir erreicht haben! Wieviele Menschen uns lieben... Wie intensiv und intim eine Show von uns selbst in den unpersönlichsten Mehrzweckhallen der Republik sein kann... Doch wäre das nicht MADSEN-Style: der so subtile wie immanente Schwanzvergleich, der als Subtext in einer solchen Mega-Arena-Breitspur-Produktion steckte, steht den so aufrechten wie bodenständig begeisterungsfähigen Wendländern überhaupt nicht. MADSEN sind nicht Bon Jovi, nicht Muse oder Die Toten Hosen (auch wenn MADSEN-Fans mindestens so leidenschaftlich sind wie jene der Vorgenannten). MADSEN sind MADSEN. Und machen deshalb auch rund um ihre erste Live-Veröffentlichung etwas ganz Besonderes. Besonders für sie, für die Fans, die dabei sind – und für all jene, die es nicht sein konnten und sich die konzertante MADSEN-Energie nun nach Hause holen wollen.

Ihr Live-Booker Bernie Schick lieferte die Ursprungsidee, „die wir zunächst für ziemlich wahnsinnig hielten“, lacht Sebastian Madsen, „dann aber ziemlich schnell immer spannender fanden“: Fünf Abende, fünf Konzerte in fünf verschiedenen Hamburger Clubs, an jedem Abend ein Album in chronologischer Reihenfolge live gespielt. Die Idee wurde Anfang 2013 geboren und schlussendlich umgesetzt Mitte Dezember: Vom „MADSEN“-Debüt im kleinen Kellerclub Molotow und „Goodbye Logik“ im – wie naheliegend – Logo über „Frieden im Krieg“ im Knust und „Labyrinth“ im Grünspan bis zum letzten Werk „Wo es beginnt“, in der für ihre Verhältnisse immer noch kleinen, in diesem Kontext mit einer Kapazität von 1.000 Besuchern aber vergleichweise großen Markthalle – das war die Reise in die MADSEN-Historie mit all ihren Hits, versteckten Perlen und allabendlichen Überraschungen. Überraschungen? Ja, auch die gab es zuhauf: In Form von unangekündigten Gästen, eigens einstudierten Cover-Songs, nie zuvor live gespielten B-Seiten – sowie einem historischen Ereignis, auf das wir gleich noch kommen.

„Das Ganze war wie ein Fazit und ein Aufbruch zugleich“, beschreibt Sebastian Madsen die Idee und das Projekt. „Wenn wir jetzt weitermachen, wird es schon einen Schnitt geben, es muss etwas anderes kommen, das spüre ich und ist uns allen klar. Diese fünf Abende waren für uns wie eine Werkschau, ein Rückblick auf alles, was man bis jetzt gemacht hat – dabei begleitet von guten Freunden, engsten Fans und vielen lieben Menschen. Das Ganze hat uns auch dabei geholfen, ein Verständnis zu entwickeln für das, was wir da eigentlich die ganze Zeit gemacht haben. Ich habe immer weiter geschrieben und geschrieben und bin auch ein Künstler, der das dann aufnimmt, abfeiert, anschließend live spielt und weiter abfeiert, und es dann aber auch zu den Akten legt, abschließt und wieder nach vorne schaut. Diese Abende waren nun für uns wie eine Reise in die eigene Vergangenheit, eine Art Verarbeiten und ein sehr unmittelbares Draufgucken auf alles, was wir gemacht haben – und zwar tatsächlich zwangsläufig alles, weil wir wirklich jeden Song gespielt haben, den wir mal aufgenommen haben. Damit waren die „Hamburger Tage“ sicher irgendwie ein Abschluss – und zugleich, bereits beim ersten Ton von ‚Vielleicht’ im Molotow, wurde mir klar, dass ich das noch ewig so weitermachen könnte.“

Insgesamt waren es 68 eigene, zuzüglich der Coverversionen „ziemlich genau 80 Songs“, wie Sebastian erzählt. Einstudiert wurden sie in ihrer Übungs-Enklave im Wendland, ihrer Heimat. Darunter gab es eine Handvoll echter Premieren – „Songs, die wir wirklich noch nie live gespielt hatten, außerdem solche, die wir eigens für diesen Anlass einstudiert haben“. Wie etwa den frühen Tomte-Hit „Korn & Sprite“, für Sebastian ein ganz besonderes Lied aus seinen Jugendtagen, „das ich damals rauf und runter gehört habe“. Und nun diente dieser Song als atemberaubende Zugabe für das erste Konzert im Molotow, mit Tomte-Sänger Thees Uhlmann am Mikro. Besser können sich Kreise des eigenen musikalischen Findens, Werdens, Rückbetrachtens und Abhakens wohl kaum schließen.

Überhaupt: die Gäste. Viele kamen, um dieser außergewöhnlichen Band einen besonderen Moment der Huldigung, der Gemeinsamkeit zu schenken und diese fünf Abende noch besonderer zu machen, als sie es ohnehin waren. König Boris von Fettes Brot, Porky von Deichkind, Matze und Nino von Virginia Jetzt!, Jonas und Eva von Juli, Axel Bosse, Torsun von Egotronic, Carsten, Tim und Lars von Superpunk – auch das: eine ganz besondere Ehrung für MADSEN, die den Soul der verblichenen Hamburger Band schon immer hoch schätzten – Johannes Oerding und viele weitere. Jeder der fünf Abende geriet durch die Mitwirkung dieser Freunde, Bekannten und hochgeschätzten Kollegen zu etwas Unvergesslichem. Auch für MADSEN selbst, die diese fünf Konzerte „wie in einem ununterbrochenen Rausch“ erlebten, sagt Sebastian: „Wir haben etwas Vergleichbares ja noch nie zuvor gemacht, und das Ganze hat mich erinnert an unsere allererste Tour. Ich bin zwar überhaupt kein Nostalgie-Fan, aber in dem Moment war das alles genau richtig so. Das erste Konzert im Molotow war schon das Krasseste, auch von den Emotionen her. So wenig Leute, die eine dermaßen geballte Energiekugel gebildet haben: Das war wirklich wie vor zehn Jahren, als wir zum ersten Mal auf Tour gegangen sind. Es tat sehr gut, mal wieder diese unmittelbaren Reaktionen zu spüren.“

Der Abend im Molotow geht – manche werden es mitbekommen haben – ohnehin in die Historie ein, und das nicht nur im Zusammenhang mit MADSEN, sondern allgemein. Denn ihre Show war die definitiv letzte in diesem geschichtsträchtigen Club, in dem über Jahrzehnte unzählige Karrieren begannen – was zum Zeitpunkt des Konzertes aber niemand wusste. Etwa eine halbe Stunde nach dem Ende der Show wurde der gesamte Häuserblock, die so genannten ESSO-Häuser, aufgrund akuter Einsturzgefahr evakuiert, ist seitdem für jeden Zutritt gesperrt und wird in Bälde komplett abgerissen. Zwei Tage darauf titelte die Hamburger Morgenpost: „Extremer Lärm: Sind MADSEN Schuld?“, begleitet von der Einschätzung eines Statikers, dass die vibrierenden Bässe ihrer Show das gesamte Areal zum Wackeln gebracht haben könnten. Das ist zwar ausgemachter Blödsinn, wie auch Sebastian bestätigt, aber bei der Energie und Intensität, mit der MADSEN diese Konzertreihe eröffneten, auch nicht total abwegig und vor allem: wahnsinnig symbolhaft. Denn am Ende steht auch dieses Ereignis für die Außergewöhnlichkeit ihrer gesamten Unternehmung – und als selbst erfüllende Prophezeiung der herzlichen Aushänge im Club, man wolle mit diesen Konzerten und gemeinsam mit den Fans „Geschichte schreiben“. Na bitte: Gesagt, getan.

Zwar wurden mittlerweile bereits erste Ideen für Künftiges entworfen, es geht also weiter. Und doch soll dieser Anlass, die Veröffentlichung nun zunächst der Rückschau dienen: Auf zehn Jahre, ungezählte Hits und einige der besten konzertanten Momente, die MADSEN je hatten. Das CD-/DVD-Paket „10 Jahre MADSEN Live“, auf dem der Fan neben 24 ausgewählten Live-Stücken der fünf Konzerte auf der beigefügten DVD die wunderbar ruhig und intim gefilmte Dokumentation „5 Alben – 5 Nächte“ von Band-Intimus Ingo Pertramer findet, ist damit vor allem eines: ein weiterer Beleg, dass MADSEN eine Band war, ist und bleibt, die ihren Fans mehr bietet als das Gewohnte und Erwartbare. Hier ist jeder einzelne Moment – man betrachte sich nur die Aufnahmen ihrer Probesessions und die eingestreuten Interviews mit der Band – eindringlich, super nah dran und vor allem radikal authentisch. MADSEN leisten damit etwas, das heute wirklich selten geworden ist: Sie geben einem Live-Mitschnitt, sonst mittlerweile häufig nicht mehr als ein willkommenes Tool, um mit wenig Aufwand noch mal schnell ein bisschen Kasse zu machen, seine Exklusivität, Unverwechselbarkeit und Würde zurück. Und sie versorgen den Zuhörer und -seher mit Material, das weit über einen typischen Live-Release hinaus geht und eine Band porträtiert, die in ihrer Dringlichkeit, Überzeugungskraft und humorvollen Ungekünsteltheit einen besonderen Platz innerhalb der deutschen Musikszene einnimmt. Dafür kann man ihnen nur danken.

Diese Biografie wurde von den Künstlern oder deren Vertretern bereitgestellt.

Es ist nicht nur legitim, sondern nachgerade überfällig, dass MADSEN nach fünf Alben und mehr als zehn gemeinsamen Jahren endlich einmal ihre Live-Qualitäten auf einem Tonträger verdichten. Immerhin stiegen sie vom schwitzigen Kellerclub der Frühtage mittlerweile auf in die eher dünn besetzte Liga der deutschen Arena-Bands, die auch die ganz großen Hallen problemlos vollbekommen. Entscheidender als die Größe ist aber, dass sie dabei stets eine der druckvollsten und spielfreudigsten, sicher aber bei weitem charmantesten Live-Bands des Landes waren, blieben und sind. Man kann noch so abgezockt, altgedient und mit allen Wassern gewaschen sein: Wenn das Quartett, live verstärkt mit Keyboarderin Lisa Nicklisch und Gitarrist Martin „Mücke“ Krüssel die Bühne einnimmt, lachend, springend und mitreißend wie eine Rock-Turbine im schwerelosen Raum, dann drückt es auf Hüften, Herz und Seele gleichermaßen. Dann wird der Moment gefeiert, jeder einzelne Song. Dann wird jeder Refrain zum Kollektiv-Ereignis, wo 5.000 oder mehr Menschen klingen wie einer. Und zugleich wie ein tausendkehliger Urknall grenzenloser Begeisterung und Hingabe. Auf beiden Seiten der Bühne.

Es wäre naheliegend gewesen, die letzte und bislang größte Tournee von MADSEN, jene zu ihrem fünften Studio-Album „Wo es beginnt“, welches sie erstmals bis auf Platz 2 der deutschen Charts katapultierte, als Anlass und Grundlage für ein erstes Live-Album zu nehmen. Nahezu jede andere Band hätte das so gemacht, und auch das wäre absolut in Ordnung: Seht her, was wir erreicht haben! Wieviele Menschen uns lieben... Wie intensiv und intim eine Show von uns selbst in den unpersönlichsten Mehrzweckhallen der Republik sein kann... Doch wäre das nicht MADSEN-Style: der so subtile wie immanente Schwanzvergleich, der als Subtext in einer solchen Mega-Arena-Breitspur-Produktion steckte, steht den so aufrechten wie bodenständig begeisterungsfähigen Wendländern überhaupt nicht. MADSEN sind nicht Bon Jovi, nicht Muse oder Die Toten Hosen (auch wenn MADSEN-Fans mindestens so leidenschaftlich sind wie jene der Vorgenannten). MADSEN sind MADSEN. Und machen deshalb auch rund um ihre erste Live-Veröffentlichung etwas ganz Besonderes. Besonders für sie, für die Fans, die dabei sind – und für all jene, die es nicht sein konnten und sich die konzertante MADSEN-Energie nun nach Hause holen wollen.

Ihr Live-Booker Bernie Schick lieferte die Ursprungsidee, „die wir zunächst für ziemlich wahnsinnig hielten“, lacht Sebastian Madsen, „dann aber ziemlich schnell immer spannender fanden“: Fünf Abende, fünf Konzerte in fünf verschiedenen Hamburger Clubs, an jedem Abend ein Album in chronologischer Reihenfolge live gespielt. Die Idee wurde Anfang 2013 geboren und schlussendlich umgesetzt Mitte Dezember: Vom „MADSEN“-Debüt im kleinen Kellerclub Molotow und „Goodbye Logik“ im – wie naheliegend – Logo über „Frieden im Krieg“ im Knust und „Labyrinth“ im Grünspan bis zum letzten Werk „Wo es beginnt“, in der für ihre Verhältnisse immer noch kleinen, in diesem Kontext mit einer Kapazität von 1.000 Besuchern aber vergleichweise großen Markthalle – das war die Reise in die MADSEN-Historie mit all ihren Hits, versteckten Perlen und allabendlichen Überraschungen. Überraschungen? Ja, auch die gab es zuhauf: In Form von unangekündigten Gästen, eigens einstudierten Cover-Songs, nie zuvor live gespielten B-Seiten – sowie einem historischen Ereignis, auf das wir gleich noch kommen.

„Das Ganze war wie ein Fazit und ein Aufbruch zugleich“, beschreibt Sebastian Madsen die Idee und das Projekt. „Wenn wir jetzt weitermachen, wird es schon einen Schnitt geben, es muss etwas anderes kommen, das spüre ich und ist uns allen klar. Diese fünf Abende waren für uns wie eine Werkschau, ein Rückblick auf alles, was man bis jetzt gemacht hat – dabei begleitet von guten Freunden, engsten Fans und vielen lieben Menschen. Das Ganze hat uns auch dabei geholfen, ein Verständnis zu entwickeln für das, was wir da eigentlich die ganze Zeit gemacht haben. Ich habe immer weiter geschrieben und geschrieben und bin auch ein Künstler, der das dann aufnimmt, abfeiert, anschließend live spielt und weiter abfeiert, und es dann aber auch zu den Akten legt, abschließt und wieder nach vorne schaut. Diese Abende waren nun für uns wie eine Reise in die eigene Vergangenheit, eine Art Verarbeiten und ein sehr unmittelbares Draufgucken auf alles, was wir gemacht haben – und zwar tatsächlich zwangsläufig alles, weil wir wirklich jeden Song gespielt haben, den wir mal aufgenommen haben. Damit waren die „Hamburger Tage“ sicher irgendwie ein Abschluss – und zugleich, bereits beim ersten Ton von ‚Vielleicht’ im Molotow, wurde mir klar, dass ich das noch ewig so weitermachen könnte.“

Insgesamt waren es 68 eigene, zuzüglich der Coverversionen „ziemlich genau 80 Songs“, wie Sebastian erzählt. Einstudiert wurden sie in ihrer Übungs-Enklave im Wendland, ihrer Heimat. Darunter gab es eine Handvoll echter Premieren – „Songs, die wir wirklich noch nie live gespielt hatten, außerdem solche, die wir eigens für diesen Anlass einstudiert haben“. Wie etwa den frühen Tomte-Hit „Korn & Sprite“, für Sebastian ein ganz besonderes Lied aus seinen Jugendtagen, „das ich damals rauf und runter gehört habe“. Und nun diente dieser Song als atemberaubende Zugabe für das erste Konzert im Molotow, mit Tomte-Sänger Thees Uhlmann am Mikro. Besser können sich Kreise des eigenen musikalischen Findens, Werdens, Rückbetrachtens und Abhakens wohl kaum schließen.

Überhaupt: die Gäste. Viele kamen, um dieser außergewöhnlichen Band einen besonderen Moment der Huldigung, der Gemeinsamkeit zu schenken und diese fünf Abende noch besonderer zu machen, als sie es ohnehin waren. König Boris von Fettes Brot, Porky von Deichkind, Matze und Nino von Virginia Jetzt!, Jonas und Eva von Juli, Axel Bosse, Torsun von Egotronic, Carsten, Tim und Lars von Superpunk – auch das: eine ganz besondere Ehrung für MADSEN, die den Soul der verblichenen Hamburger Band schon immer hoch schätzten – Johannes Oerding und viele weitere. Jeder der fünf Abende geriet durch die Mitwirkung dieser Freunde, Bekannten und hochgeschätzten Kollegen zu etwas Unvergesslichem. Auch für MADSEN selbst, die diese fünf Konzerte „wie in einem ununterbrochenen Rausch“ erlebten, sagt Sebastian: „Wir haben etwas Vergleichbares ja noch nie zuvor gemacht, und das Ganze hat mich erinnert an unsere allererste Tour. Ich bin zwar überhaupt kein Nostalgie-Fan, aber in dem Moment war das alles genau richtig so. Das erste Konzert im Molotow war schon das Krasseste, auch von den Emotionen her. So wenig Leute, die eine dermaßen geballte Energiekugel gebildet haben: Das war wirklich wie vor zehn Jahren, als wir zum ersten Mal auf Tour gegangen sind. Es tat sehr gut, mal wieder diese unmittelbaren Reaktionen zu spüren.“

Der Abend im Molotow geht – manche werden es mitbekommen haben – ohnehin in die Historie ein, und das nicht nur im Zusammenhang mit MADSEN, sondern allgemein. Denn ihre Show war die definitiv letzte in diesem geschichtsträchtigen Club, in dem über Jahrzehnte unzählige Karrieren begannen – was zum Zeitpunkt des Konzertes aber niemand wusste. Etwa eine halbe Stunde nach dem Ende der Show wurde der gesamte Häuserblock, die so genannten ESSO-Häuser, aufgrund akuter Einsturzgefahr evakuiert, ist seitdem für jeden Zutritt gesperrt und wird in Bälde komplett abgerissen. Zwei Tage darauf titelte die Hamburger Morgenpost: „Extremer Lärm: Sind MADSEN Schuld?“, begleitet von der Einschätzung eines Statikers, dass die vibrierenden Bässe ihrer Show das gesamte Areal zum Wackeln gebracht haben könnten. Das ist zwar ausgemachter Blödsinn, wie auch Sebastian bestätigt, aber bei der Energie und Intensität, mit der MADSEN diese Konzertreihe eröffneten, auch nicht total abwegig und vor allem: wahnsinnig symbolhaft. Denn am Ende steht auch dieses Ereignis für die Außergewöhnlichkeit ihrer gesamten Unternehmung – und als selbst erfüllende Prophezeiung der herzlichen Aushänge im Club, man wolle mit diesen Konzerten und gemeinsam mit den Fans „Geschichte schreiben“. Na bitte: Gesagt, getan.

Zwar wurden mittlerweile bereits erste Ideen für Künftiges entworfen, es geht also weiter. Und doch soll dieser Anlass, die Veröffentlichung nun zunächst der Rückschau dienen: Auf zehn Jahre, ungezählte Hits und einige der besten konzertanten Momente, die MADSEN je hatten. Das CD-/DVD-Paket „10 Jahre MADSEN Live“, auf dem der Fan neben 24 ausgewählten Live-Stücken der fünf Konzerte auf der beigefügten DVD die wunderbar ruhig und intim gefilmte Dokumentation „5 Alben – 5 Nächte“ von Band-Intimus Ingo Pertramer findet, ist damit vor allem eines: ein weiterer Beleg, dass MADSEN eine Band war, ist und bleibt, die ihren Fans mehr bietet als das Gewohnte und Erwartbare. Hier ist jeder einzelne Moment – man betrachte sich nur die Aufnahmen ihrer Probesessions und die eingestreuten Interviews mit der Band – eindringlich, super nah dran und vor allem radikal authentisch. MADSEN leisten damit etwas, das heute wirklich selten geworden ist: Sie geben einem Live-Mitschnitt, sonst mittlerweile häufig nicht mehr als ein willkommenes Tool, um mit wenig Aufwand noch mal schnell ein bisschen Kasse zu machen, seine Exklusivität, Unverwechselbarkeit und Würde zurück. Und sie versorgen den Zuhörer und -seher mit Material, das weit über einen typischen Live-Release hinaus geht und eine Band porträtiert, die in ihrer Dringlichkeit, Überzeugungskraft und humorvollen Ungekünsteltheit einen besonderen Platz innerhalb der deutschen Musikszene einnimmt. Dafür kann man ihnen nur danken.

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