Hier klicken May May May Hier klicken Jetzt informieren studentsignup Cloud Drive Photos Learn More TDZ Hier klicken Mehr dazu Mehr dazu Shop Kindle Marteria Autorip SUMMER SS17

Kundenrezensionen

4,6 von 5 Sternen
5
4,6 von 5 Sternen
5 Sterne
4
4 Sterne
0
3 Sterne
1
2 Sterne
0
1 Stern
0
Format: Gebundene Ausgabe|Ändern
Preis:27,90 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel

Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 25. April 2007
Das mit Abstand wissenschaftlichste, aber dennoch überaus lesbare Buch stammt aus der Feder des Autoren- und Ehe-Paars Gabriele und Rolf Froböse. Lust und Liebe - alles nur Chemie? fragen die gelernten Chemiker. Ihr Buch beantwortet diese Frage so: Liebe und Lust ist "vielleicht nicht nur, aber ziemlich viel Chemie". Die gut 200 Seiten sind deshalb, wen wundert`s, fast durchgehend von Molekülen beherrscht. Sie dokumentieren, dass zwischen zwei Liebenden die Chemie stimmen muss, wörtlich genommen! Auch die Froböses schreiben viel über Gehirn und Hormone. Durch den Dschungel von Hirnstrukturen und Hormonen führen die Froböses den Leser mit Hilfe des virtuellen Liebespaares Bianca und Michael - leider wirkt diese Konstruktion ziemlich gestrickt. Warum haben sie sich nicht einfach ein "echtes" Paar ausgesucht. Die "bunten" Seiten der Tagespresse oder die "Gala" bietet doch dafür genug Material: Jan Ullrich verlässt seine Freundin Gabi, Schumi ist glücklich mit Conni und den Kindern, Hugh Grant sucht verzweifelt eine Neue... das hätte man doch richtig witzig schreiben können. Aber vielleicht hätten die Promis es gar nicht witzig gefunden, als Modelle für die Wirkung von Dopamin, Serotonin, Testosteron oder Oxytozin herzuhalten. Also lernen wir mit Bianca und Michael, dass Testosteron nicht nur die männliche Pubertät einläutet, sondern auch Häufigkeit und Qualität der Orgasmen beeinflusst. Oder dass Oxytozin nicht nur beim Kinderkriegen wichtig ist, sondern auch als Kuschelhormon und Langzeitkleber für Beziehungen unentbehrlich. Und dass Phenylethylamin - kurz PEA - ein Stoff ist, der die Seele jubeln lässt. Und dann ist da noch die Sache mit dem Serotonin. Die beiden Chemiker klären uns endlich auf, dass Serotonin gar kein Hormon, sondern ein Botenstoff ist! (Und ich dachte immer, Hormone seien Botenstoffe...). Serotonin gilt nämlich gemeinhin als Glücksbote. Fehlt er auf Dauer, sind Ängste und Depressionen die Folge. Dagegen hilft manchmal Schokolade, manchmal nur noch Medizin. Bei Kast und Fisher habe ich gelesen, dass heftige Verliebtheit mit niedrigen Serotoninspiegeln korrelliert. Verliebtheit macht doch glücklich, sollten Verknallte also nicht einen extrem hohen Serotoninspiegel haben? Die italienische Wissenschaftlerin Donatella Marazziti erklärt diesen scheinbaren Widerspruch so, dass Verliebte auf ihr Objekt der Begierde fixiert sind, wie bei einer Zwangsneurose. Auch Neurotiker haben zu wenig Serotonin im Blut. Verliebtsein macht also nicht nur glücklich, sondern auch ein bisschen verrückt - leidenschaftliche Verliebtheit und neurotisches Verhalten scheinen in dem Botenstoff einen gemeinsam Nenner zu haben. Wie kommt es, dass mich das nicht wirklich wundert? Im Gegensatz zu den Büchern von Fisher und Kast sucht man bei den Froböses vergeblich nach Erkenntnissen von Psychlogen oder Soziologen. Beide sind Chemiker - und so beschränken sie sich auf die Chemie und biologische Moleküle. Leider kommen sie dabei manchmal vom Weg ab. Fehl am Platze fand ich beispielsweise den Bericht über die Erstürmung des von tschetschenischen Terroristen besetzten Theaters in Moskau (synthetische Opiate sollten die Verbrecher lahm legen) und die mehrseitige Dokumentation über die Chemie des Lippenstiftes oder des Parfums. Witzig dagegen fand ich, wenn sich hier und da das Autoren-Ehe-Paar nicht einig war und Textstellen einstreute wie "der männliche Part des Autorenteams..." oder "die Autorin im Team..." Davon hätte es ruhig ein paar Stellen mehr geben dürfen.
11 Kommentar| 17 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 29. Juni 2015
Auf fachliche und dennoch kurzweilige Art und Weise gehen Dr. Rolf und Gabriele Froböse in "Lust und Liebe – alles nur Chemie?" auf eben dieses Thema ein. Es wird zunächst viel über das Gehirn erklärt. Da ich hier bereits ein breites Grundwissen habe, habe ich dazu wenig notiert und gehe auch nur auf vereinzelte Aspekte ein. So schreiben die Autoren, dass unser Gehirn pro Tag zwar 1000 bis 10.000 Gehirnzellen verliert, dass wir damit jedoch selbst nach 400 Jahren gerade mal 10% unserer gesamten Neuronen verloren hätten. Dies reicht also offenbar nicht als Ausrede fürs Vergesslichwerden…

Die Geschwindigkeit, mit der sich Impulse im Gehirn ausbreiten beträgt bis zu 350 km/h. Das ist schnell. Lustig fand ich, zum Thema Epigenetik, den Spruch: "Gene sind wie Männer. Sie liegen faul rum und lassen sich bedienen." Mal davon abgesehen, dass sich diese Zeiten gewandelt haben, unterstreicht es nochmals, dass die Gene selbst nicht aktiv sind, sondern angesteuert und aktiviert werden.

Die (rasch vorübergehende) Sinnestäuschung, die wir als „Liebe auf den ersten Blick“ bezeichnen, entsteht umso mehr, je länger wir eine andere Person ansehen, die uns anzieht. Sinnestäuschung ist in dem Kontext auch nicht abwertend gemeint, doch ist es, laut Autoren, auch nicht mehr als ein recht flüchtiger Zustand geistiger Verwirrtheit, quasi wie ein Drogen-Trip oder eine Panikattacke - nur eben mit dem Ziel der Fortpflanzung. Dieses Phänomen betrifft übrigens vor allem Frauen. Dies ist jedoch auch nicht anders notwendig, da Männer zum erfolgreichen Fortpflanzen keinerlei Verliebtheit benötigen (bei Frauen erhöhen bestimmte Hormone die Lust und Fruchtbarkeit usw.). Natürlich ändert sich die Wahrscheinlichkeit des Verliebens auch je nach Phase der Fruchtbarkeit der Frau.

Gerade die Hormone spielen eine wichtige Rolle bei dieser biochemischen Balzsystematik unserer Natur. Das Verliebtsein und die Partner-Bindung wird vor allem gefördert durch Oxytocin und Vasopressin, die euphorisierenden Drogen gleichen. Dies erklärt auch, weswegen dieses Gefühl bei Männern wesentlich geringer und seltener zu finden ist. Von der natürlichen Seite her betrachtet, gibt es für den Mann keine Notwendigkeit oder gar einen Nutzen, bei einer festen Partnerin zu bleiben. Die soziokulturelle, bzw. religiöse Prägung, die uns größtenteils zur Monogamie veranlasst, hat nur einen geringen Einfluss auf unser Gehirn, der Rest ist Gewohnheit, normale Sympathie und kultivierte Berechnung.

Die Froböses gehen auf einige wichtige Hormone und Botenstoffe ein (Dopamin, Serotonin, Endorphine usw.) und erläutern die Wirkmechanismen. Vor allem den Pheromonen widmen sie große Aufmerksamkeit. Diese Lockstoffe wirken subtil und sorgen dafür, ob und wie gut wir jemanden riechen können. Interessant: Je gleicher zwei Menschen genetisch sind, desto abstoßender finden sie sich. Dies sorgt dafür, dass am Ende möglichst resistente DNS-Kombinationen dabei herausspringen (bei ähnlichen Genen können Defekte weniger gut durch den Partnerstrang ausgeglichen werden).

Auch spannend sind die Lockfarben der balzenden Weibchen: Bereits vor 25.000 Jahren haben sich unsere Weibchen geschminkt und für den Weltbasar aufgehübscht (vielleicht auch schon früher, bis dahin lässt es sich jedenfalls belegen). Bereits vor 5000 Jahren gab es professionelles Schminkequipment wie erste Lippenfarben.

Fazit: Ein hochromantisches Buch, vor allem für Männer.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 21. Juli 2004
Schon mal verliebt gewesen? Schon mal weiche Knie gehabt, wenn das Objekt der Begierde ins Zimmer kam? Haben Sie sich schon mal darüber Gedanken gemacht, woher das alles kommt?
Gabriele und Rolf Froböse lassen in ihrem Buch keinen Zweifel darüber, dass alles, was wir als Lust und Liebe bezeichnen, nur Chemie ist und auf Botenstoffen, Hormonen und anderen körpereigenen Chemikalien beruht. In immenser Fleißarbeit haben die beiden alles zu dem Thema zusammengetragen, was dem neuesten Forschungsstand entspricht. Auch wenn es manchmal vielleicht ernüchternd sein mag, wissenswert ist es allemal, Dinge kennen zu lernen wie das Schmusehormon Oxytocin oder zu erfahren, dass ein Ehekrach das Immunsystem schwächt.
Eine Frage allerdings bleibt für mich offen: Hat das Pärchen Bianca und Michael, die Hauptdarsteller des Buchs, kein Telefon und kein E-Mail, so dass es sechs Monate keinen Kontakt miteinander haben konnte?
0Kommentar| 14 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 17. Juli 2004
Ein rundum gelungenes Buch über die "Chemie der Liebe" - unterhaltsam geschrieben und verständlich auf den Punkt gebracht. Absolut lesenswert.
0Kommentar| 7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 28. Juli 2013
Wer den Leistungskurs Biologie belegt haben sollte, dem würde ich raten dieses Buch nicht zu kaufen.
Es ist eher wie eine Wiederholung des Unterrichtsstoffes aus der Oberstufe: Aufbau DNA, Nervensystem (somatisches, vegetatives), Hormone etc. Zwar bin ich erst auf Seite 90. und habe 1-2 interessante Sachen dazu gelernt, doch würde ich dafür keine 25€ ausgeben.
Wer sich speziell für das Thema "Liebe" interessiert und zusätzlich für die Psychologie (!), dem rate ich das Buch "Die Liebe: und wie sich Leidenschaft erklärt" von Bas Kast zu kaufen. Ist aber natürlich weniger naturwissenschaftlich ausgelegt.

Ansonsten: für die, die weniger Ahnung in Biologie haben, ist dieses Buch auf jeden Fall weiterzuempfehlen!
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen


Brauchen Sie weitere HilfeHier klicken