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am 30. November 2013
Durch andere Kundenrezensionen bereits "vorgewarnt", wusste ich, dass mich kein spannender Unterhaltungsfilm erwarten würde, sondern ein eher dokumentarisches Werk. So nahm ich mir die Zeit, mich auf die Melancholie des Films einzulassen.

In der Tat handelt es sich um eine Art filmische Biografie, die den Bogen spannt von der Jugend bis zum Tod des Königs. Leider fallen dabei zwei Schwachpunkte auf. Zum einen sind für eine Biografie, also ein dokumentarisches Werk, zu viele historische Fehler enthalten. Zum anderen gelingt es dem Film nicht, dem Zuschauer die Person und Persönlichkeit Ludwigs XV. menschlich wirklich nahe zu bringen.

Für die historischen Fehler einige Beispiele, das Attentat von Damiens betreffend: Im Film findet es am hellichten Tag statt, in Wahrheit war es abends, bei Mondlicht und Fackelschein. Madame de Pompadour sitzt im Film am Bett des verletzten Königs, in Wahrheit wurde sie tagelang nicht vorgelassen. Im Film heißt es, der Attentäter musste von vier Pferden zerrissen werden, um sein Leben zu beenden - stimmt nicht, es gelang den Pferden auch nach stundenlangem Ziehen und Zerren nicht, so dass die Vierteilung schließlich durch die Axt des Henkers eingeleitet wurde. Alle diese Fakten sind durch Quellen gut belegt.
Warum hat man sich nun bei der Schaffung dieses Films nicht daran gehalten? Die Hinrichtung korrekt zu schildern, wäre ein Leichtes gewesen. Die Marquise de Pompadour hätte höchst dramatisch um ihre Zukunft bangen können, und ein Attentat bei Fackelschein sieht im Film weitaus dramatischer aus als bei Tageslicht. Warum also diese offensichtlichen Fehler? Das Vertrauen in den historischen Gehalt des Films wird durch solche Patzer leider arg gemindert.

Überhaupt bleibt vieles in dem Film so vage, dass die historischen Zusammenhänge häufig nicht deutlich werden. Historische Persönlichkeiten werden teilweise gut dargestellt, aber nicht mit Namen benannt, so dass man sich als Zuschauer oft fragt, wer dieser oder jener Mensch nun sein mag. So taucht am Anfang ein unsympathischer Mann mit Augenklappe im Umfeld des jungen Königs auf - ah, Prinz Henri de Condé, der Herzog de Bourbon! Aber hätte man den nicht mal beim Namen nennen können? Das Gesicht der Königin muss man sich auch gut merken, damit man sie später wiedererkennt, denn das Wort "Majestät" oder eine andere hilfreiche Erklärung fehlt fast durchweg. Andere historische Persönlichkeiten werden zwar benannt, sind aber nicht wirklich historisch korrekt dargestellt. Jeanne de Poisson ist viel zu alt, als der König sie kennen lernt, und zur Marquise de Pompadour wurde sie auch erst viel später. Louis Francois Armand de Vignerot du Plessis, Herzog de Richelieu, kommt viel zu sympathisch rüber, als dass man ihm den "Vater der Plünderer und Mordbrenner" auf dem norddeutschen Kriegsschauplatz glaubhaft abnimmt. Außerdem war er spinnefeind mit der Marquise, wovon im Film ebenfalls nichts zu spüren ist.

Einige historische Zusammenhänge werden zwar angesprochen, wie der religiöse Streit zwischen Jansenisten und Jesuiten, der sonst so gern bei den Darstellungen dieser Epoche verschwiegen wird (wohl, weil die meisten Menschen dieses komplizierte Sujet nicht durchschauen) oder auch der Streit um die österreichische Erbfolge. Über manches wird dagegen mit wenigen kurzen Sätzen hinweggegangen. Der Siebenjährige Krieg, der allein in Europa eine Million Todesopfer forderte, wird nur kurz erwähnt, obwohl diese sieben Jahre für Frankreichs Entwicklung entscheidend waren. So bleibt, was den historischen Gehalt angeht, unterm Strich leider ein schaler Nachgeschmack. Für eine Biografie ist das zu wenig, um gut zu sein.

Bleibt die Frage nach der Darstellung des Monarchen. Hier schließe ich mich den früheren Rezensenten an, dass die Person Ludwigs nicht so recht greifbar wird. Es ist zwar die Rede davon, dass er unter Depressionen leidet, doch wird dies weder vom Hauptdarsteller überzeugend dargestellt, noch wirklich befriedigend erklärt. Warum ist es in unserer heutigen Zeit, die sich mit diesem Thema medizinisch doch so gut auskennt, denn nicht möglich, endlich mal diese schwer depressive Persönlichkeit verständlich darzustellen? Warum tun sich die Filmschaffenden immer noch so schwer damit, einen Menschen zu verstehen, der bis zu seinem fünften Lebensjahr alle seine Verwandten verlor und mit dieser tief verletzten Seele eines der mächtigsten Länder Europas regieren sollte? Man kann dies nicht dem Hauptdarsteller allein anlasten, denn hier haben auch Regisseur und Drehbuchschreiber versagt.

Die üppigen Kostüme (über denen sich leider häufig die falschen Frisuren befinden) und die Original-Schauplätze können leider nicht darüber hinwegtrösten, dass hier insgesamt nur ein mittelmäßiges Werk entstanden ist. Besonders ärgerlich stößt dann auch noch die Klaviermusik (ja, Hammerklavier) auf, die in dieser Zeit nun wirklich nichts verloren hat. Häufig ist es viel zu hell, brennen zu viele Kerzen, ist es zu sauber in Versailles, Staatskarossen fahren zweispännig vor...

Schade, schade, schade. Ein gutes Thema wurde schwach umgesetzt.
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am 13. Oktober 2012
Die ersten zehn Minuten des Films verstören in ihrer getragenen Langsamkeit, in ihrer fast schulbuchhaften Bravheit, in der Minister nicht nur Fragen, sondern eben auch Geschichtsthesen vortragen. Dies wird sich auch nach 90 Minuten nicht geändert haben. Was aber nach und nach bei mir eingesetzt hat, ist eine Art Gewöhnung an den Erzählstil, an die seltsam kühle Langsamkeit der Inszenierung. Unbedingt empfiehlt es sich, den Film im französischen Original mit Untertiteln zu schauen, so ergänzen sich elegantdistantierte Sprache und die ebenso gehaltene Mise en Scene.

Wirklich bemerkenswert sind die Ausstattung und die prächtigen Kostüme an Originalschauplätzen in Versailles, die durchaus mit dem unendlich viel größerem Budget von Sophia Coppolas "Marie Antoinette" mithalten können. Hier ist Frankreich und sein Bourbonenkönigtum durchaus von Zeit zu Zeit in all seiner goldenen Verzweiflung und Leere zu erleben.

Stanley Weber, zu seiner Zeit noch unbekanntes Calvin Klein Modell, macht seine Sache durchaus gut, kann aber in emotional intensiven Szenen den Bildschirm nicht immer wirklich füllen.

Alles in allem ein sehenswerter Fernsehfilm, auf einzulassen sich durchaus intellektuell, wenn auch weniger emotional lohnt.
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VINE-PRODUKTTESTERam 9. März 2012
Dem für das französische Fernsehen produzierten Historienfilm kann man eines nicht nachsagen: dass er schlecht gemacht wäre. Gedreht am Originalschauplatz in Versailles, ausgestattet mit opulenten Kulissen und Kostümen, und auch die Schauspieler füllen ihre Rollen gut aus. Es gibt keinen Mangel bei der Synchronisation, dem Bild oder dem Ton. Und doch fehlt diesem TV-Film etwas - er hält den Zuschauer leider nicht vor dem Bildschirm, da es an Spannung und Tiefe fehlt. Alle Charaktere bleiben fremd, selbst der tragische Louis XV erregt zwar Mitleid, bleibt einem aber dann doch recht gleichgültig. Insgesamt wirkt der Film eher wie eine Dokumentation, als solche wäre er mit einigen Änderungen sicher auch besser angekommen. So handelt es sich aber leider eher um einen Spielfilm, der aneinandergereiht und von einer Sprecherin begleitet, Szene um Szene in Ludwigs Leben zeigt. Selbst die Liebesszenen bleiben irgendwie unerotisch, der Zuschauer bleibt völlig unbeteiligt.

Trotzdem ist dieser Historien-Film nicht schlecht, nur sollte der interessierte Zuschauer mit den richtigen Erwartungen an ihn herangehen. Da leider auf dem Cover der Blu-ray kein einziges Wort zum Inhalt steht und nicht auf den hohen dokumentarischen Charakter eingegangen wird, kann die Enttäuschung groß sein. Vielleicht teilt man sich den Film einfach in drei oder vier Häppchen ein, dann sind die 91 Minuten auch in einer Woche zu schaffen.

Nach dem Ende des Films ist die Freude erst groß, wenn das über 50-minütige Making Of entdeckt wird. Dann aber stellt sich heraus, dass es nur im französischen Original enthalten und nicht untertitelt ist. Schade - vielleicht ist das auch der Grund, weshalb das Making Of auf dem Cover nicht erwähnt wurde?

Wer Interesse an historischen Biografien hat, wird sich mit diesem Film recht gut unterhalten fühlen. Ebenso jeder, der keinen spannenden Spielfilm, sondern eine dokumentarische Herangehensweise erwartet. Alle anderen werden eher enttäuscht, da reißen auch gestochen scharfe Bilder von schicken Kostümen und Gärten nichts mehr raus.
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am 31. Juli 2015
Der Film Kommentar beginnt mit den Worten "In der ersten Hälfte des siebzehnten Jahrhunderts herrschte in Frankreich ein Kindkönig..."
Sind denn beim Fernsehen alle so ungebildet? Gibt es da nicht einen, der wenigstens Schulbildung hat? Das nervt! Für alle die sich jetzt noch wundern: das ganze spielt im 18. Jahrhundert....
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am 20. Dezember 2011
Wer historische Filme mag, verzeiht Handlungen, die sich historisch tatsächlich etwas anders abgespielt haben.
Wir haben den Film genossen, zumal er an interessanten Plätzen in Frankreich gedreht wurde.
Empfehlenswert ist, sich vorher mit den geschichtlichen Ereignissen auseinanderzusetzen.
Die Schauspieler beeindrucken mit ihrem Können.
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am 7. April 2016
Wer ein mehr oder minder frei erfundenes, aber spannendes Feuerwerk a'la Hollywood mit Sex, Intrigen und Kanonendonner erwartet, muss nachhaltig enttäuscht sein von diesem Film. Wer Freude an Geschichte und auch dem Vorabend der französischen Refolution hat, wer Abläufe und Ereignisse auch kennt, der wird sehr beeindruckt sein. Es ist ein ruhiger, sehr anspruchvoller und gut umgesetzter Film über Leben, Sorgen und Scheitern des vorletzten Bourbonen auf dem Thron Frankreichs - eine Zeitreise.
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am 10. Januar 2013
Dieser Film ist, wie einige Rezensenten zu Recht "warnen" kein "typischer" Spielfilm. Zwischendurch nahm ich die DVD Hülle und prüfte nach, ob auf dem Cover nicht BBC-Dokumentation steht. Der Film kann für den Käufer, der sich ein ansatzweise rauschendes Filmfest a la Barock wie z.B. "Ridicule" oder "Gefährliche Liebschaften" erhofft, eine herbe Enttäuschung sein. Auch reicht er nicht ansatzweise an die Tiefe heran wie z.B. der "Kontrakt des Zeichners".
Aber die Frage ist doch: was wollte der Film und hat er das erreicht? Wenn ich eine Zeitung kaufe, darf ich nicht enttäuscht sein, keinen Roman zu finden. Der Film will in erster Linie informieren über das Leben von Louis XV. Und diese Pflicht erfüllt der Film in vorbildlicher Weise. Die sich durchziehende Tristesse des Films spiegelt den melancholischen Gemütszustand des Königs wieder. Also durchaus ein berechtigtes Stilmittel. Der Film ist darum ein guter Lehrabend für alle, die Interesse haben, über das Abendrot der französischen Monarchie nachzudenken und über den blutigen Beginn von 1789 sich weiter zu informieren. Pourquoi non? C`est une possibilité de faire qc.
Darum vier Sterne.
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am 13. Dezember 2016
Irgendwie waren sich scheinbar die Macher des Films selbst nicht sicher, ob sie nun eine Dokumentation oder einen Spielfilm über das Leben von Louis XV wollten.
Ausstattung, Drehorte und Kostüme (jedenfalls die der Hauptdarsteller) waren großartig anzusehen - bei den Nebendarstellern durfte es dann auch mal ein extrem schlecht sitzender roter Samtrock sein ;-)
Für eine Doku waren meinem Empfinden nach zu viele Anekdötchen wie Rosinen eingestreut (das Korsett, der tränenreiche Abschied von den jüngeren Kindern...), für einen Spielfilm zu kurze Sequenzen, zu wenig Charakterentwicklung im Spiel, viel zu viel Voice-Over.
Und die deutsche Synchronisation war unterirdisch - hölzerne Texte, keinerlei Rücksicht auf die Lippenbewegungen der Schauspieler (das geht auch besser) und schlicht eklatante Fehler in der Übersetzung. Mir stellten sich schon bei den allerersten Worten die Nackenhaare hoch: Louis XV lebte und regierte im 18., nicht im im 17. Jahrhundert! Und auch am Ende wurde es nicht besser, da war er dann plötzlich der Enkel (statt richtig Urenkel) des Sonnenkönigs.
Alles in allem enttäuschende 90 Minuten...
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am 30. Dezember 2016
Ich bin ein großer Fan historischer Filme und auch in Geschichte sehr bewandert.
Ich habe von daher sicherlich keine Superaction erwartet, aber da ist Terra X 5 mal spannender und 10 mal informativer.
Bei diesem Film habe ich 3 Anläufe gebraucht, da ich jedesmal eingeschlafen bin.
Jetzt, knapp 2 Wochen später kann ich mich schon kaum noch erinnern.

Kostenlos über Prime ist es noch ok, insbesondere bei Schlafstörungen.
Sonst kann ich z.B. Terra X eher empfehlen.
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am 12. Dezember 2011
Viel zu jung tritt Louis XV das Amt seines genialen Großvaters an und herrscht über Frankreich. Er schafft es nicht, seine Ideale durchzusetzen und versinkt in der Etikette bei Hofe. Letztendlich legt er die Grundsteine der Unzufriedenheit, die fünfzehn Jahre nach seinem Tod, die französische Revolution entfachen sollte.

Die semi-dokumentarische Geschichte wird sehr gerafft erzählt. An dem Protagonisten hätte deutlich mehr gearbeitet werden müssen. Die Szenarien sind prunkvoll ausgestattet, aber es fehlen die Eyecatcher, die jene Zeit charakterisieren. Insgesamt ein Historiendrama, dem mehr Sorgfalt gut getan hätte.
11 Kommentar| 9 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

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