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Lost Highway - SZ-Cinemathek

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Produktinformation

  • Darsteller: Bill Pullman, Patricia Arquette, Balthazar Getty, Robert Blake, Natasha Gregson Wagner
  • Komponist: Angelo Badalamenti
  • Künstler: Peter Deming, David Lynch, Patricia Norris, Deepak Nayar, Tom Sternberg, Barry Gifford, Mary Sweeney
  • Format: Dolby, PAL, Surround Sound
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
  • Untertitel: Deutsch, Englisch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: Süddeutsche Zeitung GmbH
  • Erscheinungstermin: 2. April 2005
  • Produktionsjahr: 2000
  • Spieldauer: 135 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen 114 Kundenrezensionen
  • ASIN: B0007S5VQ8
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 52.695 in DVD & Blu-ray (Siehe Top 100 in DVD & Blu-ray)
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Zerfressen von Eifersucht, verdächtigt Fred Madison seine Frau Renee, ihn zu betrügen. Unter dem Verdacht, sie auf bestialische Weise ermordet zu haben, wird er plötzlich verhaftet. Während er in der Todeszelle auf seine Hinrichtung wartet, ereignet sich eine unglaubliche Transformation: Fred verwandelt sich in Pete Dayton, einen jungen Automechaniker...

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Wenn man Lost Highway beschreiben möchte, dann ist "Handlung" ein bedeutungsloses Wort. Dennoch, hier ist mehr oder weniger das, wovon Lost Highway handelt: Ein Noisejazz-Saxofonist (Bill Pullman, Independence Day) verdächtigt seine Frau (Patricia Arquette, True Romance), untreu zu sein. Unterdessen bricht jemand in das Haus der beiden ein und filmt das Paar im Schlaf mit einer Videokamera. Die Ehefrau wird umgebracht und Pullman wird für das Verbrechen verurteilt. Dann, in seiner Gefängniszelle, verwandelt er sich auf wunderbare Weise in einen jungen Mechaniker (Balthazar Getty), der daraufhin unverzüglich freigelassen wird, weil er nicht derjenige ist, der verurteilt wurde. Getty kehrt in sein früheres Leben zurück und trifft die Braut eines Unterweltbosses, die zufällig auch von Patricia Arquette gespielt wird. Aber all das hat nicht wirklich etwas damit zu tun, worum es in diesem Film geht.

Träume sind es, die Regisseur David Lynch faszinieren. Keine freundlichen, glücklichen Träume: Seine Träume flüstern uns ein, dass das, was wir für real halten, nur etwas ist, das wir uns selbst vormachen, um nicht in ein totales Chaos zu fallen. Die Charaktere sind allenfalls fragmentarisch angelegt. Die Dinge, die passieren, geschehen nicht, weil es einen Sinn ergibt, sondern weil wir tief in unserem Innern wollen, dass sie geschehen. Und natürlich ist auch in Lynchs Träumen, wie in unserem wachen Leben, die Erfahrung, das zu bekommen, was wir wollen, nicht immer angenehm.

In den besten Sequenzen des Films hat man nicht die geringste Ahnung, was man eigentlich sieht. Die Leinwand ist ein gigantisches Rechteck aus Farben und Schatten -- aber was sie genau darstellt, könnte alles und nichts sein. Und dennoch, in diesen Momenten bekommt man gerade so viele Hinweise auf Orte, Charaktere und die Geschichte, dass diese schwer erfassbaren Bilder einen echten Horror erzeugen -- ein Gefühl, dass man vielleicht nicht sehen möchte, was passieren wird, aber trotzdem nicht wegsehen kann. Ein unterschwellig nagendes Gefühl, dass irgendetwas in unserer Psyche mächtig schief läuft.

Insgesamt gesehen ist Lost Highway nicht unbedingt Lynchs bester Film: zu viel überflüssiges Füllmaterial und eine Vielzahl schwacher Nebenrollen, die die ohnehin schon langsame Erzählweise an einigen Stellen fast zum Erliegen bringen. Nichtsdestotrotz gibt es in Lost Highway auch Momente, die wertvoller sind, als einige andere überaus erfolgreiche Filme in ihrer Ganzheit. --Bret Fetzer -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Format: DVD Verifizierter Kauf
SPOILER sind unvermeidlich, wenn man dem Film einen Sinn geben möchte und ihn nicht nur als sinnfreies Traum- oder Albtraumkino des David Lynch betrachten will. Deshalb "lyncht" mich nicht, ober lest diese Deutung erst, wenn ihr den Film gesehen habt und keinen roten Faden gefunden habt und euch nicht nur von genialen traum- und albtraumhaften Bildern erfreuen oder auch fasziniert verwirren lassen wollt.

Zwei Handlungsstränge durchziehen den Film, und was sich als irreal, Parallelwelt oder delirierender Albtraum präsentiert, ist - die Traumwelt eines Mörders aus Eifersucht auf dem elektrischen Stuhl.
"Dick Laurent ist tot"hört Fred schon zu Beginn des Filmes, eifersüchtig auf seine Frau wartend, durch die Rufanklage seines Hauses. Er sieht niemanden vor seinem Haus oder auf der Strasse weglaufend, der ihm diese Botschaft mitgeteilt hat.
"Fred besitzt keine Videokamera" erklärt Patricia Arquette als kindlich brünette Frau mit schnurgerade geschnittenem Pony.
"Ich erinnere mich lieber auf meine Art an die Dinge" fügt Bill Pullman hinzu, Saxophonist und anscheinend ( scheinbar!?) jetzt schon darauf hinweisend, dass der Film zwei Ebenen darstellt. Eine Ebene ist die Realität, die dazu geführt hat, dass er seine Gattin bestialisch ermordet hat, die andere die "Zeit", in der er nicht als Fred, sondern als der Automechaniker Pete Dayton (Balthazar Getty) , zu dem er auf mysteriöse Art über Nacht in der Todeszelle geworden ist, die blonde faszinierende Alice kennenlernt. Sie ist die Geliebte des Gangsterbosses Mr.Eddy/Dick Laurent (Robert Loggia) und Andy (Michael Massee), in denen ich eine Person sehe, in zwei Gestalten.
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Format: DVD Verifizierter Kauf
Zuckend rasen in der Schwärze der Nacht die gelben Markierungen einer kurvenreichen Landstrasse unter unserem imaginären Auto davon. Wir sitzen selbst in subjektiver Sicht am Steuer, in atemberaubender Schnelligkeit fahren wir durch eine endlose Dunkelheit. David Bowie singt dazu sein " Deranged" und nirgendwo würde dieses pulsierende Lied besser passen als auf dieser exstatischen Höllentour.
Der schrecklichste und verführerischste Alptraum , die Reise an das Ende unseres Verstandes wartet hier auf uns. Willkommen im Universum des David Lynch. Verloren und überwältigt von reiner Kinomagie, die uns klaftertief den Boden der Rationalität wegzieht.
Alptraumgestalten und unwirtliche Orte , bizarr und bedrohlich, die uns den Schlaf rauben.
Dort im Bilderlabyrinth , gibt es ihn, den Mystery Man mit dem entsetzlich weissgeschminkten , starr grinsenden Gesicht und den durchdringenden Augen , die niemals blinzeln. Plötzlich taucht der Unheimliche in der Menschenmenge auf. Durch die Gruppe Feiernder auf einer Party bewegt er sich auf sein argloses Opfer, den Jazzmusiker Fred Madison zu .
" Wir sind uns schon einmal begegnet, nicht wahr ?" sagt das totenfahle Antlitz.
" Wo sollen wir uns denn begegnet sein" antwortet Fred , angstvolles Grauen in der Stimme.
" In ihrem Haus, erinnern sie sich denn nicht mehr" , das gnomenhafte Wesen verzerrt den Mund noch teuflischer. Eine geifernde Maske des Bösen und unbarmherzig fügt er hinzu:" Um genau zu sein bin ich jetzt gerade dort . Rufen sie doch bei sich zuhause an, wenn sie es nicht glauben...... " Und tatsächlich meldet sich am Telefon die Stimme des hässlichen Mannes, der gerade vor Fred steht.
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Format: DVD
Dieser Film ist mir ein Phänomen. Mein Freund lädt mich zu ihm ein mit dem Kommentar, dass er einen neuen Lieblingsfilm hat. Bei diesem Film handelte es sich natürlich um Lost Highway (wer hätte das jetzt gedacht). Und um ganz ehrlich zu sein, ich fand den Film scheiße. Es ist einer dieser jener Film, bei denen plötzlich alles schwarz wird, die Namen des Regisseurs und der Darsteller über den Bildschirm fliegen, und man sich fragt, ob das nicht eine weitere Finte des Regisseurs ist, um den Zuschauer zu verunsichern.
Und dann steht man auf mit dem Gefühl, dass man den Film nicht mal verstehen könnte, wenn er noch eine Stunde länger gegangen wäre und mit dem Akte-X-Brechteisen alle Zusammenhänge auf den Tisch gelegt hätte.
Die Verwirrung, die entsteht, ist nicht zu vergleichen mit der von Filmen wie Memento oder Pi. Sie resultiert einfach aus der Tatsache, dass man da keine Klarheit entdecken kann, nicht davor, während des Sehens oder danach.
Und jetzt ist bestimmt ein Jahr vergangen, und ich habe einen riesengroßen Heißhunger, den Film nochmal zu sehen. Und nochmal und noch einmal! Warum dem so ist, kann ich nicht so ganz erklären. In diesem Film steckt eine Bildgewaltigkeit, die einen umhauen kann. Und dann fühlt man den Traum mit. Ich weiß nicht, wie es den anderen ging, aber ich habe in diesem Film den verzweifelten Traum gesehen, tatsächlich jemand anderes zu sein, jemand, der dumm, ungehobelt und extrem sexy ist. Und dieser Traum kann gar nicht wahr sein und er ist rückwirkend betrachtet auch gar nicht schön. Aber genau deswegen will ich ihn vielleicht als Film sehen und nicht selbst erleben müssen.
Ich wette, Sie wissen nicht im Geringsten, was ich damit meine. Schauen Sie sich den Film an! Vielleicht werden sie es in einem Jahr wissen.
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