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Lolita

3.9 von 5 Sternen 31 Kundenrezensionen

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Produktinformation

  • Darsteller: James Mason, Shelley Winters, Sue Lyon, Peter Sellers
  • Regisseur(e): Stanley Kubrick
  • Komponist: Nelson Riddle
  • Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
  • Sprache: Deutsch (Mono), Englisch (Mono)
  • Untertitel: Englisch, Deutsch, Spanisch, Niederländisch, Schwedisch, Norwegisch, Dänisch, Griechisch, Tschechisch, Türkisch, Ungarisch, Isländisch, Kroatisch, Französisch, Italienisch, Finnisch, Hebräisch, Polnisch, Portugiesisch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.66:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Warner Home Video - DVD
  • Erscheinungstermin: 23. August 2001
  • Produktionsjahr: 1962
  • Spieldauer: 147 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen 31 Kundenrezensionen
  • ASIN: B00005ML1I
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 14.413 in DVD & Blu-ray (Siehe Top 100 in DVD & Blu-ray)
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

s/w
Der Schriftsteller Humbert mietet sich für die Sommermonate in einem kleinen amerikanischen Seebad ein. Doch als er sich in die minderjährige Tochter seiner verbitterten Hauswirtin verliebt, gerät sein Leben vollkommen aus den Fugen. Hilflos wird er in den zerstörerischen Sog einer absurden Leidenschaft gerissen...
Was als rabenschwarze Sozialsatire beginnt, endet als beklemmende, tragische Farce. Unter der Regie von Stanley Kubrick entstand eine einfühlsame, bewegende Charakterstudie - nach einem Drehbuch von Vladimir Nabokov.

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Als Regisseur Stanley Kubrick seine Adaption des kontroversen Romans von Vladimir Nabokov über die sexuelle Besessenheit eines hoffnungslos erbärmlichen Professors mittleren Alters von seiner zwölfjährigen Stieftochter veröffentlichte, hieß es in den Voranzeigen: "Wie ist es ihnen nur gelungen, aus Lolita einen Film zu drehen?" Die Antwort lautet: Es ist "ihnen" gar nicht gelungen. Wie bereits bei seinen Adaptionen von Barry Lyndon, Uhrwerk Orange und ganz besonders bei Shining, nahm Kubrick das Quellenmaterial und machte -- schlicht ausgedrückt -- einfach einen weiteren Stanley-Kubrick-Film daraus. Und das, obwohl Nabokov selbst das Drehbuch schrieb.

Der kühle Regisseur strich Humbert Humberts (James Mason) überwältigende Leidenschaft und Verlangen und verwandelte die Geschichte (wie bei vielen seiner Filme) stattdessen in die eines Mannes, der vom gesellschaftlichen Sittenkodex sowie von seinen eigenen Zwangsvorstellungen gefangen gehalten und schließlich zerstört wird. Kubrick stellt das allerdings nicht als Tragödie dar, sondern als schwärzeste Komödie und als schlängelnden, episodischen Road-Movie. Die anfänglichen Szenen mit Humbert, Lolita und deren lauten, grellen Mutter kommen wie eine wunderbare Farce daher. Nachdem Humbert Lolita schließlich hat, macht sich das Pärchen auf den Weg, und Kubrick bringt Peter Sellers mit ins Spiel.

In der Rolle des pädophilen Schriftstellers Clare Quilty -- Humberts spielerisches Pendant und seine größte Gefahr -- tritt Sellers in verschiedenen Masken auf, mit der Absicht, Lolita ihrem Entführer zu entreißen. An dieser Stelle kommt Kubrick der Romanvorlage wohl am nächsten. Er überträgt Nabokovs Idee der Spiele und Rätsel zwischen Schriftsteller und Leser, Quilty und Humbert, Lolita und Humbert usw. auf solche zwischen Regisseur und Zuschauer. Die Straße führt schließlich ins Nirgendwo, und Humberts Realität wird als Wahnvorstellung entlarvt.

Lolita ist vielleicht kein Kubrick-Meisterstück; auch nicht der provokative Film, den viele erwartet hatten -- aber er ist nach wie vor auf spielerische Weise faszinierend und eine der stärksten, komischsten Charakterstudien des Regisseurs. --Dave McCoy

Alle Produktbeschreibungen

Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Format: DVD Verifizierter Kauf
1955 erschien Vladimir Nabokovs Skandalroman "Lolita", der zu recht die Frage aufwirft, ob man sich bei einer moralisch fragwürdigen Geschichte unterhalten kann. Denn, machen wir uns nichts vor, "Lolita" ist eine Geschichte um Pädophilie und Kindesmissbrauch. Die makellose Sprache Nabokovs und der geradezu satirische Blick eines Europäers auf die USA sind aber auch ein großer Genuss.
Logischerweise muss bei einer Verfilmung beachtet werden, was man ändern muss, um das brisante Thema nicht zu verharmlosen, aber auch kein langweiliges Lehrstück zu machen. Als erstes wurde der Autor selbst für das Drehbuch verpflichtet. Abweichend vom Roman ist Lolita nun nicht 12, sondern etwa 14 oder 15 Jahre alt. Sex wird nicht ausdrücklich erwähnt, geschweige denn dargestellt, so dass es der Phantasie des Zuschauers überlassen wird, wie weit die "unangemessene" Beziehung Lolitas zu Humbert Humbert geht. Als drittes wurde auf die dramaturgische Klammer verzichtet, die die schicksalhafte Verbindung der beiden verdeutlicht, indem die beiden fast zur gleichen Zeit sterben. Hier wird Lolita eine Zukunft ohne Humbert in Aussicht gestellt.
Kurz zur Handlung: Der englische Literaturprofessor Humbert Humbert (James Mason) zieht für eine neue Stelle in die USA und sucht eine neue Bleibe. Zwar fühlt er sich etwas genervt von der verwitweten Vermieterin Charlotte Haze (Shelley Winters), als er aber ihre Tochter Lolita (Sue Lyon) sieht, entschließt er sich zu bleiben. Zur Tarnung seiner Leidenschaft für die Kindfrau heiratet er Charlotte, der allerdings Humberts wahre Gefühle nicht lange verborgen bleiben. Außer sich vor Wut und Enttäuschung verunglückt sie tödlich.
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Format: DVD Verifizierter Kauf
Zweifelsohne ist es bemerkenswert, dass es 1962 möglich war, Vladimir Nabokows gleichnamigen skandalträchtigen Roman eng an die Vorlage angelehnt zu verfilmen, trotz der seinerzeit strengen Auslegung von Hollywoods Production Code. Die Änderungen gegenüber der Vorlage sind maginal, beispielweise wird das Alter von Dolores "Lolita" Haze (Sue Lyon in der Rolle ihres Lebens)von 12 auf 14 angehoben und die Athosphäre der literarischen Vorlage wird genau getroffen.

James Mason spielt den von Lolita manisch angezogenen Professor Humbert Humbert ausgezeichnet, Peter Sellers ist in der Rolle des pädophilen Rivalen Clare Quilty brilliant und ihm beim erreichen der Ziele immer einen Nasenlänge vorraus. In der Rolle der Humbert Humbert gierig nachstellen Mutter Lolitas überzeugt Shelly Winters bis zu ihrem tragischem Unfalltod.

Fazit: Die obszessive und vielschichtige Inszenierung gespickt mit schwarzem Humor, erotischen Andeutungen und tragischen Szenen ist auch noch nach 50 Jahren unterhaltsam von der ersten bis zur letzten Minute. Ein Film den man(n) aufgrund seiner Singularität gesehen haben muß!
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Format: DVD
Die kontroversen Rezensionen auf dieser Seite zeigen, dass Kubricks "Lolita" auch zu Beginn des 21. Jahrhunderts noch immer polarisiert. Selbstverständlich ist der Film ein eigenständiges Kunstwerk geworden, das mit dem Roman nur mehr die äußere Handlung gemeinsam hat - zu Ungunsten der Komplexität. Aber Film hat nun einmal eigene Gesetze, und Nabokov hat immerhin auch das Originaldrehbuch geschrieben.

"Lolita" ist eine Tragikomödie. Kubrick ist weit davon entfernt, schmierig oder voyeuristisch zu sein. Er konterkariert manch "heikle" Szene mit Komik und nimmt ihr damit jede Schlüpfrigkeit (diesbezüglicher Höhepunkt: das geradezu slapstickartige Aufstellen des Gästebettes, bevor Humbert erstmals mit Lolita in einem Zimmer übernachtet). Dass Thema, Aufmachung und Filmtechnik noch den späten 1950er Jahren verhaftet sind, machen den Film nur noch authentischer. Die Schwarz-Weiß-Arrangements sind optisch makellos umgesetzt; Kubricks Kamera noch eher statisch.

Die schauspielerischen Leistungen stehen jenseits aller Moden: Shelley Winters als aufdringliche Witwe - nervtötend und gleichzeitig herzzerreißend in ihrer Angst vor Einsamkeit. James Mason als liebeskranker Humbert - nur nach außen hin ein stilles Wasser. Sue Lyon in der Titelrolle - von manchen als miserable Schauspielerin bemäkelt, hat aber dennoch seinerzeit den Golden Globe abgeräumt. Sie schlägt sich in der sehr komplexen Rolle der Lolita durchaus achtbar (Der Schauspielerin selbst hat der frühe Ruhm nicht gut getan, sie hatte dann Skandale, mehrere Scheidungen; seit den 1980er Jahren dreht sie keine Filme mehr).

Die DVD bietet "Lolita" pur in guter SW-Qualität, keine Extras.

Trotz mancher Längen eine interessante Auseinandersetzung mit einem zeitlosen Thema - mit herausragenden darstellerischen Leistungen.
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Format: Blu-ray
Warum diesen Film auf Blu-ray?

Weil es der absolute Klassiker ist und kein schlechter Remake mit Jeremy Irons. Jeder der sich für die Story(Buch) interessiert sollte natürlich umbedingt DIESEN Film kaufen!

Gerade schwarz-weiß Filme machen sich dank Kontrastschärfe besonders gut auf HD.

Ich hoffe der unqualifizierte Kommentar von Hermes wird hier nicht zu ernst genommen.
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