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am 28. August 2014
Ein israelischer Geheimagent spezialisiert auf Selbstmordattentäter soll einen Hamas-Hintermann dingfest machen.

Es handelt sich weniger um einen Spionageroman (bei israelischen Romanen dieser Art denkt man sofort an Allon in Daniel Silva's Romanen), als vielmehr um die Entwicklungsgeschichte des Erzählers.

Die Geschichte, stets in Ich-Form des Protagonisten erzählt, führt über die berühmte israelische Täuschungstaktik, drogenabhängige Israelis, weltoffene und liebe Araber in Israel, Zuneigungen und Abneigungen, Loyalität und Gewissen zu einem kurzen Finale in Limassol.

Die Stadt, welche diesem Roman seinen Namen gibt, bekommt leider kaum eine Rolle und hat mich daher etwas in die Irre geführt.

Mir waren es zu viele private Probleme, obwohl mir mehr berufliche politische Zweifel gut gefallen hätten, zu viel Einzelschicksal und zu wenig das große Ganze, zu viel tristes Drama und zu wenig Spionagetypisches und echte Ermittlungsarbeit.

Die hohen Erwartungen in dieses Buch konnten sich bei mir nicht erfüllen, für einen kurzen Durchschnittsroman aber in Ordnung. Ihn Thriller oder Spannungsroman zu nennen, ginge dann aber doch zu weit.

3 Sterne.
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am 1. Juli 2015
Ein ziemlicher spannender Roman , der einen für mich fazinierenden Ausgang hatte.
Was mich am meisten beeindruckt hat, an diesem Roman war, dass der Geheimdienstler in all den Jahren beim Inlandsgeheimdienst doch
noch in der lange war, den Menschen hinter dem todkranken Schriftsteller und Palästinenser zu sehen, dass dieser Mensch in seiner beeindruckenden Menschlichkeit und Würde, ein Recht auf Abschied und Familie hat, egal welche politische Ansicht der Sohn vertritt.
In mir läßt das die Hoffnung nicht sterben, dass es mehr Menschen beim Geheimdienst gibt, die in der Lage sind ihr Handeln zu reflektieren.
Ein toller Roman, mit großer Tiefe und Würde, trotz der Brutalität die in Israe lauch herrscht.
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am 31. Juli 2010
Dies ist ein guter, ehrlicher Roman im lakonischen Stil eines Raymond Chandler über einen ausgebrannten Mitarbeiter des israelischen Inlands-Geheimdienstes, dessen Aufgabe es ist, Selbstmordattentate zu verhindern. Die reißerische Aufmachung als "Polit-Thriller" auf dem Cover der deutschen Ausgabe ist dennoch vollkommen irreführend, wenn man unter diesem Genre, wie üblich, Romane versteht, in denen smarte, taffe Geheimdienstler, meist gegen Widerstände dummer Bürokraten und Karrieristen in den eigenen Reihen, in letzter Sekunde die Dr. Seltsams und Osama bin Ladens der Welt daran hindern, diese in Flammen zu setzen. Vielmehr ist hier einmal wieder gelungen, womit Schopenhauer den guten Roman kennzeichnet: nicht große Ereignisse schildern, sondern kleine interessant machen. In der Hauptfigur und ihrer kleinen Geschichte spiegeln sich die Zerrissenheiten und Aporien des Staates Israel besser als in jeder aufgeblasenen Polit-Schmonzette. Sehr lesenswert, aber bitte den blöden Klappentext vollkommen ignorieren!
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am 23. März 2010
Zunächst zwei Tipps: Lesen Sie nicht die Kurzbeschreibung von Amazon und nicht den Klappentext. Dort wird die gesamte Story ausgebreitet. Ich hätte den Roman sehr lustlos gelesen, wenn ich das alles gewusst hätte.
Ein israelischer Geheimdienst sucht verzweifelt nach einem Selbstmordattentäter; gleichzeitig wird eine Geheimdienstoperation in anderer Sache vorbereitet. Der Protagonist ist mit beidem befasst und etwas überfordert.
Der Roman wird sehr ruhig erzählt, die Handlung überzeugend entwickelt, der Leser blickt nicht sofort zum Ziel durch. Sondereinsatzkommandos und dergleichen Hilfsmittel zur Spannungserzeugung fehlen. Mir ging es einfach so, dass ich ständig auf die nächsten zehn Seiten neugierig war.

Für den europäischen Leser empfinde ich es als schade und als vertane Chance, dass man über Israel und seine Gesellschaft nur sehr wenig erfährt. Es ist ein demokratischer Rechtsstaat im Ausnahmezustand mit einer tief gespaltenen Gesellschaft von "Normalbürgern" und radikalen Siedlern plus religiösen Fundamentalisten. Also eine Gesellschaft, die auch dann kaum Frieden finden könnte, wenn es keine Feinde von außen gäbe. Das wird im Roman leider nicht thematisiert. Zwar haben das zwei auf dem Buchdeckel zitierte israelische Zeitungen anders empfunden ("Eine Lektüre, die den Leser wachrüttelt wie eine Ohrfeige." "Schonungslos seziert Sarid die israelische Gesellschaft. Ein fesselnder Roman!"), aber ich glaube, sie beziehen sich eher auf ein Detail dieser Probleme: welch geringen Wert ein Menschleben in dieser Krisenregion hat.

Mit Folterbeschreibungen geht der Autor sehr zurückhaltend um (da kann man gelegentlich über beide Seiten, Israelis wie Palestinenser, Brutaleres lesen).
Der Schluss hat mich nicht überzeugt; ich könnte dem Autor aber auch nichts Überzeugenderes anbieten. Vielleicht kann solch ein Roman nur unbefriedigend enden.
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am 1. September 2014
Der Autor beschreibt gut das "Innenleben" des Protagonisten, wie er hin und her gerissen wird zwischen seinen eigenen Gefühlen und seine Rolle im Gewaltapparat.
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am 15. Dezember 2011
Dieser Roman des ehemaligen Nachrichtenoffiziers der israelischen Armee und heutigen Rechtsanwaltes Yishai Sarid führt den von der ersten Seite an gebannten Leser hinein in eine Welt, in der der Terror und die Gewalt alltäglich geworden sind. In einer im Verlauf des Buches immer bedrückender werdenden Geschichte begleitet er seine Protagonisten einen Sommer lang von Jerusalem über Tel Aviv bis nach Limassol auf Zypern.

Der ich - erzählende israelische Geheimdienstler ist seit Jahren auf die Aufdeckung von Selbstmordattentaten spezialisiert. Seine Schilderungen des Innenlebens des israelischen Geheimdienstapparates, die Verhöre und die verzweifelten Versuche von ihm und seinen Kollegen, sich nicht der Gewalt ihrer Gegner anzupassen ("Für Juden gelten Menschenrechte", sagt sein orthodox-gläubiger Chef einmal) und dennoch immer wieder keine andere Möglichkeit zu haben, wollen sie Attentate verhindern, sind harter Tobak. Das, was vor Jahren vielleicht als "Szenario der tickenden Bombe" als Ausnahme zeitweise die Folterdebatte unter den Juristen nach 9/11 bestimmte, in Israel ist das alltägliche Normalität. Und das vorliegende Buch ist ein literarisches Zeugnis von der einzigen Demokratie im Nahen Osten und seiner reichen Kultur. Das Ausmaß an Korruption, an Gewalt und Verzweiflung ist hier auch nicht größer als etwa in anderen westlichen Ländern.

Unser Erzähler erhält eines Tages einen Geheimauftrag. Über die Schriftstellerin Daphna soll er einen Kontakt herstellen zu einem todkranken Dichter im Gazastreifen, dessen Sohn wahrscheinlich einen verheerenden Anschlag plant. Er gibt sich aus als Investmentbanker, der für ein eigenes Buch bei Daphna sozusagen Stunden in Literatur nehmen will. Mit jedem Besuch bei ihr fühlt er sich zu der beeindruckenden Schriftstellerin näher hingezogen und gerät über seinen Auftrag mehr und mehr in Zweifel. Dennoch gelingt es ihm, das Vertrauen des alten Dichters zu erschleichen, der seinem radikalen Sohn vorschwärmt, endlich habe er einmal einen Juden kennen gelernt, dem man vertrauen könne, was die israelischen Geheimdienstler in der Abhörzentrale zu Lachstürmen hinreißt. Als die Handlung sich im zypriotischen Limassol zuspitzt, steht der Erzähler vor der schwersten Entscheidung seines Lebens....

Eine der wichtigsten Botschaften des Buches ist, dass der Terrorismus denen, die ihn bekämpfen schon längst seine Logik aufgezwungen hat. Doch es gab auch andere Zeiten, die vor allen Daphna immer wieder beschwört und die sich wie Strahl der Hoffnung auf eine andere Zukunft durch das Buch ziehen. Zeiten, in denen Israelis nach Gaza an den Strand fahren konnten oder palästinensische Dichter in Tel Aviv Lesungen veranstalteten. "Eines Tages fallen die Zäune, und wir werden vereint sein", sagt Daphna zum Ich-Erzähler, was auf diesen nicht ohne Eindruck bleibt.

Übrigens auch nicht auf den von diesem Buch beeindruckten Rezensenten.
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am 13. April 2010
Dieser Roman des ehemaligen Nachrichtenoffiziers der israelischen Armee und heutigen Rechtsanwaltes Yishai Sarid führt den von der ersten Seite an gebannten Leser hinein in eine Welt, in der der Terror und die Gewalt alltäglich geworden sind. In einer im Verlauf des Buches immer bedrückender werdenden Geschichte begleitet er seine Protagonisten einen Sommer lang von Jerusalem über Tel Aviv bis nach Limassol auf Zypern.

Der ich - erzählende israelische Geheimdienstler ist seit Jahren auf die Aufdeckung von Selbstmordattentaten spezialisiert. Seine Schilderungen des Innenlebens des israelischen Geheimdienstapparates, die Verhöre und die verzweifelten Versuche von ihm und seinen Kollegen, sich nicht der Gewalt ihrer Gegner anzupassen ("Für Juden gelten Menschenrechte", sagt sein orthodox-gläubiger Chef einmal) und dennoch immer wieder keine andere Möglichkeit zu haben, wollen sie Attentate verhindern, sind harter Tobak. Das, was vor Jahren vielleicht als "Szenario der tickenden Bombe" als Ausnahme zeitweise die Folterdebatte unter den Juristen nach 9/11 bestimmte, in Israel ist das alltägliche Normalität. Und das vorliegende Buch ist ein literarisches Zeugnis von der einzigen Demokratie im Nahen Osten und seiner reichen Kultur. Das Ausmaß an Korruption, an Gewalt und Verzweiflung ist hier auch nicht größer als etwa in anderen westlichen Ländern.

Unser Erzähler erhält eines Tages einen Geheimauftrag. Über die Schriftstellerin Daphna soll er einen Kontakt herstellen zu einem todkranken Dichter im Gazastreifen, dessen Sohn wahrscheinlich einen verheerenden Anschlag plant. Er gibt sich aus als Investmentbanker, der für ein eigenes Buch bei Daphna sozusagen Stunden in Literatur nehmen will. Mit jedem Besuch bei ihr fühlt er sich zu der beeindruckenden Schriftstellerin näher hingezogen und gerät über seinen Auftrag mehr und mehr in Zweifel. Dennoch gelingt es ihm, das Vertrauen des alten Dichters zu erschleichen, der seinem radikalen Sohn vorschwärmt, endlich habe er einmal einen Juden kennen gelernt, dem man vertrauen könne, was die israelischen Geheimdienstler in der Abhörzentrale zu Lachstürmen hinreißt. Als die Handlung sich im zypriotischen Limassol zuspitzt, steht der Erzähler vor der schwersten Entscheidung seines Lebens....

Eine der wichtigsten Botschaften des Buches ist, dass der Terrorismus denen, die ihn bekämpfen schon längst seine Logik aufgezwungen hat. Doch es gab auch andere Zeiten, die vor allen Daphna immer wieder beschwört und die sich wie Strahl der Hoffnung auf eine andere Zukunft durch das Buch ziehen. Zeiten, in denen Israelis nach Gaza an den Strand fahren konnten oder palästinensische Dichter in Tel Aviv Lesungen veranstalteten. "Eines Tages fallen die Zäune, und wir werden vereint sein", sagt Daphna zum Ich-Erzähler, was auf diesen nicht ohne Eindruck bleibt.

Übrigens auch nicht auf den von diesem Buch beeindruckten Rezensenten.
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VINE-PRODUKTTESTERam 5. März 2012
Ein israelischer Geheimagent und melancholischer Grübler ist der Ich-Erzähler dieses super coolen Polit-Thrillers.
Um an einen jungen palästinensischen Attentäter zu kommen, holt er dessen todkranken Vater aus dem Gazastreifen in ein israelisches Krankenhaus.

Sarids Agent hat einen lakonischen und leicht verächtlichen Ton,
kann aber auch sehr zart und sensibel beobachten (besonders wenn es um die schöne Daphna geht).
Die Story ist hochgradig spannend, absolut glaubwürdig und wertfrei erzählt.
Irgendwie hofft man nach dem letzten Satz, dass "Limassol" der erste Fall einer langen Serie ist....

Man darf hier keinen mit Action geladenen Thriller erwarten, sondern eher eine spannend und sensibel erzählte Story,
an deren Ende man erkennt, wie klar manche Dinge werden, wenn man sie aus einer vollkommen anderen Perspektive betrachtet.
Und dass hinter vielen Gewalttaten Menschen stehen, die irgendwann in ihrem Leben verletzt wurden - was keine dieser Taten entschuldigt.
Vielmehr erklärt es, dass ein erster Lösungsschritt des Problems sein könnte, auf beiden Seiten die Rache- und Schuldzuweisungen zu beenden.
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am 18. Mai 2010
Wunderbar! Ich bin begeistert! Ein verstörender Polithriller geschrieben in einer wunderbar schönen poetischen Sprache. Und zudem auch hervorragend übersetzt! Dem "Kein und Aber" Verlag gebührt ein grosses Dankeschön, dass er Yishai Sarid auf deutsch verlegt hat.

Über die Geschichte braucht man nicht viele Worte zu verlieren, die Vorrezensenten haben das bereits mit Bravour getan. Was mich besonders am Roman begeistert hat, ist, wie Sarid die Zerrissenheit seines Protagonisten beschreibt: Der Ich-Erzähler wird aufgerieben zwischen seinem Agentenjob und seinen Pflichten als Familienvater, denen er kaum nachkommen kann, hin und her gezogen zwischen Lust und Liebe, Wahrheit und Lüge, Pflicht und Mitgefühl, Respekt und Verachtung. Einzig das Ende der Geschichte passt mir nicht. Es ist mir zu wenig tragisch, zu wenig fatal. Aber darüber sehe ich grosszügig hinweg und vergebe 5 Sterne für eine grosse schriftstellerische Leistung. Bravo!
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am 13. Februar 2014
Das Buch liest sich ruckzuck, dem Autor gelingt es gut, die unterschiedlichen Stimmungen zu beschreiben und dabei das Gefühl der alltäglichen Gewalt und latenten Angst vor Attentaten, aber auch die Schönheit und Faszination des Landes dem Leser nahe zu bringen. Ein beieindruckender Einblick in die isrealische Gesellschaft.
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