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Kundenrezensionen

3,6 von 5 Sternen
7
Liebe usw. Roman
Format: Gebundene Ausgabe|Ändern
Preis:19,90 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 5. April 2017
Julian Barnes schreibt wie immer britisch-unterhaltsam und bestens komponiert.
Das Thema Paarbeziehungen ist für mich noch nie so gekonnt umgesetzt. Lesen!
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am 29. Januar 2010
"Die Ketten der Ehe sind so schwer, dass man sie bisweilen nur zu dritt ertragen kann." Das galt bereits in dem Roman "Darüber reden", dem der britische Autor Julian Barnes (u.a. "Flauberts Papagei") eine Fortsetzung gegeben hat. "Love etc" heißt die Geschichte, in der die Protagonisten die gleiche sind: Oliver und Stuart und Gillian. Nur haben die Verhältnisse gewechselt.

Seinerzeit waren Stuart und Gillian in erster Ehe miteinander verheiratet, bis Oliver seinem Freund kurz nach der Hochzeit die Frau ausspannte. Zehn Jahre sind seither vergangen. Stuart hat die Demütigungen und den Verlust von Gillian überstanden und kehrt als erfolgreicher Geschäftsmann von Amerika nach England zurück. Aus der neuerlichen Begegnung dieser drei Menschen und ihrer wechselseitigen Beziehungsgeschichten entwickelt der britische Bestsellerautor ein aufregendes Szenario von Liebe und ihren unterschiedlichen Folgen.

Oliver ist weniger erfolgreich als Stuart. Und auch seine Ehe mit Gillian, die die Familie als Restauratorin ernähren muss, dümpelt mehr oder weniger leidenschaftslos vor sich hin. So tragen sie schwer an den Ketten der Ehe. Sie schlagen sich herum mit den Nichtigkeiten des Lebens und der Banalität des Alltags. In dieser etwas verfahrenen Situation gewinnt das Auftauchen von Stuart, der anfangs den beiden nur helfen möchte, eine besondere Bedeutung. Love usw.? Es beginnt zwischen Stuart und Gillian wieder zu knistern....

Julian Barnes erzählt nicht selbst, er lässt erzählen. Nämlich seine Protagonisten, die jeder aus seiner Sicht Lebensumstände, seelischen Befindlichkeiten, innersten Geheimnisse und Wünsche schildern. Sie reden darüber nicht miteinander, sondern sprechen den Leser selbst an, der sich auf diese Weise ein Bild dieser Beziehungsgeschichte machen kann und zugleich in die Rolle des Richters über eheliche Moral und bürgerliche Norm gedrängt wird. Stuart stellt sich als stark und überzeugend dar, während Oliver sein Scheitern hinter einer unseligen Suada zu verbergen sucht und Gillian sich lapidar und fast unbeteiligt zeigt. Eine "Konversation" der besonderen Art.

Barnes gelingt es mit diesem Kunstgriff, den ewig alten und immer wieder jungen Geschichten um das Gelingen und Scheitern von Liebe eine neue Faszination abzugewinnen. Vor allem aber ist er ein Meister subtiler Überraschungen. Was witzig und amüsant daher kommt, entpuppt sich oft als schockierende Erkenntnis. In diesem Sinne genießt der Leser lachend und weinend die Geschichte von Stuart, Gillian und Oliver, von Love usw.
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TOP 500 REZENSENTam 8. Juni 2007
A nimmt B die Frau weg, B verschwindet im Orkus, und A und die Frau werden glücklich bis an ihre Lebensende. Wie ungerecht. Warum soll die Frau nicht nach einiger Zeit erkennen, dass sie die falsche Wahl getroffen hat? Warum soll der verschmähte B nicht eines Tages wieder auftauchen und sein Weib zurückerobern? So jedenfalls verhält es sich in dem vorliegenden Buch. A(Oliver) nimmt seinem Freund B(Stuart) die Frau (Gillian) weg. Der wenig spektakuläre Stuart verzieht sich vernichtet ins Ausland und macht Karriere. Oliver und Gillian heiraten. bekommen zwei reizende Töchter, leben zuerst in Frankreich und kehren dann nach England zurück. Leider entpuppt sich der eloquente Oliver als ein geistreichelnder Gernegroß, der mit seinen Schreibereien erfolglos bleibt, und nur weil Gillian sich als eine gefragte Restaurateurin etabliert, kann sich die Familie über Wasser halten.

Eine ideale Konstellation also für Stuarts Revanche. Und tatsächlich. Der ehemalige Looser kommt nach England zurück, sucht den Kontakt zu Oliver und Gillian und kehrt im Angesicht der bedrängten Verhältnisse der Familie den Wohltäter heraus. Er versorgt der Familie ein neues Haus, lässt Oliver in seinem Betrieb arbeiten, bringt die Töchter zu Bett, macht sich nützlich, wo es nur geht, während Oliver bei seiner Frau uns seinen Töchtern immer weiter an Boden verliert. Am Ende flüchtet das abgehalfterte Familienoberhaupt in eine Depression, liegt malade in den Federn, während sich Stuart revanchiert, d.h. in der Küche mit Gillian schläft.

Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive der Haupt- und Nebenpersonen, wobei sich der Leser aus der Vielzahl unterschiedlicher Urteile und Schilderungen seinen eigenen Eindruck bilden kann. Trotzdem alles in allem also ein recht vorhersehbare Handlung, die insgesamt auch recht konventionell erzählt wird. Worin also liegt das Besondere des Buches? Natürlich in seinem Thema, denn Oliver und Gillian, Stuart und die Nebenfiguren palavern natürlich unablässig über das Thema Nummer 1 - eben Liebe, und was es dabei zu lesen gibt, ist keineswegs neu, aber auf eine Weise formuliert, die neu und überraschend klingt. Wie kommt es zum Beispiel zur Ehe? fragt sich Stuart. "Ich habe in meiner Jugend Menschen gemocht, die mich mochten. Das heißt, ich mochte sie wahnsinnig, wenn sie nur höflich und nett zu mir waren. Das ist oft der Grund, warum Leute zum ersten Mal heiraten, wenn sie mich fragen. Es haut sie völlig um, wenn jemand sie einfach mag, ohne wenn und aber." (S: 137) Aber wie geht es weiter - zum Beispiel mit dem Sex? "Unser Liebesleben ist freundschaftlich," berichtet Gillian. "Wir haben partnerschaftlichen Sex. Wir verstehen uns gut miteinander. Wir tun unser Bestes füreinander, wir kümmern uns umeinander beim Sex. Unser Liebesleben ist eben freundschaftlich." (S.72)Welchem Ehepartner klingeln hier nicht alle Alarmglocken in der Leistengegend? Es sind solche Reflexionen und Perspektiven, die den Wert des Buches ausmachen. Wie die Geschichte von Oliver, Stuart und Gillian ausgeht, ist nicht so wichtig, denn das Gespräch über "Liebe usw" findet ohnehin kein Ende.
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am 25. November 2007
Die Frage lautet: Was wird aus der Liebe, wenn zehn Jahre verstrichen sind? Was, wenn sie eigentlich einem anderen gehörte? Und wenn dieser andere noch der beste Freund war. Julian Barnes erweitert das Spektrum der Dreiecksliebe nicht romantisch verklärt wie bei Jules und Jim sondern haftet mit beiden Füßen am Boden. Der eine Freund spannt dem anderen Freund die Ehefrau aus. Soll schon vorgekommen sein. Und man hat auch schon davon gehört, daß Ehen trotz eines guten Starts sich abnutzen. Eigentlich könnte sich Stuart zufrieden zurück lehnen, um sich seinem Leben zu widmen, doch bohrt die Erniedrigung in ihm auch nach zehn Jahren noch, wie in fast allen, die verlassen wurden. Warum dann nicht den Spieß umdrehen, die Frau zurück gewinnen wollen?

So wechselt unten nach oben und oben nach unten, sieht der einstige Gewinner Oliver ziemlich verbraucht nach zehn Jahren aus, gewinnt der Verlierer Stuart seine Souveränität zurück, indem er helfend zur Seite springt und den Effekt erzielt, den er sich seit Julian Barnes erster Geschichte über Gillian "Darüber reden" ersehnt hat. Ein Kammerspiel zwischen Komödie und bürgerlicher Tragödie, leicht geschrieben und deswegen umso näher an den Erfahrungen jedes einzelnen Lesers. Barnes at his best, denn so einfach, wie man es sich als Mann vorstellt, ist es im Leben nicht. Nicht bei einer Frau wie Gillian.
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am 11. September 2003
Es reicht! Zwar sollte jeder eine zweite Chance bekommen, und die habe ich Julian Barnes nach seinem Vorgängerbuch "Darüber reden", welches mich seinerzeit schon nicht recht überzeugen konnte, auch eingeräumt. Aber nun ist es genug! Meine Befürchtung, dass Barnes nach schwachem Start auch keinen flotten Endspurt hinkriegt, hat sich leider bestätigt. Auf ein solches Wiedersehen der drei "Helden" in der Fortsetzung "Liebe usw." hätte ich getrost verzichten können.
Die "Handlung" interessiert nicht wirklich. Es geschieht wenig bis nichts und die Story plätschert gemählich dahin. Gepaart mit den zum Teil ziemlich eigenartigen Philosophien, Ansichten und Geständnissen der Hauptakteure fragte ich mich alle paar Seiten: "Ja und?". Ganz gewöhnlicher Alltagsstress gepaart mit Beziehungskrisen ala "Haben wir alle so und schon spektakulärer erlebt" werden seitenlang zelebriert und analysiert. Langweilige Großstadtneurotiker übertreffen sich gegenseitig mit ihren "Wichtigkeiten" und "Erkenntnissen". Das ist nicht komisch, sondern einfach nur stupide und ermüdend.
Julian Barnes - vorläufig lieber nicht mehr.
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am 15. Juli 2002
Geschichten leben davon, wie sie erzählt werden. Man kann sie spannend erzählen, romantisch, langweilig, detailliert, geradlinig, verschlungen, direkt, indirekt und Vieles mehr. Julian Barnes hat sich dafür entschieden, die Charaktere in diesem Buch direkt, und dem Leser zugewandt erzählen zu lassen. Eine originelle Idee ! - Auf den ersten Blick. Leider wirken die isoliert wirkenden Erzähler wie in einer Reihe aufgestellte Figuren eines verhöres, die aus ihrer jeweiligen Sicht Rapport erstatten. Was dabei herauskommt wirkt ertwas klinisch und die Rafinesse einer verschlungen erzählten Geschichte lässt keinen wirklichen Spannungsbogen zu. Am Ende des Buches stellt man fest, daß man zwar viel Stoff gelesen hat, aber sich eine wirkliche Story nicht so richtig entwickeln mochte. Die Figuren erzählen teilweise völlig irrelevante Informationen, und Gegen Ende des Buches melden sich Personen zu Wort, die vorher und nachher keine Rolle in der Handlung spielen. Mr. Barnes, mit Verlaub, das können Sie aber viel besser!
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am 25. März 2002
Dieses Buch ist die Fortsetzung von "Darüber reden" und erzählt die Geschichte von Gillian und Oliver, die 10 Jahre verheiratet sind und nun ihren alten Freund und Exehemann von Gillian :Stewart wieder sehen. Es ist total witzig und hat tolle Sprüche. Julian Barnes schreibt nicht als Erzähler, sondern immer aus der Sichtweise der Hauptpersonen im Gespräch mit dem Leser.
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