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Lick My Decals Off, Baby

10. September 1970
5.0 von 5 Sternen 3 Kundenrezensionen

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Lick My Decals Off, Baby
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Format: Audio CD
LICK MY DECALS OFF, BABY erschien 1970 als Nachfolgealbum der spontan-kreativ-Explosion TROUT MASK REPLICA von 1969. Was kaum möglich schien, gelang: der vollkommen eigene Stil, den die Magic Band bei den 2-tägigen Aufnahmen zu TROUT MASK REPLICA fand, konnte hier fortgesetzt werden. Die Stücke sind nun sorgfältiger, mit Mehrspurtechnik, aufgenommen, ohne jedoch die musikalische Energie zu beeinträchtigen. Und diese ist extrem. Die Musiker, allen voran Cpt. Beafheart sind vom ersten Ton an unglaublich präsent. Dies liegt einerseits am weitgehenden Verzicht von Effektgeräten, die in der Psychedelic - Phase von STRICTLY PERSONAL noch dominierten, andererseits an den Kompositionen selbst und dem großen Selbstbewusstsein mit dem die Band in Erscheinung tritt, wie auch schön am Cover zu erkennen ist. Man hat einen Stil geschaffen, für den es keinen Namen gibt, außer eben Captain Beefheart and the Magic Band. Das Spektrum reicht von zwei barockinspirierten Instrumentalstücken von poetischer Schönheit ( Peon , One Red Rose That I Mean ) mit Bass und Gitarre über fetzige Knaller ( I Love You, Big Dummy ) bis zu free- jazz ähnlichen Eskapaden ( Flash Gordon Ape ) und Stücken mit exzellentem Marimba Einsatz. Cpt. Beefheart macht hier ein Fass auf, aus dem Generationen von Musikern schöpften und schöpfen. In The Clouds Are Full Of Wine, das gerade mal, wie viele anderen Stücke auch, nur knapp drei Minuten Länge hat, sind weit mehr als ein Dutzend musikalische Ideen versammelt, die einer gewöhnlichen Band für zwei Longplayer gereicht hätten. Natürlich kann bei diesen häufigen Rhythmen- und Tempowechseln nicht mehr von Radioformat die Rede sein, nichtsdestotrotz besitzen alle Stücke eine Eingängigkeit und sofortige Wiedererkennung und sind aus meiner heutigen Sicht essentielle Klassiker der Underground 'und Rockmusikszene.
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Format: MP3-Download Verifizierter Kauf
1969 war ein gewaltiges Jahr, was Pop- und Rockalben betraf, 1970 ebenfalls, und wenn da Platten eine Reihe von mehr oder weniger abgebrühten Plattenkritikern ganz schön zur Schnecke machen konnten, dann musste an diesen Scheiben etwas dran sein. Es musste mehr als sein als laut (Led Zeppelin, Black Sabbath, Deep Purple undundund), mehr sein als Jazz-Rock-Mixtur (Bandbreite Blood, Sweat & Tears bis Miles Davis), auch mehr sein als Elektronik (Pink Floyd, Krautrock), und nach Möglichkeit ein neuer Name (was etwa Frank Zappa zu diesem Zeitpunkt nicht mehr war). Das "Trout"-Doppelalbum sowie die Ende 1970 erschienene "Lick"-LP waren Platten, die entweder Free Jazz- und Neutöner-Erfahrungen voraussetzten oder einen in solche Gefilde hinführten, für Leute, die sich damalige Alben wie "Bitches Brew" und "Hot Rats", wie auch "Ummagumma" oder eines der drei bis dahin erschienenen Soft Machine-Alben hineinziehen konnten, konnte es zuwenig sein, sich an den Captain und seine Magic Band heranzuwagen. Wer es aber wagte, kam davon, war er einmal gefangen, auch nie wieder los.

Bei oberflächlichem oder auch nur erstmaligem Hören klingt diese Platte wie die Fortsetzung des im Jahr davor veröffentlichten und produzierten Doppelalbums - kurze Stücke mit Free-Einlagen, bizarre Texte, die Taktverschiebungen, und immer wieder das Captains Wahnsinnsstimme. Mag sein, dass damals die einen oder anderen der ohnehin nicht zahlreichen Hörer "Das hatten wir schon" oder ähnliches dachten. Aber eine Fortsetzung bzw.
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Von Darker Scratcher TOP 1000 REZENSENT am 16. Oktober 2014
Format: Audio CD Verifizierter Kauf
Leider ist diese großartige CD nur zu Phantasiepreisen erhält, da sie durch vertragliche Probleme seit den 90igern nicht mehr aufgelegt wurde, Da sollte man sich an das Vinyl halten oder in die bald erscheinende 4 Cd Box investieren.

Dem Überwerk "Trout Mask Replika" folgte hier 1970 in kleinerer Besetzung ein ebenbütiges, sperriges Werk. Jimmy Semens war nicht mehr in der Band, d.h. es blieben vier Musiker Zoot Horn Rollo, Rocket Morton, Drumbo oder Art Tripp am Schlagzeug, ist wohl nicht ganz geklärt und durch die verworrenen Äußerungen des Genies Beefheart auch nicht mehr eindeutig zu rekonstruieren.

Zum Titeltrack gibt es ein surreales Video, das bei seiner TV Ausstrahlung verstörte und heute neben dem "Ice Cream for Crow"
Video im Museum of Modern art zur beständigen Sammlung gehört.
"Lick my decals off, Baby" ist ein Album voll dunkler Themen, Farben und auch sexueller Anspielungen, die auch später auf den Platten eine Rolle spielen.
Die Platte scheint eher aus einem Guß, da ein gemeinsamer Tenor im Vordergrung steht.
Der abseitige Humor Beefhearts mit bitterem Beigeschmack ist in fast allen tracks präsent.
Die Platte wirkt geschlossener und leichter zu konsumieren. Etwa " I love you Big Dummy" ist ein Liebeslied mit zwei Zeilen Text.
Gecovert u.a. von der Punkband "Magazine".
"Bellerin Plain" ist ein Eisenbahn Lied, das in Bildern die Landschaft, das Stampfen des Zuges den Lokführer und den Heizer beschreibt.
"Woe-Is-Uh-Me-Bop" ist ein Lied mit minimalen Text. Marimba und Stimme geben den Ton an. Captain Beefheart hat den Weltschmerz-Blues und bringt dies durch seine vielsietige Stimme zum Ausdruck.
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