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Letzter Abstich: Ein Weinkrimi Taschenbuch – 2. September 2010

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Pressestimmen

Dorf-Schimanski ermittelt wieder WEINKRIMI Das neue Buch von Andreas Wagner Kein Zweifel: Paul Kendzierski hat das Talent, sich in brenzlige Situationen zu bringen. Nicht genug, dass der Nieder-Olmer Bezirkspolizist im beschaulichen Rheinhessen immer wieder über Leichen stolpert. Er hat auch einen recht eigenwilligen Ermittlungsstil. So flüchtet sich der Dorf-Schimanski, wie er gerne genannt wird, in Andreas Wagners viertem Weinkrimi bereits auf Seite 77 ausgerechnet in die Damentoilette eines Weinguts. Der Leser denkt sich: Was macht der nur wieder? Wenn er da erwischt wird, wie peinlich ... Wie wahr! Aber eben auch sehr witzig. Und Autor Wagner hat spürbar und lesbar Freude daran, seinen Helden wider Willen immer wieder zu retten. Unterhaltsam wie gewohnt, aber ernsthafter als die anderen Krimis ist der Letzte Abstich geraten. Wagner, der als Winzer nicht nur dafür bekannt ist, viel Wissenswertes über Wein in seine Geschichten zu packen, zeigt sich darin auch als Geschichtskenner - Wagner ist auch promovierter Historiker. Tagebücher führen zurück in die Zeit des Nationalsozialismus; erst langsam verknüpfen sich Verbrechen aus vergangenen Zeiten mit dem heutigen Geschehen und der Frage: Was hat es mit den vergifteten Weinflaschen auf sich, die plötzlich auftauchen? Auch Kendzierskis Chef, Bürgermeister (und rheinhessisches Urrumpel) Erbes findet eine Flasche vor seiner Tür und fürchtet ein Attentat. Wagners Weinkrimi ist ein Wiedersehen mit liebgewonnenen Krimifiguren und zugleich anders als die anderen Bücher. Aber - wie immer - unbedingt lesenswert KRITIK IN KÜRZE Spannung: Missetaten aus vergangenen Zeiten, aber unvergessen, Rachepläne und Geldgier - die Mischung im neuen Weinkrimi stimmt. Unterhaltung: Dafür garantiert Kendzierski, mal mit der Mistgabel bedroht, mal in einer Pferdebox versteckt. Ein schräger Vogel eben. Regionales: Die Neubaugebiete, die rund um die rheinhessischen Dörfer wachsen, hat jeder vor Augen. Neue Häuser statt alter Reben - ein echt regionales Thema, in dem Zündstoff steckt. (Eva Fauth, AZ Mainz, 21.10.2010)

Ein eisiger Winter mit viel Schnee und Temperaturen weit unter null Grad hat Rheinhessen fest im Griff. Die Menschen frieren und die Natur ist erstarrt. Und doch gibt es einige Winzer in und um Essenheim, denen es jetzt ganz besonders warm ums Herz ist. Hat doch die Gemeinde ein Neubaugebiet für über 150 Häuser in wunderbarer Hanglage am Ortsrand ausgewiesen. Plötzlich werden durch diese Verwaltungsmaßnahme aus einfachen Weinbergsflächen teure Bauplätze, aus bodenständigen Winzern werden Millionäre, und auch die Gemeinden können durch die Umlagen ihre klammen Haushalte sanieren. Somit müsste doch eitel Sonnenschein herrschen im froststarren Rheinhessen. Aber weit gefehlt! Nicht jeder Winzer ist glücklich, wenn seine besten Weinbergslagen bebaut werden sollen. Wenn sich dann im Gemeinderat auch noch Widerstand regt, dann ist es mit dem Ortsfrieden bald vorbei. Es wird gedroht, geschimpft und plötzlich tauchen sogar Weinflaschen mit vergiftetem Inhalt auf. Nach dem Gifttod eines Winzers wird der uns längst bekannte Bezirkspolizist (Verdelsbutze) Kendzierski höchst unfreiwillig vom Verbandsbürgermeister aus Nieder-Olm zu verdeckten Ermittlungen gedrängt. Was er nun an Erkenntnissen zutage fördert, reicht zeitlich viel weiter zurück in die Vergangenheit als zunächst gedacht. Die Wurzeln dieser tödlichen Auseinandersetzungen sind tatsächlich in den Anfängen des "1000 jährigen Reiches" zu suchen! Wieder ist Andreas Wagner ein überaus spannender und realistischer Krimi gelungen. Der geneigte Leser erfährt außerdem viel über die Arbeit des Winzers in den Wintermonaten im Keller(Letzter Abstich) und auch der Begriff Terroir wird am Beispiel der Löss- und Kalkböden rund um Essenheim profund erklärt. Kurzum: Spannende und lehrreiche Unterhaltung mit viel Lokalkolorit auf höchstem Niveau. (Wolfgang Arnold, rheinhessen.de, 02.09.10)

Letzter Abstich Diesmal erwischt nicht nur der rheinhessische Winter Paul Kendzierski auf dem falschen Fuß. Im bitterkalten Selztal muss der Nieder-Olmer Bezirkspolizist klären, wer drei Winzern vergifteten Wein vor die Tür stellt. Geht es um die Essenheimer Lösskuhle, die nicht nur bester Grund für große Spätburgunder ist, sondern bald zu lukrativem Bauland werden soll? Als der erste Winzer stirbt, überschlagen sich die Ereignisse. Kendzierski gerät in einen Strudel aus Neid, Gier, Hass und Rache, der im März 1933 entspringt. Schicht um Schicht holt Winzer und Historiker Andreas Wagner in seinem neuesten Fall die Vergangenheit ans Licht. Der gelungene Weinkrimi fesselt bis zur letzten Seite. (das deutsche Weinmagazin 25/11.12.2010)

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Andreas Wagner, Jg. 1974, ist als Winzer Quereinsteiger: Der promovierte Historiker führt das von den Eltern übernommene Weingut in Essenheim seit 2002 zusammen mit seinen beiden Brüdern. Er ist verheiratet und hat drei Kinder. Seit 2006 schreibt er Weinkrimis.


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Format: Taschenbuch
Dies ist der vierte Regional-Krimi aus Rheinhessen mit dem liebenswürdigen Protagonisten Paul Kendzierski.
Es fällt auf, dass die ersten beiden Krimis dieser Serie, "Herbstblut" und "Abgefüllt" in einem einfacheren Stil geschrieben sind, als der dritte "Gebrannt" und vierte "Letzter Abstich", wobei mir "Gebrannt" als Krimi am besten gefällt, definitiv besser als dieser vierte "Letzter Abstich". In diesem wird allerdings wieder etwas mehr über Wein erzählt, sodass er den Titel "Weinkrimi" gerade noch verdient (alle vier nennen sich - im Untertitel - Weinkrimi, zumindest der dritte unverdient). Das Thema mit einem alten Fall aus der Nazi-Zeit als Aufhänger ist interessant - aber die Umsetzung der Krimi-Geschichte ist nicht so gut gelungen wie beim dritten.
Außerdem finde ich das plötzliche Ende nicht so schön, ein Epilog wie in diesem Genre üblich, würde mir besser gefallen. Dieses plötzliche Ende hat allerdings der dritte auch.
Trotz dieser ambivalenten Kritik würde ich einen fünften Krimi dieser Serie, falls Andreas Wagner ihn noch schreibt, auch wieder lesen, aber irgendwann läuft sich jede Serie mal tot, bei dieser hier ist es möglicherweise bald so weit.
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Format: Kindle Edition Verifizierter Kauf
Andreas Wagner hat eine exzellente Ausdrucksweise und eine sehr ansprechende Art zu schreiben. Die Personen in seinen Büchern zeugen von einer guten Beobachtungsgabe der Bevölkerung in Rheinhessen. Da ich selbst aus dieser Gegend stamme, erfreue ich mich immer wieder bei seinen Romanfiguren Beschreibungen zu finden von Menschen wie Sie selbst aus dieser Gegend kenne.
Zwar lebe ich seit 40 Jahren nicht mehr in Mainz , habe auch keine Verbindung mehr mit den Verwandten in Rheinhessen, die Personen erinnern mich sehr intensiv an Menschen wie sie in meiner Jugend erlebt habe.
Auch das Stillschweigen über die Vergangenheit kann ich voll nachvollziehen.
Ein ausgezeichneter Roman! Mehr als ein durchschnittlicher Krimi!
Prof.Dr. Paul Diether Steinbach
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