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Lettland Taschenbuch – 23. März 2000

5.0 von 5 Sternen 2 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Ludwig

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

"Von der Gründung Rigas bis zum Hitler-Stalin Pakt

Deutsche Spuren in Lettland
'Was den Deutschen in sieben Jahrhunderten nicht gelungen ist, haben die Russen in wenigen Jahren zustande gebracht: daß die Letten die Deutschen lieben.'
Wer heute durch das Land reist, findet dieses Zitat eines russischen Historikers immer wieder bestätigt. Es spielt natürlich auf die negativen Folgen der sowjetrussischen Besetzung an, doch auch unabhängig davon sehen viele Letten die gemeinsame 700jährige Geschichte mit den Deutschen bemerkenswert positiv. Selbst wenn man in Betracht zieht, daß vergangenes Unrecht im Bewußtsein der Menschen allmählich verblaßt, reicht das zur Erklärung nicht aus. Viele Letten sind sich bewußt, daß deutsche Lehrer und Pastoren seit der Aufklärung im späten 18. Jahrhundert einen wichtigen Beitrag zur nationalen Emanzipation geleistet haben. Jeder Versuch, das deutsche Erbe in Lettland einer pauschalen Beurteilung zu unterwerfen, greift zu kurz. Es hat viele Gesic hter und wird heute wieder in seiner ganzen Bandbreite wahrgenommen.

Erfolgreiche Christianisierung
Schon Jahrhunderte bevor deutsche Ritter und Missionare an der Düna auftauchten, hatte es Kontakte zwischen Deutschen und Letten gegeben. Händler aus Westfalen und Sachsen segelten seit dem 9. Jahrhundert die baltische Küste hinauf, um zwischen Skandinavien und Byzanz Geschäfte zu machen. Sie blieben jedoch gegenüber den Wikingern in der Minderzahl und hinterließen keine dauerhaften Spuren. Anders die Ordensritter, die sich im Gefolge der Händler ab 1180 zwischen der Düna und der Narva ausbreiteten.
Die Zahl der Deutschen im Livländischen Ordensstaat betrug nie mehr als 4000. Dennoch war ihr gesellschaftlicher Einfluß so groß, daß die Entwicklung einer eigenen lettischen Identität für Jahrhunderte unterbrochen wurde. Zwar konnte sich die einheimische Lied- und Erzählkultur ebenso wie die materielle Kultur (Kleidung, Schmuck, Häuserbau u.a.) erhalten, aber das Bewußtsein der Menschen wu rde maßgeblich von den Deutschen beeinflußt. Zudem blieb es den Letten bis ins 19. Jahrhundert hinein verwehrt, sich politisch zu organisieren.
Den nachhaltigsten Einfluß übte die Christianisierung aus. Nach anfänglichem Widerstand verschwanden die vorchristlichen Religionen und Mythen im Untergrund, wo sie jedoch noch lange weiterlebten. Das Christentum ist ein Teil der nationalen Identität geworden, und viele pflichten dem populären Komponisten Imants Kalnins bei, der mir in einem Interview sagte: 'Die Art und Weise, wie das Christentum zu uns gekommen ist, war natürlich nicht gut. Doch die Tatsache, daß es gekommen ist, betrachten wir als sehr nützlich, denn dadurch erhielten wir eine neue Ethik der Liebe und des Vergebens.'
Die Reformation machte das Christentum schließlich zur Volksreligion. Ihr Erfolg in Lettland ist vor allem mit einem Namen verbunden, dem aus Ostpreußen stammenden Andreas Knopken. 1522 ließ er sich als Beauftragter Martin Luthers in Riga nieder. In der Petri-K irche kam es zu einem berühmt gewordenen Disput zwischen ihm und Vertretern des Katholizismus; danach trat der größte Teil der Bürger der Stadt zum Protestantismus über. Anschließend wirkte Knopken bis zu seinem Tod 1539 als Pastor in Riga. Die Rigaer Bürger sahen im Protestantismus auch eine Gegenmacht zum ungeliebten Deutschen Orden, der weiterhin dem alten Glauben die Treue hielt.
Die Reformatoren beschränkten sich jedoch nicht auf die Städte. Dort lebten überwiegend Deutsche, und somit hätte das Christentum die Letten nie erreicht. Die Reformatoren lernten die lettische Sprache, entwickelten eine Schrift und gründeten Gemeinden unter der lettischen Landbevölkerung. Damit verbuchten sie große Bekehrungserfolge, die nicht nur religiös, sondern auch gesellschaftlich zu erklären sind. Viele Letten erhofften sich einen sozialen Aufstieg, wenn sie zur Religion der Oberschicht übertraten ..."


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Top-Kundenrezensionen

am 8. Oktober 2002
Format: Taschenbuch|Verifizierter Kauf
18 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 8. Oktober 2002
Format: Taschenbuch|Verifizierter Kauf

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