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Das Buch ist in drei große Bereiche unterteilt: Im ersten Teil, der schlicht und ergreifend mit "Die Schrift" betitelt ist, führt der Autor den Leser zunächst in informativen, kurzen Texten, in Abbildungen, Schaubildern und Zeitleisten durch die Geschichte der Schrift vom Anfang der Zeichen bis in die Gegenwart. Der 220 Seiten lange Teil thematisiert unter anderem typografische Maßsysteme, Schriften und ihre Klassifikation, erläutert die "Anatomie der Buchstaben" und gibt Hinweise, nach welchen Kriterien die passende Schriftart gewählt werden sollte. Dabei wird ausführlich auf Punkte wie Gestaltungsraster, Seitenformate, ästhetische Ausrichtung und beliebte Stolperfallen wie "Schusterjungen und Hurenkinder" eingegangen. Mit Liebe zum Detail und zahllosen Abbildungen und Beispielen schwelgt der Autor in Versalien und Gemeinen, zeigt subtile Unterschiede im Schwung zarter O-Ovale oder fachsimpelt über die Spationierung von Schriftarten, also den Abstand zwischen den einzelnen Buchstaben.

Der zweite Teil, diesmal "Die Schriften" benannt, zeigt auf mehr als 250 Seiten über 150 Schriftarten und ihre Variationen, eingeteilt in Serifenschriften, Serifenlose und Varia. Die Seitenaufteilung und Darstellung ist dabei ungemein praktisch gelöst und gleichzeitig sehr ästhetisch - die Schriftarten werden jede für sich auf einer Schriftschnitt-Seite präsentiert, wobei an den Seitenrand gedruckte Linien Auskunft über die Mittellänge und Versalhöhe der gezeigten Schrift geben. Zusätzlich ist auf jede Schriftschnitt-Seite ein kurzer Textblock gedruckt, der zeigt, wie die Schrift im Fluss aussieht und Aufschluss darüber gibt, ob sie für das anvisierte Projekt geeignet ist. Zudem gibt es zu jeder Schriftart einleitend einen informativen Text über ihre Herkunft und Entstehung. Hier erfährt man etwa Hintergründe zum Schöpfer der Monotype Baskerville - dem Drucker John Baskerville, der im 18. Jahrhundert lebte - oder zum Schweizer Typograf Adrian Frutiger, der die bekannte gleichnamige Schriftart entwarf.

Der dritte Teil von "Letterfontäne" umfasst schließlich die sehr umfangreichen Anhänge, die sich gut vom Rest des Buches unterscheiden lassen, da die Seiten hier auf andersfarbiges Papier gedruckt wurden. Enthalten sind ein allgemeiner Index von "AAT-Format" bis "Zwart, Piet", ein Index der Schriften, die im Buch erwähnt und gezeigt werden, ein Index der Schriftentwerfer in alphabetischer Reihenfolge, ein Index der Schriftenverlage, an den sich eine Zeitschiene ebendieser anschließt, sowie ein Glossar und eine Bibliografie.

Die Aufmachung ist, wie bereits eingangs erwähnt, wunderschön und qualitativ sehr hochwertig: Das dicke Hardcover ist in rotes Halbleinen gebunden und hat drei verschiedenfarbige Lesebändchen, außerdem liegt ein praktisches Lineal und Typometer bei, auf dem neben den Umrechnungen zwischen vier Maßsystemen (Millimeter, Inch, Pica und Didot-Punkte) auch versteckte Shortcuts für die Apple-Tastatur aufgelistet sind. Papier- und Druckqualität sind makellos.

Wer sich für Typografie interessiert, wer die Anatomie visueller Zeichen ergründen möchte und wer tagtäglich mit gedruckter Schrift zu tun hat, der liegt mit "Letterfontäne" goldrichtig. Das opulent gestaltete Werk ist Nachschlagewerk und Liebhaberstück in einem, es ist seinen Preis auf jeden Fall wert.
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"'Eine Schrift ist ein Kind ihrer Zeit. Sie gehört zu einer Epoche wie eine Stilrichtung in der Literatur, in der Malerei oder in der Architektur. Seit dem 16. Jahrhundert hat es immer wieder neue Entwürfe für Druckschriften gegeben. Die meisten sind so, wie sie aufgetaucht sind, auch wieder verschwunden. Aber aus jedem Jahrhundert gibt es Schriften, die bis heute ihre Bedeutung behalten haben und zu einem Teil unserer Kultur geworden sind.'"

Was Adrian Frutiger, der weltbekannte Schöpfer von über dreißig Schriften in einem Interview sagte, könnte auch im Vorwort dieses Standardwerks für Schriften stehen. Aber sein Autor, der niederländische Grafikdesigner Joep Pohlen verzichtet in seinem 'Lectori salutem' auf eine lange Einführung. Ziemlich trocken bemerkt er, dass sein Buch als Nachschlagewerk angelegt sei und im Unterricht eingesetzt werde. Nur den Hinweis, dass der Wildwuchs an Druckerzeugnissen von ästhetisch und technisch qualitativer Qualität glücklicherweise wieder zurückgegangen sei, konnte er sich nicht verkneifen.

Wenn jeder schreiben, setzen, designen, grafisch gestalten und Schriften entwerfen kann, ist ein Buch wie dieses besonders wichtig, um im Kampf gegen das Mittelmaß zumindest ein Unentschieden zu erreichen. Denn es kann Autodidakten und Hobbydesigner davor bewahren, ihr typografisches Wissen zu überschätzen. Und es kann vor allem dazu motivieren, sich intensiv mit Schriften und ihren Eigenschaften zu beschäftigen.

Die Originalausgabe in deutscher Sprache basiert auf der 4. Auflage von 2011. Das heißt auch, dass die Zeitleisten zu Beginn des Buches nach 2006 abbrechen. Doch so viele technische Neuerungen, typografische Strömungen und neue Schriften gab es in den letzten Jahres nicht, dass man von einer großen Lücke sprechen könnte.

Der erste Teil ist eine hervorragende Zusammenfassung dessen, was Fachleute über Schriften, ihre Klassifikationen, Formate, Maßsysteme und Entwicklungen wissen sollten. Allerdings empfehle ich weitsichtigen Lesern, bei der Lektüre eine Brille mit der aktuellen Sehkorrektur aufzusetzen. Andernfalls könnten ihnen viele nützliche Informationen der Legenden entgehen.

Im zweiten Teil, der knapp 280 Seiten umfasst, stellt Joep Pohlen die wichtigsten Schriften vor, gegliedert in solche mit und ohne Serifen sowie Varia. Ich kann mir vorstellen, dass Pohlen bei der ersten Auflage tagelang darüber brütete, wie er eine solche Aufgabe anpacken soll. Fest steht jedenfalls, dass er sie absolut souverän gelöst hat. Denn er geht auf alles Wissenswerte ein und veranschaulicht mit unzähligen Bildern sowie guten Beispielen, was in der Fachsprache eines Typografen eventuell allzu trocken daherkommt.

Farblich unterschieden ist der Anhang, in dem sich folgende Inhalte finden: Allgemeiner Index, Indices zu Schriften, Schriftenentwerfer und Schriftenverlage, Zeitschiene Schriftenverlag, Glossar, Bibliografie und Impressum. Da in den Registern auch auf Abbildungen und kurze Textpassagen verwiesen wird, musste ich mich erst an das System gewöhnen. Aber nachdem ich es anhand meiner Hausschrift testete, fiel mir das Nachschlagen weiterer Begriffe leicht.

Mein Fazit: Dieses Standardwerk lässt konzeptionell, inhaltlich und gestalterisch keine Wünsche offen. Und seine Beliebtheit sorgt für eine Auflage, die einen Preis erlaubt, der die Kosten offenbar trotzdem deckt. Das ist angesichts seines Umfangs und der hohen Druckqualität ebenso erstaunlich wie erfreulich.
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am 27. November 2007
Das Buch führt zunächst in die Grundlagen sowie die Terminologie der Typografie ein. Es werden anhand von Beispielen die Unterschiede der verschiedenen Schriftschnitte übersichtlich auf einer Seite detailliert erläutert. Danach werden Satzregeln sowie die Maßsysteme (mm und cm, Inch bzw. Zoll, DTP Punkt und Pica, Didot Punkt und Cicero - sehr nützlich!) komprimiert aber ergiebig dargestellt.
Außerdem sehr interessant ist der Teil über die Gestaltung von Schriften, der sehr schön in den Ablauf vom ersten Entwurf bis zum digitalen Font kurz und prägnant einführt. Das Buch wurde 1996 veröffentlicht - von daher bleibt der Abriß auch technisch bei PostScript und gestalterisch bei Neville Brody stehen.
Dieser erste Teil des Buches umfasst ca. 50 Seiten.

Sehr schön ist der nun folgende Teil, der den Hauptteil des Buches ausmacht und zum Alltäglichen Gebrauch als ergiebige Inspirationsquelle wohl viel mehr zu gebrauchen ist als der vorherige.
Auf knapp 400 Seiten werden verschiedene Schriftschnitte dargestellt und kurz auf ihre Entstehung und Charakteristik eingegangen.
Neben den bekannten Schnitten (Garamond, Univers, Helvetica oder etwa Times New Roman) entdeckt man doch immer wieder neue Schätze, die interessante Alternativen zum Standard darstellen ohne qualitative Einbußen abzuverlangen. Dort finden sich Schriften wie z.B. die DTL Fleischmann oder DTL Nobel um nur zwei zu nennen.

Neben dem exzellenten Inhalt glänzt das Buch außerdem durch eine liebevolle Verarbeitung. Ich habe selten ein so schön gestaltetes Buch in den Händen gehalten. Ich kann es nur jedem weiter empfehlen!
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am 20. April 2016
Ohne Zweifel eines der Standardwerke für Typografen, Gestalter und interessierte Laien.
Ausführliche Erklärungen und Fallbeispiele führen den Leser an das Thema heran.
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