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Lernen: Gehirnforschung und die Schule des Lebens Gebundene Ausgabe – 2. Oktober 2002

4.4 von 5 Sternen 67 Kundenrezensionen

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Neueste Ergebnisse der Hirnforschung im Plauderton. Die vergangenen zehn, 15 Jahre haben hier Erstaunliches ergeben: Lernen funktioniert in vieler Hinsicht anders, als bisher angenommen. Der Autor möchte zeigen, dass tief greifende Reformen von Schule und Bildungswesen unausweichlich sind. Wichtig für Eltern, Erzieher, Lehrer und Professoren.

Nicht alles wirkt dann sensationell: Dass ständiges Abprüfen gerade erworbenen Wissens dazu führt, dass unser Hirn nach der Klassenarbeit Gelerntes sofort wieder vergisst, lehrt die Erfahrung. Dass niemand unter Angst und Schrecken nachhaltig lernt, auch. Aber dass sich die altbekannte Beobachtung, nur ein von seiner Sache begeisterter Lehrer erziele Erfolge, biologisch begründen lässt, ist dann doch bemerkenswert.

Achtung: Spitzer geht weit über Schul- und Lernfragen hinaus! Warum sterben wir eigentlich nicht, wenn unsere Fortpflanzungsaufgabe erfüllt ist? Ist das Leben wirklich nur rücksichtsloser Kampf? Oder lassen sich für solidarisches Handeln Gründe in der bio- und psychologischen Konstitution des Menschen finden? Ein Buch, über das man sich unterhalten möchte, wenn man es gelesen hat -- dem Rezensenten geht es jedenfalls so: gut also zum Verschenken an Partner und Freunde.

Kleine Warnung: Zwar schreibt Spitzer durchaus klar, an vielen Stellen sogar witzig. Aber die Schilderungen von Versuchen, mit denen dieses oder jenes in der Wissenschaft nachgewiesen wurde, erfordern einige Konzentration, vor allem bei Lesern, die mit der Welt der Experimente nicht vertraut sind. Zum Glück fasst der Autor die Ergebnisse immer wieder knapp und anschaulich zusammen. Fazit: Am Ende des Jahres mit dem Pisa-Schock ein Buch, das nicht so schnell veralten dürfte. --Michael Winteroll

Pressestimmen

Was die Neurobiologie (...) an neuen Erkenntnissen erarbeitet hat, präsentiert Spitzer in seinem Buch "Lernen" umfassend detailliert, anschaulich und verständlich. (...) Was die Lektüre dieses Buches kurzweilig und unterhaltsam macht: Spitzer erklärt Arbeitsweise und Potenziale des Gehirns wissenschaftlich genau, aber er bezieht seinen Gegenstand immer wieder auch auf aktuelle gesellschaftliche Fragestellungen. Deutsches Ärzteblatt

Die Erkenntnisse der Hirnforschung legt der Autor so anspruchsvoll und spannend dar, dass man meinen könnte, man lese einen Krimi. Familie und Co
(...) Das sehr anregend geschriebene Werk richtet sich nicht nur an Lehrende und Lernende, sondern an einen breiten Leserkreis. (...) der erfrischende Schreibstil des Autors weckt das Interesse beim Leser.
Anthropologischer Anzeiger
(...) Spitzers neuestes Fachbuch ist ein spannend geschriebenes Buch, eines über das man diskutieren möchte, ein Buch, das wichtige Fragen aufwirft und Antworten gibt. Ein Buch, das man verschenken möchte, ein Buch, das jeder Lehrer, Erzieher, Psychologe und Elternteil gelesen haben sollte und das in keiner pädagogischen oder psychologischen Ausbildung fehlen sollte! Integrationsjournal
(...) Um es zu verstehen, muß man kein Neurobiologe oder Psychologe sein - es reicht ehrliche Neugier auf das, was in unseren Köpfen vor sich geht. (...) Keine Angst - alle Fachbegriffe werden auch für Laien verständlich und nachvollziehbar erklärt. (...) Tattva Viveka
Können Sie sich vorstellen, Sie haben Urlaub, liegen am Strand am Meer ... und können das Buch nicht aus der Hand legen, so spannend liest es sich??? Tatsächlich - so erging es mir bei Manfred Spitzers neuem Fachbuch: Lernen. (...) In dem Buch, das nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch Freude bereiten soll (was es tatsächlich auch tut!) werden die allgemeien Prinzipien aus der Hirnforschung für den Alltag abgeleitet, gespickt mit vielen Anekdoten, die die Besonderheiten hinter dem Allgemeinen aufzeigen. (...) Spitzers neuestes Fachbuch ist ein spannend geschriebenes Buch, eines über das man diskutieren möchte, ein Buch, das wichtige Fragen aufwirft - und Antworten gib. Ein Buch, das man verschenken möchte, ein Buch, das jeder Lehrer, Erzieher, Psychologe und Elternteil gelesen haben sollte.
die AKZENTE
Dieses Buch über das Lernen betrifft Schüler, Lehrer und Eltern, aber auch uns alle, weil ständige Fortbildung in unserer komplexen Berufswelt immer wichtiger wird. Es vermittelt neue Erkenntnisse aus der Gehirnforschung und deren Bedeutung für das Lernen. (...)
Eckernförder Zeitung
(...) Der Leser erhält eine außerordentlich gut verständliche Einführung in die Sichtweise der Neurobiologen, wie Lernen zustande kommt und welchen Bedingungen es aus neurologischer Sicht unterliegt. Spitzers Buch ist voller Antworten - eben auf der Grundlage neurobiologischer Forschungsergebnisse und Erkenntnisse. (...)
Welt des Kindes
(...) Nicht nur aber besonders für die, die professionell mit Lernen zu tun haben, sind Spitzers Bücher von hohem Informations- und ungewöhnlicherweise auch von Unterhaltungswert. (...)
Die Deutsche Schule
(...) Faszinierend an diesem Werk ist die einfache, verständlich geschriebene Darlegung komplexer neuropsychologischer Forschungen ohne simplifizierende Schlussfolgerungen. (...)
Basler Schulblatt
Freude macht klug. ... Manfred Spitzer hat ein menschenfreundliches Buch geschrieben. (..)
Die Zeit
Ein Buch, über das man sich unterhalten möchte, wenn man es gelesen hat - dem Rezensenten geht es jedenfalls so: gut also zum Verschenken an Partner und Freunde. (..) Fazit: Am Ende des Jahres mit dem Pisa-Schock ein Buch, das nicht so schnell veralten dürfte.
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Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Format: Taschenbuch
Ein Buch über Neurobiologie, Gehirnforschung und Lernen, 500 Seiten stark, von einem Psychiatrie-Professor, der Medizin, Psychologie und Philosophie studiert hat. Uff. Die Überraschung: Man kann das Buch kaum weglegen. Manfred Spitzer zeigt auf, wie man mit Hilfe der Gehirnforschung das Lernen besser verstehen kann: "Lernen findet im Kopf statt (...) Daher sind die Ergebnisse der Erfoschung des Gehirns für das Lernen etwa so wichtig wie die Astophysik für die Raumfahrt oder die Muskel- und Gelenkphysiologie für den Sport." Diese Ergebnisse wendet der Autor Spitzer konsequent an. Sein Buch ist reich an Beispielen, Geschichten, Illustrationen oder persönlichen Anekdoten. Diese 'gehirngerechte' Aufbereitung des Buches ist Beispiel und Beweis seiner Thesen. Lernen geschieht, in dem wir Einzelnes aufnehmen und das Allgemeine daraus ableiten und abspeichern. Spitzer legt anschaulich dar, wie Lernen in unserem Kopf geschieht, was es mit diesen Synapsen auf sich hat, welche Karten wir im Kopf anlegen oder was Traum und Schlaf mit Lernen zu tun haben. Weitere Teile des Buches befassen sich mit Einflussfaktoren des Lernens wie Aufmerksamkeit, Motivation und Emotionen. Gegen Ende formuliert Manfred Spitzer seine Schlüsse aus den Ergebnissen der Gehirnforschungen. Wie müsste etwa Schule heute aussehen, wenn gehirngerecht unterrichtet werden würde. Das sind durchaus persönliche Stellungnahmen, streitbar und diskussionswürdig, die aber viel Engagement für die Sache erkennen lassen.

Für mich neurobiologischen Neuling bietet das Buch einen Einstieg in ein spannendes Thema.
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Format: Taschenbuch
Es wäre verkehrt, von diesem Buch ein schematisches Rezept zu erwarten, wie wir effektiv lernen können. Im Gegenteil, es geht darum: Über die Prinzipien des Lernens nachzudenken, um sie bei verschiedenen Lebensaufgaben anwenden zu können - als Lehrender und Lernender. Der Autor erhebt aber immerhin den Anspruch, uns eine Anleitung in die Hand zu geben, wie wir unser Gehirn auf optimale Weise benutzen können. Er leitet daraus Prinzipien ab, die man bei der Gestaltung unseres Bildungssystems berücksichtigen sollte. Manfred Spitzer ist Professor für Psychiatrie an der Universität Ulm, hat ein Diplom in Psychologie und promovierte in Medizin und in Philosophie. Er ist Autor mehrerer Bücher, ist medial präsent und kann jedes Jahr eine beachtliche Publikationsliste von Fachartikeln vorweisen.

Ich fand das Buch einfach spannend zu lesen. Es sollte eigentlich ein "Muss" sein für jeden Bildungspolitiker, für alle die in irgendeiner Form von Lehre tätig sind, und für diejenigen, die sich dafür interessieren, wie ihr Gehirn arbeitet.

Wie wir lernen und was Lernen beeinflusst.

Aufmerksamkeit, Emotionen und Motivation. Ohne Aufmerksamkeit geht gar nichts. Immerhin, so, wie ein Albatros für das Fliegen optimiert ist, ist das Gehirn des Menschen zum Lernen optimiert (leuchtet ein; vermutlich deshalb müssen wir nicht mehr als Hominiden durch die afrikanische Savanne laufen). Wir lernen vor allem aus Geschichten (nicht Fakten), weil uns Emotionen antreiben. Nicht stumpfsinnige Regeln sollten wir Kindern beibringen, sondern Beispiele zeigen und vorleben (unser Gehirn ist ziemlich gut darin, aus Beispielen die Strukturen zu extrahieren; es gibt sogar Neuronen für Kategorien).
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Format: Taschenbuch
Spitzers Buch ist sicher flüssig geschrieben und enthält eine Vielzahl von Informationen zum Thema "Lernen". Die Kapitel sind übersichtlich und einheitlich aufgebaut: Auf eine kurze Einführung in die Problematik folgt die Darstellung verschiedener einschlägiger Experimente im Hinblick auf deren praktischen Erkenntniswert. Abgerundet werden die Kapitel jeweils durch eine prägnante Zusammenfassung der wichtigsten Inhalte.
Trotz Spitzers Fähigkeit, spezielle Inhalte auch für Laien anschaulich darzustellen, wird mir der Autor über die ganzen 500 Seiten nicht recht sympathisch, so dass zumindest bei mir kein rechter Spaß beim Lesen aufkommen mochte und sich manchmal sogar Befremdung einstellte. Das hatte zwei Gründe:
Zum einen störte es mich, dass der Autor sehr häufig und ohne Not auf seine eigenen Werke verweist, bei denen es sich meist nicht um originäre Forschungsergebnisse (die es auch gibt) handelt, sondern um populärwissenschaftlich aufbreitete Zusammenfassungen der Arbeiten anderer Kollegen handelt. Der Autor erweckt hierdurch unglücklicherweise den Eindruck, sich für die einzige maßgeblich Quelle zum Thema zu halten, oder stets die Absatzzahlen seiner anderen Bücher im Hinterkopf zu haben (was ich ihm jedoch beides nicht unterstelle).
Zum anderen macht der Autor keinen Hehl daraus, dass die neuen bildgebenden Verfahren (Magentresonanztomographie etc.) sein Lieblingsspielzeug sind. Entsprechend preist er deren Nutzen für meine Begriffe etwas über Gebühr.
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