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Der Leopard: Roman Taschenbuch – Oktober 2007

4.2 von 5 Sternen 23 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Giuseppe Tomasi, Herzog von Palma und Fürst von Lampedusa, wurde am 23. Dezember 1896 in Palermo geboren und starb am 23. Juli 1957 in Rom. Neben Erzählungen schrieb er innerhalb weniger Monate seinen einzigen Roman: »Der Leopard«. Ein Jahr nach seinem Tod veröffentlicht, wurde er schnell zu einem Welterfolg.Seit 2004 liegt er unter dem Titel »Der Gattopardo« auch in einer Neuübersetzung bei Piper vor. Luchino Viscontis kongeniale Verfilmung mit Burt Lancaster in der Hauptrolle avancierte zum Kinoklassiker.


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Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Format: Taschenbuch
Sizilien 1860:
Don Fabrizio, der Fürst von Salina, langweilt sich die meiste Zeit. Vergnügen und Abwechslung bereiten ihm lediglich die neuesten Eskapaden seines Neffen Tancredi, den er den eigenen Kindern vorzieht. Außerdem macht er sich hin und wieder einen Spaß daraus, Pater Pirrone zu provozieren, indem er ihn immer wieder mal dazu zwingt, den Fürsten auf seinem Weg zu den Prostituierten der Stadt zu begleiten, die er aufsucht, um sich seiner Männlichkeit zu versichern. Als die Familie, wie alljährlich, den Wohnsitz ins ländlichere Donnafugata wechselt, überschlagen sich die Ereignisse. Zum einen erobern die Truppen Garibaldis weite Teile Italiens und sorgen so für einen politischen Umbruch im Lande. Zum anderen bittet Tancredi seinen Onkel, sich beim werben um die schöne Angelica, der Tochter von Don Calogero Sedara, für ihn einzusetzen.
Don Fabrizio spürt, das sich in ihm etwas verändert. Er beginnt zu reflektieren. Über sein Leben, seinen Stand, seine Familiengeschichte. Über das, was war, das, was ist und das, was bleibt.

"Alles muss sich verändern, damit es bleibt wie es ist."

Giuseppe Tomasi di Lampedusa entwirft in seinem posthum erschienenen "Il Gattopardo" ein Gemälde von einem Roman, welcher an sprachlicher Eleganz nicht zu überbieten ist. Er ist Satz für Satz von zeitloser Schönheit, brilliant formuliert und von großer Wahrhaftigkeit. Ein Fest der Sinne. Zudem bildet das Werk ein umfassendes Portrait vom Niedergang einer Gesellschaft, der ausschlaggebend war für den Beginn eines neuen Zeitalters. Des weiteren stellt es eine vielschichtige Auseinandersetzung mit den Themen Alter, Vergänglichkeit und Tod dar.
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Format: Gebundene Ausgabe
Einem Hinweis aus "Manieren" von Asfa-Wossen Asserate folgend begann ich mit diesem Roman, in den ich mich anfangs schwer hineinfand, weil er weniger von seiner Handlung als vielmehr von der treffenden Beobachtungsgabe des Autors lebt. In der Zeit um 1860 auf Sizilien spielend, erzählt Lampedusa die Geschichte seines Urgroßvaters Fabrizio, des Fürsten von Salina, die eng mit den damaligen historischen Ereignissen korreliert, weshalb ein wenig Stöbern nach Garibaldi etc. hilfreich wäre. Sehr schön werden die Fesseln deutlich, in denen der sizilianische Adel hängenbleibt, während sich so vieles verändert. (Stichwort Manieren, die sich hier sehr schön in der Anwendung studieren lassen). Die Erkenntnis, der letzte Leopard zu sein, überzieht das Empfinden des Fürsten mit einer Melancholie, die ein wehmütiges Bild des alten Sizilien entstehen läßt.
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Format: Taschenbuch
Don Fabrizio ist das letzte Glied einer langen Reihe von Sizilianischen Fürsten. Sein ältester Sohn Giovanni ist nach England gegangen um dort Kumpel im Bergbau zu werden. Sein zweiter Sohn Paolo ist ein linkischer Schwächling. Und obendrein schickt sich Garibaldi an, die politische Tradition in Italien über den Haufen zu werfen. Nur Tancredi, Don Fabrizios Neffe, macht ihm Freude, mit seiner Jugend, seinem Mut, seiner weitsichtigen politischen Einstellung. Als sich Tancredi dann aber ausgerechnet in Anglica verliebt, die Tochter eines plebejischen Großgrundbesitzers, der in einer der Ländereien Don Fabrizios zu Reichtum und Ansehen gelangt ist, bricht die feudale Welt des Fürsten endgültig zusammen. Er muss einsehen, dass seine Zeit abgelaufen ist und eine neue heranbricht, in der er nur mehr als übriggebliebenes Kuriosum gilt.
Tomasi di Lampedusa schildert in diesem dichten, metaphorischen und anspielungsreichen Roman den Untergang der Monarchie in Sizilien. Der Sympathieträger Don Fabrizio wird mit all seinen Facetten und Angewohnheiten gezeichnet. Dank vieler Vergleiche und treffenden Beschreibungen, die so einfach sind und trotzdem nie platt wirken, gelingt es di Lampedusa einen stimmungsvollen Roman des Siziliens im 19. Jahrhundert vorzulegen. Alle Figuren sind getreu und realistisch gezeichnet und keine ist überflüssig oder schablonenhaft. Selbst der Hund Don Fabrizios hat seine gewichtige Rolle und manche Nebenrollen, die wie nur nebenbei eingefügt wirken, entpuppen sich mit Fortgang der Handlung als Schicksalsträger.
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Von Ein Kunde am 26. April 1999
Format: Taschenbuch
"Der Leopard" ist ein Buch, wie man es sich als Vielleser nicht wünscht: nach der letzten Seite löst man sich mit Mühe aus dem Zauber der Sprache und stellt sich die bange Frage, welches Buch man nun lesen soll - denn wenige kommen an diese Schönheit der Sprache, der Eindrücke, der Gedanken heran. Abgesehen davon: man will sich von der Erinnerung an dieses Buch nicht so schnell wieder trennen!
Sizilien erwacht zu einem bunten, düsteren, staubigen, trägen Leben. Der Niedergang der "alten Ordnung" gepaart mit der "Mid-Life-Crisis" des "Leoparden", all dies ist so deprimierend, morbid, und doch unglaublich schön beschrieben.
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