Ich hatte mir diese Autobiographie von Lemmy als Urlaubslektüre gekauft. Leider liest sich das Buch sehr schnell, weil es einfach sehr gut geschrieben ist und für das doch recht lange und abwechslungsreiche Leben von Lemmy recht dünn.
Hatte zum Glück noch die Autobiographie von Ozzy dabei, der auf den ersten Seiten schreibt, dass er sich an das meiste nicht mehr erinnern kann. Trotzdem ist sein Buch doppelt so dick :-)
Eine Woche für beide Bücher und ein breites Dauergrinsen im Gesicht, sollte man gelesen haben, wenn man sich für den echten Rock n' Roll der ersten Stunde begeistert.
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Lemmy - White Line Fever: Die Autobiographie Taschenbuch – 6. November 2006
von
Lemmy Kilmister
(Autor),
Janiss Garza
(Autor),
Klaas Ilse
(Autor, Übersetzer)
&
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Janiss Garza
(Autor)
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Seitenzahl der Print-Ausgabe320 Seiten
-
SpracheDeutsch
-
HerausgeberHeyne Verlag
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Erscheinungstermin6. November 2006
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Abmessungen12.1 x 2.4 x 18.9 cm
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ISBN-103453675258
-
ISBN-13978-3453675254
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Produktinformation
- Herausgeber : Heyne Verlag (6. November 2006)
- Sprache : Deutsch
- Taschenbuch : 320 Seiten
- ISBN-10 : 3453675258
- ISBN-13 : 978-3453675254
- Abmessungen : 12.1 x 2.4 x 18.9 cm
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Amazon Bestseller-Rang:
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Produktbeschreibungen
Pressestimmen
»Wohl kaum einer wird ernsthaft behaupten wollen, mehr Drogen genommen, mehr Bourbon getrunken oder mehr Frauen befriedigt zu haben als der Leadsänger von Motörhead.« (Sunday Times)
Klappentext
»Sensationell!«
Classic Rock Magazine
Classic Rock Magazine
»Ein gnadenloser Erzähler, der hier durch eine unglaubliche Karriere führt.«
Guardian
»Ihr letzter Kater? Ich kriege keinen Kater. Du musst mit dem Trinken aufhören, um einen Kater zu bekommen.«
Lemmy im Interview mit Moritz von Uslar für das SZ-Magazin
Über den Autor und weitere Mitwirkende
Ian Fraser Kilmister, bekannt unter dem Namen Lemmy, wurde am Heiligabend 1945 in Stoke-on-Tent in Wales geboren. Nachdem er im frühen Alter als Gitarrist in Lokalbands erste Banderfahrungen sammelte, zog er frühzeitig nach Manchester, wo er als Bassist der Space-Rock-Band Hawkwind bekannt wurde, ehe er 1975 mit der Band Motörhead und seinem unnachahmlichen Rock-'n'-Roll-Lebensstil Geschichte schrieb. Lemmy starb am 28.12.2015 - mit ihm ist einer der letzten echten Rockstars gegangen.
Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
Ich bin Lemmy mehrere Male begegnet. Das erste Mal auf der Berliner Funkausstellung, ich war noch Berufsschüler. Wir waren ein paar Punks, die sich in die Aufzeichnung einer Musiksendung geschlichen hatten. Wir stänkerten ein bisschen rum, bis besagter Herr Kilmister, der mit seiner Band dort auftrat, einem von uns einen Kugelschreiber derart hart in die Nase rammte, dass unser Kumpel noch stundenlang blutete. Das zweite Mal begegnete ich ihm in London in einer Disco. Ich saß da und trippte auf LSD, als ein großer Schatten auf mich fiel: Lemmy. Durch die Droge war der Eindruck natürlich um ein Vielfaches verstärkt, denn er kam mir wie ein Riese vor, noch dazu mit den längsten Haaren im ganzen Laden. Ein echter Rock-’n’-Roll-Gott.
Später einmal war ich an meinem Geburtstag auf einem Motörhead-Konzert in Berlin. Ich kannte seinen Tourmanager und der überraschte mich damit, das Lemmy kurz nach der Show auftauchte und mir gratulierte. Danach zogen wir durch einige Bars, bis wir einen Laden mit Spielautomaten fanden. Ich durfte Herrn Kilmister von da an noch ein paar Tequila servieren, war aber ansonsten abgemeldet. Von dem Konzert hatte ich übrigens am nächsten Tag noch einen dermaßen starken Tinnitus, dass ich am Morgen nach dem Pinkeln die Toilettenspülung nicht hörte. All die nächsten Male, die ich ihn traf, konnte er sich nicht an mich erinnern, aber irgendwie hat mich das nie geärgert.
Vor ein paar Jahren sollten wir dann mit Motörhead auf einem Festival in der Schweiz spielen. Ich saß vor unserer Garderobe und genoss den Sonnenschein nach einem kurzen Platzregen, als Lemmy um die Ecke bog. Wir schauten uns kurz an, dann legte es die Rocklegende der Länge nach hin. Seine weißen Lederboots waren nicht geschaffen für den nassen Boden. Er stand auf, lächelte mich einfach nur an und ging in seine Garderobe. Und da war mir mit einem Mal klar, was ich an diesem Mann so bewundere, warum mich nicht mal seine Affinität zur Weltkriegsliteratur stört.
Natürlich ist Lemmy Kilmister das personifizierte Gewissen des Rock ’n’ Roll. Auf Lemmy kann man sich verlassen. Er ist der Fels in der Brandung, der stoisch jeder neuen Welle standhält und noch da ist, wenn diese längst abgeebbt ist. Und natürlich ist es auf gewisse Weise bewundernswert, dass Jack Daniels, Sex & Amphetamine nicht nur eine Phase im Hause Kilmister sind, sondern seit 40 Jahren seine Inspiration und Antriebskraft. Lemmy darf mit Drogen und Frauengeschichten kokettieren, und trotzdem gilt er als jemand, dessen Weisheiten uns etwas bedeuten. Das hat er gemein mit Johnny Cash, Elvis, auch Frank Sinatra und noch einer Handvoll der ganz, ganz Großen.
Aber was mich an diesem Festivaltag an Lemmy, mit seinen weißen Lederstiefeln im Matsch, so bewegte, war viel einfacher und toller als all das – es war seine Würde. Ob bewusst oder instinktiv, Lemmy Kilmister trägt mehr Würde mit sich herum als all die volltätowierten Betty-Ford-Patienten, die sich sonst so Rock ’n’ Roll nennen.
Bela B., Oktober 2006
Am Heiligabend 1945 erblickte ich als Ian Fraser Kilmister das Licht der Welt. Fünf Wochen zu früh. Ohne Fingernägel, ohne Augenbrauen und knallrot. Dafür hatte ich wunderbar goldenes Haar, das mir jedoch, sehr zum Leidwesen meiner schrulligen Mutter, fünf Tage später wieder ausfiel. Meine früheste Erinnerung ist, dass ich geschrien habe – warum und wieso, weiß ich nicht mehr so genau. Wahrscheinlich ein Tobsuchtsanfall. Oder aber ich habe schon mal geprobt. Ein Spätzünder war ich noch nie.
Mein Vater war jedoch alles andere als erfreut über mein Erscheinen. Wir zwei haben uns von Anfang an nicht so richtig verstanden – drei Monate später hat er sich einfach verpisst. Vielleicht lag es an meiner nicht vorhandenen Haarpracht oder er hatte einfach nur Angst, dass ich zu sehr nach ihm kommen würde.
Während des Krieges war mein Vater Feldkaplan in der Royal Air Force. Meine Mutter war eine sehr hübsche junge Bibliothekarin, die keine Ahnung von der Doppelmoral der heiligen Kirche und ihrer Vertreter hatte. Wie kann es denn angehen, dass diese Leute den Menschen ernsthaft erklären, dass der Heiland von einer Jungfrau – die zudem von einem Geist geschwängert wurde – auf die Welt gebracht wurde? Und dieses Ammenmärchen ist die Grundlage für eine der Weltreligionen? Ich habe da meine Zweifel. Wenn Joseph das wirklich geglaubt hat, war es mehr als gerecht, dass er in Ställen schlafen musste.
Da ich mich an meinen Vater nicht erinnern konnte, habe ich ihn auch nicht sonderlich vermisst. Meine Mutter und meine Oma haben mich auch ohne seine Hilfe ganz gut verzogen.
Fünfundzwanzig Jahre später traf ich ihn in einer Pizzeria an der Earls Court Road. Offenbar überkam ihn urplötzlich ein Anfall von Reue und er wollte »mir helfen«. Keine Ahnung, was er wirklich wollte, aber meine Mutter und ich hatten nur einen Gedanken: »Vielleicht können wir etwas Kohle aus dem Scheißkerl rausholen!« Also ging ich hin, um mir den erbärmlichen Kerl mal genauer anzuschauen.
Ich erkannte ihn sofort. Er war ein zusammengekauerter kleiner Wicht mit Brille und einer kahlen Stelle, die sich über seinen ganzen Kopf ausbreitete.
Ich schätze, er fühlte sich so richtig beschissen, schließlich saß er mir jetzt gegenüber und hätte eigentlich seit fünfundzwanzig Jahren mein Ernährer sein sollen. Stattdessen fünfundzwanzig Jahre lang kein Wort – unangenehme Situation. Also sagte er: »Ich würde deiner Karriere gern etwas auf die Sprünge helfen, um so zu versuchen, wieder gutzumachen, dass ich dir kein richtiger Vater gewesen bin.« Ha!
»Hör zu, nichts leichter als das. Ich bin in einer Rock-’n’-Roll-Band und ich brauche etwas Equipment. Also, wenn du mir einen Verstärker und ein paar Boxen kaufen kannst, sind wir quitt, okay?«
Es folgte eine Pause: »Ah.«
Er fühlte sich sichtlich unwohl in seiner Haut.
»Das Musikgeschäft ist furchtbar unsicher«, sagte er. Wahrscheinlich war der feine Herr zu seiner Zeit ein hervorragender Konzertpianist gewesen, aber seine Zeit war abgelaufen!
»Ja«, entgegnete ich, »ich weiß, aber ich verdiene damit meinen Lebensunterhalt.« (Okay, eine Lüge … zumindest zu diesem Zeitpunkt!)
»Also«, sagte er, »ich habe da an etwas anderes gedacht. Vertreter zum Beispiel. Ich zahle dir den Unterricht, die Fahrstunden und …«
»Verpiss dich«, sagte ich und ging. Sein Glück war, dass die große Familienpizza noch nicht serviert war, denn sie wäre sein neuer Hut geworden.
Wo wir gerade von falschen Bastarden sprechen – 1991 war meine Band, Motörhead, für einen Grammy nominiert. Ein typischer Versuch der Musikindustrie, sich bei uns mal wieder einzuschleimen. Also stieg ich in Los Angeles ins Flugzeug – nach New York ist es dann doch ein zu langer Fußmarsch. In meiner Tasche eine Flasche Jack Daniels – wirkt immer noch Wunder beim Nüchternwerden. Als wir auf die Startbahn rollten, genehmigte ich mir einen Schluck und sinnierte über den Sinn des Lebens, als ich eine Stimme hörte: »Geben Sie mir die Flasche!«
Sie gehörte einer Stewardess mit Betonfrisur, die plötzlich vor mir stand und ständig diesen Satz wie eine tibetanische Gebetsmühle wiederholte: »Geben Sie mir die Flasche!«
Nun, ich weiß nicht, was Sie getan hätten, verehrter Leser, aber das Scheißding war gekauft und bezahlt. Das war nicht drin. Diese Information gab ich ihr. Die Betonfrisur antwortete darauf: »Wenn Sie mir diese Flasche nicht geben, befördere ich Sie aus dem Flugzeug!«
Es wurde interessant. Wir waren ungefähr das fünfte Flugzeug in der Warteschlange zum Abflug, hatten ohnehin Verspätung, und dieses dumme Miststück wollte uns aus der Schlange nehmen. Wegen einer Flasche Jack Daniels?
»Na schön«, sagte ich, »dann tun Sie, was Sie nicht lassen können und befördern meinen Arsch aus diesem Scheißflugzeug«, oder etwas in der Art. Und ob man’s glaubt oder nicht, die dumme Schlampe hat es tatsächlich getan! AHA-HAHAHAHAHAHA!!...
Später einmal war ich an meinem Geburtstag auf einem Motörhead-Konzert in Berlin. Ich kannte seinen Tourmanager und der überraschte mich damit, das Lemmy kurz nach der Show auftauchte und mir gratulierte. Danach zogen wir durch einige Bars, bis wir einen Laden mit Spielautomaten fanden. Ich durfte Herrn Kilmister von da an noch ein paar Tequila servieren, war aber ansonsten abgemeldet. Von dem Konzert hatte ich übrigens am nächsten Tag noch einen dermaßen starken Tinnitus, dass ich am Morgen nach dem Pinkeln die Toilettenspülung nicht hörte. All die nächsten Male, die ich ihn traf, konnte er sich nicht an mich erinnern, aber irgendwie hat mich das nie geärgert.
Vor ein paar Jahren sollten wir dann mit Motörhead auf einem Festival in der Schweiz spielen. Ich saß vor unserer Garderobe und genoss den Sonnenschein nach einem kurzen Platzregen, als Lemmy um die Ecke bog. Wir schauten uns kurz an, dann legte es die Rocklegende der Länge nach hin. Seine weißen Lederboots waren nicht geschaffen für den nassen Boden. Er stand auf, lächelte mich einfach nur an und ging in seine Garderobe. Und da war mir mit einem Mal klar, was ich an diesem Mann so bewundere, warum mich nicht mal seine Affinität zur Weltkriegsliteratur stört.
Natürlich ist Lemmy Kilmister das personifizierte Gewissen des Rock ’n’ Roll. Auf Lemmy kann man sich verlassen. Er ist der Fels in der Brandung, der stoisch jeder neuen Welle standhält und noch da ist, wenn diese längst abgeebbt ist. Und natürlich ist es auf gewisse Weise bewundernswert, dass Jack Daniels, Sex & Amphetamine nicht nur eine Phase im Hause Kilmister sind, sondern seit 40 Jahren seine Inspiration und Antriebskraft. Lemmy darf mit Drogen und Frauengeschichten kokettieren, und trotzdem gilt er als jemand, dessen Weisheiten uns etwas bedeuten. Das hat er gemein mit Johnny Cash, Elvis, auch Frank Sinatra und noch einer Handvoll der ganz, ganz Großen.
Aber was mich an diesem Festivaltag an Lemmy, mit seinen weißen Lederstiefeln im Matsch, so bewegte, war viel einfacher und toller als all das – es war seine Würde. Ob bewusst oder instinktiv, Lemmy Kilmister trägt mehr Würde mit sich herum als all die volltätowierten Betty-Ford-Patienten, die sich sonst so Rock ’n’ Roll nennen.
Bela B., Oktober 2006
Am Heiligabend 1945 erblickte ich als Ian Fraser Kilmister das Licht der Welt. Fünf Wochen zu früh. Ohne Fingernägel, ohne Augenbrauen und knallrot. Dafür hatte ich wunderbar goldenes Haar, das mir jedoch, sehr zum Leidwesen meiner schrulligen Mutter, fünf Tage später wieder ausfiel. Meine früheste Erinnerung ist, dass ich geschrien habe – warum und wieso, weiß ich nicht mehr so genau. Wahrscheinlich ein Tobsuchtsanfall. Oder aber ich habe schon mal geprobt. Ein Spätzünder war ich noch nie.
Mein Vater war jedoch alles andere als erfreut über mein Erscheinen. Wir zwei haben uns von Anfang an nicht so richtig verstanden – drei Monate später hat er sich einfach verpisst. Vielleicht lag es an meiner nicht vorhandenen Haarpracht oder er hatte einfach nur Angst, dass ich zu sehr nach ihm kommen würde.
Während des Krieges war mein Vater Feldkaplan in der Royal Air Force. Meine Mutter war eine sehr hübsche junge Bibliothekarin, die keine Ahnung von der Doppelmoral der heiligen Kirche und ihrer Vertreter hatte. Wie kann es denn angehen, dass diese Leute den Menschen ernsthaft erklären, dass der Heiland von einer Jungfrau – die zudem von einem Geist geschwängert wurde – auf die Welt gebracht wurde? Und dieses Ammenmärchen ist die Grundlage für eine der Weltreligionen? Ich habe da meine Zweifel. Wenn Joseph das wirklich geglaubt hat, war es mehr als gerecht, dass er in Ställen schlafen musste.
Da ich mich an meinen Vater nicht erinnern konnte, habe ich ihn auch nicht sonderlich vermisst. Meine Mutter und meine Oma haben mich auch ohne seine Hilfe ganz gut verzogen.
Fünfundzwanzig Jahre später traf ich ihn in einer Pizzeria an der Earls Court Road. Offenbar überkam ihn urplötzlich ein Anfall von Reue und er wollte »mir helfen«. Keine Ahnung, was er wirklich wollte, aber meine Mutter und ich hatten nur einen Gedanken: »Vielleicht können wir etwas Kohle aus dem Scheißkerl rausholen!« Also ging ich hin, um mir den erbärmlichen Kerl mal genauer anzuschauen.
Ich erkannte ihn sofort. Er war ein zusammengekauerter kleiner Wicht mit Brille und einer kahlen Stelle, die sich über seinen ganzen Kopf ausbreitete.
Ich schätze, er fühlte sich so richtig beschissen, schließlich saß er mir jetzt gegenüber und hätte eigentlich seit fünfundzwanzig Jahren mein Ernährer sein sollen. Stattdessen fünfundzwanzig Jahre lang kein Wort – unangenehme Situation. Also sagte er: »Ich würde deiner Karriere gern etwas auf die Sprünge helfen, um so zu versuchen, wieder gutzumachen, dass ich dir kein richtiger Vater gewesen bin.« Ha!
»Hör zu, nichts leichter als das. Ich bin in einer Rock-’n’-Roll-Band und ich brauche etwas Equipment. Also, wenn du mir einen Verstärker und ein paar Boxen kaufen kannst, sind wir quitt, okay?«
Es folgte eine Pause: »Ah.«
Er fühlte sich sichtlich unwohl in seiner Haut.
»Das Musikgeschäft ist furchtbar unsicher«, sagte er. Wahrscheinlich war der feine Herr zu seiner Zeit ein hervorragender Konzertpianist gewesen, aber seine Zeit war abgelaufen!
»Ja«, entgegnete ich, »ich weiß, aber ich verdiene damit meinen Lebensunterhalt.« (Okay, eine Lüge … zumindest zu diesem Zeitpunkt!)
»Also«, sagte er, »ich habe da an etwas anderes gedacht. Vertreter zum Beispiel. Ich zahle dir den Unterricht, die Fahrstunden und …«
»Verpiss dich«, sagte ich und ging. Sein Glück war, dass die große Familienpizza noch nicht serviert war, denn sie wäre sein neuer Hut geworden.
Wo wir gerade von falschen Bastarden sprechen – 1991 war meine Band, Motörhead, für einen Grammy nominiert. Ein typischer Versuch der Musikindustrie, sich bei uns mal wieder einzuschleimen. Also stieg ich in Los Angeles ins Flugzeug – nach New York ist es dann doch ein zu langer Fußmarsch. In meiner Tasche eine Flasche Jack Daniels – wirkt immer noch Wunder beim Nüchternwerden. Als wir auf die Startbahn rollten, genehmigte ich mir einen Schluck und sinnierte über den Sinn des Lebens, als ich eine Stimme hörte: »Geben Sie mir die Flasche!«
Sie gehörte einer Stewardess mit Betonfrisur, die plötzlich vor mir stand und ständig diesen Satz wie eine tibetanische Gebetsmühle wiederholte: »Geben Sie mir die Flasche!«
Nun, ich weiß nicht, was Sie getan hätten, verehrter Leser, aber das Scheißding war gekauft und bezahlt. Das war nicht drin. Diese Information gab ich ihr. Die Betonfrisur antwortete darauf: »Wenn Sie mir diese Flasche nicht geben, befördere ich Sie aus dem Flugzeug!«
Es wurde interessant. Wir waren ungefähr das fünfte Flugzeug in der Warteschlange zum Abflug, hatten ohnehin Verspätung, und dieses dumme Miststück wollte uns aus der Schlange nehmen. Wegen einer Flasche Jack Daniels?
»Na schön«, sagte ich, »dann tun Sie, was Sie nicht lassen können und befördern meinen Arsch aus diesem Scheißflugzeug«, oder etwas in der Art. Und ob man’s glaubt oder nicht, die dumme Schlampe hat es tatsächlich getan! AHA-HAHAHAHAHAHA!!...
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Rezension aus Deutschland vom 26. April 2019
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Rezension aus Deutschland vom 5. Dezember 2020
Verifizierter Kauf
Der Rock-Gigant Lemmy plaudert in dieser Autobiografie aus dem Nähkästchen. Wir begleiten ihn dabei auf einer Reise durch die Geschichte des Rock ‘n‘ Roll und begegnen dabei unter anderem illustren Gestalten wie Jimi Hendrix, Eric Clapton oder Lars Ulrich. Die enthaltenen Bildteile garnieren das Geschriebene. Lemmy hat in seinem Leben eine Menge Dinge gesehen und erlebt, daher macht es nicht nur Spaß seine Zeilen zu lesen, sondern es ist zudem sehr interessant in die Musikwelt der Vergangenheit einzutauchen.
Durch den autobiografischen Stil sind wir jedoch sehr häufig in einer beobachtenden Position. Wir betrachten die Personen und die Welt wie Lemmy sie gesehen hat. Dabei bleibt eine Innenschau seiner Gefühlswelt auf der Strecke. Motive, Emotionen - darüber erfahren wir nur sehr wenig. Dadurch mangelt es an Tiefgang und einem wirklichen Erleben des Menschen Lemmy.
Der autobiografische Teil erstreckt sich bis ins Jahr 2002. Anschließend wird in einer Erweiterung das Wirken bis zu seinem Tod 2015 vom Journalisten Steffen Chirazi in sehr gelungener Manier aufbereitet. Diesen Teil halte ich für sehr wertvoll, da er dem Leser den Menschen Lemmy näherbringt. Am Ende des Buches findet der Leser außerdem eine umfangreiche Diskografie.
Durch den autobiografischen Stil sind wir jedoch sehr häufig in einer beobachtenden Position. Wir betrachten die Personen und die Welt wie Lemmy sie gesehen hat. Dabei bleibt eine Innenschau seiner Gefühlswelt auf der Strecke. Motive, Emotionen - darüber erfahren wir nur sehr wenig. Dadurch mangelt es an Tiefgang und einem wirklichen Erleben des Menschen Lemmy.
Der autobiografische Teil erstreckt sich bis ins Jahr 2002. Anschließend wird in einer Erweiterung das Wirken bis zu seinem Tod 2015 vom Journalisten Steffen Chirazi in sehr gelungener Manier aufbereitet. Diesen Teil halte ich für sehr wertvoll, da er dem Leser den Menschen Lemmy näherbringt. Am Ende des Buches findet der Leser außerdem eine umfangreiche Diskografie.
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Rezension aus Deutschland vom 19. November 2018
Verifizierter Kauf
Er hat die Musik geliebt auch den Alkohol und Speed. Mit dem Herz auf der Zunge, trotz Berühmtheit immer bodenständig trotz diverser Drogen. Die Bühne und das Auftreten waren ihm wichtiger als Geld, dennoch verdiente er nach gewisser Zeit ordentlich da er sehr produktiv war Songs zu schreiben. Was er bemängelt ( das habe ich auch immer bemängelt wenn sie im Radio gespielt wurden) dass man sie immer auf Ace of Spades reduziert hat. Die Biographie ist ehrlich und beinhaltet auch Dinge die etwas derber sind, aber so war sein Leben ein richtiger Rock Star
5 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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Rezension aus Deutschland vom 14. August 2019
Verifizierter Kauf
Das Buch wird beim Lesen sehr schnell langweilig. Grundtenor: Lemmy hält sich für den Allergrößten und kritisiert alle anderen Menschen, die in diesem Buch Erwähnung finden. Vielleicht hätte ein anderer Co-Autor mehr aus dieser Autobiographie machen können... So jedenfalls kann man sich das Buch getrost ersparen.
4 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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Rezension aus Deutschland vom 30. August 2016
Verifizierter Kauf
... er hat nie ein Blatt vor den Mund genommen.
Als Fan der Band sollte man dieses Buch unbedingt gelesen haben, obwohl ein Viertel des Buches auch von seiner Kindheit und alten Bands handelt. Viele seiner Äußerungen darf man nicht falsch verstehen. Lemmy hat immer zu seinem Alkohol- und Drogenkonsum gestanden.
Es ist keine langweilige Biografie, sondern Lemmy erzählt aus der "ich-Perspektive"... das macht das Büchlein interessant und witzig.
Als Fan der Band sollte man dieses Buch unbedingt gelesen haben, obwohl ein Viertel des Buches auch von seiner Kindheit und alten Bands handelt. Viele seiner Äußerungen darf man nicht falsch verstehen. Lemmy hat immer zu seinem Alkohol- und Drogenkonsum gestanden.
Es ist keine langweilige Biografie, sondern Lemmy erzählt aus der "ich-Perspektive"... das macht das Büchlein interessant und witzig.
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Rezension aus Deutschland vom 18. Juli 2015
Verifizierter Kauf
Dieses Buch ist wirklich mal eine positive Überraschung. Rockikone Lemmy plaudert entspannt aus dem Rock-Nähkästchen
und hat dabei einiges zu berichten, denn dieser Mann kennt wirklich "VIELE" Leute ( und ihre Macken) aus dem Business..
Man muss kein Rock oder Motörhead fan sein um dieses Buch zu lieben. Lemmy beschreibt sich und sein Umfeld so gut , dass man sich
beim lesen schon manchmal fast wie ein Bandmitglied an seiner Seite fühlt. Er schafft es durch einen liebevollen ironischen, fast schon
charmanten Unterton den Leser bei Laune zu halten ohne ihn dabei zu langweilen.Dieser 300 Seiten Wälzer hat somit keine Hänger,
man will irgendwie nur immer wissen wie es weitergeht oder was jetzt wieder schiefläuft auf einer Tour. Der einzige Nachteil ist vielleicht dass
man das Buch dadurch viel zu schnell durchhat. Hoffentlich folgt irgendwann " White Line Fever 2 " denn dies Buch hat eindeutig Hunger auf mehr gemacht.
und hat dabei einiges zu berichten, denn dieser Mann kennt wirklich "VIELE" Leute ( und ihre Macken) aus dem Business..
Man muss kein Rock oder Motörhead fan sein um dieses Buch zu lieben. Lemmy beschreibt sich und sein Umfeld so gut , dass man sich
beim lesen schon manchmal fast wie ein Bandmitglied an seiner Seite fühlt. Er schafft es durch einen liebevollen ironischen, fast schon
charmanten Unterton den Leser bei Laune zu halten ohne ihn dabei zu langweilen.Dieser 300 Seiten Wälzer hat somit keine Hänger,
man will irgendwie nur immer wissen wie es weitergeht oder was jetzt wieder schiefläuft auf einer Tour. Der einzige Nachteil ist vielleicht dass
man das Buch dadurch viel zu schnell durchhat. Hoffentlich folgt irgendwann " White Line Fever 2 " denn dies Buch hat eindeutig Hunger auf mehr gemacht.
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Rezension aus Deutschland vom 27. Oktober 2017
Verifizierter Kauf
Sehr locker und strange geschriebene Doku über Lemmys Leben.
Man bekommt eine guten Einblick hinter die Kullisen von Motörhead. Ein Band mit vielen Ups and Downs.
Lemmy nimmt sich nicht so wichtig, das mach ihn aus.
Mist und gerade im letzten Jahr wollte ich endlich mal zu einem Motorhead Konzert gehen....da war ich leider zu spät! :-(
Man bekommt eine guten Einblick hinter die Kullisen von Motörhead. Ein Band mit vielen Ups and Downs.
Lemmy nimmt sich nicht so wichtig, das mach ihn aus.
Mist und gerade im letzten Jahr wollte ich endlich mal zu einem Motorhead Konzert gehen....da war ich leider zu spät! :-(
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Rezension aus Deutschland vom 14. April 2021
Verifizierter Kauf
Das Buch war ein Geschenk für meinen Mann, weil er Lemmy sehr liebt ( manchmal denke ich, er liebt ihn mehr als mich :)).. Egal, er ist keine Leseratte, doch dieses Buch verschlang er innerhalb von zwei Tagen! Er zeigte Reaktionen wie Lächeln, Erstaunen und stets Begeisterung! Ein must have für alle Lemmy Fans!
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Rezension aus Kanada am 23. Oktober 2016Verifizierter Kauf
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