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am 1. November 2006
In der etwas ungewohnten Form des Briefromans wird die Geschichte des jungen Werthers geschildert, der sich in die Dame Lotte verliebt. Sehr zum Bedauern Werthers ist Lotte mit Albert verlobt und später verheiratet.

Die Form des Briefromans erweist sich als fantastische Idee Goethes. Sie ermöglicht eine starke Fokussierung auf Werther und gestattet dem Leser einen tiefen Einblick in Werthers Gedanken- und Gefühlswelt. Die zunehmende Trostlosigkeit und die immer wieder aufkeimende Hoffnung, an die sich Werther verzweifelt klammert, werden nicht nur deutlich und verständlich, sondern auch ergreifend, mitreißend und stark nachvollziehbar geschildert.

Der Sprachstil ist zwar recht anspruchsvoll, bleibt aber stets fassbar und klar.

Das Buch ist unbedingt empfehlenswert und lädt auch noch nach der Lektüre zu weiteren Gedanken über Werther uns sein Leben ein.
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am 7. September 2007
Johann Wolfgang von Goethes "Die Leiden des jungen Werther" ist neben dem Faust das berühmteste Werk. Ein Klassiker in der deutschsprachigen Literatur.

Die Hauptfiguren sind Werther, Lotte und Albert. Werther schreibt Briefe an Wilhelm und in jeden Einzelnen lesen wir die Tragik die sich langsam durch die Gezeiten hindurch zusammenbraut. Lotte ist mit Albert verheiratet und liebt aber insgeheim auch noch den Werther. Sie kann es nicht zeigen, da sie ihren Mann Albert doch auch über alles liebt und es einfach nicht sein darf. Lotte ist im Gefühlschaos verfangen. Der Werther liest jedoch die Gefühle in Lottes Augen und er vergeht Monat für Monat mehr an dem unerfüllten Liebesschmerz.

Ein fantastisches Werk über das Leid, die Liebe und den Schmerz. Wunderschön sind die Jahreszeiten in diesem Buch mit eingeflossen, um die Gefühlswelt des Werthers noch zu verstärken. Man leidet selbst unendliche Qualen bis man die letzte Seite des Buches mit Tränen den letzten Brief schließt. Goethe hat es geschafft sogar die psychologische innere Zerissenheit, das Fühlen, Denken und die daraus resultierenden körperlichen Beschwerden, bis hin zum Ende des Leids einzufangen. Genau so wie es auch heute noch viele Menschen in ihrem Innersten erleben. Welch Gabe sich absolut in eine solche Identität fallen zu lasse und dieses auch noch mit soviel feingefühl auf Papier zu bringen.
Wunderschön, melancholisch und gefühlsüberflutend sind auch Ossians Gesänge, die sich fast am Ende des Werkes befinden.

DIeses Buch ist nach wie vor ein wundervolles Werk. Es hat immer noch einen festen Platz in der heutigen Zeit verdient. Für all jene fühlenden und sehenden Herzen.
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am 22. September 2009
Wer kennt ihn nicht - den Werther? Schon direkt nach seiner Entstehung im Jahre 1774 ein riesiger Verkaufsschlager, ist dieser Geniestreich des jungen Johann Wolfgang Goethe eines der liebsten literarischen Kinder der Deutschen geblieben.
Der Briefroman schildert - über weite Teile aus Sicht des Ich-Erzählers und Protagonisten, am Ende schließlich aus der Perspektive eines fiktiven "Herausgebers" dieser Briefe - das Schicksal des jungen bürgerlichen Werther, der sich, von Natur aus unstet, naturliebend, intellektuell geschult und hochsensibel, durch eine Zufallsbekanntschaft in die wohlhabende 17-jährige Lotte verliebt, welche für ihre 6 Geschwister die Rolle der vestorbenen Mutter übernommen hat und dabei bereits an den arbeitsamen Vernunftmenschen Albert verlobt ist. Zwar nähern sich die beiden zunächst freundschaftlich, aber unabstreitbar auch emotional sehr an, jedoch besteht das Band zwischen Lotte und Albert fort, was den jungen Werther mehr und mehr in tiefe seelische Zerwürfnisse und schließlich in den Freitod treibt. Ergänzt wird die Erzählung der Geschehnisse durch intensive, pointierte und durchaus kurz gehaltene Naturbeschreibungen und allgemeine Reflexionen der Hauptfigur bezüglich des menschlichen Zusammenlebens und anderer für ihn relevanter Aspekte des Lebens. Der Briefroman lebt also sowohl von seiner Handlung als auch von seinen über diese hinausgehenden vor allem alltagsphilosophisch anmutenden Exkursen, welche das Leben im Deutschland des mittleren bis ausgehenden 18. Jahrhunderts aus Sicht des frei denkenden Individuums reflektieren.
Doch woher kommt die fortwährende Faszination für einen Briefroman, dessen tragischer Held sich Hals über Kopf in eine zum Scheitern verurteilte Liebe verrennt und sich schließlich selbst das Leben nimmt? Müssten nicht gerade wir Menschen des 21. Jahrhunderts, die sich, um Enttäuschungen zu vemeiden, vor dem ersten Date lieber zunächst im Internet auf Herz und Nieren, Aussehen und gemeinsame Interessen und Neigungen prüfen, uns stürmend von diesem irrationalen Querkopf, ja vor diesem "Irren" distanzieren, der uns in diesem Paraderoman des Sturm und Drang entgegentritt? Nun, natürlich ist das Gegenteil der Fall, und einen Anhaltspunkt für diese Suche nach dem "Warum?" bietet hier vielleicht ein Blick in das kurze Vorwort, welches Goethe einen sozusagen zwischengeschalteten fiktiven Herausgeber den Briefen Werthers vorausschicken lässt:
"[...]Und du gute Seele, die du eben den Drang fühlst wie er, schöpfe Trost aus seinem Leiden, und lass das Büchlein deinen Freund sein, wenn du aus Geschick oder eigener Schuld keinen nähern finden kannst."
Ja ja, dieses Büchlein ist nach wie vor ein Freund jedes fühlenden Menschen. Und auch wenn wir uns nicht in aussichtslosem Liebeswerben verrennen, ja selbst wenn wir in keinster Weise so arm dran sind wie der gute alte Werther, so erfüllt dieses Buch für den verständigen Leser dennoch eben diese Funktion. Es ist ein Manifest des Gefühls, ein Manifest des Idealismus, ein Manifest der Lebensliebe und die Geschichte eines Menschen, der an einem Zuviel all dessen scheitert, was diese Welt, diese Gesellschaft, in der wir leben, uns eben zu wenig zugestehen will. Werthers ausgeprägte Naturliebe, die Bestandteil vieler berühmtgewordener Briefe des Romans ist, sein tiefes Mitgefühl gegenüber seinen Mitmenschen, nicht zuletzt seine unerschütterliche Liebe zu Lotten, aber durchaus auch seine ohnmächtige Wut gegenüber dem Ständedünkel des 18. Jahrhunderts oder sein leidenschaftliches Anrennen gegen den kühlen Rationalismus Alberts, welches sich auch in seinem unsteten und nicht gerade gutbürgerlichen Lebenswandel wiederspiegelt, all das ist es doch, was das Leben lebenswert macht, und was uns dennoch verwehrt wird, sodass wir alle erstmal unseren tristen Arbeitsalltag mühevoll hinter uns bringen müssen, bevor wir ein wenig davon kosten können. In dieser Hinsicht ist Werther ein Held, da er all den Träumen, die wir "zivilsierten" Menschen haben und die auch die Menschen im 18. Jahrhundert offensichtlich schon hatten, mit einer Konsequenz und Nachdrücklichkeit nachhängt, dass es einfach eine Wonne ist.
Das ist die Funktion dieses Romanhelden, oder besser: er ist diese Funktion. Denn dies ist ein häufiges Missverständnis, welches gerade junge und unerfahrene Leser oft abschreckt und davon abhält, Gefallen am Werther zu finden. Denn wenn ein solcher Leser kritisiert, dieser Werther sei doch ein gefühlsduseliger, nicht lebensfähiger und zudem noch fauler und wehleidiger Querkopf, dem einfach nicht zu helfen sei, dann hält dieser den Werther offenbar für eine Person, die einem Menschen in der realen Welt entspricht. Doch dies ist natürlich ein Irrglaube, Werther ist eine fiktive Figur, eine Instanz, die eine Funktion erfüllt, mit der dieser Roman, dieser Text seine Politik macht: eine Politik des Gefühls, gegen den kalten Rationalismus der Aufklärung (verkörpert durch Lottes Mann Albert), welcher zu seiner Entstehungszeit noch in Europa vorherrschte; eine Politik des Individualismus, gegen die vielen gesellschaftlichen Zwänge, die uns damals wie heute einengen; eine Politik der Natur, gegen die Eingriffe des sich zum Gott erhebenden Menschen (siehe Werthers unbändiger Zorn über das Abhacken der Bäume auf dem Kirchplatz); eine Politik des Lebens und der Menschlichkeit.
Goethes Werther hat nicht nur Epoche gemacht und Literaturgeschichte geschrieben sowie zu großen Teilen den überfälligen Weg aus der rationalistischen Sackgasse der Aufklärung bereitet, sondern er ist auch für uns heutige Menschen, die wir mitten im Leben des 21. Jahrhunderts stehen und oberflächlich betrachtet so weit weg vom Leben dieses Romanhelden zu sein scheinen, ein Werk von enormer gesellschaftlicher Relevanz (siehe Individuum vs. Gesellschaft, Verlangen vs. Notwendigkeit, Natur vs. "Fortschritt") sowie immensem Potential zum Bereiten von Lesevergnügen, denn die Schönheit der Sprache Goethes bedarf an dieser Stelle sicherlich keiner großen Worte; hierzu ist bereits genug gesagt worden.
Dementsprechend kann man nur jedem Menschen, der des Deutschen mächtig ist, wärmsten empfehlen, dieses Buch zu erstehen, sich an ihm zu erfreuen und es, wie der "Herausgeber" es schon 1774 empfiehlt, zu seinem Freund werden zu lassen. Auch mehrmaliges Lesen ist hier lohnenswert, fallen doch immer wieder neue geniale Formulierungen, scharfe Beobachtungen oder anregende Gedankengänge ins Auge. Der ultimative Liebesroman - since 1774!
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am 24. Oktober 2011
Inhalt:
In 'Die Leiden des jungen Werther' geht es um Werther, der äußerst naturverbunden ist und trotz seines guten Standes sich nicht den damaligen Normen und Regeln fügen kann und will. Er fällt heraus aus dieser Welt, mit einem Herzen voller Empfindungen und Eindrücke, sodass man ihn gut als Künstler beschreiben kann, da er auch als Maler/Zeichner tätig war. Dann trifft er eines Tages auf Lotte, die zwar schon vergeben, aber dennoch für den Werther kein Tabu darstellt. Beide verstehen sich prächtig miteinander, bis Werther sein Herz ganz an Lotte verliert. Doch trotz dem Unglück, dass Lotte Albert versprochen ist, schwächen Werthers Gefühle nicht ab, was ihm zu Ende hin soweit treibt, dass er nicht mehr so sein Leben verbringen will und es beendet '

Meinung:
Goethes Werther ist ein wirklich besonderer Roman, vor allem im Anbetracht zu welcher Zeit der Roman erschienen ist. Für die Zeit des Sturm & Drangs, Ende des 18. Jahrhunderts, war der Werther ein ausschlaggebender Roman, da Goethe den Werther nicht nur in Briefform verfasst hat, sondern der Werther auch voller tatkräftiger und rebellierender Emotionen nur so strotzt. Der Werther als Hauptprotagonist fällt aus der damaligen Norm hervor, trotz guter Abstammung. Der Werther fühlt einfach zu stark, zu empfindsam und will sich der Natur verschreiben, was typisch für Sturm & Drang war.

Eben dieser Aspekt macht 'Die Leiden des jungen Werther' nicht umsonst besonders. Dazu kommt natürlich die durchaus dramatische, wie auch tragische Geschichte des Werthers, der anscheinend durch seine unerfüllte Liebe zu Lotte zu Grunde geht. Man liest selbst heute nur sehr selten, dass sich ein Mann so in Rage bringt, sich seinen Gefühlen so sehr verschreibt, dass er sich letztendlich lieber umbringt, als weiter an diesem Unglück teilzuhaben.

Genau dies ist auch der Punkt, da dem Leser beim Lesen schnell klar werden müsste, das der Werther schon seit Anfang einen Drang zur Selbstzerstörung hat. Der Werther sucht förmlich nach dem Unglück. Diese Schlüsselstellen fand ich beim Lesen immer wieder sehr interessant, weil man so ein unglaublich gutes Bild von dem Hauptprotagonisten bekommt, der immer wieder davon redet, dass er die Welt durchaus verlassen würde.

Die Liebesgeschichte ist für die damalige Zeit, man bedenke das 18. Jahrhundert, ziemlich skandalös, da der Werther sehr ungestüm ist. Dennoch finde ich die Beziehung zwischen Werther und Lotte sehr gelungen. Man erkennt, dass beide etwas füreinander empfinden, dass sie beide schon zu einer Art Seelengefährte geworden sind. Dadurch ist die Liebesgeschichte überhaupt nicht schnulzig, sondern sehr realistisch und trotzdem besticht der Werther immer wieder durch grandiose Formulierungen, wie 'bei der Stelle eines lieben Buches, wo mein Herz und Lottes in einem zusammentreffen', oder 'Sie hat eine Melodie, die sie auf dem Klaviere spielet mit der Kraft eines Engel, so simpel und geistesvoll!'.

Die Charaktere sind in dem Werther überaus gut beschrieben. Der Werther erhält als Hauptprotagonistin ungemein an Tiefe, sodass man als Leser zwei Seiten sieht, da der Werther zwar unglaublich in Lotte verliebt ist, dennoch aber auch schon vorher zu Selbstzerstörung geneigt war, wodurch deutlich werden kann, dass zu dem Selbstmord Lotte eine Art Auslöser gewesen sein könnte, aber nicht unbedingt sein muss. Gerade dies lässt einen Freiraum für Spekulationen und Diskussionen.

Der Schreibstil ist natürlich altertümlich, dennoch aber noch sehr einfach heutzutage zu lesen. Der Werther erzählt seine Geschichte durch verschiedenen Briefe, die er zu Beginn immer wieder an seinen Freund Wilhelm richtet. Die Briefe sind voller emotionaler Formulierungen, die teilweise wirklich davon zeugen, wie Goethe mit Wörtern umgehen konnte.
Da der Roman in der Zeit des Sturm & Drangs erschienen ist, ist der Roman dazu äußert aufwühlend und emotional geschrieben. Es gibt unzählige Naturbeschreibungen, die für diese Zeit sehr typisch waren.

Die Version, die ich mir damals gekauft habe war von dem Anaconda Verlag. Das Buch kostete nur 3€ und war dazu gebunden. Selbst das Papier hat eine ziemlich gute Qualität und ist für solch ein Preisniveau relativ dick. Mir hat die Anaconda Version gefallen, da der Text gut verteilt ist, auf knapp 111 Seiten, die Schrift ist dazu nicht zu klein und dadurch, dass das Buch zwar gebunden, aber auch sehr leicht und klein ist, kann man es prima überall mitnehmen, ohne das es gleich verknickt.

Fazit:
Für mich ist der Roman 'Die Leiden des jungen Werther' ein kleines Meisterwerk und einer meiner Lieblinge von Goethe. De Geschichte finde ich selbst heute noch durchweg spannend und interessant zu lesen, da der Werther völlig in seinen Gefühlen untergeht. Die Liebesgeschichte ist dazu nicht an einer Stelle kitschig, sondern eher emotional und aufwühlend, da man als Leser sehr gut den Konflikt des Werthers miterleben kann.
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HALL OF FAMETOP 100 REZENSENTam 16. November 2015
Und damit entsprechend der Edition, die auch die Hamburger Lesehefte nutzen. Dies ist der umfassendste und vom älteren Goethe schließlich abgesegnete Text nach seiner Überarbeitung. Der "Ur-Werther", den man noch in anderen Ausgaben finden kann, wurde z.B. durch weitere Szenen (der blumenpflückende "Verrückte") und die Einlassungen des "Herausgebers" ergänzt.
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am 2. November 2004
"Manchmal sag' ich mir: dein Schicksal ist einzig;
preise die übrigen glücklich - so ist noch keiner gequält worden.
- dann lese ich einen Dichter der Vorzeit, und es ist mir,
als säh' ich in mein eignes Herz. Ich habe so viel auszustehen!
Ach, sind denn Menschen vor mir schon so elend gewesen?"
jaja, die leiden des jungen werther sind schon etwas ganz besonderes...
in seinem briefroman erzählt goethe, wie schon im titel erwähnt, die leidvolle geschichte werthers.
dieser sensible, junge mann verliebt sich ausgerechnet in die, bereits einem anderen versprochene, lotte.
dass ganze buch handelt von depressionen, liebe, selbstzerstörung, eifersucht, glück, hass und dem tod.
zwar ist die schreibweise goethes bestimmt nicht für jedermann empfehlenswert, für liebhaber großer literatur ist dieses buch jedoch ein muss.
die teilweise sehr ausschweifenden beschreibungen waren für mich weder ein "in die länge ziehen" des buches, noch erschienen sie mir als langweilige, endlos erscheinende absätze. viel mehr trugen sie eine wichtige rolle für den stimmungsaufbau des buches, und man findet in ihnen oft werthers zustand widergespiegelt.
taucht ein in werthers welt und lasst euch von einem genie der sprachkunst gefangennehmen.
5 sterne für ein meisterwerk der literatur!!!
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am 13. Oktober 2000
Der Briefroman "Die Leiden des jungen Werthers" war viele Jahre das für mich bewegenste Buch, welches ich je gelesen habe. Das liegt zum einen an der wunderschönen Sprache, welche es schafft,"das dem Papiere einzuhauchen, was so voll, so warm in mir lebt, daß es würde der Spiegel meiner Seele, die da ist der Spiegel des unendlichen Gottes", das heißt, Goethes Werther vermag es, Gefühle (z.B. des Verliebtseins, der Liebe zur Natur oder der Verzweiflung ) auszudrücken, wo die moderne Sprache scheitert. Und das berührt. Auch nach ca. zwanzigfachen Lesen ist dieses Kunstwerk weiterhin ein Genuß und ich verstehe nicht so recht, warum sich Goethe in späteren Jahren so barsch von seinem Jugendwerk distanziert hat. Auch die wunderbare Naturspiritualität kann einen zur Verzückung bringen und dem geneigtem Leser das Herz öffnen, sich selber für die Erscheinungen in der Natur zu öffnen und in dieser mannigfaltigen Schönheit das Göttliche entdecken. Ich bin nun kein Stürmer und Dränger, und kann Werthers egozentrische Art, mit der er Lotte das Leben schwer macht, durchaus kritisieren, doch sollte man ihn dennoch nahe an sich heranranlassen, dann kann die Lektüre ungeheuer mitreißend sein und den Leser verändern, bzw. erweitern, wie das bei mir vor etwa 12 Jahren der Fall gewesen ist. Wem allerdings die Sprache zu "altertümlich" ist, der wird bei diesem Buch nicht auf seine Kosten kommen.
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am 26. Juni 2012
Wir haben in der Schule den Briefroman Die Leiden des jungen Werthers" gelesen. Ich habe vor dem Lesen schon sehr unterschiedliche Meinungen über das Werk mitgekriegt, entweder man hasste es, oder im Gegenteil man liebte es, auf jeden Fall liess es niemanden kalt. Ich versuchte offen zu bleiben für Neues und Verständnis zu zeigen gegenüber Empfindungen Werthers, die wir heute nicht mehr verstehen, weil sie uns altmodisch erscheinen.
Während des Lesens der ersten paar Seiten gefiel mir das Werk sehr gut. Werther fiel mir sympathisch auf, weil er sehr offenherzig auf Menschen zugeht und mit ihnen seine Freude am Leben teilt. Eine Stelle die mir besonders geblieben ist, ist folgende als Werther meint, dass man die Laune seiner Freunde nicht mit ständigem Nörgeln und Geläster herunter ziehen darf, das macht einen selbst zum schlechten Freund. Diese Stelle zeigt für mich, dass Werther ein äusserst treuer Freund ist, der sehr positiv dem Leben gegenüber eingestellt ist. Schon bald aber nachdem er Lotte kennengelernt hat, beginnt Werther über seine tragische nicht erwiderte Liebe zu schreiben, was sich dann mühsamerweise bis zum Schluss, seinen Selbstmord, hinzieht. Seine Briefe sind oft pathetisch und oft wiederkauen sie ein und dasselbe Thema nämlich die Liebe, die Werther für die schon vergebene, Engelsgleiche Lotte empfindet. Dies könnte schön und romantisch sein, doch man hegt den Verdacht, dass all seine Briefe nur seiner Selbstinszenierung dienen, weil es schlussendlich doch immer nur um das ICH geht. Am Beispiel seines Todes sieht man das sehr gut. Werther kann sich nicht umbringen, ohne es sein Umfeld wissen zu lassen, er muss Lotte einen furchtbar perfiden Brief schreiben indem er ihr die Schuld seines Todes zuschiebt. Es ist auch logisch das Werthers Selbstmord misslingt und er zwölf Stunden lang leiden muss unter den Augen Alberts und Lottens, bevor er endlich stirbt.
Die Sprache Goethes hat mir sehr gut gefallen, auch wenn Werthers Gemüts- und Naturbeschreibungen lang und ausführlich sind, sind sie meiner Meinung nach wunderschön. Ganz klar kann ich nun nicht sagen ob mir das Werk gefallen hat oder nicht, auf jeden Fall gibt es einen interessanten Diskussionsstoff ab.
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am 1. September 2014
In einer kaum vergleichbaren, sich immer mehr steigender Dramatik, erzählt Goethe die Liebe des jungen Werther zu einer Frau, seinen "Engel" - Lotte. Die Dramatik steckt dabei im eigentlich Geliebten und späteren Mannes von Lotte - Albert. Mit diesen freundet sich der junge Werther sogar an, besser gesagt er wird von Albert geduldet ohne zu wissen was bei seiner Abwesenheit eigentlich geschah.
Werther erträgt es nicht Lotte in den Armen eines anderen Mannes zu sehen, dreht sich immer weiter in die Spirale von Frust, Trauer und Sehnsucht. Er schreibt Briefe an Lotte, kommt sie oft besuchen. Albert wird dies allmählich zu viel und bittet Lotte den Umgang mit Werther zu mindern. Werther gelangt an seinen seelischen Tiefpunkt und trifft eine folgenschwere Entscheidung......

Dieses Buch beinhaltet eine Story, die zwar ein alter Hut ist aber durch diese unvergleichliche Schreibweise, seine Melancholie ein phänomenales Leseerlebnis bietet. Gleichzeitig entdeckt man eventuelle Vergleiche von Gefühlen des jungen Werther mit Goethe selber, das spricht für eine teilweise, eigene seelische Verarbeitung eines Ereignisses bei Goethe selber.

Fazit ist, dass dieses Buch eine absolute Pflichtlektüre der deutschen Literatur darstellt und in keinem Bücherregal fehlen darf! Deshalb von mir eine glasklare Kaufempfehlung!
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am 7. Juli 2014
"Die Leiden des jungen Werther" war mein aller erster Goethe-Roman und er hat mich vollkommen mit gerissen! Angeregt durch den Deutschunterricht, erwachte in mir ein ziemlich großes Interesse an Goethes Literatur. Ich entschied mich schließlich für den Werther und bin nun - einige Tage nach dem Lesen - immer noch ganz im "Goethe-Zauber". Eine bitter-süße Geschichte aus den Augen eines jungen Mannes, in dessen Gefühlswelt wir uns wohl alle hinein versetzen können. Von Goethes Wortwahl bin ich nach wie vor sehr beeindruckt.
Nicht ganz die volle Punktzahl gibt es von mir, weil mich die Form dieser Geschichte (Briefroman) nicht ganz überzeugen konnte.
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