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am 29. August 2012
Der Totengräber Max Broll flüchtet ins Ausland und denkt gar nicht daran, in sein altes Leben zurückzukehren. Doch plötzlich steht sein bester Freund Johann Baroni neben ihm am Strand und bittet ihn um Hilfe. Der ehemalige Fußballstar steht vor dem finanziellen Ruin und fürchtet um sein Leben. Deshalb lassen sie sich auf das unmoralische Angebot ein, eine Leiche im Friedhof verschwinden zu lassen. Doch kaum ist der Auftrag erledigt, liegen zwei weitere Leichen vor Baronis Tür mit der doppelten Geldsumme. Max Broll hat genug davon und dreht den Spieß um. Und auch die Polizei fragt sich langsam, woher die unbekannten Toten kommen...

Max Broll und Johann Baroni halten zusammen wie Pech und Schwefel - ganz egal, was kommt. Dies können die Leser der vorangegangenen Teile - "Die schöne und der Tod" und "Für immer tot" - nur bestätigen. In "Leichenspiele" scheint es Baroni nun mehr als hart zu treffen. Vorbei soll es sein mit der schönen Villa an der Friedhofsgrenze und dem bunten, teuren Lebensstil? Doch zum Glück kann sich Baroni auf seinen besten Freund verlassen, der eigentlich selbst mit Problemen zu kämpfen hat.

"Leichenspiele" handelt diesmal von einem - sagen wir es mal - haarsträubenden Fall, der irgendwie alles auf die Spitze treibt. Geld im Gegenzug dafür, eine unbekannte Leiche im Friedhof zu begraben? Es könnte kaum einen perfekteren Plan geben, wäre da nicht der Totengräber Max Broll, der sich nicht alles gefallen lässt - nicht einmal von Mördern und deren Drohungen.

Was den Leser erwartet? Eine Männerfreundschaft, die durch nichts zu erschüttern ist und einen skurrilen Fall. Dies alles garniert mit einer tüchtigen Portion schwarzem Humor und der Tatsache, dass sich hinter dem Bild einer beschaulichen Dorfidylle mehr Abgründe auftun, als auf den ersten Blick ersichtlich ist.
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am 19. August 2015
Im Moment bin ich auf dem Aichner-Krimi-Trip und bin begeistert von den Überraschungen, den Wendungen, dem Unerwarteten. Skurril sind diese Krimis und die Sprache ungewohnt, eindringlich........ Etwas störend finde ich, dass diese ungewöhnliche Sprache sich in allen Krimis so sehr ähnelt, dass es irgendwann lahm wird. Mein vorerst letzter Krimi wird das Totenhaus sein und dann kommt erstmal eine Aichner-Pause.
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am 26. April 2014
Dieser Bernhard Aichner ist ein Unikat in seinem Genre.
Schwarzer Humor, wie er im Buch steht.
Alles ist skurrill, höchst bizarr makaber und fesselnd.
Aber ausgesprochen unterhaltsam, die Handlung sehr dicht.
Das Buch ist jederzeit zu empfehlen.
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am 15. Oktober 2014
Aichners Sprache ist einzigartig - die kurzen Sätze anfangs gewöhnungsbedüftig, doch nach dem 3 Max-Broll-Krimi wird man schon fast süchtig nach diesem sehr individuellen Stil.
Die Story: Max' Freund, ein ehem. Fussballstar, wird erpresst und bittet Max in seiner Funktion als Totengräber um Hilfe - er soll Pakete, die ihm von irgendwoher gesendet werden, verschwinden lassen -und was bietet sich da besser an als eine schon geöffnete Grabstätte? Doch bei der zweiten Lieferung öffnet Max die Pakete, und es beginnt ein makabres Spiel mitLeichenschändung, Organhandel, wahnwitzigen Verfolgungsjagden und einigen Toten.
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am 23. Februar 2015
„Leichenspiele“ ist der dritte Teil der bislang drei Bände umfassenden Reihe um den österreichischen Totengräber Max Broll. Diesmal geraten er und sein Intimus, der ehemalige Weltklasse-Fußballprofi Johann Baroni, in arge Bedrängnis. Baroni steht vor dem Bankrott und bittet Max, ihm bei der Beseitigung eines Pakets, das offensichtlich eine Leiche beinhaltet, zu helfen. Den Lohn - 20.000 Euro - hat Baroni schon verzockt. Die beiden lassen die Leiche auf dem Friedhof verschwinden. Einige Monate darauf finden Max und Baroni zwei weitere Pakete und 40.000 Euro vor, sowie den dezenten Hinweis, dass bei Nichterfüllung des Auftrags Baronis Hoden zur Disposition stehen.

Die beiden lassen sich jedoch nicht einschüchtern, sondern holen zum Gegenschlag aus. Wie sie das machen, soll hier nicht verraten werden, aber hier hat sich Bernhard Aichner etwas besonders Geniales einfallen lassen! Der ganze Krimi ist dann voller skuriller Ideen und gespickt mit schwarzem Humor. Max und Baroni bieten allen und jedem die Stirn. Dass Max keine Autoritäten fürchtet, zeigt sein Disput mit dem österreichischen Innenminister: „Falls Sie es noch nicht begriffen haben, ich bin der Innenminister.“ - „Und ich bin der Totengräber.“

Wie bereits bei den beiden ersten Bänden der Reihe gibt es lange Dialoge zwischen Max und Baroni. Diese sind ausschließlich in direkter Rede gehalten, welche aber nicht in Anführungszeichen gesetzt, sondern jeweils durch einen Bindestrich zu Zeilenbeginn markiert wird.

Am besten hat mir das Ende des Krimis gefallen, in dem es für Max und Baroni so richtig gefährlich wird und wo sie sich absolut heldenhaft zur Wehr setzen. Auch hier hält Bernhard Aichner für seine Leser etwas ganz Besonderes parat.

„Leichenspiele“ hat mir noch besser als der zweite Band („Für immer tot“) gefallen. Den ersten Band habe ich bislang noch nicht gelesen, werde dies aber umgehend nachholten.
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am 23. Juli 2016
Max und Baroni führen eine wahre Männerfreundschaft, aber diesmal wird sie sehr auf die Probe gestellt. Baroni steht vor dem finanziellen Ruin und weiß nicht mehr ein noch aus, ganz Österreich weidet sich an seinem Skandal. Hilfe und Trost sucht er bei Max, doch dieser, ist nach den letzten Geschehnissen, noch nicht wieder der Alte, aber er versucht zu helfen. Nachdem sich eine Lösung gefunden hat und die Unruhen der letzten Tage gelegt haben, steht Baroni ganz kleinlaut und verzweifelt vor Max und muss ihm was beichten. Jemand hat ihn Geld vor die Tür gelegt und am Tag darauf hat er ein Paket bekommen, was jetzt verschwinden muss. Max rät ihm, das Geld und das Paket zurück zugeben, aber Baroni hat das Geld nicht mehr. Nun steht Max seinen Freund wieder bei und tut etwas, was ihn wieder einzuholen droht, denn wird es bei einem Paket bleiben? Worin sind die beiden wieder gelandet? Was steckt dahinter? Kann das die Freundschaft verkraften? Und wird Max sein Dorfidyll wieder finden?

Also, ganz ehrlich, wenn die vielen Leichen nicht wären, könnte man hier wirklich sagen, zwei Männer, eine Freundschaft und bloß nicht erwachsen werden. Max und Baroni, zwei die sich gesucht und gefunden haben, gehen durch dick und dünn und erleben wirklich die wildesten Dinge. Hier nimmt uns Bernhard Aichner mit auf eine wilde Fahrt und Verwicklungen, die am Anfang nicht zu ahnen waren.

Max geht es nicht gut, das Schicksal hat es im letzten Band nicht gut mit ihm gemeint und er sucht Zuflucht in der Einsamkeit auf einer Insel in Thailand. Dort klebt er förmlich in seinem grünen Plastikstuhl fest und glaubt, dass seine Wunden niemals heilen würden und das keiner ihn auf seinem Friedhof zurückbringt. Bis Baroni vor ihm steht und um Hilfe bittet. Zuerst will Max nichts hören und auch nicht helfen, aber dann fällt ihm ein, das Baroni ihm immer zu Seite stand, immer alles mitgemacht hat und so hört er der Beichte seines besten Freundes zu und beschließt zu helfen. Es wird kein leichter Weg zurück in die Welt des Dorfes, alles erinnert ihn, alles berührt ihn und die Leere im Inneren ist immer noch nicht geheilt. Aber er hat eine Idee ihm beizustehen und diese setzt er direkt um, Baroni wird jetzt Würstchenverkäufer. Tja, und je mehr er sich wehrt, um so mehr treibt Max ihn dazu an. Er genießt es schon, ein bisschen, ihn leiden zu sehen.

Aber dann schlägt die Geschichte um und das Pech der beiden, immer in skurrile Abenteuer hinein zugeraten, ist wieder da. Zuerst Baroni, der das Geld verzockt und dann kommt die Leiche, die vergraben werden muss. Keiner der beiden will es wahr haben, keiner der beiden kann es glauben und trotzdem tun sie es und verschließen die Augen, bis zum nächsten Paket. Da überrollt sie die Neugier und da passiert was Dummes, und Max und Baroni wollen Abbitte leisten und den armen Toten die letzte Ehre erweisen. Was sie vorher nicht wussten, ist, dass es immer noch Schlimmer kommen kann.

Max und Baroni, diese beiden verbindet so vieles, sie sind einsam in der Gesellschaft, mögen ihre Abgeschiedenheit, sind der Tatenlosigkeit nicht abgeneigt und genießen gern, das eine oder andere Bier. Für beide ist es eine ganz wichtige Freundschaft, sie stehen sich bei, helfen einander und lieben es, sich in wilde Gespräche mit vielen Lachern zustürzen, dass da auch mal ein guter Tropfen Traubensaft rinnt, ist beiden nur recht. Ich finde diese beiden Kerle wirklich amüsant und herzallerliebst, auf was sie immer ihren Kosmos richten, und wie sie sich immer unterhalten, zum brüllen. Das nimmt oft der Geschichte die Schärfe und lässt einem beim Lesen selber hoffen, alles wird gut. Außerdem fragt man sich immer, wie schaffen es zwei erwachsene Mannsbilder, in solche Schwierigkeiten zugeraten. Dazu noch ihr oft jugendlicher Übermut, ihre überbrodelnde Leichtigkeit und ihr grenzenloses Vertrauen ineinander, eben eine wahre Männerfreundschaft.

Bernhard Aichner schafft es auch hier mich in die Geschichte zu ziehen, mich nicht vorher aufhören zu lassen zu lesen, bis die letzte Seite erreicht ist. Es ist eine wahre Gaudi den beiden Protagonisten zu folgen, wenn da nicht die Leichen gewesen wären, die dem allen nochmals eine andere Richtung geben. Der Autor beweist wieder einmal sein Talent, für ungewöhnliche Fälle und trotzdem sind sie aktuell, und zeigt überall ist das Geschäft mit dem Leben und Tod zu Hause, selbst in dem kleinsten Dorf.

Herr Aichner kann einfach fantastisch Unterhalten, sein Erzählstil lässt einen nur so dahin fliegen und seine Figuren wachsen einem so sehr ans Herz. Was mir auch immer besonders, aber auch wirklich immer gefällt, sind seine Dialoge und sein darin enthaltener Humor, das kann ich gar nicht oft genug erwähnen. Außerdem liebe ich dieses Kopfkino, was automatisch beim ersten Wort bei mir ausgelöst wird, diese Bücher, sind einfach besser als jeder Blockbuster. Zudem finde ich es auch immer klasse, das seine Geschichten immer was vermitteln, denn Glaube, Freundschaft, Liebe und Hoffnung, tut unserer Welt verdammt gut und ich bin dann mal in Teil vier versunken.
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am 15. Juni 2016
Buchinfo
Leichenspiele - Bernhard Aichner
Taschenbuch - 272 Seiten - ISBN-13: 978-3442713684
Verlag: btb Verlag - Erschienen: 13. Juni 2016 - EUR 9,99
Kurzbeschreibung
Die Dorfidylle trügt: Totengräber Max Broll und sein bester Freund, der ehemalige Fußballstar Johann Baroni erhalten ein unmoralisches Angebot. Man bietet den beiden viel Geld – wenn sie dafür eine Leiche vom Friedhof verschwinden lassen. Da Baroni vor dem finanziellen Ruin steht, lassen sie sich darauf ein. Die beiden geraten auf immer dunklere Abwege, als wenig später zwei weitere Leichen vor Baronis Tür liegen. Nicht nur die beiden Freunde, sondern auch die Polizei fragen sich, woher die unbekannten Toten kommen und warum ihnen mehrere Organe fehlen.
Bewertung
Leichenspiele ist der dritte Teil aus der Max-Broll-Reihe von Bernhard Aichner. Endlich geht es weiter mit dem sympathischen Totengräber Max Broll. Und auch diesmal konnte mich der Autor mit seiner eigenen Art zu schreiben, komplett begeistern. Bernhard Aichner versteht es die Geschichte so aufzubauen, dass sich die Spannung kontinuierlich aufbaut. Schwarzer Humor und Sarkasmus lassen einen reichlich schmunzeln und verleihen dem Buch seine persönliche Note. Natürlich konnten mich auch diesmal die sympathischen, zum Teil skurrilen Charaktere überzeugen. Nachdem mich Teil 1 & 2 schon gefesselt haben, schaffte es jetzt auch der dritte Teil. Es ist ein Krimi, der durch Bernhard Aichners einmaligen Schreibstil etwas besonderes wird. Freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung.
Fazit: Fesselnd, sarkastisch, skurril und makaber. Absolutes Lese-Highlight!
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am 10. Januar 2013
Vor den Toren Wiens. Ex-Profifußballer Baroni, Max Brolls bestem Freund, wird eines Tages ein Umschlag mit 20.000 € vor die Tür gelegt. Da der Herr sich gerade ein wenig in finanziellen Nöten sieht, nimmt er dieses gerne ungefragt an. Es folgt ein weiterer Umschlag, jedoch ohne Geld, dafür aber mit Anweisungen. Als kurze Zeit später ein recht großes und schweres Paket vor der Tür steht, bittet Baroni Max, der seines Zeichens Totengräber ist, um Hilfe bei dessen Beseitigung.
Gesagt getan. Alles scheint in bester Ordnung bis zu dem Tag als ein neuer Umschlag vor Baronis Tür liegt. Inhalt 40.000 €. Anweisungen und zwei Pakete folgen. Ein Spiel auf Leben und Tot nimmt seinen Lauf und zieht die Freunde in einen gefährlichen Strudel.

Retro, schießt es mir durch den Kopf, als ich das Buch zum ersten Mal in der Hand halte. Ein Taschenbuch mit abgerundeten Ecken, vielleicht ein wenig schmaler und mit einer markanten Farbgebung. Der obere Teil ist in gelbgrün gehalten, aus dem sich das regungslose Profil eines Frauengesichts herausschält, welches auf einem dunkleren Untergrund zu liegen scheint. Vielleicht liegt es an der Farbe oder auch einfach nur an dem Titel des Romans, der in plakativen weißen Buchstaben dem Leser ins Auge fällt und den Eindruck vermittelt, dass es der Dame an Leben fehlt. Leichenspiele - eine klare Ansage, dass das hier kein Kindergeburtstag wird.

Man stelle sich eine Bahnreise vor. Am Anfang noch steht der Zug im Bahnhof und der Gast kann entspannt auf die Handlungen und Tätigkeiten um sich herum schauen. Ist der Sitzplatz gefunden, nimmt der Zug allmählich Fahrt auf. Die Landschaften wechseln und ziehen vorbei und es wird einem erst nach und nach bewusst mit welcher Geschwindigkeit man unterwegs ist. Erst wenn der nächste Bahnhof naht, bremst die Lok ein wenig ab um alsbald wieder loszusausen.

Mit kurzen eindringlichen und nachdrücklichen Sätzen beginnt Bernhard Aichner seinen dritten Max Broll Krimi. Situationen werden klar beschrieben, Gefühle bildlich geschildert. Sie ziehen einen in die Geschichte hinein und nehmen den Leser gefangen.
Starke Emotionen prägen den Anfang des Romans und schon befindet man sich im ersten von vielen folgenden Dialogen, die den Stil des Buches deutlich von anderen unterscheiden und ihm immer wieder Tempo geben.
Frage – Antwort. Aussage – Kommentar. Gesprächsszenen, wie von einem Maschinengewehr abgefeuert bringen die ansonsten nur mäßig beschriebenen Personen näher an den Leser.
Mit wiederholende Satzanfängen, wie „… aus diesem Leben, aus ihrem Beruf, aus ihrem Alltag …“ oder „… wie hoch er steigen konnte und wie tief fallen … wie sehr er sich dabei … wie lebendig er sich …“, intensiviert Bernhard Aichner einzelne Sequenzen, welche dadurch weitaus plastischer wirken. Jederzeit schafft er es, das Tempo des Textes zu regulieren um nicht gehetzt zu wirken, so dass ein steter Lesefluss entsteht.

Für mich war es schwer, dass Buch nach den ersten Seiten aus der Hand zu legen. Gegenüber den letzten gelesenen Büchern, ist dieses so … anders. Möglich, dass meine persönliche Verbundenheit zu Wien und seiner Umgebung für mich hier eine Rolle gespielt haben und doch bin ich der Auffassung, das Bernhard Aichner hier einen sehr eigenen Schreibstil geprägt hat und in meinen Augen auch bitte weiterhin kultivieren soll.

Leseempfehlung? Ja, ja, ja!
Für wen? Für Leser mit dem richtigen Verständnis für den durchaus vorhanden morbiden Wiener Charme. Max Broll ist kein Krimi für jedermann, aber ein Krimi, den man unbedingt an sich heranlassen und genießen sollte.

Leichenspiele: Ein Max-Broll-Krimi
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am 16. September 2012
Max Broll, der Totengräber, erlebt in diesem neuen Krimi von Bernhard Aichner seinen dritten, na sagen wir einmal, Kriminalfall.
Das schon aus den ersten und dem zweiten Roman um Max Broll bekannte Personal taucht auch hier wieder auf.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht dieses Mal der Ex-Fußballprofi Baroni.
Die Geschichte ist einfach: Ausgeweidete Leichen tauchen bei Baroni auf, die dieser, so makaber es klingt, entsorgen soll. Baroni ist erpressbar, da er sein Fußballvermögen in der Zwischenzeit so ziemlich verzockt hat. Und er hat, natürlich über seinen Kumpel Broll entsprechende Möglichkeiten. Beim ersten Mal versüßen Baroni 20000,- € die Arbeit und die Leiche verschwindet im Grab der nächsten Beerdigung. Schon bald aber stellen Baroni und Broll fest, die Geschichte wird so einfach kein Ende haben und ihnen schwant, daß der Hintergrund der Leichen im Organhandel liegt. Also muß eine Lösung her, aber welche? Kurios und abgedreht machen sich also unsere Helden an die Arbeit, die Verbrechen aufzuklären.
Bernhard Aichner veröffentlicht hier einen Krimi, der erneut von seinen Charakteren und Stimmungen lebt. Dieses dehnt er aus bis zum Anschlag. Dabei bedient er sich immer häufiger doch einer sehr morbiden Art und Weise des Schreibens. Eigentlich ist ihm nichts mehr heilig.
Natürlich handelt es sich um einen Krimi, aber die Beschreibung so mancher Szene stößt doch an Grenzen. Und dabei hilft es auch sehr wenig, daß Humor dabei ist.
Nicht jeder Zweck heilig irgendwo die Mittel. Trotz aller morbiden, bemüht humorvollen, Schilderungen darin, will sich ein uneingeschränktes Lesevergnügen nicht vollständig einstellen. Nein, es sprang der Funke nicht über. Dabei kann Aichner stark schreiben. Besonders da, dies fiel mir schon bei den ersten beiden Broll-Krimis auf, wenn sich Broll und Baroni, sagen wir einmal, über den Sinn des Lebens unterhalten. Herrliche, wortkarge, auf den Punkt geschriebene Dialoge. Hintergründig bis platt, aber niemals langweilig.
So blieb bei mir ein zwiespältiger Eindruck dieses Krimis zurück. Gute Dialoge, gefestigte Charaktere, dem gegenüber, makabere Szenen, die sehr häufig schlicht in ihrer Schilderungen daneben gingen.
Was bleibt weiter: genügend Ansätze in der Geschichte, die Fortsetzungen erwarten lassen, die dann hoffentlich stärker ausfallen werden. Denn eins ist sicher: Max Broll hat das Potenzial!
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am 16. September 2012
Nachdem im Vorgängerband "Für immer tot" Hanni, Max Brolls geliebte Hanni, gestorben ist, ist der Totengräber nach Thailand geflüchtet. Und eigentlich gefällt es ihm dort mit Strand und Sonnenuntergängen so gut, dass er gar nicht mehr in die Heimat zurück will. Erst als sein Kumpel, Ex-Fußballstar Johann Baroni, finanziell komplett ruiniert ist und ihn um Hilfe bittet, lässt Max mit sich reden. Daheim unterbreitet man den beiden, anonym natürlich, ein unmoralisches Angebot: Cash! Im Gegenzug dazu sollen nur ein paar Leichen "zufällig" auf dem Friedhof "verschwinden". Baroni kann das Geld gut gebrauchen. Auf welch dunkle Machenschaften sich die beiden allerdings da einlassen, hätten sie auch nicht gedacht! Nepper, Schlepper, Organhandel und mittendrin: Max und Baroni. Dass bei den polizeilichen Ermittlungen Max‘ Stiefmutter Tilda dabei ist, macht die Sache nicht einfacher.

Nach "Für immer tot" war ich von Herrn Aichner schon schwer begeistert und auch diesmal hat er es mit seinem Roman wieder schwer begeistert. Mit eigentümlichen Charakteren, die nicht perfekt, dafür aber umso liebenswerter sind. Mit seinem ganz besonderen, teils tiefschwarzen Humor, wie er den Leser gleichzeitig in atemlose Spannung und gruselige Stimmung gleichzeitig versetzt. Kann man das noch toppen? Ich glaube nicht. Trotzdem freue ich mich schon auf den nächsten Fall für Max Broll und Baroni!
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