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am 25. April 2017
Die Reihe im Rizzolli und Isles gefällt mir sehr gut. Deshalb wollte ich mal testen, wie Gerritsen einen ganz anderen Roman (teils historisch, keine Profis als Ermittler) hinkriegt... Leider gar nicht gut.
Die Geschichte ist langatmig, die Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart weit hergeholt, die Liebesgeschichten kitschig.
Am besten haben mir die medizingeschichtlichen Aspekte gefallen.
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am 7. Mai 2017
Tess Gerritsen gehört für mich zu den besten Krimiautoren/Krimiautorinnen, die es gibt! Sie schreibt so lebensecht, dass man meinen könnte, man wäre dabei, wie Rizzoli & Isles ermitteln! Sie hat einen wunderbaren Schreibstil und ich liebe ihre Bücher!

Ich freue mich schon auf November, wenn ihr neues Buch erscheint!

Danke Tess, dass Sie meine Leseabende mit einem guten Krimi bereichern!
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am 18. Mai 2014
Dieses Buch schneidet nur am Rand die eigentliche Reihe an. Das auch nur indem Maura Isles einen kurzen Auftritt bekommt. Sonst gehört das Buch nicht zur Reihe, ich reihe es dennoch ein, obwohl ich es gerne aus der Reihenfolge nehmen würde. Es dauerte nicht lange und ich merkte, das dieses Buch nicht mit den anderen Büchern der Autorin mithalten kann. Ich kam zu dem Schluss, mich lieber an die Bände der Reihe zu halten. Denn die haben es mir nach wie vor angetan.

Die Handlung ist nur teilweise interessant und spannend. Wenn ich schon das Gefühl habe nicht mehr lesen zu wollen, ist das ein eindeutiges Zeichen dafür, dass hier etwas grundlegendes fehlt. Ziemlich viel, was ich an der Reihe an sich zu schätzen weis. Somit hat nicht nur ein vor Spannung klopfendes Herz gefehlt, sondern viel mehr. Wahrscheinlich bin ich einfach viel zu sehr gewöhnt an eine Reihe, die mich nur so mit Spannung überschüttet.

Das wohl Interessanteste an der Geschichte war, die dargestellten Unterschiede zwischen Menschen. Der eine braucht nicht lange, bis er dazu bereit ist für 20 Doller zu töten und die andere beschützt mit allen Mitteln ihre Nichte. Den einen versuchte ich vergeblich zu verstehen und die andere wurde von mir bewundert. So schwere Lebensverhältnisse und die ganze Welt steht Rose gegenüber. Dennoch gibt sie nicht auf und will für ihre Nichte nur das Beste. Willensstärke und Mut zeichnen die 17 Jährige Rose nicht nur aus, sie sind fürs Überleben notwendig.

Somit bin ich trotz der eher uninteressanten Geschichte froh, Rose kennengelernt zu haben. Sie gehört unter die starken Frauen, die es früher viel schwerer hatten als jetzt. Auch das Medizinstudium war, wie es bei der Autorin üblich ist, schwer auszuhalten. Wie immer übt das Entnehmen der Organe einen eigenen Reiz aus, doch das sollte nicht aufs bildliche übergehen. Lesen reicht voll und ganz.

Fazit: Letztendlich war dieses Buch kein gänzlicher Reinfall. Es gab durchaus Textstellen, die mich zum Weiterlesen animierten. Wenn nicht, hätte es nicht lange gedauert und ich hätte abgebrochen. Dennoch bin ich heil froh, dass die Autorin sich jetzt wieder Maura und Jane zuwendet. Ja, sie haben mir wirklich gefehlt. Durch dieses Buch habe ich gemerkt, wie wichtig mir die Beiden doch sind. Ich freue mich auf ihren nächsten Fall.

Meine Bewertung: 2,5 von 5 Sternen
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am 31. Januar 2015
-= Leseeindrücke =-

Am 20. März 1888 wird ein Brief an Magaret geschrieben , jemand deutet an , das er nach dem Tod von Magarets Tante der letzte Geheimnissträger ihrer Familiengeschichte ist . Er hat das Bedürfnis , Magaret die wahre Geschichte ihrer Herkunft zu erzählen . Ein alter Zeitungsartikel in seinem Wistars Anatomie hat ihn zu Bewusstsein gebracht , das mit ihm auch die Geschichte von Magarets Familie stirbt .
Er bittet Magaret ihm zu antworten , ob sie die wahre Geschichte über ihre Tante und dem West End Reaper erfahren möchte , oder ob er schweigen soll . Unterschrieben mit : O. W. H.

Sehr misteriös , wer ist der geheimnissvolle Schreiberling O.W.H. ? ? ? Wer ist Magaret , die angeblich nichts von dem gut gehütetem Geheimniss ihrer Familie ahnt ? Ihre Tante und der West End Reaper ? ? ? Ist Magaret etwa die Tochter des West End Reaper .....? So viele Fragen von mir , die Spannung steigt , mein Interesse ist geweckt. Seite für Seite lese ich mich ein , in die Geschichte von Julia , die in der heutigen Zeit lebt , sich ein altes Haus gekauft hat und beim neu gestalten ihres Gartens in einem Beet auf die Überreste einer vor 200 Jahren verstorbenen Frau stößt . Julia lassen die gefundenen Knochen nicht mehr zur Ruhe kommen ,sie muss wissen was damals passiert ist . Sie findet nach kurzer Zeit den Neffen der Vorbesitzerin und gemeinsam begeben sich Julia und der senore Henry , der Neffe , auf historische Spurensuche nach der Toten in Julias Garten .

Und die Geschichte von Rose Connoly, die im Boston des Jahres 1830 zusammen mit ihrer Schwester Aurnia als irische Auswanderin ihr Tägliches armseliges Brot als Näherin verdient . Rose lebt mit Aurnia und deren Mann Eben der Schneider ist , in einer kleinen Hütte auf engstem Raum . Doch Rose ist zufrieden weil sie bei ihrer geliebten Schwester sein darf . Das ändert sich mit dem Tag , als die schwangere Aurnia zur Niederkunft ins Krankenhaus muss , weil das Kind einfach nicht kommen will . Aurnia stirbt kurz nach der Geburt , am zu der Zeit stark verbreiteten Kindbettfieber. Rose ist verzweifelt , Eben will das Kind nicht haben , weil es angeblich nicht seins ist . Wie kann das sein , hatte ihre Schwester ein Geheimniss mit in den Tod genommen , von dem sie nichts geahnt hatte ? Was soll sie tun ? Das Baby ist alles , was Rose noch geblieben ist . Als Rose merkt , das selbst die Polizei darauf aus ist , ihr Baby Meggie wegzunehmen , versteckt sie es und versucht unter Lebensgefahr dem Geheimniss ihrer Schwester auf die Spur zu kommen . Nicht ahnend, dass der berüchtigte West End Reaper sie und das Baby schon im Visier hat und seine Klauen nach Meggie ausgestreckt . Doch Rose lernt den Medizinstudenten Norris und seine Kommilitonen Charles Lackaways und Oliver Wendel Holmes kennen . Die Studenten versuchen an gestohlenen Leichen der menschlichen Anatomie und dem Geheimniss des Kindbettfiebers auf die Schliche zu kommen. Zusammen erleben sie die Geschichte von Magaret dem Baby , das ohne die Liebe , den Mut , der Freundschaft und Selbstlosigkeit , nicht mal einen Tag alt geworden wäre . Die Geschichte , die bis zum heutigen Tage für Magaret ein gut gehütetes Geheimniss war.

Gleichzeitig , wird hier die Geschichte der großartigen Weiterenwicklung in der Medizin erzählt .Mit einfachsten hygienischen Maßnahmen , zum Beispiel , das Hände waschen nach der Behandlung eines kranken Patienten , können Ansteckungen bzw. die Verbreitung von Krankheiten vermieden werden .

-= Fazit =-

Tess Gerritsen ist eine meiner Lieblingsautoren , für mich gehört sie zur gehobenen Klasse der "Queen of Crime" ! Ich freute mich also auf ein super spannendes Lesevergnügen , als ich das Buch " Leichenraub " aufschlug und zu lesen begann . Ich wurde nicht entäuscht , das Buch hat mich vom Ersten bis zum Letzen Buchstaben in seinen Bann gezogen . Ich reiste zwischen dem Hier und Jetzt und dem historischen Jahr 1830 hin und her. Atemberaubend ! Es hat mir ausgezeichnet gefallen , ein Teil dieser wirklich spannenden Geschichte sein zu dürfen . Ein Teil der Geschichte ? Wie geht das ? Ganz einfach , wenn ich ein so spannendes Buch lese , dann versinke ich darin , im Buch . Ich lebe , leide liebe , weine und lache mit den Protagonisten. Tauche ab und zu mal auf in meiner realen Welt und versuche so schnell es geht wieder zu meinen Freunden zu reisen . Der historische Teil des Romans war für mich der größere und interessantere und intensivere Teil , der sich aber nahtlos gut erklärend in die heutige Zeit einfügte . Die Beschreibung des historischen Boston und der Umgebung war so gut , das ich alles sehen konnte obwohl ich noch nie da war . Die dunkle , schmuzige Epoche , mit ihren dekadenten reichen Leuten und der armseligen Bevölkerung , die teilweise mehr Ungeziefer am Körper hatte als Kleidung , ist hervorragend ausgearbeitet und beschrieben worden . Die Protagonisten wurden hervorragend ausgewählt und beschrieben , Rose und ihre Unterstüzer waren meine guten Freunde . Die Anderen , die Bösen der Geschichte ,es waren nicht viele aber ausreichend um die Spannung stetig steigen zu lassen und um sie zu verfluchen, wenn sie meinen Freunden gefährlich wurden . Die Autorin versteht ihr Handwerk wirklich meisterhaft und führt ihre Feder spannungsgeladen durch die Seiten und Zeiten des Roman , der mir am Ende einen tiefen Seufzer der Trauer und der Freude entlockte .

Der Medizinische Aspekt des Roman wurde von der Autorin , die selber erfolgreiche Ärztin ist , sehr detailliert beschrieben . Mann merkt beim Lesen , das Tess Gerritsen weis wovon sie schreibt . Jede noch so kleine Muskelfaser , Hautschicht und auch Knochen sind ihr bestens bekannt und sie hat die Gabe des guten plastischen Beschreiben , ich sehe es direkt vor mir . Jeder Schnitt geht mit tief unter die Haut .So ist dann auch zum Beispiel eine Amputation , in einem normalen Zimmer , kein Krankenhaus ,um 1830 wohl fast normal , für mich , als wenn ich daneben sitzen würde..... Sehr nervenzereißende Angelegenheit , wie gut , dass ich sofort in meine Welt zurück kann , wenn ich will .....

Zum Schluss möchte ich noch darauf aufmerksam machen , das der hier beschriebene Arzt , Dr. Oliver Wendel Holmes , wirklich in der Zeit von 1809 - 1894 als amerikanischer Arzt gelebt hat und maßgeblich durch die Einführung hygienischer Maßnahmen an der Eindämmung des Kindbettfieber beteiligt war .

Ich liebe historische Krimis , der hier , hat mir sehr gut gefallen , mich teilweise atemlos gemacht , ich kann ihn uneingeschrängt an alle Leser des Genre empfehlen .

Ich vergebe 5 Sterne ***** für diesen ausgezeichneten Roman ,
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TOP 500 REZENSENTam 30. Juli 2008
Als Julia Hamill den Garten ihres vor kurzem erworbenen Hauses umgräbt, stößt sie auf den die Überreste eines Menschen, genauer gesagt einer Frau, die, wie sich herausstellt, dort vor ungefähr zweihundert Jahren begraben wurde. Die herbeigerufenen Gerichtsmediziner finden schnell heraus, dass die Frau ermordet wurde. Bevor Julia das alte Anwesen kaufte, gehörte es über Generationen der Familie ihres Nachbarn Tom und dessen Onkel Henry Page, der sich als Familienchronist betätigt und in dessen Besitz sich Briefe befinden, die scheinbar mehr über diesen Mord erzählen können.
Julia und Henry tauchen ab in eine andere Zeit, eine Zeit in der Frauen noch nicht studieren dürfen, in der in den Krankenhäusern und Kliniken des Landes epidemisch das Kindbettfieber umgeht und in der die mittellose Rose Conolly ihrer sterbenden Schwester verspricht, auf das gerade geborene Mädchen aufzupassen.
Schon bald wird klar, dass jemand alles tut, um das Kind an sich zu nehmen und dieser Jemand schreckt selbst vor Mord nicht zurück. Mehrere grausig zugerichtete Leichen werden im Umfeld von Rose gefunden und bald gerät nicht nur sie, sondern auch der ehrgeizige Student Norris in Verdacht, etwas damit zu tun zu haben.
Julia und Henry erfahren immer mehr über die Verbrechen und über die daran beteiligten Menschen, doch werden sie in den alten Unterlagen Hinweise auf den oder die Täter finden und wer war die Frau wirklich, deren Gebeine so lange im Garten von Julias Anwesen begraben waren?

- Alle, die einen neuen Fall für Detective Jane Rizzoli erwartet haben, kommen hier leider nicht auf ihre Kosten. Auch wenn ganz am Rande die Gerichtsmedizinerin Maura Isles eine kleine Gastrolle spielt, so trifft man hier keine der aus den anderen Büchern der Autorin bekannten Figuren an. Vielmehr schenkt uns Tess Gerritsen eine spannende Reise in vergangene Zeiten. Auch hier spielt die Medizin eine große Rolle und auch hier wird gemordet und ermittelt ' insofern natürlich eine Parallele zu ihren anderen Werken. Wir erfahren etwas über die Anfänge der Forensik und über die Zustände in den medizinischen Hochschulen und das so gut und bildhaft geschildert, dass man beim Lesen froh ist, nicht in einer Zeit zu leben, in der es noch keine Antibiotika gab und in der Menschen an den schlechten hygienischen Zuständen in den Krankenhäusern starben.
Da die Autorin über fundiertes medizinisches Fachwissen verfügt, und das Talent hat, dies verständlich in die Geschichte einfließen zu lassen, kommt die Handlung grausig realistisch daher.

Geschickt werden Gegenwart und Vergangenheit miteinander verknüpft, wobei die Geschehnisse in der Vergangenheit den größeren Teil einnehmen und ich manchmal der Meinung war, der erste Handlungsstrang um Julia, wäre gar nicht notwendig gewesen, denn das, was da zwischen 1830 und 1888 geschieht, ist so spannend und so gut geschrieben, dass die Figuren der Gegenwart dagegen verblassen und uninteressant werden, zumal der Plot nicht besonders neu und originell ist - Geschiedene, vom Leben enttäuschte Frau zieht sich in die Einsamkeit zurück, wird vom Nachbarn getröstet und entdeckt durch Beschäftigung mit der Vergangenheit, dass es sich zu leben lohnt... Das hat es alles schon gegeben, und würde das Buch nur diese Handlung aufweisen, so würde es alle Gerritsen-Fans bitter enttäuschen. Meiner Meinung nach hat es eine Autorin wie sie nicht nötig. auf solch angestaubte Klischeebehaftete Handlungen zurückzugreifen, doch durch ihre farbenfrohe und plastische Schilderung der Lebensumstände der damaligen Zeit und durch die permanente Spannung, die bis zum Schluss aufrechterhalten wird, versöhnt sie den Leser wieder. Das Tess Gerristen schreiben kann stellt sie auch hier wieder eindrucksvoll unter Beweis und diese Art Geschichten könnte sie ruhig noch mehr verfassen.
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am 15. Januar 2014
Nachdem ich alle Titel der Rizzoli & Isles - Reihe durch hatte, war das mein ersten Buch von Tess Gerritsen, das abseits der bekannten Reihe angesiedelt ist - lediglich Maura Isles spielt eine kurze Nebenrolle zu Beginn des Buches.

Über den Inhalt will ich nicht viel schreiben - den findet man hier zur Genüge.

Das Buch ist prinzipiell ein historischer Krimi und die Handlung spielt eigentlich in Bosten um 1830. Verknüpft wird dieser historische Teil geschickt mit der Handlung in der Gegenwart, wobei diese einen deutlich geringeren Teil einnimmt - der Fokus liegt klar in der Vergangenheit.
Die Charaktere sind schlüssig, sie agieren für mich logisch, was mir besonders wichtig ist. Oft denkt man sich, dass er/sie jetzt eigentlich das machen müsste und bei Tess Gerritsen passiert es oft dann auch tatsächlich so. Man ärgert sich nicht, wie in so manchem Film... Natürlich wird auch mit Klischees gearbeitet, man lernt "Die Guten" zu lieben und die "Die Schlechten" zu hassen. Alle Stereotypen sind natürlich vertreten und fast alle bekommen das, was man sich als Leser wünscht ;-)

Tess Gerritsen hat wieder einmal exzellent recherchiert: So wird beispielsweise ein wichtiger, realer Pionier der Medizin (Oliver Wendell Holmes) in die Geschichte eingebaut und man kann seine Rolle im Buch sogar ergoogeln. Man bekommt einen Abriss über die medizinischen Anfänge (Hygienebedingungen, anatomische Anfänge, Ausbildung, etc...), aber auch über die sozialen Umstände (Einwanderungsproblematik, sozialen Klüfte, Armut, Vorurteile, etc.) des Bostons um 1830. Tess G. baut außerdem ein beeindruckendes Mosaik auf, das erst auf den letzten Seiten ein klares Bild zeigt und dann aber auch absolut schlüssig ist. Überraschend, aber nicht grenzwertig absurd, nur um unbedingt den "Aha-Effekt" zu erzwingen. Wie immer gibt es somit am Schluss die eine oder andere kleine und große Überraschung und man blättert auch am Ende gerne wieder nach vorne, um einzelne Hinweise nochmals zu lesen und zu schmunzeln, weil oft Einzeiler dem Leser schon sehr früh tolle Hinweise gegeben haben. Eigentlich könnte man das Buch am Ende nochmals lesen, weil erst da wirklich alle Zusammenhänge klar werden. Das meine ich jetzt nicht negativ, sondern absolut positiv.

Hilfreich war für mich wieder einmal ein Zettel, wo man bestimmtes notieren kann. Es kommen doch sehr viele Namen vor, Verwandtschaftsverhältnisse muss man im Kopf behalten, etc. Gerade zu Beginn prasselt hier einiges auf den Leser ein, aber mit zunehmendem Verlauf des Buches - und somit der Vertrautheit der Charaktere - kommt mehr und mehr Klarheit. Vermutlich liegt die Notwendigkeit zum Mitschreiben bei mir aber auch darin, dass ich gerne zum Einschlafen lese und die Aufmerksamkeit hier einerseits nicht mehr 100% gegeben ist, andererseits ich auch nicht dazu komme täglich zu lesen.
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am 17. Juli 2011
"Leichenraub, na wenn das kein vielversprechender Buchtitel ist", dachte ich anfangs und ich sollte recht behalten.
Julia Hamill hat sich nach ihrer gescheiterten Ehe ein kleines Häuschen mit einem verwilderten Garten gekauft - manchmal ist ein Neuanfang eben genau das richtige... Diesen Garten hat sie dazu auserkoren, Frust abzubauen und etwas Neues entstehen zu lassen. Als sie beim umgraben auf einen menschlichen Schädel stößt, verändert sich ihr Leben von Grund auf: Plötzlich wimmelt es in ihrem Garten von Leichenbeschauern und forensischen Anthropologen, welche ihr mitteilen, dass der Schädel einer Frau gehörte, die vor ca. 150 Jahren wahrscheinlich ermordet und dann in ihrem Garten begraben wurde.
Julia lässt das Ganze keine Ruhe und möchte mehr wissen... Sie erfährt viel über die Vorbesitzerin ihres Hauses sowie die Grenzen der Medizin von damals und sie hört zum ersten Mal von einem Serienkiller "West End Reaper".

Tess Gerritsen hat mit "Leichenraub" eine spannende Geschichte zu Papier gebracht und ich hab mich oft dabei ertappt, dass ich die historischen Fakten bei Wikipedia nachschlug. Das Hörbuch hat mich total fasziniert. An dieser Stelle muss ich ein großes Lob an die Sprecherin Mechthild Großmann richten, ich hätte ihrer Stimme ewig zuhören können und freue mich riesig auf weitere Hörbücher mit ihr und natürlich auf weitere tolle Bücher von Tess Gerritsen.
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am 13. Oktober 2008
Ich konnte dieses Buch kaum aus der Hand legen, obwohl es mir oft schwer fiel weiter zu lesen. Aus dem Grund, dass diese Geschichte so bewegend war, wie schon lange keine vor ihr und bestimmt keine einzige von Tess Gerritsen. Ich mag die Autorin sehr und kenne ihre bisherigen Romane, aber "Leichenraub" ist anders.
Die Geschichte der Irin Rose Conolly, die nichts besitzt als die Lumpen, die sie am Leib trägt und trotzdem wie eine Löwin um das Wohlergehen ihrer kleinen Nichte Meggie kämpft, hat mich zutiefst betroffen gemacht. Lässt man den Killer weg, so steht das Schicksal dieser Frau für so viele Leidenswege von Menschen bis in die heutige Zeit.
Diese Geschichte ist nicht zuletzt durch die Tatsache, dass Oliver Wendell Holmes tatsächlich um 1830 in Boston Medizin studierte, so nah am Leben, dass sie mehr unter die Haut geht, als jede andere von Tess Gerritsen.
Dieser Roman ist nicht nur Thriller-Fans wärmstens zu empfehlen.
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am 14. November 2008
Im Jahre 1830 war die Medizin in Europa und Übersee z.B. in den USA für ihre Zeit recht fortschrittlich. Universitäten mit ihren erfahrenen Doktoren und Professoren der Medizin bildeten die angehenden und zukünftigen Ärzte theoretisch und praktisch aus. Ärzte galten damals auch schon der sozialen Oberschicht an und Studenten aus armen Hause mussten entweder zu Geld gekommen sein, oder ein einflussreicher Gönner ebnete den jungen Mann den Weg zu Respekt und Einkommen.

In den Krankenhäusern war der Chefarzt im Grunde ein Alleinherrscher, ein Gott in Weiß und für viele Kranke die letzte Hoffnung. Assistenzärzte und Studenten wurden ausgenutzt und oftmals mit sich und dem Patienten alleingelassen. Hygiene in den Hospitale und Krankenhäuser war nur wenig bekannt und wurde nicht umgesetzt, oftmals einfach nur aus Unkenntnis.
Wie es auch heute der Fall ist, mussten die jungen Männer "Leichen" obduzieren um den menschlicher Körper und seine komplizierten, aber komplexen Organe analytisch und mit den Augen und Fingern eines Mediziners sehen zu können. Typische Krankheitszeichen oder Mängelerscheinungen konnten so identifiziert werden und Rückschlüsse auf den Krankheitsverlauf aufzeigen.

Mit der steigenden Anzahl von Universitäten stieg ebenso die Nachfrage nach "Leichen" die obduziert werden konnten. Hingerichtete Verbrecher wurden per Gesetz auf den Sektionstisch der angehenden Studenten gelegt und für Studienzwecke seziert, aber sonst gab es nur die illegale Möglichkeit für die Medizinischen Hochschulen "geraubte" Leichen von zwielichtigen "Leichenräubern" zu kaufen. Natürlich galt so eine Tat als ungesetzlich und auf dieses Vergehen erwartete den Leichenräuber der Galgen, doch das Geld das man für eine "frische" Leiche bekommen konnte, war es wert das Risiko einzugehen.
Tess Gerritsen hat in ihrem neusten Roman "Leichenraub" erschienen im Verlag "Limes" diese Themen in einem spannenden Roman Leben und Raum gegeben.

Inhalt
Julia Hamil die gerade ihre Ehe beendet hat und ein Haus samt Anwesen in Boston gekauft hat stürzt sich die Restauration und Renovierung ihres neuen Heimes. Haus und Garten bedarf neben ihrem persönlichen Selbstbewusstsein eine Menge an Aufarbeitung. Bei der Gartenarbeit, bzw. dem umgraben und vernichten von Unkraut und wilden Sträuchern stößt diese auf etwas recht hartes und scheinbar großes, wahrscheinlich ein Stein, den sie in wilder Entschlossenheit ausgraben will. Doch beim näheren hinsehen verwandelt sich der Stein in einem Totenschädel und Julia sieht vor sich nicht mehr ihren neu erworbenen, chaosartigen Garten, sondern vielmehr einen Friedhof?!

Die Leiche wird von der forensischen Abteilung und der Leitung von der Pathologin Dr. Maura Isles ausgegraben und untersucht. Es handelt sich um die Gebeine einer jungen Frau die vor ca. 200 Jahren ermordet wurde. Rückschlüsse anhand der Verletzungen des Schädelknochens lassen keine andere Vermutung zu.
Geschockt und verwirrt fühlt sich Julia in ihrer neuen Bleibe etwas unwohl, auch die Vorbesitzerin, eine alte Frau fand man leblos in ihrem Garten, allerdings war sie da schon seit knapp drei Wochen tot. Nur wenige Tage später bekommt Julia einen Anruf aus Maine, es ist der Cousin der Vorbesitzerin - Henry Paige der alle Dokumente der alten Frau die in sechs Kartons sind, besitzt. Ihn interessiert was es mit den alten Knochen auf dem Anwesen auf sich hat. Wer war die junge Frau die einen gewaltsamen Tod starb und heimlich verscharrt wurde? Anhand der Dokumente versucht er und Julia die Vergangenheit zu rekonstruieren um etwaige Hinweise zu finden, was sich vor knapp zwei Jahrhunderten abgespielt haben könnte.

Die alten Briefe, unterzeichnet von einer Person mit den Initialen O.W.H schicken Julia und Henry in das Jahr 1830 in Boston. Hier ist der Tod allgegenwärtig in den Armenvierteln der Stadt und den Krankenhäusern der wachsenden Stadt.
Der junge Student Norris Marshall der an der Medizinischen Fakultät in Boston studiert und auf einer Farm in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen ist, verdient sich etwas Geld für seinen Lebens- und Ausbildungsunterhalt mit dem ausgraben und verkaufen von Leichen an diese Medizinische Hochschule. Er ist ein talentierter und ehrgeiziger Medizinstudent, der in der Medizin seine wahre Berufung sieht, und davon träumt später ein angesehener und erfolgreicher Arzt zu sein, so dass er seine soziale Unterschicht hinter sich lassen kann.

Rose Connolly, eine junge irische Frau die gerade in die Staaten ausgewandert ist um sich eine neue Existenz aufzubauen wacht in einem Bostoner Krankenhaus am Bett ihrer Schwester Aurina die kurz vor der Entbindung steht. Hier lernt die junge Frau auch Norris Marshall kennen der mit seinem Doktorvater und anderen medizinischen Studenten die morgendliche Visite durchgeht. Die schwangere Frau ist schwach und unkontrollierte Blutungen setzen eine komplizierte Geburt in Gang. Kurz nach der Geburt stirbt Aurina an Schwäche und Meggie ihrer neugeborenen Tochter droht das Waisenhaus, doch Rose fühlt sich ihrer Schwester verpflichtet und nimmt sich ihrer jungen Nichte an. Sie arbeitet als Schneiderin für ihren Schwager, einen Trinker und groben Mann der nur seine Vorteile und seinen finanziellen Vorteil sieht. Selbst nach dem Tod seiner Frau Aurina kennt er keine Hemmungen und sucht im Nachlass seiner Ehefrau nach einer goldenen Kette.
Doch Rose hat diese für das anständige Begräbnis ihrer Schwester versetzt, sie wollte nicht, dass sie anonym in ein Massengrab beigesetzt wird, wie es sonst bei armen Menschen die Regel ist.

Eines Abend entdeckt Rose in der Nähe des Krankenhaus die Leiche einer Krankenschwester die fast ausgeweidet wurde, die Tat musste in den letzten Minuten geschehen sein und Rose sieht einen dunkelgekleideten Mann mit einem weißen, todesähnlichen Gesicht der sich ihr nähert, sie flieht panisch durch die dreckigen Straßenschluchten und läuft Norris Marshall der mit einem Studienkollegen unterwegs war in die Arme.
Als in den nächsten Nächten wiederum eine Krankenschwester dem "Reaper" zum Opfer fällt und Norris durch Zufall die verstümmelte Leiche findet, wird er selbst zum Tatverdächtigen. Denn die Verletzungen der toten Frauen legen den Verdacht nahe, dass es sich um jemanden handeln muss der medizinische Kenntnisse vorweisen kann, bzw. der vielleicht früher Tiere wie Kälber und Schweine getötet und ausgenommen hat. Beides hat spricht daher als Indiz gegen den jungen Medizinstudenten der nun um seinetwillen den wahren "Sensenmann" den er leibhaftig bei dem zweiten Opfer gesehen hat, finden muss. Sonst stehen seine medizinische Laufbahn und sein Leben in Gefahr ausgelöscht zu werden.

Rose hingegen die er als Zeugin benötigt und zu der er sich immer mehr hingezogen fühlt, wird von einem Unbekannten Mann gebeten ihre Nichte Meggie zu überlassen, gegen ein großzügiges Entgelt, dass alle ihre finanziellen Sorgen und Nöte im nu verschwinden lassen könnte. Doch Rose ist nicht bestechbar und sieht sich nun zusammen mit ihrer kleinen Nichte einer Gefahr ausgesetzt, die sie nicht erkennen kann. Verzweifelt wendet sie sich vertrauensvoll an Norris Marshall und bringt sich damit noch mehr in Gefahr.
Kritik

Tess Gerritsen hat mit "Leichenraub" einen Thriller geschrieben der nicht die Reihe um Dr. Maura Isles fortsetzt. Im Anfang kommt sie kurz vor als sie Julia darauf hinweist, dass die junge Frau dessen Skelett sie im Garten gefunden hat, ermordet wurde. Also nur ein kurzes Gastspiel, aber die Haupthandlung ist spannend und interessant und kommt ohne die erfahrene Pathologin aus.
"Leichenraub" ist mehr ein historischer Krimi und ziemliches literarisches Neuland auf das sich die Autorin Gerritsen bewegt. Ihre Sache macht sie aber formidabel und gekonnt einfallsreich spannend. Die Story spielt sich in zwei Zeitebenen ab, einmal natürlich die Gegenwart in der die junge Frau Julia mit ihrer schaurigen Entdeckung und ihrer Recherche den Part mimt und im Jahre 1830 die den historischen und größten Teil einnimmt.

Tess Gerritsen die selbst Ärztin ist, weiß wovon sie schreibt und wie sie plastisch und realistisch ihr Wissen spannenden den Leser vermittelt. Die Medizin ist hierbei die hauptsächliche Figur die den menschlichen Protagonisten so manches Mal den Platz auf der Bühne nimmt. Die Behandlungstechniken, die Hygiene der damaligen Zeit, die Forensik, Pathologie musste ohne die technischen Möglichkeiten der heutigen Zivilisation klarkommen und viele kranke Menschen mussten nicht aus "Dummheit" der Ärzte sterben, sondern aus mangelnden Wissen das aber auch zum größten Teil nicht die Schuld der Mediziner war. Ohne Antibiotika, Penicillin, sowie der Radiologie und sonstiger, medizinischer Technik waren die Ärzte nur auf ihr Wissen angewiesen dass sie entweder selbst erlernt haben oder sich durch Kollegen und Experimente selbst aneignen konnten. Auch diese Aspekte erklärt die Autorin interessant und lehrreich und Medizin kann wirklich sehr, sehr spannend erzählt werden.
Die Story eines Frauenmörders ähnelt natürlich sehr seinem Englischen Verwandten "Jack the Ripper", auch dieser hat oder muss medizinische Grundkenntnisse gehabt haben, laut der neuesten Forschung, also im Grunde ist die Idee eines unheimlichen Frauenmörders nichts neues. In der Handlung gibt es wenig überraschendes, einem Muster gleich wird der Leser schon gegen Ende der Handlung wahrscheinlich richtig kombinieren und die Identität des Täters offenbaren. Die Handlung, die Entwicklung die Protagonisten und ihr Zusammenspiel sind dagegen spannend und abwechslungsreich, aber auch nur unter dem Deckmantel des Medizinischen Hintergrundes. Die Grundstimmung ist unheimlich, die düsteren Hinterhöfe und Straßen Bostons, die mangelnde Hygiene in den damaligen Krankenhäusern und auch die Detailreiche Schilderung der Sektion eines Leichnams oder den Raub einer Leiche im Schutze der Nacht auf einem Friedhof jagen dem Leser einen wohligen Schauer über den Rücken.

Die Protagonisten sind stark gezeichnet, allen voran der talentierte Jungstudent Norris Marshall der seiner Vergangenheit entfliehen möchte und jede Mühe auf sich nimmt seine Zukunft möglichst erfolgreich und beständig abzusichern. Von Rose Connolly erfährt der Leser dagegen nur das nötigste an Vergangenheit um der Handlungswillen, ihr Part spielt zwar um 1830 wogegen dort ihre Aktivität in der Handlung viel Platz gewinnt und man mit ihr als tragische Gestalt wahre Sympathie entdeckt.
Als Kritikpunkt empfinde ich den Gegenwärtigen Handlungsstrang, der mir total überflüssig erscheint, hier hätte es gar keinen Wechsel zwischen den zeitlichen Ebenen geben sollen. Zu verwirrend sind die Sprünge und die Erklärungen, am Anfang und am Ende sind diese gut platziert, aber zwischendurch hemmen sie ein wenig die aufkommende Spannung.

Fazit
"Leichenraub" von Tess Gerritsen ist ein zu empfehlender Thriller der wirklich gut ist. Um das "Prädikat" sehr gut zu erreichen hätte sich die Autorin auf eine Ebene, die der Vergangenheit beschränken sollen. Ein Historischer Thriller erweckt die Erwartungshaltung gut recherchiert zu sein, sich anhand von Fakten und Beweisen zu stützen was der Autorin großartig gelingt. Ich hoffe, dass sie weitere Thriller schreiben wird die in der Vergangenheit aufgehängt sind, da sie auch hier zeigt wie brillant man Medizin spannend in einem Thriller umzusetzen vermag. Die Geschichte "Leichenraub" ist allerdings ein in sich abgeschlossener Roman, so dass es keine weiteren Teile oder der Auftakt einer neuen Reihe ist

Die Autorin
Nach ihrer medizinischen Ausbildung an der University of California in San Francisco arbeitete sie als Internistin in Honolulu. In ihrer Mutterschaftspause begann sie mit dem Schreiben. Aus Spaß beteiligte sie sich mit einer Kurzgeschichte an einem Wettbewerb des Honolulu Magazine und gewann den ersten Preis. Anfang der 1990er Jahre zog sie nach Maine. Diese Region ist auch Hauptschauplatz ihrer Romane. Sie ist verheiratet und Mutter zweier Söhne.
1987 veröffentlichte sie ihren ersten Roman "Call after midnight", ein romantischer Thriller, dem acht weitere sowie ein Drehbuch folgten. "Adrift" mit der Schauspielerin Kate Jackson war 1993 das CBS Movie of the Week. Waren ihre ersten Werke von bestenfalls durchschnittlicher Qualität, gelang ihr durch die Fokussierung auf medizinische Themen eine deutliche Steigerung. Hier konnte sie ihr profundes Fachwissen und ihre Kenntnisse des amerikanischen Gesundheitssystems wirkungsvoll einbringen. [...]
In der erfolgreichen Jane-Rizzoli-Serie um die gleichnamige Kriminalbeamtin der Bostoner Mordkommision ist als eigenständiger Handlungsstrang die Beziehung der Protagonistin zum FBI-Agenten Gabriel Dean eingeflochten: Erstes Zusammentreffen (The Surgeon), Liebe (The Apprentice), Schwangerschaft (The Sinner und Body Double), Geburt (Vanish) und Mutterschaft (The Mephisto Club).

Produktinformation
Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
Verlag: Limes (Juli 2008)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3809025399
ISBN-13: 978-3809025399
Danke fürs Lesen und Kommentieren

Michael Sterzik
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TOP 500 REZENSENTam 18. August 2008
Zum Inhalt wurde hier in diversen Rezis ja bereits genug geschrieben, deswegen heute mal gleich zum Fazit:

Gerrtisen hat hiermit m.E. einen sehr empfehlenswerten historischen Thriller, jenseits der Isles & Rizzoli Seire vorgelegt, der spannend informativ & vor allen gut recherchiert, sowie lehrreich ist.

Wer hier schlechte Rezis vergibt aufgrund der Tatsache, dass dies eben kein Isles Buch ist obwohl auf dem Klappentext erwähnt(sorry aber das nennt man halt leider nun mal Marketing), der sollte einfach mal vorher eine Blick auf die Homepage der Autorin werfen,hier ist "bone garden" schon seit dem erscheinen letzten Herbst in der USA nicht als Teil von Isles & Rizzoli gekennzeichnet.
So nun aber zum Buch zurück: Der Thriller besticht meiner Meinug nach durch die vielen interessanten Infos zu Medizin, Autopsien & Hygiene der damaligen Zeit. Wer z.B Anne Perrys Monk-Letterly-Romane(um 1860) gelesen hat, weiß ja schon um die Krankenhauszustände der damaligen Zeit, insofern hat Gerritsen gut rechercheirt & viel interessantes zum Thema Medizin & Co widergegeben! Der Thriller bzw. die Entwicklung des Geschehens ist wie immer gekonnt & solide, die Charaktere gut gezeichnet, ebenso wie das Boston des Jahres 1830, die Einwanderungsproblematik & die soziale Struktur.
Die 2. Zeitebene, die im heutigen Boston spielt rahmt das Thrillergeschehen lediglich ein, der Fokus liegt also auf der historischen Handlung. Das hat mir als alter Fan historischer Thriller gut gefallen, zumal die Liebesgeschichte im Heute mir etwas zu kitschig ist. Deswegen auch 1 Punkt-Abzug, eine etwas unpassenende & zu ktischig-unglaubürdige Liebesgeschichte auf beiden Zeitebenen(v. a. die im Heute mit dem übersinnlichen touch), die mich nicht so vollkommen überzeugt haben. Weiterhin hätte man das Ende ein wenig mehr hinsichtlich der Mordmotive beleuchten können(warum gerade auf diese bestialische Art & Weise?), obwohl es im großen & ganzen "gepasst" hat.
Positiv überrascht haben mich einige unerwartete Wendungen vor Ende des Romans.

ERGO:
Insgesamt aber kein wirklicher Pageturner(immerhin hab ich 5 Tage gebraucht andere Romane der Autorin hat ich in 1-2 Tagen durch!), statt dessen eine gewisse Tendenz zur Vorhersehbarkeit, allerdings sehr informaiv & interessant gestaltet! Deswegen 4 Sterne, vielleicht mit einer leichten Tendenz abwärts!Auf jeden Fall lesenswert für den Freund des hist. Krimis, aber auch in diesem Genre gibt es weit spannenderes als Gerritsen. Für Isles & Rizzoli Fans nicht unbedingt empfehlenswert. Weitaus fesselnder ist Gerritsens Serie um Rizzoli & Co!!
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