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Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen
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4,3 von 5 Sternen
Lebensläufe der berühmtesten Maler, Bildhauer und Architekten.
Format: Gebundene Ausgabe|Ändern
Preis:24,95 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

am 15. März 2007
Im Vergleich mit der (ebenfalls gebundenen) Parkland-Ausgabe für gerade einmal 9,95 EUR erscheint mir diese Manesse-Ausgabe viel zu teuer!

Die Parkland-Ausgabe enthält zusätzlich die Biographien folgender Künstler: Arnolfo di Lapo / Andrea Pisano (!) / Lucca della Robbia (!) / Filippo Brunellesco (!) / Frate Giovanni da Fiesole / Leone Battista Alberti (!) / Domenico Ghirlandajo (!) / Antonello da Messina / Filippo Lippi (!; nicht Fra ...) / Pietro Perugino / Luca Signorelli / Fra Bartolommeo di San Marco / Sebastiano del Piombo / Tiziano da Cador (!)

Außerdem sind die Widmungen an Cosimo I. de Medici enthalten.

Dafür fehlen in der Parkland-Ausgabe: Simone Martini / Duccio di Buoninsegna / Antonio und Piero Pollaiuolo / Andrea del Sarto.

Es mag sein, dass die einzelnen Biographien in der Manesse-Ausgabe etwas vollständiger sind, wobei die zusätzlichen Passagen (so weit ich sie verglichen habe) m.E. leicht verzichtbar sind. Es handelt sich meist um Details, insbes. bei der Beschreibung einzelner Kunstwerke.

Im Vorwort der Parkland-Ausgabe heißt es dazu:

"Es [das Buch] soll nichts weiter sein, als ein Lesebuch für die Freunde italienischer Kunst und italienischer Kultur. Darum ist auch alles fortgelassen worden, was rein kunstgeschichtliche Bedeutung hat. So ist es gelungen, auf einem verhältnismäßig knappen Raume die wichtigsten Künstlerbiografien Vasaris zusammenzufassen. Bei der Auswahl der Lebensbeschreibungen war dem Zweck des Buches gemäß neben der Bedeutung der in ihnen behandelten Künstler ihr kulturhistorischer Gehalt von wesentlicher Bedeutung. Daher fehlt die Lebensbeschreibungen so mancher Künstler, an deren Bedeutung kein Zweifel ist, während die anderer von minder hohem Rang, wie z. B. die des Malers Buffelmacco, ihren Platz in dem Buch erhalten hat.

Dieser Ausgabe ist die Übersetzung von Schorn und Förster zugrunde gelegt, weil sie meistens den Sinn richtig trifft und durch ihr etwas altertümliche Sprache dem Geist des Originals näher kommt, als es eine neue Übersetzung vermöchte. Sie ist natürlich genau durchgesehen und mit dem italienischen Original verglichen worden. Von Anmerkungen ist gänzlich abge-sehen worden, da es sich ja um ein Lesebuch, nicht um ein Lehrbuch handelt."

Trotz der hier genannten altertümlichen Sprache (ist mir gar nicht so aufgefallen) ist die Parkland-Ausgabe problemlos und uneingeschränkt flüssig zu lesen.am

Inhaltlich scheint die Manesse-Ausgabe wohl eher für wissenschaftlich orientierte Leser, auch wegen der 660 (!) Anmerkungen. Allerdings stellt sich für diesen die Frage, ob er dann nicht besser gleich zur Wagenbach-Ausgabe greifen sollte.

Was das Handwerkliche angeht: Die in Leinen gebundene Manesse-Ausgabe mit Schutzumschlag ist natürlich edler und wertvoller. Das Buch mit seinen 671 Seiten ist sehr handlich, die Schrift dafür aber relativ klein.

Die Parkland-Ausgabe ist auch gebunden, aber nur mit einem Papp-Umschlag. Die Schrift ist größer und daher angenehmer lesbar, das Buch mit seinen 607 Seiten aber immer noch handlich.

Fazit für mich: Obwohl die Manesse-Ausgabe sehr schön gemacht ist und die vielen Anmerkungen auch für den nicht wissenschaftlich orientierten Leser interessant sind, habe ich mich unter Preis-Leistungsaspekten für die Parkland-Ausgabe entschieden. Diese kostet nur rd. 40% der Manesse-Ausgabe und enthält darüber hinaus zusätzliche Biographien von (zumindest mir) bekannteren Künstlern.
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am 5. August 2005
Giorgio Vasari (1511-1574), der Architekt der Uffizien, Leiter zahlreicher Umbauten bedeutender Florentiner Kirchen, ein Schüler Michelangelos, gilt als Begründer der Kunstgeschichte; seine Biographien italienischer Künstler aus der Zeit der Renaissance sind bis heute ein Standardwerk. Sogar das Wort "Renaissance" ("Wiedergeburt") soll auf ihn zurückgehen.
Vasari sah sich selbst zwar vor allem als Künstler, doch bekannt wurde er durch sein literarisches Werk: seine kunstgeschichtlichen Betrachtungen und vor allem seine Künstlerbiographien, über 150 an der Zahl, von Cimabue bis zu Tizian. Hier liegen sie in einem Band vor.
Selten dürften auf so begrenztem Raum und in einem so kurzen Zeitraum dermaßen viele geniale Künstler gewirkt haben wie zu Vasaris Zeit in Italien, und ohne dessen Berichte wüsste man, trotz teilweise guter Quellenlage, vieles überhaupt nicht.
Die einzelnen Biographien sind vor allem auf die künstlerische Entwicklung des jeweiligen Malers, Bildhauers oder Architekten bezogen und mit vielen Anekdoten und kürzeren Bildbeschreibungen durchsetzt -- ganz im Stil der Zeit. Trotz kleinerer stilistischer Marotten lesen sich die "Lebensläufe" auch heute noch gut, die geballte Information wird gewissermaßen im Plauderton vermittelt.
Aber Vasari war nicht nur Künstler und nicht nur Biograph -- in allen Fragen der Kunst war er der Vertraute von Cosimo I, und das bedeutet: Ohne Vasari lief nichts in Florenz. Dies muss man bei der Lektüre stets im Hinterkopf behalten, denn Vasaris Biographien sind zwar durch die Bank weg enorm kenntnisreich, aber ob sie immer auch "sine studio et ira" verfasst wurden, das sei dahingestellt.
Die vorliegende "Manesse"-Ausgabe in der Übersetzung von Trude Fein ist gut lesbar und solide kommentiert; hinzu kommt die gute Ausstattung: Handliches Format dank Dünndruck und Leineneinband -- derlei ist nicht so leicht kaputtzukriegen. Das ist nicht unwichtig, denn dies ist die derzeit vollständigste verfügbare deutsche Ausgabe von Vasaris Werk, und daran dürfte sich in absehbarer Zeit auch nichts ändern, trotz der verschiedenen Teilausgaben des Wagenbach-Verlags.
Das einzige Manko dieses Bandes besteht darin, dass keines der vielen Kunstwerke abgebildet wurde, die Vasari erwähnt oder gar ausführlicher schildert; hier muss der interessierte Leser sich anderweitig behelfen. Andererseits wäre diese Ausgabe mit entsprechenden Abbildungen sicher auch nicht so preiswert... Insofern hat der Verlag dieses Dilemma gut gelöst. Schließlich führt kein Weg an diesem Werk vorbei für diejenigen, die sich für Kunst und/oder die Renaissance interessieren.
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am 19. Juli 2013
Vasari kann nicht hoch genug geschätzt werden, bei aller berechtigten Kritik zu seinen Erfindungen. Er gibt damit nämlich auch sehr viel Auskunft über sich selbst, und mit ein wenig Wohlwollen und Recherche landet man schließlich ohnedies bei den Fakten.
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