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am 11. März 2001
Eigentlich war ich auf eine reißerische Aufarbeitung über unsere "Untermieter" aus bzw. vorbereitet. Die 200 Seiten entpuppten sich als sehr gut recherchierte, unterhaltsame und ernstzunehmende Lektüre. In einem Zug lesenswert. Man hat das Gefühl, viele Milliarden Bakterien-, Viren-, Wanzen- und sonstwas-für-Augen beobachten den Leser während der Lektüre und hoffen, dass er beginnt sie wahrzunehmen und zu respektieren. Sie sagen dem Leser, Du bist unser Mikrokosmos und Feuchtbiotop, gehe sorgsam damit um. Es sollte allen manischen Reinheitsfanatikern als Pflichtlektüre empfohlen werden.
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Titel und Thema des Buches wecken natürlich gleich Interesse: Es geht um all die kleinen Lebewesen, die im und auf dem menschlichen Körper leben. Das Gebiet ist dabei recht weit gefasst worden: Neben Bakterien und Mikroben, finden sich auch Kapitel über Blutegel, Vampirfledermäuse und Viren in dem Buch. Wer jetzt feststellt, dass der eigentliche Inhalt des Buches auf unter 200 Seiten platz findet, weiß gleich: Alles wird nur kurz gestreift.

Tatsächlich ist "Leben auf dem Menschen" nicht mehr als eine Sammlung interessanter Wissenshäppchen. Die meisten Unterkapitel fassen lediglich eine Seite. Also: Zack: Zwei Inforamtionen und Zack, nächstes Thema! In die Tiefe geht kaum ein Kapitel, was schade ist. Übrigens beschäftigt sich kein Kapitel mit der "Geschichte" der Besiedler, der Untertitel ist also eher eine Mogelpackung. Zwar wird immer mal wieder auf die Historie Bezug genommen (Etwa, dass Kavaliere früher mal Flohkäfige mit sich führten), aber insgesamt sind die recht spärlich.
Interessant aber die Kapitel, die sich mit dem Stand der Forschung heute beschäftigen. Offenbar könnten sehr viel mehr Krankheiten auf Mikroben zurückzuführen sein, als lange vermutet.

Überhaupt passt ein Adjektiv besonders auf dieses Buch: "Interessant". Man erfährt wahrlich viel interessantes. Aber man bekommt alles eher Häppchenweise als gut aufbereitet serviert. Aufgrund mangelender Alternative und guter Lesbarkeit reicht das aber gerade noch für 4 Sterne.
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am 10. April 2012
Dank dieses Buches ändert man zwangsläufig seine Einstellung zu Bakterien. Einerseits habe ich begonnen sie als wertvolle Kumpels zu sehen, ohne die ich gar nicht überleben könnte und die mich vor so genannten Besiedlern schützen, andererseits muss ich zugeben, dass ich seit der Lektüre dazu neige, meinem Spülschwamm guten Morgen zu sagen und ihn regelmäßig mit kochendem Wasser überbrühe mit dem Gefühl einen Massenmord zu begehen. Das Buch ist eingängig, leicht zu lesen und gut verständlich. Und wenn ich versuchte meinen Freunden davon zu erzählen, hörte ich oft: ich will es nicht wissen! Schwerer Fehler, dieses Buch bereichert. Lesenswert durch und durch.
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am 3. September 2000
Ich bin bevorzugtes Mückenopfer, und eigentlich fürchte ich mich vor jeglichen Klein- und Kleinstlebewesen. Umso erstaunlicher ist es, dass ich dieses Buch geradezu verschlungen habe. Der Autor verbindet Anekdoten und literarische Zitate (z. B. Kafka, Süskind) mit wissenswerten Informationen und bietet auf diese Weise biologische Fortbildung in unterhaltsamer Form. Sogar mir ist nun klar geworden, wie wichtig "unsere Besiedler" - na ja, viele davon jedenfalls - für uns Menschen sind.
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am 4. März 2007
Viele wollen es nicht wahr haben, manche sind schlicht ahnungslos: Wenn wir nicht mit Mikroorganismen besiedelt wären, ginge es uns ganz dreckig - oder es ginge gar nichts.

Der Wissenschaftsjournalist, Wissenschaftsredakteur und Buchautor ("Heillose Medizin"; "Die Krankheitserfinder") gibt uns einen ungewohnten Einblick in das Biotop 'Mensch'. Sein Verdienst ist, Verständnis zu wecken für die Zusammenhänge und die Wechselwirkungen eines großartigen Ökosystems. Deshalb ist das Buch immer noch lesenswert, auch wenn die Erstausgabe bereits im Jahr 2000 erschienen ist und die Forschung im Detail fortschreitet (derzeit ist die 5. Auflage von 2006 im Handel).

Untrennbar mit uns verbunden ist eine unvorstellbare Zahl von Mikroorganismen. Bakterien, die uns während der gesamten Menschwerdung begleitet haben und auf den Mensch optimiert sind, dienen als Schutzschild gegen fremde Bakterien; andere verdauen unsere Speisen. Bakterien sind verantwortlich dafür, wie wir riechen (und wen wir mögen) und dafür, dass Hund Herrchen oder Frauchen wiedererkennt. Dadurch, dass wir dieses unser Ökosystem besser kennenlernen wird auch klarer, warum Infektion nicht das gleiche bedeutet wie Krankheit.

Jörg Blech bespricht Viren, Bakterien, Pilze, Amöben, kleinste Würmer und Milben (keine Angst, ganz winzig: 0,3 mm), Insekten und den Blutegel (den wir in Europa praktisch ausgerottet und gleichzeitig zum nicht zulassungspflichtigen Arzneimittel befördert haben). Wem's zu gruselig wird, darf sich dem Kapitel über die Verkeimungsphobie ("Klassiker unter den Zwangsstörungen") zuwenden. Wen das Gruseln schauerlich ergötzt lese nach, wie ein totes Schwein im Pyjama einen Mord aufklären kann.

Das ein oder andere Detail mag im Laufe der Jahre ergänzt werden müssen (so hofft der Autor im Kapitel über Papillomviren darauf, dass in "naher Zukunft" Impfstoffe gegen Viren entwickelt werden können, die in Menschen Tumoren hervorrufen: Im September 2006 wurde in der Europäischen Union der erste Impfstoff gegen Papillomviren zugelassen). Nicht ganz fair scheint mir der Seitenhieb gegenüber Ärzten zu sein. Jörg Blech impliziert, dass die seit den 90er Jahren zur Verfügung stehenden Antibiotikatherapie gegen Heliobacter pylori (Ursache von Magengeschwüren) deshalb zögerlich angewendet würde, weil sich an "Stammkunden" "trefflich" verdienen ließe. Da mag es noch andere nachvollziehbare Gründe geben. Jörg Blech hatte wohl damals schon für die erwähnten Bücher recherchiert, die in der Tat Missstände aufdecken.

Das Buch ist für Laien geschrieben und stellenweise geradezu spannend. Mancher Ratschlag (nicht zu übertrieben waschen, Zähne putzen) wird einsichtiger. Nachdem ich die Darstellung des Biofilms auf den Zähnen, dieses einzigartigen Netzwerks von etwa zwanzig kooperierenden Bakterienarten, studiert habe, bin ich erst mal Zähneputzen gegangen: Ein bewusster, radikaler Eingriff in mein Biotop. Ganz ohne schlechtes Gewissen.
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am 26. April 2001
Ein sehr gutes Buch: spannend und lehrreich zugleich. Manchmal gruselt's einen, wenn man liest, was alles auf unserem Körper wohnt. Aber jeder Mensch sollte dieses Buch lesen (insbesonders diejenigen Eltern, die meinen, ihr Kind dürfe sich nicht schmutzig machen !). Fazit: ein bißchen Dreck hat noch keinem Kind geschadet.
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am 20. Juli 2012
Hallo,
ich habe mir das Buch auf Grund einer Empfehlung von Achim Heukemes(Born to Run)bestellt.
Es ist sehr gut geschrieben, nie langweilig, lustig und informativ. Für Reinlichkeitsfanatiker
wahrscheinlich der blanko Horror. Michael Jackson hätte bei der Lektüre wahrscheinlich Suizid begangen.
Aber wenn man den Fakten ins Auge sehen kann und sich klarmacht das auf eine Körperzelle ca. 10 Besiedler kommen, kann sich eigentlich nie mehr das Gefühl von Einsamkeit breitmachen ;-). Also volle 5 Sterne, Lesetipp.
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am 8. Dezember 2014
Die größte Ironie stellen unwissend Reinlichkeitsfanatiker mit der Tendenz zur ausgewachsenen Zwangsneurose dar, deren Desinfektions- und Waschzwang sich zum Glück der Betroffenen nicht verwirklichen lässt. Eine gründliche Entfernung aller Keime, Mikroorganismen und Bakterien würde zu nichts geringerem als dem Tod des nunmehr blitzblanken, ehemaligen Wirts führen, da einige der kleinen Untermieter lebensnotwendig sind. Anschaulichstes Beispiel dafür bietet die Darmflora, da Stoffwechselprozesse und Verdauung ohne dezente Hilfe von mikrobakterieller Seite unmöglich wären. Auch die Haut verdankt ihren Bewohnern einiges und zeigt, wie oft symbiotische Beziehungen, anstelle von Infektionen, von den unterbewusst und ungerechtfertigt als reine Parasiten und Krankheitskeimen diffamierten Mikroorganismen ausgehen.
Einen wesentlichen Faktor stellen immer das richtige Verhältnis und eine ausgewogene Balance zwischen körpereigenen und körperfremden Organismen dar. So kann die eigentlich gute Beziehung zu den Besiedlern durch Krankheit, veränderte Lebensumstände oder Ernährung in Schieflage geraten und aus den eigentlichen Nützlingen Schädlinge werden. Reine Parasiten wie Zecken, Milben, Läuse und schädliche Krankheitserreger taugen selbstverständlich besser zur Veranschaulichung der Gefährlichkeit, samt Verkauf von Medikamenten und Panikmache, als relativ langweilige Symbionten. So hat sich der Blutegel zu einer effektiven Behandlungsform gemausert und manch eine Therapieform wie die, allein bei Nennung der Bezeichnung in neue Dimensionen der Widerwärtigkeit vordringende, Stuhltransplantation heilt Krankheiten innerhalb kürzester Zeit, für die ansonsten langwierige Behandlungen mit Nebenwirkungen verursachenden Medikamenten notwendig wären.
Viele unserer unsichtbaren Begleiter haben sich in Jahrmillionen auf den Menschen optimiert, was man eindrucksvoll am Besiedelungsvorgang eines Neugeborenen beobachten kann. Bei der Geburt noch steril, beginnt die Erkundung des Neulandes durch Mikroorganismen in Windeseile. Kommen zu wenig Keime an den neuen Erdenbürger, wird er genau so krank und anfällig für Allergien wie wenn er unter unhygienischen Bedingungen zu leiden hat. Genau aus dem Grund sind Desinfektionsmittel abseits von professionellen Anwendungsbereichen eher schädlich als sinnvoll, da sie nicht nur die Haut reizen, sondern gleichzeitig das natürliche Milieu zerstören und somit unter Umständen schädlichen Invasoren Tür und Tor öffnen. Ein gutes Beispiel, wozu dies führen kann sind die in Krankenhäusern und Tierfabriken immer schneller um sich greifenden multiresistenten Keime, die die Wirksamkeit neuer Antibiotika innerhalb weniger Monate aushebeln. Im Gegensatz dazu verteidigen am Menschen sesshaft gewordene Keime ihr Territorium gegen Neuankömmlinge und gewährleisten so ein natürliches Gleichgewicht. Auch biologische Reinigungsmittel arbeiten nach dem Prinzip einer angemessenen Säuberung, ohne total verheerte und entvölkerte Oberflächen zurückzulassen, und gewährleisten trotzdem Schutz.
Es besteht auch Verdacht zu der Annahme, dass einige Fähigkeiten sowohl menschlicher Zellen, der DNA als auch mancher Stoffwechselfunktionen durch die Einflüsse speziell von Viren, die seit zig Millionen Jahren Veränderungen an sich selbst und ihren Wirten vornehmen, verursacht wurden. Somit könnten diverse, nützliche Eigenschaften, die das Überleben oder überhaupt die evolutionäre Entwicklung bis zum Menschen hin ermöglichten, nur durch die unsichtbare Intervention der kleinen Helferlein möglich geworden sein. Konkretere Verdachtsmomente bis hin zu Auflösungen der Rätsel werden von den Genetikern und Biochemikern der Zukunft offeriert werden. Aber allein die Vorstellung, wie viel unter Umständen durch bewusstseinlose, nur einer zu erahnenden Programmierung gehorchenden Lebensformen bewirkt wurde, ist fantastisch. Und welche Möglichkeiten sich eröffnen werden, diese bisher von selbst ablaufenden Prozesse gezielt zu steuern und damit Synergieeffekte für Wirt und Bewohner zu generieren. Oder zumindest für den Wirt.
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am 18. Juli 2000
neben umfassender kenntnis in biochemie und biologie besitzt der autor jede menge humor, der das lesen immer wieder zu einem besonderen vergnügen macht. allein die tatsache, dass wir gerade mal 1% unserer uns bewohnenden bakterien und viren kennen, laesst auf viele fortsetzungen dieses aussergewoehnlichen buches hoffen! uneingeschraenkt zu empfehlen (es haetten ruhig mehr seiten sein koennen!)
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am 8. Dezember 2000
Dass der Mensch Bestandteil eines großen Ökosystems ist, dürfte sich in den letzten 30 Jahren herum gesprochen haben. Dass es gilt, dieses im Interesse des Überlebens auch des Menschen zu erhalten, dürfte eine weitere Aussage sein, die heute kaum noch jemand bestreiten würde.
Daß allerdings der Mensch mit allen sich in und auf ihm befindlichen Pilzen, Sporen, Bakterien auch ein Ökosystem darstellt, welches verstanden werden sollte, ist eine neue Aussage; zumindest für den, der sich bislang nicht fachlich mit der Materie beschäftigt hat. Jörg Blech gelingt es, dieses in allgemeinverständlicher und manchmal auch unterhaltsamer Form darzustellen.
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