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Kommentar: kart. München : Luchterhand-Literaturverl., 2002. 195 S. ; 19 cm Minimale Gebrauchsspuren. Nur vorsichtig drin gebl?ttert. Sehr sch?nes Buch. Preisschild klebt sogar noch auf dem Buch. Als Mängel-Exemplar gekennzeichnet. ISBN: 3630620302
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Laut und Luise Taschenbuch – 20. März 2002

4.5 von 5 Sternen 2 Kundenrezensionen

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Pressestimmen

"Klaus Wagenbach war der erste, der merkte, daß man Jandl nicht nur lesen, sondern auch hören muß." (Stuttgarter Zeitung) -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Rezension

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Laut und Luise
OA 1966 Form Gedichtsammlung Epoche Moderne
Der Gedichtband Laut und Luise war die bahnbrechende Arbeit im Werk von Ernst Jandl. In ihrer Absage an die übliche Syntax und den konventionalisierten Wortgebrauch spiegelt diese Gedichtsammlung eindrucksvoll den radikalen Anspruch des Autors an die Poesie.
Entstehung: Seit den späten 1950er Jahren hatten Einzelveröffentlichungen experimenteller Gedichte von Jandl Entrüstungsstürme bei der konservativen Kritik ausgelöst, die diese Art der Dichtung als Provokation empfand. Die Suche nach einem Verlag, der das Wagnis unternahm, eine Sammlung dieser Gedichte herauszugeben, gestaltete sich äußerst schwierig. Unter dem Titel Laut und Luise erschien sie schließlich im Walter Verlag – mit weitreichenden Folgen für den Lektor Otto F. Walter. Das Buch wurde auch innerhalb des Verlags als unerträgliche Provokation angesehen. Walter musste den Verlag verlassen; mit ihm gingen 17 deutschsprachige Autoren.
Inhalt: In Laut und Luise hat Jandl Sprechgedichte, Lautgedichte und visuell wirkende Texte vereint. Es finden sich darin aber auch Gedichte traditioneller Form, da es dem Autor nicht um das Sprachexperiment an sich ging, sondern um die Suche nach einer seinen Vorstellungen entsprechenden Form der Poesie und nach Gedichten, »die nicht kalt lassen«.
Unter Sprechgedichten verstand Jandl Gedichte, die ihre volle Wirkung erst bei lautem Lesen entfalten. Sie arbeiten mit der Zusammenziehung oder Dehnung von Wörtern, der Zerlegung und Neuanordnung ihrer Silben, des Auslassens der Vokale etc. Eindrucksvolles Beispiel für ein Gedicht auf der Grundlage dieser Technik ist »schtzngrmm«, das die akustische Situation in einem Schützengraben nahe zu bringen versucht und sich in reiner Buchstaben- bzw. Lautreihung auflöst: t-t-t-t. Im Gegensatz zum Sprechgedicht bleibt beim Lautgedicht das Wort nicht mehr Gegenstand der Dichtung. Es wird seines Aussagewerts beraubt und in seine einzelnen Buchstaben bzw. Laute zerlegt, die isoliert oder neu zusammengefügt werden, so im Gedicht »Bericht über Malmö«: …m/l/am/ öm/ma/lö/mal… Der den Band abschließende Zyklus »klare gerührt« führt visuell wirkende Poesie vor Augen. In 17 Variationen werden die beiden titelgebenden Wörter bzw. Wortteile bis hin zu einzelnen Buchstaben in den Zeilen und auf der Seite so angeordnet, dass grafische Figuren entstehen. Hier ist nicht mehr nur der Satz seiner Syntax und das Wort seiner Bedeutung entleert, auch der dem Buchstaben zugehörige Laut ist von untergeordneter Bedeutung. Da die Gedichte einen anderen Sinn ansprechen, bleiben sie jedoch sinnvoll.
Sinn und Bedeutung dieser Dichtung erschließen sich am leichtesten in der Zusammenschau der einzelnen Teile des Buchs. Traditionelle Versformen stehen neben grafischen Gedichten, witzige und groteske Sprachspiele (BESSEMERBIRNEN/als mehr kanonen) neben Gedichten über die Sprache und das Gebaren des Faschismus (wien:heldenplatz). Es ist die formale wie inhaltliche Vielfalt, die dieses Buch zu einem wahren Lese- und Sehvergnügen werden lässt.
Wirkung: Der Versuch des Lyrikers, die Sprache aus den Fesseln konventionellen Sprechens und Schreibens zu befreien, war erfolgreich. Jandl ist der meistgelesene und meistgehörte Autor experimenteller Literatur im deutschsprachigen Raum und auch international anerkannt. Mit Laut und Luise hat er ein »Musterbuch moderner Textverfahren« (Karl Riha) vorgelegt, das die Lyrik revolutionierte. R. F. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Top-Kundenrezensionen

Von Ein Kunde am 3. September 1999
Format: Taschenbuch
Jandl-Liebhabern mit schmalem Geldbeutel und Jandl-Neulingen sei dieser Band wärmstens ans Herz gelegt. Denn Jandl ist was ganz Besonderes. Jandl hat der Lyrik des 20. Jahrhunderts neue Wege gezeigt, mit Sprache umzugehen. Jandl zerpflückt nicht nur Sätze, sondern auch Wörter und Laute. Nicht mehr nur die simple Bedeutung des Wortes an sich ist wichtig, sondern seine Vielseitigkeit, seine Mehrdeutigkeit und auch seine Form.
Dabei wird der Leser vom Dichter gefordert. Jandl-Gedichte kann man nicht einfach durchlesen und hat deren Sinn erschlossen. Man muss kämpfen für die Erkenntnis, mit den Worten ringen, Verbindungen finden, Strukturen erkennen, sich Kontexte dazudenken. Selbstverständlich, dass das nicht immer gelingt - viele Gedichte werden dem Leser wohl auf ewig verschlossen bleiben. Aber hat man erst mal den einen oder anderen Trick durchstiegen, wächst der Reiz, weiter zu suchen und zu entschlüsseln. Und schnell wird man merken, dass in den Gedichten auch eine nicht zu verachtende Portion Humor steckt. Aber Jandl ist nicht nur lustig, in die Sprachspiele mischt sich auch Ernst, z.B. in Kriegsgedichten.
All diese Eigenheiten machen Jandl lesenswert. Schade ist nur, dass in diesem Band, der sicher vor allem für Neueinsteiger interessant ist, der Leser mit den Gedichten alleine gelassen wird; dass ein "Sprungbrett" fehlt. Ein weiterer Kritikpunkt ist das (sicherlich der Form der Gedichte geschuldete) uneinheitliche Layout des Buches, welches etwas sehr zusammengeschustert wirkt.
Trotzdem bleibt es dabei: dieses Buch ist lesens - bzw. erarbeitenswert, denn Jandl ist was ganz Besonderes. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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Von Elpokko am 8. September 2011
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Vielen Menschen fällt beim Thema Jandl nur "ottos mops" ein. Immerhin ist es schon ein kleines Wunder, dass dieses Jandl Gedicht überhaupt seinen Weg in das deutsche Bildungsbürgertum gefunden hat. Aber das kann sich ja Dank dieses Bandes schnell ändern.
Jeder, der Kinder hat oder mit Kindern arbeitet, hat mit diesem Band die Möglichkeit, Kinder in allen Altersstufen für einen spielerischen Umgang mit der deutschen Sprache zu begeistern.
Jandl, der selber als Lehrer tätig war, zerlegt Laute, Wörter und Buchstaben in lebendige Momente des Sprache Erlebens.
Wenn man Freude am lebendigen Gestalten von Erziehung und Bildung hat, ist man bei diesem Band an der richtigen Stelle.
Jandl hilft, sich nicht nur der Sprache zu bedienen und sich ihr und ihren Regeln zu unterwerfen, sondern sich selbst in und an der Sprache zu bedienen, sie in Besitz zu nehmen und mit ihr zu spielen.
Konkurrenzlos günstig wie diese Sammlung Jandl'scher Lyrik ist, sollte man als Bildungsbegleiter und/oder Lyrik begeisterter Zeitgenosse nicht lange überlegen und bedenkenlos zuschlagen.
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