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Kundenrezensionen

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am 21. Mai 2014
Vorweg geschickt: ich selbst hätte mir das Buch wahrscheinlich nie gekauft. Ich bekam es geschenkt und dann liest man es auch, vor allem wenn der Schenker nachfragt, wie es denn gefallen hat. Ehrliche Antwort: ich fand's lustig! Was man doch so alles als Biografie verkaufen kann!
Allerdings hat mich dieses Buch dazu animiert, einmal genauer nach der Familie Herbert im World Wide Web zu forschen und was dabei herauskam was schon sehr interessant. Leider steht davon nur ein kleiner Teil in dieser "Biografie", in der die beschriebene Person und ihre Angehörigen trotz mancher Anekdote immer fremd bleibt.
Die Autorin - derzeit die 8. Gräfin von Carnarvon - und 2. Ehefrau des Titelträgers kam als bürgerliche Wirtschaftsprüferin ins Schloß. Als solche war sie auch dringend vonnöten, denn der Kasten drohte einzustürzen. Also setzte die frisch gebackene Gräfin alles in Bewegung, um die für die Sanierung erforderlichen Gelder irgendwie zusammen zu kriegen. Dabei müssen ihr wohl die Parallelen ihrer Person zur Urgroßmutter ihres Mannes aufgefallen sein, die Ende des 19. Jahrhunderts mit ihrer Mitgift den Ruin der Fam. Herbert abwendete. Womit dann wohl auch die Idee geboren war, diese Geschichte zu Geld zu machen.
Grundsätzlich legitim - aber leider fehlte es der Autorin an der erforderlichen schriftstellerischen Begabung (wofür sie sich im Vorwort auch fast entschuldigt) und für einen Ghostwriter das Geld. So wurde aus dem Leben der Lady Almina eine süßliche Aneinanderreihung von Geschichten, in denen die Handlungen der wirklichen Personen meist von den Vorstellungen der Autorin überdeckt werden. Das beginnt damit, was Almina gefühlt und gedacht hat als sie zum Traualtar schreitet und gipfelt in den Gedanken ihres Sohnes, als der 1923 am Sterbebett seines Vaters steht. Woher will die Autorin das wissen? Als Leser erwarte man bei solch sensiblen Themen zumindest Zitate aus Tagebüchern oder Briefen. Die fehlen aber an dieser Stelle, als hätten die Mitglieder der Familie Herbert entweder keine Tagebücher geführt, oder es wurden keine überliefert.
Später werden dafür zuhauf Dankesbriefe zitiert, die den Eindruck erwecken, Almina sei so etwas wie eine frühe Mutter Teresa gewesen. Dabei überliest man nur allzu schnell, dass das "Krankenhaus" das sie führte, in der Regel max. zwei Dutzend Patienten beherbergte. Angesichts der Opferzahlen des ersten Weltkriegs - besonders auf englischer Seite - lächerlich!
Die Biografie endet denn auch sehr schnell, nachdem der 5. Earl von Carnarvon in Ägypten an einer Sepsis stirbt. Zwar wird die - nach unanständig kurzer Trauer geschlossene - zweite Ehe Alminas und ein damit verbundenes Gerichtsverfahren noch erwähnt, aber damit ist das Buch auch schon zu Ende und die in eine Gloriole gehüllte Almina entschwindet unter Danksagungen in die Geschichte. Die Autorin unterschlägt den allmählichen sozialen Abstieg und den wohl durch einen Hühnerknochen ausgelösten tragischen Erstickungstod im biblischen Alter von über neunzig Jahren.
Fazit: Wer etwas zur Erhaltung dieses durchaus beeindruckenden Schlosses beitragen will, sollte das Buch kaufen. Ansonsten kann man auch gut darauf verzichten. Über die Menschen, die in der Zeit von 1895 bis 1925 auf Highclere gelebt und gearbeitet haben, sagt dieses Werk eigentlich nichts aus.
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am 4. Juli 2016
Die Serie Downton Abbey ist zwar sehr angelehnt an die vergangene Geschichte Englands Anfang des 20. Jahrhunderts, jedoch im alltäglichem Leben eher vernab jeglicher Realität.

Dieses Buch beschreibt das Leben von Groß- und Kleinadel zu Beginn des 20 Jahrhunderts, des spätviktorianischem Zeitalters Englands.. Insbesonders das Leben von Lady Almina Carnavon und ihrem Umfeld. Was diesen Leuten in ihrem Leben wichtig war, welche gesellschaftliche Zwänge ihnen von Geburt an auferlegt waren, sowie die Wichtigkeit des damaligen Materialismus und Verschwendungssucht.
Auch wenn Lady Almina eine sehr angagierte, hilfsbereite Persönlichkeit war, ist es trotzdem (für mich) erschreckend, mit welcher Maßlosigkeit, auch sie gelebt hat. Die Spange zwischen Arm und Reich klafft exorbitant außeinader und das Ende dieser maßlosen Übermäßigkeit ist vorhersehbar.

Wenn in der Serie Downton Abbey die Güte und Menschlichkeit von Lord und Lady Grantham vorbildlich ist, ist sie vernab jeder Realität wie es tatsächlich war.

Fazit: ein sehr lesenswertes Buch, gibt großen Einblick in die damalige Gesellschaft von Arm und Reich der späteren viktorianischen Zeit.

Lieferung und Verpackung wie immer TOP.
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VINE-PRODUKTTESTERam 28. August 2015
Dieses Buch dokumentiert auf unterhaltsame und informative Art die Kulisse der Erfolgsserie "Downton Abbey" - Highclere Castle, das Schloss der Earls of Carnarvon. Es ist gleichzeitig die Lebensbeschreibung der Gräfin Almina von Carnarvon, die im Jahre 1895 den 5. Earl dieses Hauses heiratet und damit einen enormen gesellschftlichen Aufstieg schafft.

Auf Liebesglück in der Ehe und glanzvolle Zeiten folgt der Erste Weltkrieg. Almina macht aus dem Schloss ein Luxuslazarett für verwundetete Soldaten. An Geld fehlt es ihr nicht. Sie hat nicht nur einen reichen Ehemann. Ihr Vater, Alfred de Rothschild, stellt ihr immer wieder große Summen zur Verfügung, die sie mit vollen Händen großzuügig ausgibt: Für Bälle und Festivitäten, aber auch für ihre Krankenhäuser im Schloss und in Lodon, für erstklassiges Pflegepersonal und moderne medizinische Betreuung und Apparaturen.

Nach Kriegsende blicken die Familie und ihr Haushalt auf herbe Verluste: Viele Männer sind gefallen oder werden vermisst. Das Elend lässt sich mit Händen greifen. Die Schrecken des Krieges werden übrigens ausführlich und mit wirklich grauenhaften Details geschildert!

Nach Kriegsende erleben Almina und ihr Ehemann noch einige erfüllte Jahre. Doch der 5. Earl stirbt kurz nach der Entdeckung des Grabes von Tut Ench Amun, dessen Ausgrabung er finanziert hat. Die Ägyptologie war zeitlebens seine Leidenschaft. Der Earl stirbt allerdings nicht an einem Fluch, wie die Sensationspresse damals behauptete, sondern an einer Krankheit.

Als Fan die Serie "Downton Abbey" hat die Lektüre dieser Lebensbeschreibung und der historischen Hintergründe des "wahren Downton Abbey" mir viel gebracht. Man sieht diese Episoden dann mit anderen Augen.

Das Buch enthält auch eine Reihe von Fotos und Illustrationen, die sehr interessant sind und einen guten Einblick in das Schloss vermitteln.
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am 22. Dezember 2013
Das Buch bietet einen ausführlichen Einblick in das Leben von Lady Almina, anscheinend einer illegitimen Tochter des reichen Alfred de Rothschild:

Wie sie, die eigentlich aus bürgerlichen Verhältnissen kommt, in die Adelsfamilie der Canarvons einheiratet, dadurch Hausherrin von Highclere Castle (heute der Drehort der Serie "Downton Abbey") wird und in die britische High Society aufsteigt, bis hin zu ihrem Engagement für verwundete Soldaten in Zeiten des ersten Weltkrieges, als sie Highclere inmitten der Kriegswirren mithilfe der finanziellen Unterstützung von de Rothschild zum Krankenhaus umfunktioniert. Auch ihr Mann, der Earl of Canarvon, der seiner Liebe für Archologie, Ägypten und schnelle Autos frönt und zusammen mit Howard Carter das Glück hat den Sensationsfund der Tutenchamun-Gruft zu machen, wird ausführlich thematisiert. Die Kinder der beiden und weitere Familienmitglieder werden ebenso in diese Darstellung miteinbezogen und deren Leben mit allen Höhen und Tiefen erfahrbar gemacht.

Das Buch ist informativ, gut verständlich geschrieben, liest sich locker (wie beispielsweise in meinem Falle als Bettlektüre) und hat nur wenige Längen. Originalfotos von Almina, ihrer Familie und Freunden, sowie von Briefen bringen einem die Countess of Canarvon und ihr Leben zu Beginn des 20. Jahrhunderts und ihre weitverzweigte Familie näher.

Etwas irritierend ist allerdings, dass sowohl Almina als auch ihr Mann ausschließlich in sehr positivem Licht gesehen werden. Natürlich erwarte ich bei diesem Buch keine psychologische, allumfassende Abhandlung, sondern eine unterhaltsame, detailreiche Lektüre - aber das ein oder andere Zugeständnis an die (sicher vorhandenen) charakterlichen Schwächen oder Marotten der Herrin von Highclere Castle und ihrer (angeheirateten) Adelsfamilie hätte das Buch im Nachhinein etwas glaubwürdiger und die Darstellung vollständiger gemacht.

Wer "Downton Abbey" kennt, wird in der Beschreibung mancher Diener, Freunde und Verwandter, die Almina in ihrem ereignisreichen Leben begleiteten den ein oder anderen Charakter oder Handlungsstrang aus der Downton Abbey-Serie wiedererkennen. Was das Lesen umso vergnüglicher macht.
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am 29. Juli 2016
Diese Rezension habe ich auch im NEWS-TICKER Nr. 434 vom 28. Juli 2016 beim TITANIC-MUSEUM-GERMANY verfasst und veröffentlicht:

(Zitat:) ,,Wer die britische TV-Serie „Downton Abbey“ sah und liebte, der wird dieses Buch regelrecht verschlingen. Nein, nicht was man jetzt zwangsläufig denken wird: Erst die Serie, dann auch noch ein Buch …, na toll. Nein, dieses Buch wurde von der Gräfin von Carnarvon geschrieben und beriet auch das TV-Team mit den Hintergründen zum „wahren Downton Abbey“. Schließlich basiert die Serie auf der Geschichte des Hauses, wo die Serie dann auch zugleich gedreht wurde. Doch wer war Lady Almina? Die Dame gab es wirklich und es ist eigentlich ihre Geschichte, die der Geschichte des Hauses zu Grunde liegt. Sie kam aus bürgerlichen Verhältnissen und heiratete mit 19 Jahren in die feine Gesellschaft des Hauses ein, denn sie heiratete niemand geringeren als den Grafen von Carnarvon, Herr von Highclere Castle, wie das Gebäude tatsächlich heißt. Als sie in der feinen Gesellschaft aufsteigt, scheint ihr Leben eigentlich perfekt, doch mitunter versteht sie sich mit dem Dienstpersonal besser, als mit den Aristokraten, die zu Besuch kommen. Aber als Erbin eines immensen Vermögens und Frau eines Adligen, weiß sie wie bedeutend ihre Rolle ist, feiert rauschende Feste und hüllt sich in immer neue Kleider. Doch dann, mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges, nimmt Lady Alminas Leben eine unerwartete Wende und sie muss um den Erhalt der Familie und das Anwesen beweisen, was wirklich in ihr steckt. – Das Buch von Gräfin von Carnarvon erinnert sicherlich an die TV-Serie „Dowton Abbey“, bietet aber eigentlich ein Stück britische Adelsgeschichte vom Feinsten. Die vielen s/w Original-Fotos aus dem privaten Familienalbum und der zeitgenössischen Presse bringen dem Leser die Geschichte und das „wahre Downton Abbey“ ganz nah heran. Das Buch ist auch aus historischer Sicht sehr empfehlenswert und die Hardcoverversion bietet mehr als 300 Seiten spannende Lesestunden. Erschienen ist die deutsche gebundene Fassung im MGV-Verlag unter der ISBN 978-3-86882-476-6 und ist absolut empfehlenswert. + + +"
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am 4. Oktober 2015
sehr interessantes Buch über das "wahrelLeben auf Highclere Castle......und die geschichtlichen Hintergründe waren sehr informativ für mich!mfg Maria haas...danke für ein historisches Zeit Dokument!
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am 15. Februar 2014
Zuerst war ich sehr enttäuscht, dass die für mich sehr schöne Serie Downton Abbey gar nicht viel mit der wahren Geschichte, die hier in dem Buch erzählt wird zu tun hat - die Namen sind anders, die Familie ist anders, die Bediensteten sind anders, eigentlich ist alles ganz anders...... ABER wenn man sich dann das Buch durchliest, ist man gefesselt von den Menschen, den Geschehnissen, den Handlungsorten, und man liest das alles separat von den Filmen der Serie. interessant, spannend und wirklich lesenswert!!!!
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am 19. Juni 2014
Dieses Buch gibt uns einen sehr guten Einblick in das Leben und Arbeiten vergangener Zeiten. Es wurde mir als Leserin bewusst, wie wichtig es ist, dass wir heute in Frieden leben können. Durch die Erzählungen aus dem Leben der Lady Almina wird deutlich, wie viel Rechte wir heute als Frau haben und wie hart erkämpft diese Rechte sind. Das Buch gibt außerdem Einblick in die Welt innerhalb von Highclere Castle. Man fühlt sich fast wie ein Teil des Ganzen. Egal ob man es aus der Sicht der Bediensteten oder der Herrschaften sieht. Sehr interessant war auch die Tatsache, dass sich auch die Reichen in den Zeiten des Krieges arrangieren mussten und wie tapfer Lady Almina sich für die Kranken und Verwundeten und ihre medizinische und seelische Versorgung gekümmert hat.
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am 29. Januar 2014
Wer die Serie mag, wird auch dieses Buch sehr gerne lesen. Es sind leicht zugängliche historische Fakten und Hintergründe beschrieben, die Geschichte der Familie Carnarvon und das England des ersten Weltkrieges werden sehr eingängig dargestellt. Für alle Dowton Abbey Fans ein interessantes Vergnügen. Es mag vielleicht ein wenig geschönt worden sein, wie das Leben der Lady Almina am Ende verlief, aber wie in einer Bewertung geschrieben, dass hier komplett verschwiegen würde dass sie zum Ende ihres Lebens andere Verhältnisse erleben muß, kann ich nicht sagen. Alles in Allem kann ich dieses Buch sehr empfehlen.
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am 22. Februar 2014
Ein Zeitdokument, dass sich sehr schön lesen lässt. Die Bilder die dabei entstehen, lassen ein typisch englisches Herrenhaus-Gefühl aufkommen und man kann sich sehr gut vorstellen wie es in dieser Zeit zugegangen ist.
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