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Labyrinth der Spiegel: Roman Taschenbuch – 8. Dezember 2010

4.3 von 5 Sternen 27 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Sergej Lukianenko, 1968 in Kasachstan geboren, studierte in Alma-Ata Medizin, war als Psychiater tätig und lebt nun als freier Schriftsteller in Moskau. Er ist der populärste russische Fantasy- und Science-Fiction-Autor der Gegenwart, seine Romane und Erzählungen wurden mehrfach preisgekrönt. Die Verfilmung von "Wächter der Nacht" war der erfolgreichste russische Film aller Zeiten.

Christiane Pöhlmann (geb. 1968) studierte Slawistik, Germanistik und Geschichte an der FU Berlin, außerdem Russisch und Italienisch im Dipl.-Studiengang Übersetzen an der Humboldt-Universität und der Staatlichen Moskauer Linguistischen Universität. Ihre literarischen Vorlieben sind breit gestreut, reichen von der Übersetzung russischer Jugendliteratur und Fantasy (Lukianenko) bis zur italienischen Klassik (Tarchetti). Christiane Pöhlmann arbeitet auch als Literaturkritikerin (FAZ, taz).


Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Von Bücherfresser TOP 1000 REZENSENT am 14. Dezember 2010
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Es ist schon eine paradoxe Entwicklung, deren Zeuge man dank des Heyne-Verlags werden kann: wir durften Lukianenko mit dem Wächter-Zyklus auf dem vorläufigen Höhepunkt seines schriftstellerischen Könnens kennenlernen - und erleben ihn jetzt sozusagen "unloaded". Soll heißen, Stück für Stück führt man den Leser mit Veröffentlichungen in die Vergangenheit. Jeder erwartet den "neuen Lukianenko", erhält jedoch einen immer älteren.

Auch wenn das die Rezension schwieriger macht, darf man diesen Umstand nicht dem Autor vorwerfen. Daher begebe ich mich jetzt auch mal flugs in der Zeit zurück und versuche, das Buch mit Augen von 1996 zu lesen, als es im Original erschienen ist... Wow! Das ist ja cool. Doom ist grade mal 3 Jahre alt und jedes Monster, dass ich näher als einen Gewehrlauf an mich ranlasse, ist pixelig. Aber Lukianenko hat da eine viel bessere Idee: der User taucht IN die virtuelle Realität ein. Dort ist alles möglich und das in bester Auflösung. Na das ist ja spannend. Seit Gibsons Neuromancer habe ich nichts mehr so interessantes gelesen. Und Lukianeko hat sogar eine äußerst originelle Idee, wie man in die VR hineinkommt, und das auf Pentium-Hardware. Super...

Zurück zu heute: hätte man den Roman damals zeitnah veröffentlicht, wäre er richtig spannend gewesen und der Plot hätte insgesamt vollkommen überzeugt. Denn es ist eben nicht nur die technische Seite, die Lukianenko im Auge hat, sondern immer auch die menschliche, in jeder Hinsicht. Was macht den Mensch zu Menschen und kann er sich das auch in der VR bewahren? Das Erbe der Strugatzies schimmert durch.
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Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
In diesem Buch geht es diesmal um eine Virtuelle Realität, in die die gesamte Menschheit gezogen wurden ist.

Der Protagonist bekommt eine Aufgabe einen Spieler auf einem Spiel in dieser wirtuellen Realität zu befreihen. Auf dem Weg zur Rettung trifft er viele andere Charaktere und die Story entwickelt sich um den Protagonisten und dem gefangenen Spieler gut weiter.

Die virtuelle Realität sowie auch das Spiel selber werden sehr detailverliebt beschreiben, sodass man sich alles sehr gut vorstellen kann. Das Ende empfinde ich zwiegepalten. Auf der einen Seite gefällt mir das Ende auf der anderen Seite ist es mir zu fiktiv.

Jeder soll es für sich entscheiden. Trotzdem spreche ich eine klare Kaufempfelung aus
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Format: Taschenbuch
Ljonja lebt in - aus Sicht der 90er Jahre - einer nicht allzufernen Zukunft. Vor einigen Jahren ist etwas passiert, das das Internet revolutioniert hat: Jemand hat 'die Tiefe' erfunden. Eine geniale Idee - durch die Betrachung eines psychedelischen Filmchens wird das menschliche Gehirn beim Eintauchen in eine virtuelle Umgebung mit dem Datenhelm so manipuliert, dass es mangelnde Details in einer virtuellen Welt einfach aus dem eigenen Erfahrungsschatz ergänzt und sie damit so real erscheinen lässt, dass der Nutzer denkt, er sei tatsächlich noch in der Realität.
'Die Tiefe' ist also eine Art Super-Internet in Form einer gigantischen, frei begehbaren virtuellen Stadt, die wiederum Absprungpunkte in alle möglichen anderen virtuellen Welten bereithält. Die Menschen verbringen enorm viel Zeit in dieser Umgebung - was dazu führt, dass auch ein großer Teil des weltweiten Geschäftslebens hier stattfindet. Der Übergang zwischen Realität und Virtualität ist nur an definierten Punkten möglich, da das Hirn aufgrund der speziellen Natur der 'Tiefe' nicht mehr einfach so in die Realität zurückfindet - und ein virtueller Tod kann auch in der Realität einen solchen Schock auslösen, dass der Körper ernstliche Schäden davonträgt.
Das Konzept erinnert ein wenig an Tad Williams' geniale Otherland-Tetralogie.
Ljonja jedenfalls lebt in St Petersburg und ist etwas Besonderes - nämlich ein Diver. Er gehört zum kleinen Prozentsatz der Menschen, deren Hirn gegen die Manipulation teilweise immun ist und der daher jederzeit in die Realität auftauchen kann. Das ermöglicht ihm, allerlei Jobs auszuführen, die auch mal in legalen Grauzonen angesiedelt sind - z.B.
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Format: Taschenbuch
Ich habe bisher jedes einzelne Buch von Sergej Lukianenko gelesen, oder sollte ich besser sagen "verschlungen". Zum Buch:
An dem Setting merkt man, dass das Buch schon 1996 geschrieben wurde.
Die Idee, die Sergej Lukianenko hier in einer Geschichte verwebt ist jene, dass ein gewisser russischer Informatiker mit Namen Dibenko durch Zufall (oder auch nicht durch Zufall ;-)) einen Weg findet dem Unterbewusstsein des Menschen vorzugaukeln, dass das was am Bildschirm in teilweise schäbiger Grafik passiert echt ist. Das Unterbewusstsein ergänzt die dargestellten Szenen automatisch und so wird ein uraltes Spiel wie Doom plötzlich zum echten Survival Horror.

Die Idee an sich ist genial, alleine die Vorstellung von einer solchen Technik bringt einen schon zum Grübeln. Second Life wird plötzlich real und sieht echt aus, World of Warcraft ist nicht mehr nur ein Rollenspiel, sondern man lebt tatsächlich seinen Avatar. Lukianenko wusste, als er das Buch geschrieben hatte noch nichts von einem Second Life oder World of Warcraft, aber er verwebt in diese Idee schon alle möglichen Spiele-Settings.
Man merkt daran, dass er selbst ein Gamer war/ist, oder sich zumindest sehr zur IT hingezogen fühlt (Wer Trix Solier gelesen hat wird es auch dort bemerkt haben - Stichwort Quests). Er benutzt Gamer-Fachausdrücke, wie "Lamer", "Newbie" und "rulz" und bringt dem Leser die virtuelle Welt anschaulich näher. Auch Leser ohne Gaming und IT Erfahrungen kommen hier auf ihre Kosten. Etwas Grundwissen zum Thema Computer (CPU, Arbeitsspeicher, VR-Brille, Server, Sockets, Hosts, usw.) sind aber sicherlich nicht verkehrt. Ansonsten dürfte der Lesespass etwas an der zunehmenden Abstraktion leiden.
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