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Kundenrezensionen

4,6 von 5 Sternen
18
4,6 von 5 Sternen
La Traviata
Format: Audio CD|Ändern
Preis:14,73 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 9. November 2013
Ich bin kein Klassik-Spezialist, daher gehört diese Oper für mich zum absoluten Minimum-Kenntnisstand. Heißt aber auch, dass ich sie in diversen Versionen gehört und gesehen habe. Und von diesem Standpunkt her muss ich sagen, dass ist die unschlagbar beste Interpretation, die ich bislang wahrgenommen habe. Das macht sich schon im Vorspiel bemerkbar: Während das bei vielen Aufnahmen einen brachialen Andre-Rieu-Charakter verleiht bekommt, ist es hier sehr dezent und emotional.
Aber dann kommt der wirkliche Pluspunkt: Frau Caballé ist die ehrlichste Violetta, die ich bislang gehört habe. Nichts wirkt künstlich, nichts übertrieben, nichts angestrengt. Selbst ohne Kenntnis der Handlung oder der italienischen Sprache versteht man, was vor sich geht. Ich kaufe ihr die Rolle einfach ab. Und obendrauf klingt es einfach schön.
Dazu kommt, dass die Aufnahme in allen Rollen hervorragend besetzt ist. Jeder interpretiert seinen Charakter mit der angemessenen Intelligenz. Das Orchester ist angenehm zurückhaltend und setzt nur an den wichtigen Stellen entsprechende Akzente.
Kurz: Mit dieser Aufnahme kann man nichts falsch machen. Für Einsteiger eine Offenbahrung, für Kenner eine Befriedigung (schätze ich). Undbedingt anhören!!
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TOP 1000 REZENSENTam 14. September 2013
Es gibt unendlich viele Aufnahmen von La Traviata - da kann man leicht eine übersehen. Das wäre bei dieser Einspielung von 1967 sehr schade - ist sie doch m. E. die insgesamt überzeugendste Gesamtaufnahme der Traviata überhaupt:

Als Maria Callas einmal gefragt wurde, wen sie als ihre Nachfolgerinnen betrachte, antwortete sie: "Caballé! Nur Caballé!" Wenn man eine Aufnahme als Beleg für diese Auffassung heranziehen möchte, dann diese: Montserrat Caballé war immer eine technisch brillante Sängerin, beschränkte sich aber in vielen ihrer späteren Aufnahmen häufig darauf, ihre Virtuosität und ihre schwebenden Pianissimi in höchster Lage zur Schau zu stellen.

Hier dagegen bietet sie eine herzzerreißende Darstellerung der liebenden und sterbenden Frau - und zeigt sich deshalb wirklich als legitime Callas-Nachfolgerin.

Ihr Alfredo ist Carlo Bergonzi, der anerkannt eleganteste und stilsicherste Verdi-Tenor der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Wie in nahezu allen seinen Aufnahmen erweist er sich auch hier als Idealbesetzung.

Der Amerikaner Sherrill Milnes schließlich singt den Georges Germont gewohnt ausdrucksvoll und trotzdem mit feiner Phrasierung. Allerdings fehlt seinem jugendlich-hellen Timbre noch etwas das dunkel-autoritäre Element, dass diese Vaterfigur auch braucht, um zu überzeugen, besonders in den Dialogszenen mit seinem "Sohn" - Bergonzi war zum Zeitpunkt der Aufnahme 43, Milnes erst 32. Musikalisch ist es ein Genuss, ihm zuzuhören.

Die Nebenrollen sind ausgezeichnet besetzt, Chor und Orchester der RCA Italiana musizieren präzise und klangschön.

Erfreulich ist auch, dass die Aufnahme vollständig ist: Anders als in vielen älteren Aufnahmen sind die Arien des Alfredo und Germont père komplett einschließlich der beiden Cabalette, ohne die beide Rollen oft reichlich verkürzt waren und deren Entfernung zu unschönen Schnitten geführt hatte.

Wenn man etwas bemängeln möchte, dann vielleicht das etwas betuliche Dirigat von Georges Prêtre, der den dramatischeren Momenten der Oper einiges von ihrer Wirkung nimmt.

Insgesamt bietet diese Aufnahme das vielleicht überzeugendste "Gesamtpaket": Die einzige Studio-Traviata der Callas leidet unter indiskutablen Mitstreitern, die zahlreichen Live-Aufnahmen unter der Technik; Sutherlands erste Aufnahme ist musikalisch gleichwertig, aber nicht ganz so ausdrucksvoll; Scottos zweite Aufnahme stimmlich schon etwas überreif, usw.. Nur Carlos Kleibers großartige Münchner Aufnahme finde ich als Ensembleleistung ähnlich überzeugend. Allerdings fehlt auch ihr die großartige Caballé.
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am 30. Januar 2010
Wenn ich Freunden, die bisher noch nicht viel mit Opern zu tun hatten, nun jedoch einen Einstig suchen, eine Oper empfehle, so ist das in der Regel Verdis "La Traviata". Und wenn ich ihnen dann auch noch eine Aufnahme empfehlen soll, dann ist es in der Regel die vorliegende Einspielung unter Georges Prêtre aus dem Jahre 1967. Bei dem breiten Angebot an neuen Einspielungen kommt da natürlich die Frage auf: Wiese gerade diese?
Nun - das liegt daran, dass ich bis heute keine bessere gehört habe, sei es was die Gesamtanlage angeht, sei es die Leistungen des Ensembles betreffend.
Da ist zuerst einmal die traumhafte Montserrat Caballé, die hier als noch verhältnismäßig junge Sopranistin glänzt und dabei so ziemlich alle Konkurrentinnen - von der Callas bis zur Gruberova - weit hinter sich lässt. Bei ihr herrscht eine Leichtigkeit in der Gestaltung der Partie, eine Stimmbeherrschung, eine Klangästhetik, die ihresgleichen sucht. Man denke nur an die unwiederbringliche Interpretation des Brindisi ("Libiamo ne'lieti calici") oder an das Finales des ersten Aktes ("È strano, è strano! Ah forse lui" / "Follie! Follie!" / "Sempre libera"). Hier erlebt man die Caballé auf der Höhe ihrer Kunst. Da sitzt jedes Pianissimo, auch und gerade in den Spitzenlagen, da perlen die Koloraturen nur so dahin, jeder einzelne Ton ist plastisch gestaltet, einzeln erfassbar und nicht so breeig wie bei vielen der berühmtsten Primadonnen - Maria Callas sei hier nicht ausgeschlossen. Doch ist es nicht nur der champagnerlaunige Ton, der von Montserrat Caballé vorbildlich getroffen wird. Auch die ernsten, tragischen Szenen ("Ah, dite alla giovine") bis hin zum Tod der Violetta sind voller Tiefgang und rühren wahrhaftig an.
An der Seite der großen Sopranistin steht mit Carlo Bergonzi einer der wichtigen Tenöre des 20. Jahrhunderts. Leichte Tongebung, klares Timbre ohne forciertes Gequetsche, feine Charakterzeichnung - alles Fähigkeiten die diesen Sänger auszeichnen und neben der großen Primadonna nicht verschwinden lassen. Herrlich besonders die Tenorarien ("Un die felice eterea", "De'miei bollenti spiriti"), in denen Bergonzis elegante Stimme besonders gut zur Geltung kommt und in denen er es vorbildlich schafft, den Romantiker Alfredo zu charakterisieren.
Und wie um die exzellente Besetzung abzurunden, gibt Sherrill Milnes, einer der bedeutendsten Verdi-Interpreten seiner Zeit, den alten Germont, Alfredos Vater, schwankend zwischen gesellschaftlichem Druck und Mitleid für Violettas Situation. Auch hier gibt es nichts zu kritteln: Milnes liefert - man möchte fast sagen "wie immer" - eine erstklassige Interpretation ("Di Provenza") und behauptet so einen eindrucksvollen Platz neben dem starken Protagonistenpaar.
Gekrönt wird das Ganze durch George Prêtres herrliche Arbeit mit dem RCA Italiana Opera Orchestra and Chorus. Mit romantischem Gestus (herrlich das Vorspiel), mit leichtem und in der Regel recht angebrachtem Hang zum Sentiment, jedoch ohne dickes Pathos, unterstützt er sein Spitzenensemble, ohne diese je in den Hintergrund zu drängen. Es fällt nicht schwer zu verstehen, warum viele große Sänger diese Ära gern mit Prêtre zusammenarbeiteten, verstand dieser Dirigent doch ganz offensichtlich etwas von Gesang.
Insgesamt eine hinreißende Einspielung.
44 Kommentare| 35 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 2. Juni 2011
Die im Juni 1967 von Georges Pretre eingespielte Traviata ist ein Musterbeispiel für Musikalität und Ensemblegeschlossenheit. In das ansonsten nicht prominent besetzte Ensemble fügen sich die drei Protagonisten Caballe, Bergonzi und Milnes nämlich wirklich ein und stechen nicht aus sängerischem Selbstzweck daraus hervor.
Pretre lotet und leuchtet die Partitur am Pult des RCA Opern Orchesters formidabel aus, lässt der Musik Zeit sich natürlich zu entwickeln, kann aber auch - wo notwendig - musikalische Akzente setzen.
Die junge Montserrat Caballe ist eine hervorragende Violetta, die mit ihrer berühmten Piano- und Legatokultur die verletzliche Seite der Kurtisane etwas in den Vordergrund stellt; ebenso kann sie hingegen mit perlenden Koloraturläufen in ihrer großen Szene des ersten Akts glänzen.
Carlo Bergonzi beeindruckt mit im Kern kräftigem lyrisch strahlenden Tenor; er war im Gegensatz z. B. zu Giuseppe di Stefano nie ein Sänger, der große Experimente gewagt hat, was ihm allerdings auch eine länger andauernde Karriere bescherte. Das Stilgefühl, dass er zudem hier an den Tag legt, lässt keine Wünsche offen.
Sherril Milnes klingt hier als Père Germont nicht ganz so distinguiert wie unter Kleiber, er gibt mit seinem Kavalierbariton ein farbiges Portrait der Vaterfigur.
Das restliche Ensemble kann ebenfalls überzeugen, eine musikalische Offenbarung und Referenz ist diese Aufnahme allemal.
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am 12. Juni 2007
Vor nun vierzig Jahren wurde diese Aufnahme der Traviata gemacht und das Solistentrio ist auch nach dieser Zeit immer noch in die erste Reihe einzuordnen:

Montserrat Caballé, damals 34 Jahre, hatte alle stimmlichen Voraussetzungen für diese Partie. Die Virtuosität stand ihr zu Gebote,am meisten beeindrucken allerdings ihre zarten Töne. Violetta stirbt immerhin vorzeitig an Schwäche. Der gesamte dritte Akt ist gekennzeichnet von einer moribunden Violetta. Das will man hören, und Montserrat Caballé bringt uns die gebrochene und zerbrechliche Violetta nah.Perfekter Gesang.

Carlo Bergonzi hat den unschätzbaren Vorteil, ein Tenor mit unbestechlichem Geschmack zu sein. Da hört man niemals Schluchzer und Drücker von Tenören, die meinen, sie müssten die Noten von Verdi " anreichern", dieses Werk in Wirklichkeit verkitschen, nicht an die Kraft der Musik glauben. Nichts dergleichen bei Bergonzi.Zitat:Bergonzi verfügte über eine ausgefeilte Atemtechnik und eine vokale Farbpalette, die es ihm ermöglichte, sehr unterschiedliche Charaktere dazustellen." Sein Alfredo ist gerade in der Nüchternheit der Darstellung beispielgebend.

Sherill Milnes,Zitat:One of the most thrilling voices to be heard" gibt einen eindrücklichen Vater Germont.

In der Zeiten der Hype um Netrebko und Villazon sollte man sich dieser Schätze erinnern !
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TOP 1000 REZENSENTam 13. Mai 2014
Es gibt unendlich viele Aufnahmen von La Traviata - da kann man leicht eine übersehen. Das wäre bei dieser Einspielung von 1967 sehr schade - ist sie doch m. E. eine der, wenn nicht die insgesamt überzeugendste Gesamtaufnahme der Traviata überhaupt:

Als Maria Callas einmal gefragt wurde, wen sie als ihre Nachfolgerinnen betrachte, antwortete sie: "Caballé! Nur Caballé!" Wenn man eine Aufnahme als Beleg für diese Auffassung sucht, bitte, hier ist sie: Montserrat Caballé war immer eine technisch brillante Sängerin, beschränkte sich aber in vielen ihrer späteren Aufnahmen häufig darauf, ihre Virtuosität und ihre schwebenden Pianissimi in höchster Lage zur Schau zu stellen. Hier dagegen bietet sie eine herzzerreißende Darstellerung der liebenden und sterbenden Frau - und zeigt sich deshalb wirklich als legitime Callas-Nachfolgerin.

Ihr Alfredo ist Carlo Bergonzi, der anerkannt eleganteste und stilsicherste Verdi-Tenor der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Wie in nahezu allen seinen Aufnahmen erweist er sich auch hier als Idealbesetzung.

Der Amerikaner Sherrill Milnes schließlich singt den Georges Germont gewohnt ausdrucksvoll und trotzdem mit feiner Phrasierung. Allerdings fehlt seinem jugendlich-hellen Timbre noch etwas das dunkel-autoritäre Element, dass diese Vaterfigur auch braucht, um zu überzeugen, besonders in den Dialogszenen mit seinem "Sohn" - Bergonzi war zum Zeitpunkt der Aufnahme 43, Milnes erst 32. Musikalisch ist es ein Genuss, ihm zuzuhören.

Die Nebenrollen sind ausgezeichnet besetzt, Chor und Orchester der RCA Italiana musizieren präzise und klangschön.

Erfreulich ist auch, dass die Aufnahme vollständig ist: Anders als in vielen älteren Aufnahmen sind die Arien des Alfredo und Germont père komplett einschließlich der beiden Cabalette, ohne die beide Rollen oft reichlich verkürzt waren und deren Entfernung zu unschönen Schnitten geführt hatte.

Wenn man etwas bemängeln möchte, dann vielleicht das etwas betuliche Dirigat von Georges Prêtre, der den dramatischeren Momenten der Oper einiges von ihrer Wirkung nimmt.

Insgesamt bietet diese Aufnahme das vielleicht überzeugendste "Gesamtpaket":

Die einzige Studio-Traviata der Callas leidet unter indiskutablen Mitstreitern, die zahlreichen Live-Aufnahmen unter der Technik; Sutherlands erste Aufnahme ist musikalisch gleichwertig, aber nicht ganz so ausdrucksvoll; Scottos zweite Aufnahme stimmlich schon etwas überreif, usw.. Nur Carlos Kleibers großartige Münchner Aufnahme finde ich als Ensembleleistung ähnlich überzeugend. Allerdings fehlt auch ihr die großartige Caballé.
22 Kommentare| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
VINE-PRODUKTTESTERam 9. Juli 2014
die >traviata< der caballé sollte man m.e. doch relativieren zwischen ihrer musikalisch-sängerischen wertschätzung und
gestalterischen qualität, der imaginerten präsenz, bei opern allemal unverzichtbar.
wer verdi resp. dumas und seine >kameliendame< als tragisch-bürgerliches schauspiel einer prekären weiblichen existenz und
die operntransformation >traviata< ernst nimmt, wird sich nicht nur mit belcantistischen wohlgesang zufrieden geben können,
sondern die gestalt, die kontur der figur violetta und ihre immanente ausdruckspotenz berücksichtigen müssen.
alle und alles um ihre person spielen dabei um ihr schicksal als prekäre person eine für die rolle gestalterische fallhöhe,
die man auch hören resp. sehen, hörend sehen muss!
seit der callas-traviata, ob in mailand, lissabon oder london, habe ich keine annähernd so intensive und glaubwürdige
rollengestaltung dieser figur gehört, nein, klanglich erlebt.
davon ist die caballé, fein und präzis und sogar besser singend, weit entfernt.
in analogie zu titelrollen, konnte man jahre später in der hochgerühmten muti-aufnahme die beiden >aidas< vergleichen:
die caballé imponiert wieder mit cremig-flutendem piano-legato des gesangs einer besseren bediensteten der rivalin amneris
des ägyptischen königshauses und am nilufer, fernab eines seelischen, existentiellen leidensdrucks, schicksalfrei.
als spanisch-intern geschulte belcantissima wurde sie als callas-nachfolgering von der rca-pr-musik-comp. schnell propagiert,
allerdings ohne deren passioniertes werkimmanent-reflektiertes ausdruckspotenzial.
caballé konnte sich nie über die grösse ihres schöngesangs hinaus als Charakter profilieren:
der exentielle wahnsinn einer sozial prekären, zwiespältigen violetta oder einer jungfräulich, manisch-erotischen salome
waren ihr fremd und lagen ausserhallb ihres gestaltungshorizonts.
für mein verständnis ist diese caballé->traviata< allemal edles second-hand.
rein orchestral gestaltet prétre auf schwungvoll-differenziert hohem niveau, wie immer mit verve, bleibt aber auch mit kleibers
münchner hofbräu-einspielung zweite wahl, weil kleiber diese verdi-schmonzette zu einem oper-sinfonischen drama gestaltete
als ein musiktheater auf höchstem niveau. klar, da wurde manipuliert, und domingo war nicht immer >in time on top< -
aber kleiber hatte mit der contrubas eine stimmlich durchaus adäquate und akzeptable, weniger feinsinnig-perlende, aber eine
voll engagierte, rollenkonforme sänger-darstellerin, von der man auch wahrnimmt, wovon sie weniger schön als caballé singt!
allerdings, was die neueren traviata-wahrheiten anbelangt - nach salzburg-netrebko u.a. - es gibt da eine verstörende produktion
aus aix-en-provence von peter mussbach, eine arte-aufzeichnung, mit der faszinierend singend-agierenden >mireille delunsch,
deren traviata-darstellung dieser figur zeitgemäss wohl sehr nahe kommt.
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am 16. April 2017
Nur gute Bewertungen? Ich hätte keinen Stern vergeben, wenn ich's nur könnte. Diese Musik ist grauenvoll SCHNELL wiedergegeben, weswegen das Anhören zu einer Mutprobe mutiert. Wozu solch eine Gräueltat notwendig gewesen war, ist mir wahrlich schleierhaft. Um den gelangweilten Pop-Liebhaber nicht zu lange der Folter der Klassik auszusetzen und durch die geringere Dauer mehr Käufer anzulocken? Ich weiß es nicht. Fest steht, die Oper ist beschleunigt worden, was das Anhören unvorstellbar anstrengend macht und den ganzen Spaß an einem der schönsten klassischen Musikstücks verdirbt.
Falls das aus irgendeinem Grund unklar sein sollte: die Bewertung bezieht sich selbstredend auf diese CD und MP3, also speziell auf diese Wiedergabe der La Traviata, und nicht auf die La Traviata generell..
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am 4. November 2013
Die im Juni 1967 von Georges Pretre eingespielte Traviata ist ein Musterbeispiel für Musikalität und Ensemblegeschlossenheit. In das ansonsten nicht prominent besetzte Ensemble fügen sich die drei Protagonisten Caballe, Bergonzi und Milnes nämlich wirklich ein und stechen nicht aus sängerischem Selbstzweck daraus hervor.
Pretre lotet und leuchtet die Partitur am Pult des RCA Opern Orchesters formidabel aus, lässt der Musik Zeit sich natürlich zu entwickeln, kann aber auch - wo notwendig - musikalische Akzente setzen.
Die junge Montserrat Caballe ist eine hervorragende Violetta, die mit ihrer berühmten Piano- und Legatokultur die verletzliche Seite der Kurtisane etwas in den Vordergrund stellt; ebenso kann sie hingegen mit perlenden Koloraturläufen in ihrer großen Szene des ersten Akts glänzen.
Carlo Bergonzi beeindruckt mit im Kern kräftigem lyrisch strahlenden Tenor; er war im Gegensatz z. B. zu Giuseppe di Stefano nie ein Sänger, der große Experimente gewagt hat, was ihm allerdings auch eine länger andauernde Karriere bescherte. Das Stilgefühl, dass er zudem hier an den Tag legt, lässt keine Wünsche offen.
Sherril Milnes klingt hier als Père Germont nicht ganz so distinguiert wie unter Kleiber, er gibt mit seinem Kavalierbariton ein farbiges Portrait der Vaterfigur.
Das restliche Ensemble kann ebenfalls überzeugen, eine musikalische Offenbarung und Referenz ist diese Aufnahme allemal.
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am 25. April 2016
Diese Aufnahme der Traviata unter der Leitung von Prêtre ist eine der besten, die ich je gehört habe. Die Protagonisten sind alle großartig. Besonders hervorzuheben sind, meiner Ansicht nach, die brillante, mitfühlende Interpretation der Violetta durch die Caballé und die warme, facettenreiche Stimme von Milnes als papà Germont.
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