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Kundenrezensionen

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am 17. Juli 2015
Damals, Anfang der 90er überspülte die Grungewellle so ziemlich alles, was dem Zeitgeist des Vorgängerjahrzehnts entsprach. Besonders in der Rockmusik gab es nur wenige Ausnahmen. Eine von ihnen hört auf den Namen White Zombie und dies hier ist ihr Album, mit dem der unverhoffte Durchbruch nach jahrelangem Herumkrebsen im New Yorker Untergrund gelang. In der heutigen Zeit wurde ihr Schaffen von den Erfolgen des Soloprojekts von Sänger Rob Zombie überschattet, womit man dieser Truppe jedoch mehr als Unrecht tut. Denn auch wenn ich Robs Alben nicht missen möchte, seinen Zenit erreichte er hier. Zusammen mit dem Nachfolger „Astro Creep: 2000“ stellt dieses Album hier eine leider fast vergessene Perle der 90-er dar, auch wenn man dem Sexorzisten etwas Zeit geben muss.
Mit dem Hochglanz Industrialrock späterer Jahre hat das hier nämlich wenig zu tun, die No-Budget Produktion war dem noch geringen Bekanntheitsgrad der Band geschuldet. Dass die Songtexte im, nebenbei großartig gestalteten, Booklet abgedruckt sind, ist nur sinnvoll, denn was Rob da ins Mikro nuschelt, ist nahezu nie zu verstehen. Damit hätten wir die negativen Kritikpunkte aber auch schon hinter uns.

Es gibt um ehrlich zu sein nur eine handvoll Metalbands, die mir uneingeschränkt zusagen, warum aber dafür diese vier New Yorker mit ihrem bekloppten Horrorimage?
Nun, zunächst mal weil sie dem oft eher unfreilig komischen, bisweilen sogar kitschbeladenen Klischeemetal mit einer gewaltigen Portion Ironie und Humor entgegentreten, dabei aber nie wie eine Clownstruppe wirken, die sich über ein Genre lustig macht, sondern den abgefahrenen Trash, von dem ihre Lieder handeln bis aufs Äußerste zelebriert.
Alleine das hebt White Zombie aus dem Einheitsbrei als erfrischend coole Abwechslung heraus, aber selbstverständlich wäre das Quartett mit den lustigen Frisuren ohne die entsprechend starke musikalische Untermalung nicht mal die Hälfte wert.
Ein Großteil von „La Sexorcisto- Devil Music Vol.1“ (welch ein Albumtitel!) besteht aus höllisch groovendem Mid-Tempometal (Black Sabbath und Pantera wären wohl als größte Einflüsse zu nennen), der nur oberflächlich betrachtet zum stumpfen Image passt. Denn obwohl es so gut wie keine Melodien gibt, brennen sich die Refrains unweigerlich fest und öfter als erwartet, gelingt den beiden Songschreibern (Gitarrist J. und die hübsche Bassistin Sean Yseult) das ein oder andere Kabinettstückchen.
Der unverschämt eingängige Hit „Thunderkiss '65“ dürfte der bekannteste Song sein, doch der derbe Opener „Welcome To Planet MF“, das von leichtlebeigen Frauen handelnde „Grindhouse A-Go-Go“, der etwas flottere Smasher „Black Sunshine“, sowie der beste Song der Platte „Thrust!“ stehen dem in Nichts nach.
Besonders interessant wird es aber wenn White Zombie jenes Terrain verlassen: „Soul Crusher“ überrascht mit ungewohnter Songstruktur und vielen Tempowechseln, für das wunderschöne Gitarrenintro von „I Am Legend“ würden Metallica ihren Bassisten verkaufen und das gänzlich gestörte „Spiderbaby Yeah-Yeah“ driftet gegen Ende in orientalisch-psychodelische Welten ab.
„Cosmic Monsters Inc.“, „Starface“ und „Warp Asylum“ stechen zwar nicht großartig heraus, halten „La Sexorcisto“ jedoch auf schwindelerregend hohem Niveau.

1. Welcome To Planet MF/ Psychoholic Slag 10/10
2. Knuckle Duster 1-a
3. Thunder Kiss '65 10/10
4. Black Sunshine 9/10
5. Soul Crusher 8/10
6. Cosmic Monsters Inc. 7/10
7. Spiderbaby Yeah-Yeah 9/10
8. I Am Legend 9/10
9. Knuckle Duster 2-b
10. Thrust! 10/10
11. One Big Crunch
12. Grindhouse A-Go-Go 8/10
13. Starface 6/10
14. Warp Asylum 7/10

93/110

Fans von Black Sabbath, Ministry oder Pantera sollten unbedingt ein Ohr riskieren und dank der schwachbrüstigen Produktion etwas Geduld mitbringen. Dann wird man an diesem durch und durch amerikanischen, hierzulande völlig unterschätzten Klassiker seine helle Freude haben.

Kurz gesagt: Metal, wie er sein kann, es aber leider viel zu selten ist
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am 29. Juli 2004
Diese CD ist meiner Meinung nach die beste CD, die Rob und seine Crew je gemacht hat. Astro Creep 2000 hat zwar meiner Meinung nach auch 5 Sterne verdient, aber dieses Album ist noch ein Tick besser.
Lieder wie "Welcome to Planet Motherfucker", "Thunder Kiss '65", "Cosmic Monster Inc.", aber auch Titel 14, "Warp Asylum", das zu Beginn ruhigste und langsamste Stück der CD, diese Titel sind so kraftvoll, werden niemals langweilig und lassen einen richtig mitrocken.
Ich habe diese CD schon etwas länger, und ich habe mir inzwischen auch noch die anderen beiden White Zombie Alben (Astro Creep-2000 und Supersexy Swingin' Sounds) gekauft.
ICH KANN NUR JEDEM RATEN, SOFORT DIESE CD ZU KAUFEN. AB IN DEN WARENKORB. Diese CD ist der Hammer.
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am 2. April 2001
Dieses Album ist auf geniale Weise grob und ungeschliffen, nichts erweckt den Eindruck, dass White Zombie hiermit die breite Masse durchschnittlicher Plattenkonsumenten erreichen wollten. Gerade deshalb ist diese CD erfrischend anzuhören und mit dem Ausdruck "ungeschliffen" ist keinesfalls gemeint, dass die Platte unausgegoren wäre - ganz im Gegenteil. Die hängenden Bassriffs, der süffige Gesang (alkgeschwängert)und die originell positionierten Samples aus alten Horror- und Softsexklassikern kreieren eine unterhaltsame Atmosphäre - nicht zuletzt Horrorfilmfans werden Spaß am Entdecken der Samples haben.
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am 7. März 2013
Ich bin durch Zufall an diese Band geraten und mir gefiel sehr, was ich da hörte. Der Sound erinnert sehr an den Stil von Godsmack oder an die guten alten Sachen von Metallica. Den Fans dieser beiden Bands kann ich nur empfehlen, hier mal reinzuhören. Es könnte Euch gefallen.
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am 6. März 2004
"La Sexorcisto: Devil Music Vol.1" markiert das erste musikalische Auftreten der Zombies aus dem Jahre 1992: Eine Bande echt guter Musiker und ein etwas ausgeflippter Frontmann mit einem speziellen Faible für Horrorfilme und Gruseliges an sich versuchen experimentell, diese beiden Komponenten zu vereinen und das Resultat nennt sich dann "White Zombie".
Der markante Sound, der vor allem drei Jahre später durch "Astro Creep: 2000" prägend auf einige Bands der Neunziger ausstrahlt, wird auf diesem Album ergründet und in seinem Grundgerüst manifestiert, ohne dabei aber zu sehr ins Detail zu gehen. Das erste Werk aus Rob Zombie's Gruselschmiede wirkt eher roh und trashig, was auch an der mangelhaften Produktion liegen mag, denn was die Soundqualität angeht, klingt "La Sexorcisto" wirklich, als hätte man die Scheibe direkt in Mrs.Monsters Garage aufgenommen und an einem kleinen PC mit stark begrenzten Arbeitsspeicher überarbeitet. Da fehlte wohl einfach (noch) das Geld.
Über die Abstriche bei der Produktion kann man aber getrost hinwegsehen, denn die Musiker präsentieren sich als durchaus talentierte Instrumentalisten, die Spass machen: Ivan DePrume setzt sein recht lautes Drumset ausgewogen und vielseitig ein, indem er den Hörer mit hallenden Toms, regelmässig auftretenden Double-Bass-Hieben und verschiedenen Trommelwirbeln traktiert, wobei er auch noch intelligente Pausen setzt und dabei einen unterhaltsamen eigenen Stil entwickelt. Der Bass, der von der Zombie-Dame Sean Yseult gezupft wird, trägt durch schwere Basslinien sehr zum Grooven bei und treibt die Musik andererseits auch stetig voran, während J. an den hochgezerrten sechs Saiten auf der Suche nach dem typischen Zombie-Gitarrensound oft noch heavy-metal-lastig auftritt und zwischen ächzenden Solos und sehr harten Riffs einiges ausprobiert und sein Instrument ordentlich hernudelt.
Das Ergebnis ist eine impulsive Mischung aus solidem Hardrock und progressivem Metal, worauf Rob Zombie dann bereits in der für ihn so typischen Weise seinen Stempel presst. Er demonstriert mit seinem fiesen Gesang bzw. Gegröhle eindrucksvoll, dass man vor allem in der Rockmusik kein guter Sänger sein muss, um gut zu klingen, denn seine etwas proletenhaft anmutenden Vocals passen ausgezeichnet zu den Inhalten von abgespaceten Monstern, vollbusigen Dämonen-Mädels und teuflischen Autos. Man darf hierbei aber natürlich nicht den Fehler machen, Rob Zombie zu ernst zu nehmen, das tut er wohl selbst nicht, denn es steckt immer auch einiges an Humor und besonders auch Fantasie und Träumerei in der Musik, auch wenn es auf den ersten Blick nicht immer so deutlich wird. Dabei lohnt es sich auch, das überwiegend mit comicartigen Illustrationen des Frontmanns selbst bestückte Booklet zu betrachhten, welches dem Gesamtbild einen passenden Rahmen verleiht. Man muss Zombies Sprache eben verstehen lernen.
Auch wenn er diesbezüglich auf diesem Album schon massig Lernmaterial bietet, fällt einem Kenner späterer Werke auf, dass der Sänger noch relativ viel Raum für die anderen Musiker lässt, sodass es auf "La Sexorcisto" auch mal zu länger anhaltenden Instrumental-Passagen kommt, deren Erzeugnisse dann eindrucksvolle Stimmungen sind, die man einfach genießen sollte.
Den angestrebten Spagat zwischen Rockmusik und Horror erreichen White Zombie neben diesen noch nicht so stark ausgeprägten instrumentalen Schauerstimmungen insbesondere durch die Einspielung zahlreicher Ausschnitte aus alten Horrorklassikern oder femininen Stöhn-Samples vor allem zwischen den Songs. Der später perfektionierte Horror-Sound wird auf diesem Album aber insofern noch nicht ganz erreicht, da man es nicht schafft, die schaurigen Aspekte direkt in die Musik zu integrieren. Stattdessen wird der Hörer eher durch die direkt vor die Tracks an sich gestellten Grusel-Extrakt-Intros in die gewünschte Stimmung gebracht, welche dann während den noch halbwegs genormten Songs weiteranhält und dann erneuert wird.
Das Experiment funktioniert also, auch wenn White Zombie noch nicht ganz genau zu wissen scheinen, wo sie musikalisch hinwollen. "La Sexorcisto" dient einerseits dem Ausloten des Zombie-Styles, es bietet aber andererseits mit "Tunder Kiss '65" oder "Black Sunshine" (Gastauftritt Iggy Pop) auch schon echte Klassiker, die wirklich Spass und vor allem Lust auf mehr machen.
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am 11. Dezember 2014
...die Band und Mucke erklärt sich eigentlich von selbst. Die Platte enthält einige Klassiker und der Nachfolger ist ein "Must-Have".
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