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Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen
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am 6. Juli 2015
Eine spannende Endzeit-Geschichte, deren Handlung durchaus im vorstellbaren Bereich ist (hoffentlich nicht so bald). Man kann gar nicht mehr aufhören zu lesen; außerdem sind die Handlungsweisen sämtlicher Beteiligter jederzeit nachvollziehbar und für mein Empfinden auch immer logisch. Habe im ganzen Buch nicht eine einzige Stelle gefunden, wo man gesagt hätte: "Das macht doch kein Mensch so" und das schätze ich sehr! Der Schreibstil ist auch klar, verständlich, einfach schön!
Habe soeben den zweiten Teil bestellt, der ist gerade erschienen, freue mich drauf!!
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TOP 1000 REZENSENTam 22. Mai 2016
Ich mag Dystopien sehr gerne und bin ein riesen Fan von die Tribute von Panem, Divergent etc.
Landsby gab es als Angebot bei Amazon, sodass ich zugeschlagen habe.
Das Buch ist angenehm frisch und jugendlich geschrieben und behandelt durchaus aktuelle Themen.
Ich mag die Erzählweise sehr gerne. Das Buch baut gute Spannung auf und hat eine interessante Story und ist sehr dynamisch.
Die Hauptcharaktere sind sehr gut und strukturiert erzählt und man entwickelt direkt Sympathien.

Ich möchte hier ganz bewusst nicht auf die Handlung eingehen, aber sie unterscheidet sich stark von Die Tribute von Panem oder Divergent und geht eher in Richtung Maze Runner. Eine Kurzzusammenfassung folgt weiter unten.
Wer Dystopien mag, aber nicht wieder ein aufgewärmtes Panem lesen möchte, hat hier gute Chancen auf etwas erfrischend Neues.
Zu einem so günstigen Preis sollte man die Chance nutzen.

*****Zur Handlung:*****
Die Welt ist nicht mehr die, die sie Heute ist.
Die Menschheit ist, wegen einem Virus, fast ausgerottet.Die übrig gebliebenen Menschen leben zusammen und versuchen mithilfe von Genetik, wieder ein normales Leben zu führen. Leider sind Frauen und auch Männer meist unfruchtbar, sodass sich die Population kaum erholt.
Jule lebt mit ein paar Freunden und ihrem Vater in einer Kolonie. Sie ist 18 Jahre und einer der wenigen fruchtbaren Menschen.
Ihr Vater ist ein hohe Tier und drängt sie in ein Reproduktionsprogramm, sodass sie viele Kinder zeugt und un im Dienste der Kolonie handelt. Im Gegenzug erhält die Familie eine reiche Vergütung und die "Freiwilligen" werden als Helden gefeiert.
Jule findet die Vorstellung nicht gerade toll und findet heraus, dass an Genen geschraubt wird, um "Übermenschen" zu schaffen. Die Ausbeute ist gering, die meisten Menschen werden zu Mutanten und werden entsorgt. Jule flüchtet und gelangt in ein Dorf voller Mutanten, anfangs ist es für sie der Horror, doch nach und nach entwickelt sie Sympathien für die Mutanten und verliebt sich sogar in einen.
Sie möchte für die Gleichstellung von Mutanten und Menschen kämpfen und das bisherige System zerstören...

Schaut euch das Buch einfach an ;)

Vorteile:
+ interessante Story
+ toll geschrieben
+ erfrischend Anders
+ kein Panem Aufguss

Nachteile:
- mir nicht bekannt
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am 1. Mai 2014
Jule lebt in einer Kolonie, abgeschottet von der Außenwelt. Die Welt ist nicht mehr so, wie wir sie kennen. Durch einen Virus wurde beinahe die gesamte Menschheit ausgelöscht. Nur die entsetzlich verstellte Mutanten und anderes Pack leben außerhalb der Koloniemauern. Vorallem vor den Mutanten wird gewarnt. Kanniablen, Vergewaltiger und Mörder sollen sie sein. Von klein auf lernt jeder in der Kolonie wie gefährlich die Mutanten sind, wie sich die Symptone des Virus äußern und wieso man die Außenwelt meiden sollte. Doch auch innerhalb der Stadtmauern gibt es Ungerechtigkeit und dunkle Geheimnisse. Der Großteil der Bevölkerung lebt in Armut, muss harte Arbeit verrichten und genügend Essenmarken gibt es auch nur für die wenigsten Familien. Die einzige Hoffnung um ein angesehenes Leben in der Kolonie zu führen, ist das Reproduktionsprogramm.
Jule ist eine der "Außerwählten". Eigentlich möchte sie keine Gebärmaschine sein, doch ihr Vater, ein angesehener Kommandant, sieht den Aufenthalt in der Klinik als Ehre und Pflicht.
Dort entdeckt sie ein schreckliches Geheimnis. Ihr bleibt nur noch die Flucht in die Außenwelt.

Ich habe ein schlechtes Gewissen. Denn für 1 Euro (Sonderaktion zur Veröffentlichung.) bekommt man eine unglaublich packende Geschichte, die locker mit Vollpreistiteln der großen Verlage mithalten kann. Der Schreibstil liest sich flüssig, die Charaktere sind gut gezeichnet, es gibt viele Wendungen und die Hauptfigur macht eine glaubhafte Entwicklung durch. Vorallem die Entwicklung der Hauptfigur macht Spaß. Wir erleben keine plötzliche und schnelle Entwicklung, sondern es ist ein Prozess. Aber die Hauptfigur, Jule, bleibt sich treu. Auch wenn die Geschichte endet, hat man nicht das Gefühl, sie wäre ein komplett neuer Mensch. Natürlich, durch die Erfahrungen reift sie, aber sie ist kein Superheld oder hat ein komplett neues Charakterwesen. Für mich das beste am Buch. Ein glaubwürdiger Charakter, der sich treut bleibt. Danke!
Ich habe gestern Abend angefangen und heute um 4 Uhr meinen Kindle ausgeschaltet. Die Geschichte lässt sich Zeit und es geht nich Schlag auf Schlag - was ich positiv hervorheben möchte. Die vielen Konflikte und Wendungen lassen aber das Buch auch nicht weglegen.
Anfangs hatte ich die Befürchtung, es würde eine Liebesgeschichte werden. Jule hat innerhalb der Kolonie zwei Freunde, Paul und Manja (Ich hoffe ich habe den Namen richtig geschrieben) Mit Paul wird/wurde sie auch etwas intimer. Auch außerhalb der Kolonie entwickelt sich eine außergewöhnliche Liebe ABER keine Sorge. Die Geschichte ist packend, abwechslungsreich und definitiv keine reine Liebesgeschichte.

Vielen Dank für die tolle Geschichte.
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am 28. Oktober 2015
Meinung
Die Geschichten von Christine Millman konnten mich bis jetzt immer begeistern und ich schätze sie als eine wirklich fantastische, kreative und vielseitige Autorin. Nun ist „Landsby“ eine Dystopie und neben Zombies, lese ich dieses Genre mit am liebsten. Konnte Christine Millmans Dystopie mich überzeugen oder mutierten wir zu etwas Inkompatiblen?

Dystopien laufen ja gerne und bekanntlich nach einem bestimmtem Schema ab: Die Menschen werden von einem Regime unterdrückt und irgendeiner rebelliert dagegen. Es kommt zum großen Kampf und das Regime wird gestürzt. Das ist jetzt etwas stark vereinfacht, aber in der Regel läuft es so ab. Und da kommen wir gleich zum ersten großen Pluspunkt von „Landsby“. Zwar ist das Schema grob das gleiche, aber unsere Protagonistin, die uns durch die Geschichte führt, ist nicht die typische Rebellin.

Erzählt wird die Geschichte aus Sicht von Jule in der Ich-Form. Diese Art des Erzählens mag ich eigentlich gar nicht und komme auch nur schwer in die Geschichte rein. Ganz anders hier. Durch die etwas kühle und distanzierte Schreibweise fühlte ich mich seltsamer Weise sehr mit Jule verbunden und konnte ihre ganze Art und Vorgehensweise viel besser nachvollziehen. Christine Millman schaffte es, mich sofort in die Geschichte zu ziehen und darin festzuhalten. Keine Chance auf entkommen! Fluchtversuche scheiterten augenblicklich und ich musste mit ansehen, wie Jule sich von einer schweren Entscheidung zur nächsten hangelte, immer Unwissender als zuvor, immer verunsicherter. Bis schließlich am Ende unser beider Weltbild zusammenbrach und wir uns selbst neu sortieren mussten.

Jule wäre nicht unbedingt meine erste Wahl, wenn es um eine Person geht, die gegen das System rebellieren sollte. Jule stimmt nicht mit allen Regeln überein, die die „Herrscher“ der Kolonie vorschreiben, allerdings weiß sie auch nicht so wirklich, gegen was sie eigentlich ist. Sie ist unsicher und schwankt immer mal wieder in ihrer Meinung. Allerdings ordnet sie sich dann doch lieber den Regeln unter, als offen zu sagen, was sie denkt. Gerade zu Anfang dachte ich, Jule macht nur, was andere für sie für richtig halten, merkte aber schnell, dass das so nicht stimmt. Jule sagt nur nicht immer gleich, was sie von einer Sache hält. Sie schaut erstmal, was sich entwickelt, denn vielleicht ist die ganze Situation doch nicht so schlimm. Im Grunde ist das ja okay, aber dadurch, dass sie erstmal alles „austestet“ landet sie von einer Misere in der nächsten. Das ist jetzt keine Kritik, schließlich lebt die Geschichte davon, Jule war nur gerade zu Anfang ein bisschen arg passiv.

Diese Passivität ließ aber schnell nach, als sie die Mauern der Kolonie hinter sich ließ und von jetzt auf gleich auf sich gestellt war. Durch diesen Kontrast verdeutlichte Christine Millman auf sehr eindrucksvolle und vor allem auf eine bleibende Art, wie das Leben in der Kolonie war und wie die Menschen unterdrückt wurden.

Was mir an Jule besonders gefiel, war nicht nur ihre Anpassungsfähigkeit, sondern die erfrischende Neugierde, mit der sie auf alles Unbekannte reagierte. Klar hatte sie auch Angst, aber sie sperrte sich nicht gleich gegen alles. Und was sie letztendlich zu einer wirklich fantastischen, eigenständig denkenden Protagonisten und Person innerhalb der Geschichte machte, war ihre Art, Nein zu sagen. Sie ist gegen die Kolonie, gegen das was darin passiert und wie mit den Ergebnissen umgegangen wird, aber zeitgleich ist sie auch gegen Krieg. Sie will eine andere Lösung, und dafür tut sie alles.

Die Geschichte selbst ist auch anders als das Schema, denn obwohl es eine Dystopie ist, funktioniert sie auf einer anderen Ebene. Der Schwerpunkt liegt hier nicht gänzlich auf dem Rebellieren sondern eher darauf, wie Jule die Welt sieht und wie sie wirklich ist. Darauf, dass wir alle Menschen sind, die es verdienen zu leben und dass es auch andere Möglichkeiten gibt, als immer nur Krieg. Und dieser menschliche Aspekt war es, der mich letztendlich komplett in die Geschichte zog und mich bis zum Ende gefangen hielt. Jule und ich lernten Stück für Stück, wie es ist, füreinander einzustehen, selbst Entscheidungen zu treffen und wie es ist, wenn da jemand ist, der die eigene Meinung zu schätzen weiß. Wie es ist, wenn man weiß, dass man die Möglichkeit hat, Nein zu sagen.

Am Ende bleibt mir nur sagen: Ich bin sowas von froh, dass ich den zweiten Band hier liegen habe und sofort weiterlesen kann! Ich denke, dass sagt alles.^^

Fazit
„Landsby“ ist eine der besten Dystopien, die ich je gelesen habe und ich kann sie vorbehaltslos jedem empfehlen, der sich in diesem Genre zu Hause fühlt. Ich würde sogar so weit gehen und „Landsby“ als Pflichtlektüre im Dystopie-Genre bezeichnen. Wer dieses Buch nicht gelesen hat, weiß nicht, welche Möglichkeiten innerhalb einer Dystopie möglich sind!

Bewertung
Ganz klar und ohne weitere Erklärungen: 5 von 5 Marken!
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am 20. Juli 2015
"Landsby" von Christine Millman habe ich mir nicht nur wegen diesem zauberhaften Cover gekauft, sondern auch weil ich Dystopien einfach liebe. Ich konnte ja nicht ahnen, dass meine geplante Urlaubslektüre mich so vom Hocker hauen würde, deshalb muss ich euch das Buch einfach kurz vorstellen.
Mittlerweile ist mit "Landsby-Zerbrochene Träume" auch eine Fortsetzung erschienen, die ich mir auch gleich bestellt habe, da ich wissen muss wie es mit Jule weiter geht. Man kann aber das erste Buch auch als Einzelband lesen. Aber einmal von der Geschichte gefesselt lässt sie einen nicht mehr los, was auch an dem wundervollen Schreibstil der Autorin liegt, anders kann ich es nicht beschreiben.
In der Story passiert so viel, so dass ich das Buch regelrecht inhaliert und verschlungen habe. Immer wenn ich dachte es kann nicht schlimmer kommen hat die Autorin noch einen drauf gesetzt und mich eines besseren belehrt. Die Geschichte schockiert und geht unter die Haut. Fans von Dystopien werden an "Landsby" nicht vorbei kommen.
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am 9. Mai 2015
Das Buch habe ich durch den Kindle Deal gefunden und ich konnte gar nicht glauben, dass dieses Buch nicht in einem Verlag erschienen ist. Der Schreibstil der Autorin ist grandios, Handlung, Charaktere und Spannungsbogen absolut professionell. Zwar ist die Grundidee für eine negative Zukunft nicht neu, aber was die Autorin daraus macht, ist wirklich beeindruckend. Ich fiebere jetzt schon Teil 2 entgegen.
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am 6. Mai 2014
Inhalt: In der Zukunft gibt es nur noch eine lebenswerte Form der Existenz: Das Leben in einer sogenannten Kolonie. Diese Kolonie wird duch Waffen und Minen gesichert, denn draußen lauert die Gefahr in Form von Kanibalen und den schrecklichen Mutanten, die mehr Tier als Mensch sind.
Als die 18-jährige Jule für das Zuchtprogram in der Kolonie in Frage kommt und ihr Vater sie zur Mitwirkung "überredet" fängt sie an Fragen über die perfekte und wohlgeordnete Kolonie zu stellen und muss daraufhin fliehen. Bald schon läuft sie Mutanten in die Arme und trotz aller Widerstände entwickelt sie Gefühle für Galen, einen von ihnen. Doch haben diese bei all ihren Vorurteilen überhaupt eine Chance?

Meinung: Super, klasse, einfach toll. Ich kann mich meinen Vorrednert bzw. -schreibern hier nur anschließen, das Buch ist ein Geheimtipp. Die Umgebung und die Geschichte ziehen einen sofort in den Bann. Jule selbst ist kein verschüchtertes Mädchen, sondern stark und mutig. Dennoch hat sie oft Angst (an angebrachten Stellen) und weint auch sehr oft. Sie wirkt einfach normal und menschlich. Auch, dass sie den Mutanten erstmal mit Argwohn gegenübertritt fand ich sehr gut, immerhin ist das ihre Erziehung und es wäre unglaubwürdig geworden, wenn sie sich sofort zu ihren Gefühlen bekannt hätte.
Galen ist ebenfalls ein toller und starker Charakter. Auch die anderen Protagonisten haben mir sehr gut gefallen, obwohl ich Jules Vater den Großteil des Buches nicht einschätzen konnte. Es handeln aber alle logisch und nachvollziehbar, was mir sehr wichtig ist.
Liebe und Abenteuer kommen auch nicht zu kurz und Jule kämpft für ihr Glück und bald auch für Gleichberechtigung in einer menschenverachtenden Welt.

Fazit: Ein tolles Buch, das alles bietet was man sich nur wünschen kann. Ein echter Geheimtipp eben ;-)
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am 14. August 2015
Die Handlung fängt mit einer guten Einführung an, in der Jules Leben und ihre Situation in der Kolonie beschrieben wird und führt den Leser durch eine spannende Geschichte mit vielen Wendungen. Sehr gut gezeichnet waren die Charaktere, insbesondere die Protagonisten, in die man sich leicht einfinden und auch mit identifizieren kann. Die jeweiligen Handlungsabsichten werden verständlich vermittelt und ein banales Gut/Böse Muster damit verhindert. Ebenfalls ausgesprochen gut, wurde die Weltsituation mit Bezug auf die Vergangenheit dargestellt. Die Sprache ist angenehm, schöner Stil und eine der besten Erzählungen in der Ich-Perspektive, bei der man sich tief in die Protagonisten hineinversetzt fühlt. Die Liebesgeschichte ist glaubwürdig aufgezeichnet und durch ihre Wendungen sehr gut gelungen. Vielleicht hätte man den politischen Part im Verhältnis dazu noch etwas strecken können. Am Wichtigsten ist für mich aber die Kernbotschaft: Das Innere macht einen Menschen aus, nicht körperliche Unversehrheit oder Stärke. KEIN LEBEN IST WERTLOS!
Man kann sehr gespannt sein auf die weitere Entwicklung des neuen Systems, das am Ende der Story entsteht.
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am 10. Juli 2015
Klappentext:
Die achtzehnjährige Jule gehört zu den wenigen fruchtbaren Frauen in der streng von der Außenwelt abgeschotteten Kolonie. Eigentlich ein Glücksfall, denn nun darf sie an dem von der Regierung entwickelten Reproduktionsprogramm teilnehmen, das ihr Ansehen und Reichtum verspricht. Doch Jule ist alles andere als glücklich. Sie will sich keinem Programm beugen, das sie zwingt, Kinder zu gebären, die ihr gleich nach der Geburt genommen werden.
Als sie dennoch teilnehmen muss, merkt sie sofort, dass etwas nicht stimmt. Die Probandinnen benehmen sich komisch. Und was geschieht mit den Säuglingen? Heimlich beginnt sie, nach Antworten zu suchen und findet eine grausige Wahrheit, die ihr nur eine Wahl lässt:
Sie muss aus der Kolonie fliehen.

Doch die Außenwelt ist tödlich. Vor allem wegen der Mutanten, von denen es heißt, sie wären wild und gefährlich. Und ausgerechnet einer Gruppe von ihnen, angeführt von dem geheimnisvollen Galen, fällt sie in die Hände ...

Die Autorin:
Christine Millman wurde in einem beschaulichen Kurort in Hessen geboren. Nach ihrem Schulabschluss absolvierte sie eine Ausbildung zur Erzieherin und später noch zur Mediengestalterin. Die Liebe zu Büchern und dem Erfinden von fantastischen Geschichten, entdeckte sie bereits als Teenager, doch erst vor wenigen Jahren begann sie damit, diese Geschichten auch aufzuschreiben. Mittlerweile vergeht kein Tag, an dem sie nicht vor ihrem Laptop sitzt und in die Tasten haut.

Meine Meinung:
Die Welt, die wir kennen, gibt es so nicht mehr. Ein Großteil der Menschheit wurde durch eine Epidemie ausgelöscht. Die Überlebenden wohnen in einer Kolonie, die sie vor den Gefahren der Außenwelt schützen soll, denn dort soll es gefährliche Mutanten geben. Viele der Frauen sind unfruchtbar, deswegen wird besonderen Wert auf die gelegt, die die Existenz der Menschen sichern sollen. Jule ist eine von ihnen, und wird, auf Geheiß ihres Vaters, der in der Kolonie ein Kommandant ist, gezwungen, an dem Reproduktionsprogramm teilzunehmen. Sie fügt sich, hat sie doch keine Wahl, und deckt etwas auf, dass ihr Leben und Denken in ihren Grundfesten erschüttert.
Jules Spürsinn, den sie entwickelt, bleibt nicht unentdeckt, und so muss sie nach draußen, ins Nirgendwo flüchten. Auf ihrem Weg ins Ungewisse begegnet sie Mutanten, die so ganz anders sind, als es sie bisher gelehrt wurde. Und Galen, der charismatische Anführer, zeigt ihr, dass sie ihre Sichtweisen überdenken und sich der beklemmenden Wahrheit stellen muss.

"Landsby" ist eine Dystopie, die durch einen einnehmenden, sehr emotionalen und bildhaften Schreibstil besticht. Einmal mehr sieht man sich in grauer Zukunft, in der es all die Annehmlichkeiten, die man täglich gewohnt ist, nicht mehr gibt und in der zu Methoden gegriffen wird, zu denen nur Menschen fähig sind.
Wie weit geht man, um den Fortbestand der Menschen zu sichern?

Die Geschichte bietet geschickte Wendungen, die man nicht so erwartet und man wird ständig überrascht, weil es zu neuen Erkenntnissen kommt.
Besonders gefiel mir die Ich-Perspektive, die den Leser stark an Jules Gefühlswelt bindet. Sie entwickelt sich, zeigt auch Schwächen und entfaltet Stärken, von denen sie selbst noch nichts wusste. Das macht sie authentisch und menschlich.

Galen ist ein Mann, den ich mir eindrucksvoll vorstellen konnte. Dabei ist es zweitrangig, dass er ein Mutant ist, denn seine Beschreibung und Charakterzüge waren anziehend und mehr als interessant.
Auch die Nebenfiguren fand ich gut gezeichnet. Jules Vater konnte ich nie richtig greifen, was sicher auch so gewollt war. Ein undurchsichtiger Mann, der stets wankelmütig zu sein scheint und trotzdem seine Prinzipien hat, aber auch seine Tochter liebt.

Die Idee hinter dem "Zuchtprogramm", wie Jule es abschätzig nennt, wie es abläuft und welche Auswirkungen es hat, fand ich spannend und gar nicht so weit hergeholt. Das erzeugt eine Gänsehaut und hat gewisse Horrorelemente, wenn man sich durch den Kopf gehen lässt, was alles getan wird, um solche Ergebnisse zu erzielen, oder eben nicht. Irgendwer bleibt auf der Strecke und es wird nicht gefragt, wer dadurch jemanden verliert, wer psychisch oder körperlich krank wird oder wer sogar stirbt.

"Landsby" ist erschreckend, voller Überraschungen, Tiefgang, Emotionen und der Frage, wie weit Menschen gehen, um ihre Ziele durchzusetzen - selbst in einer Zeit, in der sie eigentlich zusammenhalten müssten. In dem Buch geht es aber auch um Selbstbestimmung, Liebe und Vertrauen.
Der Mix macht es zu einem Highlight.

5 Sterne.
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am 7. Juli 2015
Nachdem ein aggressives Masernvirus fast die gesamte Menschheit ausgerottet hat, leben die verbliebenen Menschen in streng abgeschotteten Kolonien. So auch die 18 jährige Jule. Doch als diese aufgrund ihrer seltenen Fruchtbarkeit ins Reproduktionsprogramm der Regierung aufgenommen wird und schreckliche Geheimnisse entdeckt, flieht Jule in die Außenwelt. Dort erwarten sie nicht nur die Gefahren der Wildnis, sondern auch bösartige Mutanten und Siedler. Aber nicht alles ist so, wie es auf den ersten Blick scheint und nicht alle Mutanten sind gleichermaßen gefährlich.
'Landsby' von Christine Millman ist eine spannende und interessant aufgebaute Dystopie. Der Roman besteht zwar hauptsächlich aus den üblichen Elementen des Genres (abgeschottete Ansiedlung, skrupellose Regierung, feindliche Außenwelt, die sich später gegen die Regierung auflehnt, anfangs naive Heldin aus der Kolonie und armer Held aus der Außenwelt, die sich dann verlieben usw.), liest sich aber dennoch sehr gut und wird nie langweilig. Spätestens nach den ersten 5 Kapiteln kann man das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Das unmenschliche Vorgehen der Ärzte innerhalb der Kolonie wird sehr erschreckend beschrieben. Auch ist Galen als Held mal nicht wie in vielen anderen Büchern überaus gutaussehend und attraktiv, sondern hat als Mutant seine äußerlichen Makel. Und die Hauptprotagonistin Jule ist zwar am Anfang oft sehr ängstlich und mir etwas zu weinerlich, wird aber im Laufe der Geschichte immer mutiger und setzt sich bedingungslos für ihre Freunde ein.
Geschrieben ist 'Landsby' im Präsens und aus Sicht von Jule, manchmal mit einer für mich etwas zu jugendlichen und direkten Sprache. Trotzdem kann ich 'Landsby' allen Dystopieliebhabern wärmstens empfehlen und freue mich schon aufs Lesen der Fortsetzung 'Zerbrochene Träume'.
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