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Kommentar: Taschenbuch Aufbau Taschenbuch, 399 Seiten 4053ch
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Der Lügner: Roman Taschenbuch – 1. Juli 2003

3.5 von 5 Sternen 27 Kundenrezensionen

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Der fünfzehnjährige Adrian Healey ist ein Dandy und Schwerenöter wie er im Buche steht, von niemand kann er die Finger lassen, amouröse Abenteuer pflastern geradezu seinen Weg. Männlein wie Weiblein -- jeder erliegt seinem Charme. Begabt mit einer außerordentlichen Phantasie, bereitet Adrian seiner schulischen Umwelt nicht nur Freude: sein -- anonymer -- Artikel über homoerotische Anleitungen zum Gruppensex schockiert, gelinde gesagt, die Lehrerschaft, und seine pornographische Version von Oliver Twist, für die sich Charles Dickens im Grabe wälzen würde, erschüttert den ein oder anderen Dozenten im Glauben an die Reinheit der englischen Literatur. Zudem erschüttert er seinen Freundeskreis immer wieder mit haarsträubenden,tragischen Familiengeschichten.

Einzig Professor Trefusis ist begeistert von seinem Schützling Adrian. Doch nach einem prekären Zwischenfall in einer Männertoilette muß sich Trefusis aus dem Schuldienst verabschieden. Jedoch erklärt Trefusis Adrian den wahren Grund für seinen Ausstieg: Er muß zwecks einer gefährlichen Mission für das englische Vaterland nach Salzburg und nimmt Adrian mit auf die, wie es sich herausstellt, ziemlich riskante Reise. Schon bald werden die beiden gejagt, schließlich geht es um eine ungeheure Erfindung -- ein Lügendeflektor, der es ermöglicht, alle Wahrheiten ungefiltert von menschlichen Neigungen wie Lügen und Verdrängung ans Licht zu bringen. Ein Gerät, nach dem ziemlich viele andere zwielichtige Gestalten gieren und dessen Geschichte schon von Blut befleckt wurde.

Mit der Figur des Adrian Healey hat Fry eine schillernde Figur geschaffen, mondäner und glitzernder als es Baron Münchhausen je war. Arthurs Dekadenz und Frys Esprit, der in den Adern seiner Hauptfigur unverkennbar fließt, machen den Roman zu einer wahren Wonne. Mit seinem intelligenten und durch und durch humorvollen Erstling wurde Stephen Fry zum Shooting-Star der englischen Literaturszene. Durch seinen außergewöhnlich intelligenten Witz beweist sich Stephen Fry mit Der Lügner als der eloquente Mann fürs Feine. --Susanne Solau -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Stephen Fry, Jahrgang 1957, unterrichtete an einer Universität, bevor er selbst eine besuchen durfte. In jungen Jahren wegen Kreditbetrugs im Gefängnis, verdiente er seine erste Million mit einem Theaterstück. Er hat unzählige Stücke geschrieben, in noch mehr mitgewirkt und ist aus den Filmen "Peter's Friends" und "Oscar Wilde" bekannt. Er ist ein Meister des britischen Humors. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Von Ein Kunde am 12. Juli 2004
Format: Taschenbuch
Ich stolperte mehr durch Zufall über dieses - wie auch andere - Buch von Fry und allein beim Lesen des Klappentextes wurde mir bewusst, dass das ein Buch war, nachdem ich ewig gesucht hatte. Und ich wurde ganz und gar nicht enttäuscht. Als ein notorischer Nicht-Krimi-Leser bin ich kein Fan von Aufklärungen auf den letzten Seiten, aber in diesem Fall war diese Art des Schreibens ein absolutes Muss, die Spannung war unerträglich, endlich die Wahrheit herauszufinden.
Außerdem ist Fry ein außerordentlicher Sprachkünstler, was in der Übersetzung leider nicht ganz so zu spüren ist. Seine Art mit Wörtern und Sätzen zu jonglieren ist einmalig!
Wem dieses Buch nicht gefällt, der sollte nie ach England kommen und hat - so Leid es mir tut - keinen Sinn für, oft schwarzen, britischen Humor.
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Von Kai VINE-PRODUKTTESTER am 14. August 2008
Format: Audio CD
Also ich muss gestehen, ich habe die Geschichte noch immer nicht so richtig verstanden... Mittlerweile habe ich sie mir dreimal angehört, aber den Schluss kapier ich irgendwie nicht.. Ich weiß auch nicht so recht, woran das jetzt liegt, ob die Erzählweise so verworren ist, oder der Sprecher so wenig dynamisch mitschwingt... Wie auch immer, die Schlusspointe hab ich jedenfalls verpasst ;-)

Wie auch immer, das Hörbuch hat mich trotzdem gut unterhalten. Die Geschichte ist jetzt nicht besonders spannend oder aufregend, die meisten Situationen sind aber derart skurril und schräg, dass man einfach immer wieder schmunzeln muss. Sicherlich ist der Protagonist wenig sympathisch, auch wird seine Figur vom Autor nicht wirklich fein ausgeführt, seine Handlungen wirken oftmals wenig glaubhaft, sondern eher gestelzt und konstruiert. Aber irgendwie passt das wunderbar ins Gesamtbild... Die ganze Erzählung hat so etwas Unwirkliches an sich, da erscheinen so manche Ungereimtheiten dann doch irgendwie wieder ganz schlüssig.

Sehr schön dazu passt der Sprecher, Daniel Brühl. Sicherlich ist er ein Top-Hörbuch-Leser, im Grunde liefert er auch hier eine eher durchschnittliche Leistung ab. Sein etwas monotoner, wenig dynamischer Erzählstil fügt sich aber wunderbar zwanglos in diese oben beschriebene skurril-unwirkliche Welt ein, dass es schon wieder gut ist. Es gelingt ihm tatsächlich, der Story trotz eintöniger Vortragsweise etwas Leben einzuhauchen und die 4 CDs tatsächlich unterhaltsam zu gestalten.

FAZIT:
Sicherlich keine Meisterleistung, sowohl schriftstellerisch (Autor) als auch leserisch (Sprecher), aber doch eine recht kurzweilige und angenehme Unterhaltung. Der Schluss ist wie gesagt ein wenig verworren, die Pointe nicht wirklich verständlich, aber dennoch ein nettes Hörbuch zum Autofahrt-Nebenbei-Hören.
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Von Ein Kunde am 15. Januar 2006
Format: Taschenbuch
"Der Lügner" ist ein ziemlich umfangreiches Buch über die Entwicklung eines englischen Internatsschülers, der sich durch Intellekt, Erotik und Liebe gepeitscht, aufmüpfig und eigenwillig sowohl durch Internatszeit und College kämpft, Adrian Healey. Als kluger und überheblicher, aber notorischer Lügner gerät er in abenteuerliche Situationen, in denen er sogar auf Mordopfer stösst und selbst in die Schusslinie stolpert.
Anfangs wirkt die Handlung etwas verwirrend, da Rückblenden, Lügengeschichten, Reisen und der Schul- wie auch Collegealltag nicht in chronologischer Reihenfolge auf den Leser einprallen. Das legt sich aber schnell, da dieses Buch eine solche Zugkraft entwickelt, der man kaum entkommen kann. Die Geschichte arbeitet sich bis zum Ende vor, und man staunt ob der Ereignisse und vor allem der hinreissenden Sprache.
Ich habe das Buch mit grossem Genuss gelesen. Es gehört sich zu jenen, die man öfter aus dem Regal holt und ein weiteres Mal ohne Abstriche geniessen kann.
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Format: Taschenbuch
Adrian Healey ist so ziemlich der exzentrische britische junge Mann, der mir literarisch je untergekommen ist. Er fliegt von der Public School in den Siebzigern und auch in Cambridge mogelt er sich höchst intelligent durch. Sein gelangweilter kriminell-egoistischer Geist wird gepaart mit Sexbessenheit, einen Faibel für Lügen und einer höchst skurrilen Agentengeschichte, in der Professor Donald Trefusis (wohl bekannt als Frys Radiofigur des BBC) die treibende Kraft ist.

Dieser Roman hat 394 Seiten und ich habe auf mindestens 360 von ihnen laut lachen müssen. Stephen Fry sprüht vor Wort- und Situationswitz! Mal lässt er geschwollen reden, nur, um das Hochtrabende dann mit Fäkalsprache zu brechen. Und trotz einiger Gassenhauer wird er niemals vulgär. Und eines sickert aus jeder geschriebenen Zeile: absolute Intelligenz! Wenn der eigene Geist gefordert wird, macht Humor erst richtig Spaß. Das weiß auch Stephen Fry. Deshalb ist seine Handlung nicht stringent, sondern springt unangekündigt zwischen Agententhriller, Public School und College hin und her. Und ganz nebenbei lernt man noch höchst wichtige unnütze Details. Zum Beispiel, dass Mnemosyne die Mutter der Musen war. Wirklich, ein genial komisches Buch, was ich nur absolut empfehlen kann!
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Von Ein Kunde am 19. November 1999
Format: Taschenbuch
Stephen Fry, bekannt als Schauspieler in Ronan Atkinsons "Black Adder", präsentiert dem Leser mit "Der Lügner" einen beachtlichen Debütroman. Der Brite erzählt von dem 15jährigem Adrian Healey, der zwei Vorlieben hat: Sexuelle Abenteuer und geistreiche Lügen. Beides wird dem Jungen zum Verhängnis, so daß er in ein Mordaffäre hineingezogen wird, in dem u.a. ein internationaler Spionagering, ein pornographischer Roman von Charles Dickens und nicht zuletzt das britischste aller Spiele, nämlich Kricket eine Rolle spielen. Stephen Frys Roman besticht durch einen intelektuellen Witz, mit dem er schon seit längerer Zeit die Leser seiner Kolumnen unterhält, so daß es ein absoluter Hochgenuß ist, diesen Roman zu lesen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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