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Lötzsch. Der lange Weg eines Jahrhunderttalents Gebundene Ausgabe – 31. August 2012

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Philipp Köster ist Herausgeber und Chefredakteur von „11 Freunde“, dem monatlich erscheinenden Magazin für Fußballkultur.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Auch unter den Fahrern beginnt allmählich das Gift zu wirken, das die Staatssicherheit ausstreut. Bei den Rennen, zu denen Wolfgang Lötzsch meldet, bildet sich fortan ein unsichtbarer Wall um ihn. Denn natürlich wissen die anderen Fahrer, dass es der eigenen Karriere nicht gut tut, allzu lange mit Lötzsch gesehen zu werden. Man hat es ihnen schließlich oft genug gesagt.
So halten sich viele fern – kein Schwätzchen heute, ein andernmal. Auch für die Trainer gehört die Ansprache der Funktionäre vor den Rennen längst zum festen Rahmenprogramm. Auf keinen Fall darf der Mann aus Karl-Marx-Stadt gewinnen: »Geschlossen gegen Lötzsch«, lautet die Parole in den Krisensitzungen. Lötzsch spürt diese neue, beinahe unüberwindliche Wand bei jedem Rennen.
Auch am 11. April 1975 bei einem kleinen Kriterium in Frankfurt an der Oder. Wie so oft ist er allein mit dem Wartburg in die Grenzstadt gefahren, er hat sein Rad präpariert und inmitten des Starterfeldes auf den Schuss aus der Startpistole gewartet. Manche Teilnehmer mustern ihn verstohlen und nicken ihm zu, andere suchen sich lieber einen anderen unverfänglicheren Platz im wartenden Pulk.
Als es dann bei nasskaltem Frühlingswetter endlich losgeht, ist Wolfgang Lötzsch wie so häufig sofort vorn dabei. Hinterrad an Hinterrad geht es durch das flache Land, das Feld bleibt eng zusammen. In rasendem Tempo jagen die Fahrer über das bucklige Kopfsteinpflaster der Grenzregion, erbitterte Positionskämpfe prägen das Rennen, immer wieder fühlt Wolfgang Lötzsch die Ellenbogen der Gegner in den Rippen. Dann geht alles sehr schnell: Eine Bodenwelle erwischt sein Rad mit voller Wucht. Lötzsch spürt einen schnellen, harten Schlag – dann wird es dunkel um ihn.
Er muss sich später erzählen lassen, was mit ihm passiert ist. Die Bodenwelle hat sein Vorderrad zertrümmert, mit einem lauten Knirschen löst es sich aus der Nabe. Noch fünf, sechs Meter hält der Rahmen das Gleichgewicht, dann bricht das Rad zusammen. Vergeblich versucht Wolfgang Lötzsch, den Sturz abzufangen. Mit voller Wucht stürzt er auf die Straße, sein Kopf schlägt ungebremst gegen das Kopfsteinpflaster. Das zerstörte Rad liegt neben ihm, er verliert das Bewusstsein.
Hilfe von Zuschauern kann er nicht erwarten, an diesen abgelegenen Teil der Strecke haben sich keine Fans gewagt. Aber die Kollegen werden ihm doch sicherlich helfen. Normalerweise. Aber es ist kein normaler Fahrer, keiner aus ihrer Mitte, der da vom Rad gestürzt ist. Es ist Wolfgang Lötzsch, der verstoßene Clubfahrer, und die Angst vor den Konsequenzen einer schnellen Hilfe diktiert das Handeln. »Wird schon nicht so schlimm sein«, beruhigen sich die sensiblen Fahrer, die Hartgesottenen im Feld ignorieren den Sturz.
Einige Fahrer trägt das unerwartete Hindernis aus der Spur, mühsam müssen sie bremsen und korrigieren, um nicht selbst zu stürzen. Doch kein einziger hält an, um dem schwer verletzten Konkurrenten zu helfen. Fast ist es so, als sei Lötzsch plötzlich unsichtbar.
Auch die Materialwagen und die Begleiter des Feldes auf den Motorrädern fahren ohne Halt vorbei. Dann aber naht doch noch Hilfe, der Sanitätsbarkas mit seinen ausgebildeten Helfern fährt heran. Und beschleunigt dann noch einmal. Hinter der Frontscheibe stieren die Sanitäter wortlos nach vorne. Und die Straße ist leer.
Schier endlose Minuten vergehen, in denen Wolfgang Lötzsch um sein Leben kämpft. Ohne das Bewusstsein wieder erlangt zu haben, liegt er am Straßenrand – der Kopf schwer verletzt, das Gesicht im nassen Dreck der Straße, die Beine aufgeschlagen, die Rippen gestaucht.
Dann rollt noch ein Fahrzeug heran. Es ist ein Materialwagen, der den Anschluss verpasst hat und nun dem Feld hinterherjagt. Der Beifahrer späht angestrengt auf die Straße und erkennt den Schwerverletzten am Rand. Schon ruft er entsetzt: »Dort vorne liegt der Lange!« Mit markigen Worten bedeutet er seinem Fahrer, das Tempo zu drosseln. »Wenn du jetzt nicht ran fährst, haue ich dir aufs Maul!« -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


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Format: Gebundene Ausgabe
Das Buch beschreibt auf eindrucksvolle Weise den Lebens- und Leidensweg des Wolfgang Lötzsch, einem Ausnahmetalent des DDR-Radsports. Anfang der 70-er Jahre scheint der Weg zu einer internationalen Karriere geebnet für den jungen begeisterten Radfahrer. Seine Ausdauerwerte übertreffen sogar die des legendären Täve Schur, er träumt von Weltmeisterschaften und Olympiasiegen sowie Erfolgen bei der beliebten Friedensfahrt. Doch als sein Cousin in den Westen flieht, der Vater nicht glühender Verehrer des SED-Staats ist, gilt Wolfgang Lötzsch plötzlich als verdächtig. Er darf nicht zu Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften, wird fortan vom mächtigen Apparat der Staatssicherheit beinahe lückenlos überwacht. Der junge Mann, der sich nur für seinen Sport interessiert und keineswegs „staatsfeindliche Tendenzen" aufzeigt, wird drangsaliert und so langsam bildet sich Wut gegen diese Willkür. Dann geht alles ganz schnell, es folgt die Ausdelegierung aus dem Sportclub und Wolfgang Lötzsch wird bis in die Wendejahre keine Ruhe mehr finden...
Die Geschichte ist unglaublich erschütternd. Ein Mann, der aus bloßer Willkür sportlich um die besten Jahre seines Lebens gebracht wird, gibt nie auf und kämpft doch auf fast verlorenem Posten. Es zeigt sich, wie die DDR-Führung mit den ohnehin rar gesäten Talenten umging. Erschreckend ist auch die Akribie, mit der Lötzsch in den 70-er und 80-er Jahren systematisch überwacht wurde. Es wird die ganze Sinnlosigkeit der Staatssicherheit offenkundig, die versucht, einen „Feind" der Republik in Schach zu halten, dessen Unbehagen erst durch die Apparate „erschaffen" wurde.
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Format: Gebundene Ausgabe
Als Lötzsch-Fan habe ich auf dieses Buch gewartet. Kaum hatte ich es in den Händen, las ich es am Stück durch. Hätte ich nicht ständig durch Wut-Tränen unterbrechen müssen, wäre die Lektüre sicher in weniger als 2 Stunden vorüber. Das aber ist auch das einzige, weshalb ich nur 7 von möglichen 5 Sternchen vergeben will ... Diese Biografie hätte locker weitere 250 Seiten füllen können. Ein Leben, dessen Authentizität nach einer Verfilmung schreit. Wer den Osten verstehen will (auch als Nicht-Radsportler), MUSS dieses Buch lesen. Diese Aufforderung richte ich nicht zuletzt an alle, die - wie ich - bekennende Ossis sind. Klar wäre Vieles aus „unserem System" erhaltenswürdig gewesen (Kindergärten, Schulsystem und natürlich eben die Sportförderung). Doch so eine Willkür, wie sie Wolfgang Lötzsch widerfuhr, ist durch definitv NICHTS zu rechtfertigen! Die Beschreibung dieses Lebensweges eines solchen MENSCHEN gehört als Pflichtlektüre auf den Tisch jedes Jammerers und Zauderers!! Es ist lange her, dass mich ein Buch so sehr bewegte! Und ich anerkenne: Ich hätte nie gedacht, dass einer, der dieses System nicht erleben musste, also ein „Wessi", so authentisch diese Biographie aufzuschreiben vermag!! Wolfgang Lötzsch, ich verneige mich!!! Kaufen, lesen, nachdenken, raus gehen, Rad fahren und KÄMPFEN! Vielleicht schicke ich Jan Ullrich dieses Buch, in der Hoffnung, dass der derzeit beste Radsportler der Welt, endlich das zweite Mal die Tour gewinnt!!
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Von Ein Kunde am 31. Oktober 2004
Format: Gebundene Ausgabe
Ein Buch das ein jeder Radsportfan lesen muss! Ich hatte das Glück Wolfgang Lötzsch kurz vor der Wende bei einer seiner Glanzleistungen in Budapest kennen zu lernen. Ein großartiger Sportler und Mensch dem nicht einmal dieses verrückte Staatssystem der DDR vernichten konnte. Einer der mehr ausgehalten hat, als sich viele von uns überhaupt vorstellen können. Ein traurige und zu tiefst berührende Geschichte eines Jahrhunderttalents. Wenn man dieses Buch begonnen hat, dann kann man es einfach nicht mehr weglegen...
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Von Ein Kunde am 1. Februar 2005
Format: Gebundene Ausgabe
Ein Superspannendes Buch, welches man in kürzester Zeit
durchgelesen hat. Es ist schon bedauerlich wie man in der
ehemaligen DDR, Weltklassesportler so erniedrigen konnte.
Auch wenn Lötzsch das Beste draus gemacht hat.
Was wäre er erst geworden, wenn man ihn einfach nur Rad fahren gelassen hätte !!!
Für mich war die Lektüre besonders aufregend, da ich noch viele darin vorkommenden Personen, teilweise persönlich kenne.
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Von SNE am 7. Juni 2006
Format: Gebundene Ausgabe
Selten so ein erschütterndes Portrait über einen Sportler gelesen.

Die Hochachtung welche man dem Protagonisten entgegenbringen muß ist nicht hoch genug anzusiedeln.

Nachdem ich das Buch gelesen hatte dachte ich darüber nach was gewesen wäre, wenn ihm die Flucht in den Westen gelungen wäre?

Hätte man in den 70er und 80er Jahren einen durch ihn ausgelösten Radsportboom erlebt.

Kurz darauf fiel mir das Schicksal von Lutz Eigendorf ein und so könnte man geneigt sein sich damit zufrieden zu geben, daß Lötzsch heute "aufrecht im Sattel" sitzt und die Geschichte den Beweis leider (Gott sei Dank) schuldig geblieben ist.
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