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Kurze Lebensläufe der Idioten: Kalendergeschichten (WAT) Taschenbuch – 7. Oktober 2005

2.8 von 5 Sternen 4 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Ermanno Cavazzoni wurde 1947 in Reggio Emilia geboren. Derzeit lebt er in Bologna, wo er Ästhetik an der Universität unterrichtet. Sein 1987 in Italien publizierter Roman 'Gesang der Mondköpfe' inspirierte Frederico Fellini zu seinem Film 'Die Stimme des Mondes'. Für seine Kalendergeschichten 'Kurze Lebensläufe der Idioten' wurde er mit mehreren Literaturpreisen ausgezeichnet. Er war Herausgeber der Zeitschrift 'Il semplice' und leitet jetzt mit Gianni Celati und Walter Pedullà das halbjährlich erscheinende Magazin 'Il caffè illustrato'.

Kundenrezensionen

2.8 von 5 Sternen

Top-Kundenrezensionen

Format: Taschenbuch
Der Titel hat mich angesprochen, ich fand die Idee mit den Lebensläufen von „Idioten“ unter Anführungszeichen ganz nett. Oft sind es die kleinen "Macken", die Menschen erst liebenswert machen. Um die geht es aber in dem Buch nicht. Die Geschichten sind erfunden, obwohl ursprünglich der Eindruck erweckt wird es handle sich um Tatsachenberichte. Die Geschichten selbst sind belanglos und langweilig.

Es sind auch keine besonders orginellen Lebensläufe, sondern Alltägliche in deren Zug die Hauptdarsteller/innen als geistig unterbemittelte Trottel dargestellt werden. Aha, was daran lustig, komisch, unterhaltsam oder anregend sein soll, verschließt sich mir. Teilweise finden sich darin auch latente, plumpe anti-kommunistische Anspielungen, wie sie in Italien der Nachkriegszeit im bürgerlichen Lager verbreitet waren. Das ist es auch schon. Eigentlich für ein Wagenbach-Buch unwürdig.
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Format: Taschenbuch
Als Kalendergeschichten bezeichnet der Autor die kurzen Geschichten, in welchen es um "Idioten" geht. Es finden sich Wunderrechner, menschen, welche den Teufel als Radfahrer wähnen und fürchten, Menschen mit fixen Ideen, Schizophrene und netterweise Cesare Lombroso, der heute eigentlich nur noch durch seine Ideen zum "geborenen Verbrecher" bekannt ist. Die Geschichten sind recht nett wenn auch nuicht übermäßig tief erzählt und illustrieren, daß die Bezeichnung "normal" etwas Relatives ist. Leider ist dies nichts gundlegend Neues. Im Kopf bleiben werden mir wohl nach einem netten Lesemittag Lomboso und eine gute Beschreibung schizophrenen Erlebens. Kann man lesen, insbesondere, wenn man mit psychisch Kranken zu tun hat, muß man aber nicht.
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Von Carl-heinrich Bock HALL OF FAME REZENSENTTOP 1000 REZENSENTVINE-PRODUKTTESTER am 9. Juni 2006
Format: Taschenbuch
Hinter diesem sehr schönen Titel verbergen sich Kalendergeschichten". Diese Lebensläufe närrischer Menschen beinhalten unzählige Sinnsprüche, Lebensweisheiten, geflügelte Worte und eben einfach Idiotismus. Zwei großartige Schauspieler der Volksbühne Berlin, Sophie Rois und Alexander Scheer, tragen diese absonderlichen Geschichten professionell und sachverständig vor.

Ein sehr, sehr schönes Hörbuch, man hört und genießt all die vielen Skurrilitäten mit einem hintergründigen, anhaltenden genüsslichen Schmunzeln, obwohl diese Süffisanz verschleiert, dass es vielleicht irgendwie in vielen Fällen Menschen sind, die mit uns oder dem einen und anderen aus unserem Bekanntenkreis, parallele Reflexionsebenen aufweisen.
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Von Kai VINE-PRODUKTTESTER am 13. September 2006
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Nunja... 31 (eigentlich 28) mehr oder weniger geistreiche Geschichten über einfache Menschen, über „Idioten“. Heutzutage würde man eher „minderbegabt“ oder „geistig behindert“ sagen, aber das Buch scheint sowohl inhaltlich als auch formal auf dem Stand von 1940 stehen geblieben zu sein, so dass solche Menschen hier „Idioten“ oder „Trottel“ genannt werden. Und da kommen wir auch gleich zum größten Manko dieses Büchleins – der Schreibstil. Die Sprache des Autors bewegt sich irgendwo zwischen 4.Klasse Grundschule und pseudo-avantgardistischer künstlicher Nebensatz-Verklausulierungen. Und alles in einer Sprache, das ich mir vorkomme, als ob ich ein antiquarisches Buch von 1875 lese. Alles in allem empfand ich es als extrem anstrengend das Buch zu lesen. Am Anfang geht es noch einigermaßen; da ja auch die beschriebenen Menschen eher einfach sind, passt ein einfacher Sprachstil doch irgendwie dazu, aber spätestens nach einem Drittel war ich völlig entnervt. Mit so einem einfachen Sprachstil geradezu abenteuerlich verschachtelte Satzkonstruktionen über 20 Zeilen zu basteln, strengt eher an, als dass es gefällt.

Soviel zum Formalen. Der eine oder andere mag darüber hinwegsehen, mich hat’s genervt. Nun aber zum inhaltlichen. 28 Geschichten über Menschen mit „einfachen Gemütern“ (wenn man so will), mit psychischen Störungen. Dabei wird vom Autor auch nicht weiter beachtet, dass es sich bei einem Teil um minderbegabte bzw. geistig behinderte Menschen handelt, zum anderen Teil aber in einigen Geschichten eher um an einer Schizophrenie (oder zumindest an einem Wahn) erkrankte Menschen handelt. Diese werden vom Autor aber mit (meiner Meinung nach) ebenso wenig Respekt behandelt wie die erstgenannten.
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