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Kurven-Rebellen: Die Ultras - Einblicke in eine widersprüchliche Szene Broschiert – 27. November 2014

4.3 von 5 Sternen 17 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Ein wichtiges Buch, das in »Knüppel-aus-dem-Sack-Zeiten« nicht nur von Szene-Kennern und Hardcore-Fans gelesen werden sollte. (11Freunde)

Ruf beschreibt die Subkultur der Ultras auf beeindruckende und tiefgründige Art und Weise. ... Das Buch bietet erstaunliche Einblicke in die Jugendkultur der Ultras und hat damit gleichermaßen das Potential zum Standardwerk für Eltern, Fans und Polizisten, aber auch für junge Ultras, die etwas über ihre Subkultur lernen möchten. (Transparent)

Ein differenzierter Blick auf die Materie. (Süddeutsche Zeitung)

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Christoph Ruf, geboren 1971, lebt als frei(willig)er Journalist im (trotz seines funktionstüchtigen Bahnhofs) weithin unterschätzten Karlsruhe. Von dort aus bricht er zu Vortragsreisen über fanpolitische Themen oder Neonazismus innerhalb und außerhalb des Sports auf. Seine Texte werden in zahlreichen Magazinen (Spiegel, Zeit), Tageszeitungen (Süddeutsche, taz, Berliner Zeitung, FR) und Portalen (Spiegel Online) veröffentlicht. Sein Buch über »Reisen in die Fußballprovinz« wurde 2008 von der Akademie für Fußballkultur zum »Fußballbuch des Jahres« gewählt.


Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Zunächst kann man Christoph Ruf zu seinem Buch "Kurvenrebellen" durchaus gratulieren. Ruf beginnt mit einem interessanten Einblick in die deutsche Ultraszene und beschreibt die Grundprinzipien dieser Subkultur differenziert und ausführlich, indem er sowohl die positiven als auch die negativen Seiten beschreibt. Bis zum 6. Kapitel („Feinbild Polizei“) wird das Buch durchaus dem Titel und Klappentext gerecht. Bei mir kamen in eben jenem Kapitel dann allerdings die ersten Zweifel auf, ob – zumindest für diese Thematik – wirklich genug recherchiert wurde, denn die Tatsache, dass die Polizei für die Ultras ein Feindbild darstellt, wird insgesamt eher als generelle Ultra-Mentalität ohne wirkliche Begründung dargestellt.

Leider wurde es nach dem Kapitel über die Polizei extrem einseitig: Ruf geht ab hier fast nur noch auf linksgerichtete Szenen bzw. Gruppen ein, für die der Kampf gegen Rassismus, Sexismus und Homophobie scheinbar wichtiger ist, als der eigentliche Fußball, um den es letzten Endes ja eigentlich gehen sollte. So wundert es auch nicht, dass sich insgesamt neun von 19 Kapiteln nahezu ausschließlich und zum Teil leider auch sehr einseitig mit diesen Thematiken beschäftigen. Einseitig heißt in diesem Zusammenhang definitiv nicht, dass auch Nazi-Meinungen in dem Buch hätten dargestellt werden sollen, das muss man sich wirklich nicht antun. Aber jene, zum Teil antifaschistischen, Gruppen, die in diesem Buch zu Worte kommen, werden von Ruf leider kaum bis gar nicht kritisch hinterfragt. Eben dieses kritische Hinterfragen sollte jedoch eines der Grundprinzipien aller Ultras und auch Journalisten sein.
Das dies nicht der Fall ist, wird bspw. mit Rufs Spruchbandbeispiel „Refugees Welcome“ eindeutig.
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Von mdt1900 TOP 500 REZENSENT am 31. März 2014
Christoph Ruf ist nicht nur Journalist. Erst ist auch Fußballfan. Und in dieser Funktion und Symbiose versteht er es zumindest in Teilbereichen besser, als viele seiner Fachkollegen, einen Blick auf die gegenwärtig vielleicht größte, auf jeden Fall aber eine der dynamischsten Jugendsubkulturen der Bundesrepublik zu werfen. Mit "Kurvenrebellen - Die Ultras" wagt Ruf die scheinbar seriöse Aufarbeitung eines Themas und einem Genre, welches oft fasziniert und begeistert, in Teilbereichen aber auch verstört und abstößt. Zumindest aber polarisiert - quer durch alle Bevölkerungsschichten, die sich in irgendeiner Art und Weise für den Volkssport Nr. 1 interessieren.

Das Hauptproblem, mit dem sich Bücher rund um derartige Themen eigentlich immer konfrontiert sehen, ist die unvermeidbare Tatsache, dass sich der wirklich ernstzunehmende Leserkreis meist wieder vollständig aus dem "betroffenen Klientel" zusammensetzt. Ultras lieben Bücher, Berichte und Stellungnahmen über sich selbst. Das ist Fakt. Und daraus rekrutiert und entsteht das Potenzial für solche Veröffentlichungen und auch für Fanzines der Szene, wie "Blickfang Ultra" und Co.

Ich bin kein Ultra. Wahrscheinlich würde man mich aus Sicht der Ultras entweder angewidert, genervt oder vielleicht auch mit ein wenig Respekt als älteren Supporter bezeichnen. Einer von denen, die auch mit knapp 40 Ihren Arsch noch zu jedem Pflichtspiel Ihres Vereins bewegen, diesen aber zugegeben oft auf einem Sitzplatz niederlassen. Auch einer von denen, die in den Jahrzehnten Ihre eigenen - nicht immer positiven Erfahrungen - mit Verein, Politik, Polizei, Pyrotechnik und gegnerischen Fans gesammelt haben.
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Verifizierter Kauf
Ein sehr interessantes Buch, das genaue Einblicke in verschiedene deutsche Ultra-Szenen bringt.

Der Autor Christoph Ruf kommt hier ganz ohne populistischen Parolen oder Vorurteilen aus, sondern er beschreibt sachlich und nüchtern seine Recherchen.
Ohne sich auf bestimmte Seite zu stellen und nur schwarz und weiß zu sehen weiß er wie er die Ultra-Szenen zu kritisieren hat und dies auch sinnvoll (!) untermauern kann. Er weiß aber auch wo die guten Seiten dieser Subkultur liegen und führt diese sogar detaillierter aus als die Kritik. Dieses Buch ist mehr als nur eine oberflächliche Beleuchtung von Pyrotechnik und Gewalt. Es ist sogar genau das Gegenteil, Christoph Ruf befasst sich mit den Menschen hinter der Maske und deren Motiven.

An sich ein sehr gutes Buch, das hier und da etwas zu stark ins wissenschaftliche abdriftet. Absolut empfehlenswert für jeden, der sich mit der Subkultur Ultra auseinandersetzen möchte oder dies bereits tut und nun eine sachliche Lektüre zu diesem Thema lesen möchte.
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Verifizierter Kauf
Hallo liebe Amazonler,
hallo liebe Buchliebhaber.

heute schreibe ich über das Buch "Kurven-Rebellen: Die Ultras - Einblicke in eine widersprüchliche Szene" von dem Autor "Christoph Ruf".
Zunächst muss ich sagen, dass ich neugierig auf dieses Buch war, da auf der Rückseite von einem Dresdner Ultra zu lesen ist "Komisch, Sie sind Journalist und haben trotzdem Ahnung von der Materie". Dies hat mich schlussendlich dazu überredet quasi, diesem Buch eine Chance zu geben und es zu kaufen.

Groß bereut oder enttäuscht wurde ich nicht. Jedoch gibt es bei diesem Buch ein paar Pluspunkte, wie auch (leider) einige Minuspunkte.
Pluspunkte sind definitiv der Aufbau des Buches, gut strukturiert und es lässt sich auch angenehm lesen. Der "langweilige Teil" wie ihn viele Bücher haben, ist in diesem Buch erstaunlich gering gehalten, man ließt quasi immer weiter, es wurde nur an sehr wenigen Stellen "trocken" und schwer lesbar.
Auch das sehr ausgiebig auf die Horidos (Ultras Fürth) und die Ultras Karlsruhe eingegangen wurde, fand ich sehr gut.
Jedoch kommen wir nun zu den Minuspunkten, die leider im großen und ganzen überwiegen:

Ruf geht im Buch zu stark auf die Gruppen ein, die linksgerichtet den Kampf gegen Rassismus und Homophobie bzw. die bekannten anderen Themen ausgerichtet sind ein. Viel zu viele Kapitel widmet er diesem Thema. Es wäre auch mit weniger Kapiteln hiermit ausgekommen und könnte an anderen Stellen noch einige Ideen aufweisen.
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