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Kulturpessimismus: Ein Plädoyer (zu Klampen Essays) Gebundene Ausgabe – 22. Oktober 2018
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Kaufoptionen und Plus-Produkte
- Seitenzahl der Print-Ausgabe160 Seiten
- SpracheDeutsch
- Herausgeberzu Klampen Verlag
- Erscheinungstermin22. Oktober 2018
- Abmessungen12.3 x 1.8 x 19.1 cm
- ISBN-103866745826
- ISBN-13978-3866745827
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Entfremdet: Zwischen Realitätsverlust und Identitätsfalle (zu Klampen Essays)Anne HamiltonGebundene Ausgabe
Produktbeschreibungen
Pressestimmen
»Der Autor hilft, eine Welt zu verstehen, der die gemeinsame Sprache abhandenkommt.« Janina Fleischer in: Hannoversche Allgemeine Zeitung, Beilage »Sonntag«, 12. Januar 2019
»Ein kluges Buch. (…) Alexander Grau legt mit ›Kulturpessimismus‹ (…) eine kühle Diagnose vor, grundiert von ein bisschen Wehmut, jedoch ohne Sentimentalität.« Wolfgang M. Schmitt in: Rhein-Zeitung, 14. Januar 2019
»Grau gelingt es, den Kulturpessimismus von seiner verklärenden Nostalgie zu befreien und in einen zeitgenössischen Kontext zu setzen. Der Leser wird auf die Herausforderungen und Entwicklungen eines auseinanderfallenden Kulturbegriffs hingewiesen.« Tano Gerke in: Sezession, Heft Nr. 88, Februar 2019
»Insgesamt ist Graus Plädoyer aber aufgrund seines Gedankenreichtums sehr anregend und zum größten Teil gut lesbar.« Holger Moos in: Buchblog Rosinenpicker (goethe.de), Februar 2019
»Ein Buch, über das sich (…) trefflich diskutieren lässt.« CORPS – Deutsche Corpszeitung, Ausgabe 1/2019
Über den Autor und weitere Mitwirkende
Produktinformation
- Herausgeber : zu Klampen Verlag; 1. Edition (22. Oktober 2018)
- Sprache : Deutsch
- Gebundene Ausgabe : 160 Seiten
- ISBN-10 : 3866745826
- ISBN-13 : 978-3866745827
- Abmessungen : 12.3 x 1.8 x 19.1 cm
- Amazon Bestseller-Rang: Nr. 449,017 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
- Nr. 2,433 in Essays (Bücher)
- Nr. 6,609 in Literaturkritik
- Nr. 62,403 in Film, Kunst & Kultur (Bücher)
- Kundenrezensionen:
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Das Negative: Dieses Buch hat in meinen Augen keine durchdachte und belastbare Theorie der Gegenwartskultur.
Das beginnt schon bei Graus Definition von 'Kultur', die er nur als 'Symbolsystem' versteht. Die allgemein gebrauchte Definition besagt, dass Kultur alle Fähigkeiten umfasst, die nicht genetisch, sondern über soziales Lernen erworben und tradiert werden. Praktisches Know-how wie die Herstellung von Werkzeugen oder das Spielen eines Instrumentes gehören auch zur Kultur, obwohl sie keine Zeichensysteme sind.
Und wenn der Autor an einer Stelle behauptet, es gebe auch Gesellschaften ohne Kultur, dann ist das Unfug. Es gibt keine menschliche Gesellschaft ohne Sprache, ohne Erzählungen, ohne Werkzeuge, ohne Musik, ohne moralische Normen... Der Homo sapiens ist _das_ kulturelle Tier, "wired for culture", wie Mark Pagel es ausdrückte.
Zudem unterschlägt der Autor von Anfang an wichtige Eigenschaften von Kultur; sein Kulturbegriff ist verkrüppelt, und nur auf der Basis dieses defekten Konzepts kann er dann einen Verfall diagnostizieren.
Grau gründet alles auf einen Gegensatz von Natur und Kultur: die Natur sei das Chaotische und Zufällige, die Kultur dagegen sei der Versuch der Menschen, dieser Natur etwas Dauerhaftes, Ewiges, Stabiles entgegenzusetzen, ein kultureller Innenraum als Schutz vor der unberechenbaren Natur. Kultur sei daher in ihrem Wesen immer Normierung, Standardisierung, Tradition; ihr wohne ein Streben nach 'Ewigkeit' inne.
Da ist was Wahres dran, aber es ist nur die Hälfte des Bildes, und wenn man, wie der Autor, die andere Hälfte konsequent ausblendet, dann wird leider das ganze Bild falsch.
Die Natur stand seit Menschengedenken nicht nur für das Chaotische und Unberechenbare, sondern auch für das Gegenteil: der ewige Lauf der Gestirne, der immer gleiche Wechsel der Jahreszeiten. Menschen schufen Monumente wie Stonehenge eben um dieses Ewige, Verlässliche des Himmels auf die Erde, in die Sphäre der Menschen hinunter zu holen, nach dem Motto: Wie oben, so auch unten.
Umgekehrt war die Kultur immer schon viel mehr als nur Tradition, Normierung, Suche nach Beständigkeit. Kultur war immer auch die Suche nach dem Neuen, Kreativität, Wandel, ja auch Ekstase (jede Kultur seit Urzeiten hat ihre Drogen!)....
In der kulturellen wie auch in der biologischen Evolution braucht es unbedingt beide Seiten: einerseits die möglichst originalgetreue Reproduktion des Bestehenden, andererseits die Variation, das Neue, um auf veränderte Bedingungen reagieren zu können. Bestünde Kultur nur, wie Grau meint, aus Reproduktion, Normen und Tradition, dann würden wir immer noch in Höhlen sitzen und die immer gleichen Faustkeile herstellen.
Und so kommt der Autor zu seinem Kulturpessimismus: Er sieht nur die Hälfte dessen, was Kultur ausmacht, erklärt diese Hälfte dann für allein gültig und wesentlich, und sieht dann konsequent in der Moderne, in der in der Tat der dynamische Aspekt von Kultur die Oberhand gewonnen hat, nichts als Verfall und Verkommenheit. Seine ideale Welt müsste demnach die des Mittelalters sein, wo jeder seinen Platz im Sozialgefüge kannte und lebenslang dort blieb, wo Mönche in Klöstern die immer gleichen Texte kopierten und Gelehrte die immer gleichen Quellen immer wieder kommentierten (ich karikiere etwas, denn auch das Mittelalter kannte seine innere Dynamik, die ja dann schlussendlich zu dem führten, was wir Neuzeit nennen).
Ein weiterer Mangel des Buches ist, dass letztlich unklar bleibt, auf welcher Grundlage der Autor letztlich den kulturellen Verfall diagnostiziert. Kurz gesagt: Wer behauptet, die Geschichte zeige entweder eine Entwicklung zum Besseren (Fortschritt) oder eine zum Schlechteren (Verfall), der muss auch den Maßstab benennen können, anhand dessen dieses Auf oder Ab gemessen werden kann. Dieser Maßstab muss aber außerhalb der Entwicklung stehen.
Menschen wie etwa Steven Pinker oder Hans Rosling, die einen echten Fortschritt in der Geschichte am Werk sehen, benutzen den (humanistischen) Maßstab „physisches und mentales Wohlergehen für möglichst viele Menschen“. Und dann stellen sie fest: seit x-hundert Jahren gibt es immer weniger Armut, weniger Gewalt, mehr Mitbestimmung, weniger Sklaverei, geringere Kindersterblichkeit, bessere Medizin, mehr Bildung, etc...
Und die Kulturpessimisten? Frühere Verächter der Moderne, wie etwa René Guénon, gingen noch von einer metaphysischen, göttlichen Weltordnung aus, und warfen dem modernen Menschen dann vor, sich von dieser Ordnung entfernt zu haben, und so das Chaos der Moderne erzeugt zu haben. Auch Grau behauptet „Kultur ist wesentlich Religion und Religion ist Kultur. (…) Es gibt in diesem Sinne keine säkulare Kultur.“ (S.30-31).
Der Autor aber kennt keine metaphysische Ordnung mehr, Gott kommt bei ihm nicht mehr vor. Was also ist sein Maßstab?
Sein Trick ist ein 'totalitaristischer' Kulturbegriff. Er behauptet einfach (ohne dies wirklich zu begründen), dass es Kultur nur als etwas Homogenes, für alle Verbindliches gebe. Es sagt klipp und klar: „Kulturen sind antipluralistisch und antirelativistisch.“ (S.134). Und da unsere Gegenwart pluralistisch und relativistisch sei, gebe es in unserer spätmodernen Welt gar keine Kultur mehr; wir seien in einer 'Postkultur', in einer Gesellschaft ohne Kultur, angekommen. Wer hat die abendländische Kultur gemeuchelt? Grau kennt den Übeltäter : „Das autonome Subjekt pulversiert genau jene Symbolsysteme, die zumindest den Schein von Ewigkeit und Sinnerfüllung aufrechterhalten.“ (S.144)
Doch das ist nicht haltbar. Richtig ist: wir leben nicht mehr in der einer für alle maßgebenden Kultur (wann hat es die zuletzt gegeben?), dafür haben wir einen für alle verbindlichen Rechtsrahmen (demokratische Verfassungen), innerhalb dessen sich dann viele kleine 'Kulturen' etabliert haben, an denen die Individuen je nach Neigung teilhaben (können, nicht müssen!) , deren Werte und Normen sie sich zu Eigen machen können, und aus denen sie ihre Lebenssinne (im Plural!) ziehen können.
Zu unterstellen, wie Grau es offenbar macht, dass diese diversen 'Neo-Communities' gar nicht mehr kulturell seien, ist absurd, denn auch ein Flickenteppich ist immer noch ein Teppich.
Auch die Religiosität, die früher Gesellschaften wesentlich zusammenhielt, ist nicht verschwunden, sondern nur in neue Quasi-Religionen migriert (Sozialismus, Veganismus, Humanismus, LGBTQI, Nationalismus, die Neue Rechte, etc...). In dem Buch „Entfremdet“ gibt Grau das auch selbst zu: „Statt von Gott ist nun von Vernunft, Menschheit oder Humanität die Rede, und wir fügen hinzu: Emanzipation, Progressivität, klassenlose Gesellschaft, herrschaftsfreie Kommunikation.“
Es gibt sie also noch, die kulturellen Symbolsysteme, nur eben nicht mehr für alle Mitglieder einer Gesellschaft verbindlich. Wie es nicht anders sein kann in einer liberalen Demokratie.
Am Ende des Kapitels, in dem Alexander Grau die Kulturpessimisten früherer Jahrhunderte diskutiert, urteilt er ziemlich ungnädig über diese Männer: „So entlarvt sich sich die traditionelle Kritik am Zerfall abendländischer Kultur als Ressentiment gegen die Moderne und das wissenschaftliche Denken überhaupt.“ (S.129) - Genau das wäre auch mein Resümee dieses Buches: dass sich dessen Kritik auf nicht viel mehr als die viszerale Abneigung gegen die Gegenwart gründet, mit ihrer Massenkultur, ihrem Wohlstandsstaat, dem Materialismus, dem Konformismus, dem wissenschaftlichen Expertentum, usw..
Interessant ist auch, dass er die aktuell größte Gefahr unserer (westlichen) Gesellschaften, nämlich die politische Fragmentierung der Gesellschaft in inkompatible Identitäten und Echoräume, mit keinem Wort erwähnt. Das aber ist ein genuin politisches, kein kulturelles Problem.
Vielleicht übersieht er es, weil er die liberale Demokratie gar nicht als etwas Erhaltenswertes betrachtet?
Die Erklärungsmuster für den Verfall der Kultur, oder sogar des Abendlandes, sind fast genauso vielfältig wie es Kulturkritiker und Kulturpessimisten gibt und gegeben hat. Dies wird in den ersten vier Kapitel "Nach der Kultur", "Fortschritt", "Niedergang" und "Postkultur" eindringlich und detailliert beschrieben.
Der Autor Alexander Grau nimmt uns mit auf einer Reise durch die Geschichte der Kulturdeutung und Kulturkritik. Für vielen die sich bereits mit der Kulturphilosophie und Kulturwissenschaften (letztere laut des Autors ein relativ junge Erscheinung, da sie quasi die Objektivierung des Kulturbegriffs voraussetzt - mitsamt der Vorstellung, dass es eine Pluralität von miteinander konkurrierenden "Kulturen" gibt) auseinandergesetzt haben, wird vieles sicherlich bekannt vorkommen.
Dennoch sind diese Kapitel als Vorbereitung auf das letzte Kapitel "Was bleibt" unerlässlich. Hier, sowie bereits in der Einleitung, legt der Autor seine eigene Interpretation des kulturgeschichtlichen Drama dar, das darin besteht, dass Kulturen "kulturblind" sind (Seite 134), dass "es kein Regelwerk, keine Metanormen [gibt], die den Pluralismus normativer Weltanschaungen ordnen oder moderieren könnten" (Seite 139), dass "... eine Kultur, die sich im Gegenwärtigen erschöpft, ... keine mehr [ist]" (Seite 140). Sein Fazit, auf Seite 141: "Erst jetzt wird deutlich, dass Kultur keine Notwendigkeit ist. Gesellschaften ohne Kultur sind möglich. Sie sind sogar die Zukunft. Die Kulturphase der Menschheit ist abgeschlossen."
Dies alles hängt laut Autor ganz eng mit der Globalisierung der wirtschaftlichen Systeme zusammen, die paradoxerweise mit der Säkularisierung und Individualisierung der Gesellschaften einher geht. Kultur ist dabei, eine Illusion zu werden, die wir trotzdem noch hinterhertrauern (Seite 148).
Sicherlich gibt es viele Lesearten dieses Essays/Plädoyers, je nach Vorwissen und Prägung des gebildeten Lesers und des Lesers voreingenommener Haltung der Moderne oder Postmoderne gegenüber. Auch wenn ich von Nature kein Pessisimist bin, hat dieses Büchlein mir gefallen. Es gibt einem zum Denken. Wenn das kein Gewinn ist ...





