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Der Kult mit der Schuld Gebundene Ausgabe – 20. Februar 2012
Was vielfach übersehen wird: Der Kult mit der Schuld birgt auch ein höchst destruktives Potenzial, ja es schwebt die modernisierte Kollektivschuld-These wie eine radioaktive Wolke über allen Bereichen des öffentlichen Lebens und kontaminiert langsam, aber sicher nicht nur Politik und Kultur, sondern auch unsere Demokratie- und Moralbegriffe. Und in gewissen linken und politisch korrekten Kreisen offenbaren sich dem Psychologen klassische Selbsthass-Symptome. Das vorliegende materialreiche Buch dokumentiert nüchtern und politisch unterhaltsam zugleich die Geburt einer neuen Erbsünde.
- Seitenzahl der Print-Ausgabe260 Seiten
- SpracheDeutsch
- HerausgeberUniversitas
- Erscheinungstermin20. Februar 2012
- ISBN-103800414392
- ISBN-13978-3800414390
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Produktbeschreibungen
Klappentext
Über den Autor und weitere Mitwirkende
Produktinformation
- Herausgeber : Universitas
- Erscheinungstermin : 20. Februar 2012
- Auflage : 5.
- Sprache : Deutsch
- Seitenzahl der Print-Ausgabe : 260 Seiten
- ISBN-10 : 3800414392
- ISBN-13 : 978-3800414390
- Amazon Bestseller-Rang: Nr. 713.909 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
- Nr. 3.877 in Das Dritte Reich (Bücher)
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Die Leser finden das Buch sehr informativ und gut leserlich. Sie loben die Erarbeitung der Ursachen, Hintergründe und pathologischen Folgewirkungen des Kollektivschulddenkens. Das psychoanalytische Nachwort von Prof. Hubert Speidel wird ebenfalls positiv hervorgehoben.
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Kunden finden das Buch sehr informativ. Es beleuchtet Themen, die man sonst nicht kennt. Das psychoanalytische Nachwort von Prof. Hubert Speidel erarbeitet die Ursachen, Hintergründe und pathologischen Folgewirkungen des Kollektivschulddenkens.
"Super Buch. Gute Aufklärung." Mehr
"...Das Buch ist sehr informativ, darin werden Themen beleuchtet, die man sonst in Tages,- Wochenzeitungen,- und imFernsehen/Radio so nicht vermittelt..." Mehr
"Ein informatives und gut leserlichesBuch von dem es leider nicht viele gibt, zumindest betrifft dies deutschen Ausgaben...." Mehr
"...Absolut wissenswert und eigentlich ein "Muss" für jeden, der nicht alles fraglos glaubt was die Massenmedien unserer Spaßgesellschaft vermitteln." Mehr
Kunden sind mit der Lesbarkeit des Buches zufrieden. Sie beschreiben es als informativ und gut leserlich.
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Spitzenrezensionen aus Deutschland
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- Bewertet in Deutschland am 8. November 2013Formatieren: Gebundenes BuchVerifizierter KaufDas vorliegende Werk ist der Versuch einer Bestandsaufnahme der deutschen Nachkriegsmentalität.
Bezugnehmend auf namhafte öffentliche Exponenten zeigt Nawratil zunächst, daß die formal bestrittene Kollektivschuld tatsächlich gültig ist und ihre Akzeptanz erwartet wird. Es ist ein 'negativer Nationalismus' entstanden, mit 'Auschwitz' als Gründungsmythos der BRD. Trifft dies zu, kann die Finalität dieses Staates nur darin bestehen zu verschwinden.
Nawratil führt die alliierte Kollektivbestrafung Deutschlands während und nach dem Zweiten Weltkrieg an, verortet die Wurzeln der Kollektivschuld im kollektivistischen Denken, während sich Individualschuld nur langsam durchsetzen konnte und zeigt die durchaus unterschiedlichen Positionen zur Kollektivschuld bei den Alliierten, dem EKD ("Stuttgarter Schuldbekenntnis"), der katholischen Welt und im humanistischen Judentum.
Der Autor zerpflückt die konkreten Schuldvorwürfe, welche die Kollektivschuldthese untermauern, anhand historischer Richtigstellungen und zeigt, wie "zweite Schuld" (Giordano) und "Erinnerungsarbeit" (Mitscherlich) zu einer Zivilreligion geführt haben, während alliierte Kriegsverbrechen ungesühnt und unbewältigt bleiben. Die Kollektivschuldthese erklärt die Phänomene einer Diktatur nicht wissenschaftlich (soziologisch, psychologisch, ökonomisch, historisch), sondern verlagert das Problem einfach auf die rassische Ebene. Die behauptete "Singularität" der 'deutschen' Verbrechen könnte nur im Vergleich erhärtet werden, und genau der unterbleibt.
Nawratil untersucht die Instrumentalisierung der "deutschen Vergangenheit" für Humanität und Moral, die Verzahnung von Schuldkomplexen, Selbsthaß und moralischer Desorientierung, den "selektiven Humanismus" unserer Gedenkstättenkultur, die Umdeutung des 8. Mai 1945 als "Befreiung", die Ablehnung des Selbstbestimmungsrechts der Völker seitens der politischen Linken und deren folgenreiche Doppelmoral: Der absolute Maßstab "Holocaust" hat in der Praxis zu einer Trivialisierung aller übrigen Verbrechen geführt.
Des weiteren zeigt der Autor die Konsequenzen der "Vergangenheitsbewältigung": politische Handlungsunfähigkeit Deutschlands, geistigen Konformismus, Thementabuisierungen, Strategien der Ausgrenzung, Diskussionsverweigerung, politische Asymmetrie und absolute Deutungshoheit der politischen Linken nebst Entlegitimisierung der demokratischen Rechten, die Statistik-Manipulationen der "Verfassungsschutzberichte", die medial geschürte Massenhysterie "gegen rechts", die enge Verflechtung etablierter Politiker mit "autonomen" Antifaschisten und anderen linksextremen Kräften sowie den offenen Terror gegen Dissidenten und Oppositionelle.
Auch die kulturellen Folgen des 'negativen Nationalismus' werden unter die Lupe genommen: politische Instrumentalisierung der Goethe-Institute, absurde Anglizismen in der deutschen Sprache, deren Studium übrigens generell unter Faschismusverdacht steht, rigorose Ausgrenzung aller nicht-antideutschen Kulturschaffenden. Noch gravierender ist die Abschaffung des deutschen Volkes als Rechtssubjekt ("Bevölkerung") und sein Austausch gegen Fremde ("Einwanderung"). Nawratil widerlegt fundiert alle Argumente der Überfremdungseuphoriker. Ferner erörtert er die Benachteiligung Deutschlands in der EU, die anscheinend unabschließbaren Wiedergutmachungsforderungen und den zur Neurose verhärteten hochproblematischen deutschen Selbsthaß.
Ein intellektueller Höhepunkt ist das psychoanalytische Nachwort von Prof. Hubert Speidel. Hier wird erstmals aus einer nicht mit linker Ideologie imprägnierten Perspektive eine sozialpsychologische Deutung der deutschen Gegenwartsgesellschaft geleistet. Die überzeugende Erarbeitung der Ursachen, Hintergründe und pathologischen Folgewirkungen des Kollektivschulddenkens ist alleine schon die Anschaffung des Buches wert.
Weiterführend und ergänzend: KLEINE-HARTLAGE, Manfred: "'Neue Weltordnung' - Zukunftsplan oder Verschwörungstheorie?" (2012); derselbe: "Die liberale Gesellschaft und ihr Ende: Über den Selbstmord eines Systems" (2013); BRAUN, Johann: "Wahn und Wirklichkeit. Über die innere Verfassung der Bundesrepublik Deutschland" (2008); GOTTFRIED, Paul Edward: "Multikulturalismus und die Politik der Schuld: Unterwegs zum manipulativen Staat?" (2004)
- Bewertet in Deutschland am 12. April 2020Formatieren: Gebundenes BuchVerifizierter KaufHeinz Nawratil hat mit seinem Buch "Der Kult mit der Schuld - Geschichte im Unterbewusstsein" ein heißes und wichtiges Thema ausgewählt. Die kollektive Schuld der Deutschen an der nationalsozialistischen Hitler-Diktatur war nach dem zweiten Weltkrieg Gegenstand lebhafter Debatten. Obwohl der Begriff "Kollektivschuld" kaum noch gebraucht wird, ist die darin verankerte Idee nach wie vor präsent und heute lebendiger denn je. Sie ist sogar dabei zu einer Art von Staatsreligion zu werden. Kein Volk neigt dazu wie das deutsche, sich vor sich selbst zu schämen. Wir erleben eine Gesellschaft, die sich selbst erniedrigt, um allen gerecht zu werden. Raymond Unger spricht in seinem Buch "Die Wiedergutmacher" von Schuldstolz, vom Stolz schuldig zu sein um damit Komplexe zu kompensieren.
Kollektivschuld steht natürlich im Gegensatz zu den herrschenden Rechtsprinzipien der meisten Staaten. Jeder Bürger weiß, dass Schuld individuell nachgewiesen werden muss und davor die Unschuldsvermutung gilt. Der individuelle Schuldnachweis gilt uns als Ausweis zivilisierten Umgangs und kultureller Entwicklung. Daher war der Begriff auch bald verschwunden, nicht jedoch die dahinter liegende Idee des Schuldkultes, einer masochistischen Moral in Gestalt eines totalitären, in den Medien weitverbreiteten Meinungsterrors. Während vor allem die katholische Kirche und eine ganze Reihe von ausländischen Staatsmännern keinen Sinn in einer Kollektivschuld der Deutschen sahen, war vor allem das Schuldbekenntnis der evangelischen Kirche vom Oktober 1945 Ausgangspunkt des Schuldkultes: "Wohl haben wir lange Jahre hindurch im Namen Jesu Christi gegen den Geist gekämpft, der im nationalsozialistischen Gewaltregiment seinen furchtbaren Ausdruck gefunden hat; aber wir klagen uns an, dass wir nicht mutiger bekannt, nicht treuer gebetet, nicht fröhlicher geglaubt und nicht brennender geliebt haben." Nicht aufgefallen war den Versammelten die Naivität des Textes, als ob man eine totalitäre Diktatur durch treueres Beten und fröhlicheres Glauben stürzen könnte.
Demgegenüber warnte Clemens August Graf von Galen, der später seliggesprochene Kardinal von Münster vor neuen Irrwegen: "Es ist eine Verleugnung der Gerechtigkeit und der Liebe, wenn man uns alle, jeden deutschen Menschen, für mitschuldig an jenen Verbrechen und darum für strafwürdig erklärt. Die unvermeidlichen Kriegsfolgen, das Leid um unsere Toten, um unsere zerstörten Städte, Wohnungen und Kirchen wollen wir annehmen und mit Gottes Hilfe geduldig tragen. Nicht aber ungerechte Beschuldigung und Bestrafung für Geschehnisse, unter deren Willkür, Ungerechtigkeit und Grausamkeit wir selbst durch lange Jahre geseufzt und schwer gelitten haben."
Die Folgen von Schuldkomplexen und Selbsthass sind regelmäßig "affektive Denkhemmungen", die in Folge aus Sicht des Frankfurter Psychologieprofessors Fritz Süllwold zu einer drastischen Reduktion des Aufmerksamkeits- und Auffassungsumfangs führen. Die von Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg geleisteten Kompensationen in alle Richtungen sind jedenfalls gigantisch. Auch die erfahrenen Bestrafungen übersteigen das Denkmögliche.
Der Kult der Schuld hört deswegen aber nicht auf, im Gegenteil wird er von bestimmten politischen Lagern geradezu gepflegt und gefördert. Sie führt geradezu in eine Art masochistischen Selbsthasses, mit uferloser Opfergabe nach Außen und totalitären Tendenzen nach Innen. Was damit gemeint ist versteht man, wenn man die Antwort des damaligen Außenministers Joschka Fischer am 22. Mai 1999 liest, auf die Frage des französischen Schriftstellers Bernard-Henri Lévy, was denn der Zement sei, der das heutige Deutschland zusammenhalte, der Urkonsens, der Anfangsmythos, so wie die Revolution von 1789 für Frankreich. Fischer antwortete, das sei, so seltsam es sich anhöre, für die Bundesrepublik wohl Auschwitz. Aber was bedeutet ein solcher Satz? Ein Staat, der tatsächlich auf Auschwitz beruht, kann nur eine Finalität haben, nämlich zu verschwinden. So ist auch zu erklären, warum gewisse Politiker und Politikerinnen hinter Transparenten wie "Deutschland verrecke" herlaufen können und darauf noch stolz sind.

