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Kritik der zynischen Vernunft Broschiert – 1. März 1983

4.1 von 5 Sternen 18 Kundenrezensionen

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Produktinformation

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Pressestimmen

"Zynismus steht in Sloterdijks Kritik für die paradoxe Struktur eines aufgeklärten, aber gleichwohl unglücklichen und falschen Bewußtseins, dem es nicht an Wissen mangelt, sondern an Hoffnung, in einer sinnvollen Geschichte zu leben." Deutschlandfunk, 5. Juni 1983 --This text refers to an out of print or unavailable edition of this title.

Rezension

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Kritik der zynischen Vernunft
OA 1983 Form Sachbuch Bereich Philosophie
Zwei Jahrhunderte nach Immanuel R Kants Kritik der reinen Vernunft (1781) entwirft Peter Sloterdijk in seinem zweibändigen, fast 1000-seitigen philosophischen Essay eine aktualisierte Vernunftkritik: Die Kritik der zynischen Vernunft verquickt auf überaus elegante und stilistisch beeindruckende Weise philosophische Analyse mit Poesie und Polemik und zählt zu den meistverkauften philosophischen Werken des 20. Jahrhunderts.
Aufbau: Die Kritik der zynischen Vernunft besteht aus zwei Teilen: Der kürzere erste Teil (Sichtungen – Fünf Vorüberlegungen) führt in das Thema ein und entfaltet das Begriffspaar des Kynismus und Zynismus. Der zweite Teil (Zynismus im Weltprozess) ist in vier »Hauptstücke« unterteilt: Im »physiognomischen Hauptstück« wird die öffentliche Masturbation des Diogenes von Sinope als protokynischer Akt dargestellt, in dessen Nachfolge Sloterdijk vitalistische und existenzialistische philosophische Strömungen einordnet. Das »phänomenologische Hauptstück« stellt sechs »Kardinalzynismen« ein jeweiliges kynisches Pendant gegenüber: Militärzynismus (Pazifismus), Staats- und Vormachtszynismus (soziopolitische Protestbewegungen), Sexualzynismus (Feminismus), Medizinzynismus (volksmedizinische Selbsthilfetraditionen), Religionszynismus (Emanzipation), Wissenszynismus (Fröhliche Wissenschaft). Zu den Kardinalzynismen treten zwei »Sekundärzynismen«: der »Informationszynismus« der Regenbogenpresse und der kapitalistische »Tauschzynismus«.
Im »logischen Hauptstück« setzt sich Sloterdijk mit positivistischen, systemtheoretischen und pragmatischen Ansätzen auseinander, um die theoretisch gewonnenen Ergebnisse dann im ausführlichen »historischen Hauptstück« auf die Weimarer Republik anzuwenden, wobei sein Augenmerk besonders der Literatur der 1920er Jahre gilt.
Inhalt: Sloterdijk liefert drei Definitionen des Zynismus: In der ersten, allgemeinen Definition erscheint der Zynismus als »das aufgeklärte falsche Bewusstsein«, dessen »Falschheit […] bereits reflexiv gefedert« ist. Die zweite, historische Definition unterscheidet zwei Formen des polemischen Bewusstseins: den Zynismus »von oben« und den Kynismus »von unten«: Der antike Kynismus spiegele den »Drang von Individuen, gegen die Verdrehungen und Halbvernünftigkeiten ihrer Gesellschaften sich selbst als vollvernünftig-lebendige Wesen zu erhalten«. Die dritte, phänomenologische Definition beschreibt die Subversion selbsterkorener Wahrheitsinstanzen durch Verweis auf die »nackte« Wahrheit: »Das zynische Denken nämlich kann nur erscheinen, wo von den Dingen zwei Ansichten möglich geworden sind, eine offizielle und eine inoffizielle, eine verhüllte und eine nackte, eine aus der Sicht der Helden und eine aus der Sicht der Kammerdiener.«
Als »Konstanten unserer Geschichte« sind Kynismus und Zynismus für Sloterdijk korrespondierende Begriffe, deren Gegenüberstellung die Struktur der Kritik der zynischen Vernunft bestimmt. Die Weimarer Republik als »Gründerzeit der zynischen Struktur der Moderne« dient Sloterdijk als Folie für die Gegenwart: Sowohl 1933 als auch 1983 sind für ihn Daten des Umschlags von einer Zwischenkriegszeit in eine Vorkriegszeit. Nur eine durch Hingabe und Liebe bestimmte »zweite Aufklärung« könne, so Sloterdijks Fazit, den »Zirkel der instrumentellen Vernunft« überwinden.
Wirkung: Selten fand die Publikation eines philosophischen Werks eine so große mediale Resonanz wie die der Kritik der zynischen Vernunft. Dem einhelligen großen Lob seitens der bürgerlichen Presse stand der Totalverriss im Nachrichtenmagazin Der Spiegel gegenüber, was einen »Rezensentenstreit« zur Folge hatte, der die Verkaufszahlen des Werks emporschnellen ließ. Die spätere fundiertere philosophische Auseinandersetzung machte den unbestritten glänzenden Stil des Werks zum Ausgangspunkt für Lob wie Kritik: Allerhöchster Respekt wurde Sloterdijks Belesenheit und seiner »Schopenhauer und Spengler ebenbürtigen« Ausdruckskraft gezollt, ebenso seinem Versuch, gegen das neue zynische »Unbehagen in der Kultur« anzuschreiben. Auf der anderen Seite wurde Sloterdijk als »narzisstischer Selbstdarsteller« attackiert, der »Theorie in Tumult« transformiere. M. F.

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Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Von Kankin Gawain TOP 1000 REZENSENTVINE-PRODUKTTESTER am 24. Februar 2006
Format: Taschenbuch
Dieses Buch ist im besten Sinne aufklärerisch, denn es legt den Finger auf eine Wunde unserer modernen Geschichte. Dass nämlich jeder aufklärerische Impuls irgendwann zu Denkfaulheit und Abgestumpftheit des Herzens verflacht und dann zynisch wird. Anders gesagt: Wer irgendwann in der Geschichte recht bekam, der kämpfte darum, recht zu behalten, und wer so oft recht behielt, dass er sich gar nicht mehr rechtfertigen musste, der wurde gar zynisch. Ein kleines Alltagsexperiment: Schauen sie sich unsere Medienwelt aufmerksam an, und fragen sie sich, wer da eigentlich mit welcher Art des Zynismus am Werk ist.... Ich denke da nur an die hochgebildeten Programmchefs bei den Privaten, die zu Hause Kafka lesen und tagsüber die Menschen (in bester zynischer Manier) mit Unterschichtenfernsehen, Talkshows und dämlichen Gerichtssendungen abspeisen. Sloterdijks Kritik, die allerdings vor der Erfindung des Privatfernsehens geschrieben wurde, befasst sich eben gerade mit dem Aufspüren dieses mehr oder minder subtilen Zynismus, der sich in unserer Welt breit macht!
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Format: Broschiert
Der Titel – eine Anmaßung; der Umfang – erschlagend; der Stil – in seiner Heiterkeit und Verspieltheit eine Antithese zu Kant. Und doch: Das Buch "Kritik der zynischen Vernunft" des damals, 1983, noch völlig unbekannten Autors Peter Sloterdijk hat eingeschlagen wie eine Bombe und sich bis zum heutigen Tage zu einem philosophischen Bestseller entwickelt, der zeigt, dass großes Denken anregend und unterhaltsam sein kann, ohne sich dabei dem Massengeschmack anzubiedern.

"Zynismus ist das aufgeklärte falsche Bewußtsein. Es ist das modernisierte unglückliche Bewußtsein, an dem Aufklärung zugleich erfolgreich und vergeblich gearbeitet hat" (37), definiert Sloterdijk sein Verständnis des Begriffes Zynismus gleich zu Beginn seiner Darstellung, um gleichzeitig die Person des Zynikers als "integrierte[n] Asoziale[n]" (36) zu bezeichnen. Einen Missstand erkennen, und trotzdem weitermachen, ein eigenes Bewusstsein haben, und trotzdem nicht diesem entsprechend handeln, das ist für Sloterdijk der Zyniker in seiner ganzen Hässlichkeit. Es fällt nicht schwer, in der heutigen Zeit zahlreiche Zeitgenossen zu erkennen, auf die diese Beschreibung zutrifft. Als leuchtendes Gegenbeispiel entwirft Sloterdijk einen Charakterkopf völlig anderer Coleur, dessen Prototyp er in Diogenes verkörpert sieht, dem Urahnen des Kynikers: "Der Kyniker furzt, scheißt, pißt, masturbiert auf offener Straße vor den Augen des athenischen Marktes; er verachtet den Ruhm, [...] parodiert die Geschichte von Göttern und Helden, ißt rohes Fleisch und Gemüse, liegt in der Sonne, scherzt mit den Huren und sagt zu Alexander dem Großen, er möge ihm aus der Sonne gehen" (208).
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Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Über das Werk ist alles gesagt - aber auch von allen?
Ich fasse mich kurz. Nachdem Harald Schmidt seine Kunstpause verkündet hatte und das Kabarett nicht gleich al Ersatz adäquat zur Stelle war, suchte ich nach neuen Quellen meines in Gesellschaft und Konzernwirtschaft gereiften und gepflegten Zynismus. Und da fand ich beim Streunen den Erfinder der zynischen Vernunft.
Ich kann nur sagen: Selten so genickt und schief lächelnd gelacht. Sloterdijk traf inmitten der 80er Jahre den Ton, der noch kommen würde. Eine Industriegesellschaft, deren Mitglieder sich täglich fragen, wie sie sich heute wieder dazu zwingen werden, vorzutäuschen, dass sie das alles ernst nehmen.
Dieser unwiderstehliche, dadaistische Drang, sich auf den Flur der Hauptverwaltung zu legen und dem Vorstand zuzurufen: Geht mir aus der Sonne.
Ein Hoch auf diesen lichten Moment des Philosophen. Scheut nicht die 1000 Seiten. Jede einzelne ist ein Genuß!
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Format: Broschiert Verifizierter Kauf
Peter Sloterdijk ist mit seinem Werk ein beeindruckender Geniestreich gelungen: Komprimierte Darstellung philosophischer (und auch psychologischer) Erkenntnisse, großer inhaltlicher Tiefgang und eine sehr gute Lesbarkeit - diese Kombination ist für einen hochrangigen Wissenschaftler alles andere als selbstverständlich.

Zynische Vernunft: Die Krankheitssymptome einer Dekadenzkultur
Sloterdijk analysiert die Unwuchten einer zynischen Geisteshaltung, die der westlichen, durch "Vernunft" gesteuerten Kultur zugrunde liege. Der Aufruf zur Vernunft ("Wissen ist Macht") führe zu einer künstlichen Trennung von Intellekt und Sinnlichkeit. Es gelte den Zwang der europäischen Neurose zu brechen, die durch Vernunftanstrengung Glück zu erreichen suche.

Sloterdijk zeigt im Rahmen einer sorgfältigen "historischen Psychopathologie" die Entwicklungslinien der zynischen Denkhaltung vom Wilhelminismus über die Weimarer Republik und das Dritte Reich bis in die Gegenwart auf. In der Weimarer Republik habe sich der Aufklärung ein wütender Widerstand gegen das "zersetzende" Gespräch über Wahrheit entgegengestellt. (Stromlinienförmige "Loyalität", die an Kadavergehorsam erinnert, beansprucht keine Exklusivität für die Weimarer Republik, sondern ist auch für viele der heute in Staat und vor allem in Großunternehmen Machthabenden von allergrößter Bedeutung. "Aufklärung" ist nicht gefragt, sondern wird lieber unter Strafe gestellt.)

Zynismus sei das "aufgeklärte falsche Bewusstsein", das seine Aufklärungslektion gelernt, aber nicht vollzogen habe: Handeln wider besseres Wissen. Die bessere Einsicht werde den "Zwängen" geopfert. "Trotz allem, erst recht.
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