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Kriegskinder: Das Schicksal einer Generation Taschenbuch – 1. Februar 2005

4.1 von 5 Sternen 22 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Hilke Lorenz, Jahrgang 1962, ist Redakteurin der Stuttgarter Zeitung. Im Ullstein Verlag sind ihr Bestseller Kriegskinder, Das Schicksal einer Generation (2003) und Heimat aus dem Koffer (2009) erschienen.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Schweigen, um zu überleben -
reden, um weiterzuleben?
"Das Vergangene ist nicht tot; es ist nicht einmal vergangen. Wir trennen es von uns ab und stellen uns fremd", so beginnt Christa Wolf ihren Roman Kindheitsmuster. Die 1929 geborene Schriftstellerin begibt sich darin auf Spurensuche in ihrem Leben, zu dem untrennbar die Jahre des Zweiten Weltkriegs gehören. Ein offenbar mutiges Unterfangen. Denn diese Jahre sind in den Leben vieler Menschen, die damals Kinder waren, Fremdkörper geworden. Die Erinnerungen an sie sind Geheimnisse, die so unaussprechbar sind, dass viele der ehemaligen Kriegskinder sie sogar vor sich selbst weggeschlossen haben. Den Schlüssel dazu haben sie weit fortgeworfen und damit den Zugang zu einem wichtigen Abschnitt ihres Lebens aus der Hand gegeben. "Wirst dich fragen müssen, was aus uns allen würde, wenn wir den verschlossenen Räumen in unseren Gedächtnissen erlauben würden, sich zu öffnen und ihre Inhalte vor uns auszuschütten", konstatiert Christa Wolf im Verlauf ihrer Suche nach den Spuren des Vergangenen in der Gegenwart. Wobei auch sie offenbar ein Unbehagen überkommt, wenn sie die Frage anschließt: "Brauchen wir Schutz vor den Abgründen der Erinnerung?"
Krieg ist mehr "als eine Abfolge von Ereignissen, die sich in einer bestimmten, exakt beendeten Zeitspanne zutragen. Er ist auch das, was sich in kleinen empfindsamen Kinderköpfen eingeprägt hat und bis heute in ihnen eingraviert ist", hat der Arzt Peter Heinl, der in London ehemalige deutsche Kriegskinder des Zweiten Weltkriegs im Erwachsenenalter behandelt, in der intensiven Arbeit mit seinen Patienten beobachtet. Manchmal treibt der längst vergangene Krieg noch heute denen, die von ihm erzählen, die Tränen in die Augen. Auf den Bildern, die sie aus Kindertagen aufbewahrt haben, schauen sie tapfer und zuversichtlich in die Zukunft. Sie sind sie tatendurstig angegangen und haben den Blick zurück vermieden.
Achtundfünfzig Jahre sind seit Ende des Zweiten Weltkriegs nun vergangen. Kein deutscher Staat hat eine so lange Friedenszeit erlebt wie die Bundesrepublik. Zwei Generationen sind in Frieden aufgewachsen. Und doch ist seit dem großen Krieg keine Ewigkeit vergangen. Die Geschichte jenseits der Daten der Geschichtsbücher könnte weiterleben in den Erzählungen derer, die sie erlebt haben. Doch was wissen die Nachgeborenen über die Biografien und Prägungen ihrer Eltern, von den Jahren, in denen Mutter und Vater selbst Kinder waren? Die "oral history", die sonst das vermeintlich Nebensächliche für die kollektive Erinnerung rettet, hat im Dialog zwischen den deutschen Generationen wohl versagt. "Die finstersten Aspekte des von der weitaus überwiegenden Mehrheit der deutschen Bevölkerung miterlebten Schlussaktes der Zerstörung blieben so ein schandbares, mit einer Art Tabu behaftetes Familiengeheimnis, das man vielleicht nicht einmal sich selber eingestehen konnte", stellte 1999 der Schriftsteller W. G. Sebald fest. Und hat an anderer Stelle angemerkt, dass ein "nahezu gänzliches Fehlen tieferer Verstörungen im Seelenleben der deutschen Nation darauf schließen lässt, dass die neue bundesrepublikanische Gesellschaft die in ihrer Vorgeschichte gemachten Erfahrungen einem perfekt funktionierenden Mechanismus der Verdrängung überantwortet hat".
Er hat Recht: Die heute zwischen 6o und 75 Jahre alten Frauen und Männer vererben ihren Kindern zwar Vermögenswerte wie keine Generation vor ihnen. Doch geben sie ihnen auch ihre Erinnerungen preis? Erzählen sie von Angst, Verzweiflung, Kummer und Trauer, die sie im Krieg und in den Jahren danach erfahren und in sich verschlossen haben? Zumindest hie und da tun sie es nun - wenn jemand fragt und die Nachfrage nicht gleich mit einer Anklage verbindet. Denn sie sind in ihren Leben an dem Punkt angelangt, wo man Bilanz zieht, wo Aufgaben und Verantwortungen entfallen, Funktionen verloren gehen. Hinter praktischen Aufgaben haben sie sich versteckt, reibungsloses Funktionieren hat sie zum obersten Gebot gemacht, die Generation unserer Eltern. Nach den Zahlen des Statistischen Bundesamtes haben 114,8 Millionen Menschen, die in der heutigen Bundesrepublik leben, ihre Kindheit in den Kriegsjahren erlebt, sind also zwischen 1930 und 1945 geboren. Sie mussten früh erwachsen werden und hätten allen Grund gehabt, um ihre verpasste Kindheit und Jugend zu weinen. Aber sie haben es nicht getan. Sie haben sich das Recht dazu nicht zugestanden. Weil sie doch immerhin überlebt hatten. Anders als beispielsweise die anderen 74 00o Kinder, die nach Schätzungen allein im Bombenkrieg umkamen.
Die Davongekommenen werden nie vergessen, was ihnen widerfahren ist. Aber das viel größere Leid, so vermittelte man ihnen, hatten die Erwachsenen erlitten. "Wir durften nicht jammern, denn sonst galten wir als egoistisch und undankbar. Wir hatten doch schließlich überlebt", erinnert sich eine 66 Jahre alte pensionierte Lehrerin, die einen der großen Angriffe auf Hamburg als Fünfjährige durchlitten hatte. "Dir geht es doch gut! ", " Sei froh, dass du überlebt hast! ", sind Merksätze ihrer Kindheit, die sie noch heute im Ohr hat. Erst jetzt, Jahrzehnte später, erlaubt sie sich, Mitleid mit dem Mädchen zu haben, das die Erwachsenen weinen sah. Und in deren Not hineinbrüllte: "Ich will keine brennenden Häuser mehr sehen! " Bis ihm jemand einen Mantel über den Kopf legte. Erst heute wagt sie es, ihn langsam wegzuziehen.
Bagatellisieren, abschwächen, bewusst vergessen und verdrängen, lautete die Devise in den Nachkriegsjahren. So attestiert es der ehemalige Kasseler Professor für klinische Psychologie und Altersforscher Hartmut Radebold, Jahrgang 11935 und somit selbst ein Kriegskind, seiner Generation. Wie hätte man überleben sollen, wenn man sich ganz und gar Verzweiflung und Kummer hingegeben hätte? Da blieb als Selbstschutz nur, das Grauen nicht an sich herankommen zu lassen und einfach zu funktionieren. Aufgaben gab es genug. "Sei tapfer! Du musst der Mutter jetzt helfen", war eines dieser Überlebensangebote.


Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

am 13. März 2013
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am 22. Juli 2017
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