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Kreta in römischer Zeit (Zaberns Bildbände zur Archäologie) Gebundene Ausgabe – 27. Juni 2011

4.7 von 5 Sternen 3 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Der Autor: Dr. Tilmann Bechert studierte Geschichte und Archäologie der römischen Provinzen. Bis 2003 war er Leiter der Duisburger Stadtarchäologie. Seit Jahrzehnten gilt seine ganze Leidenschaft dem römischen Kreta.


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Top-Kundenrezensionen

Tilman Becherts "Kreta in römischer Zeit" bietet eine fundierte und solide Zusammenstellung des bisherigen Forschungsstandes und überzeugt visuell durch zahlreiche schöne Aufnahmen. Der Autor kann nur wenig dafür, dass er oft Unterkapitel, beispielsweise zum Straßenbau oder zur Wasserversorgung, mit den Worten einleiten muss, dass der Forschungsstand hier noch keine allzu sicheren Aussagen zulässt. Das Thema des Bandes schuldet es, dass kein annähernd vollständiges Bild von der römischen Zeit Kretas entstehen kann.
Gerade das längste Kapitel des Bandes, die Geschichte zwischen dem ersten Jahrhundert vor und dem dritten Jahrhundert nach Christus, ist daher für interessierte Laien wenig spannend. Diese Phase der relativen Stabilität bietet nach dem bisherigen Kenntnisstand kaum Ereignisse, die über den Expertenkreis hinaus von einiger Spannung sind.

Das ist alles keine Kritik an den Autor. Bechert macht das Beste aus dem Stoff, er stellt den Wissenstand souverän und gut lesbar dar. Er geht sehr gut mit dem Bildmaterial um, das konsequent den Fließtext sinnvoll ergänzt. Die Auswahl der Abbildungen ist sehr gut. Insbesondere auch die Landschaftsaufnahmen sind großartig anzuschauen.

Insgesamt ist dieser Bildband sehr zu empfehlen. Allein schon, weil er das Augenmerk auf eine bisher vernachlässigte Epoche der Geschichte Kretas setzt. Der Forschungsstand wird vom Autor bestmöglich zusammengefasst, das Bildmaterial ist ausgezeichnet. Für Studenten und interessierte Laien ist "Kreta in römischer Zeit" eine ausgezeichnete Wahl, um sich einen ersten Überblick zu verschaffen.
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Von timediver® HALL OF FAME REZENSENTTOP 500 REZENSENT am 1. Januar 2012
Fast jeder Kulturinteressierte wird die Geschichte der Insel Kreta zuallererst mit ihrer bronzezeitlichen Kultur assoziieren, die der britische Archäologe Sir Arthur John Evans (1851 - 1941) in Anlehnung an den Sohn des Zeus und der Europa und sagenhaften König Kretas, Minos, als "minoisch" bezeichnete. Jeder kennt die Sagen vom Minotaurus, Theseus und Ariadne, dem Labyrinth, Daidalos und Ikaros sowie von Göttervater Zeus der in einer Höhle bei Lyktos geboren und vor seinem Vater Kronos versteckt worden war....

....abgesehen von den zahlreichen Zeugnissen ihres Kunsthandwerkes und ihrer Wandmalereien weiß auch die Forschung nicht viel über die Geschichte, Gesellschaft, Wirtschaft und Religion dieser Epoche, die um 3000 v. Chr. begonnen hatte und als die glanzvollste der Insel betrachtet wird. Gleiches gilt auch für die Ära der Mykenischen Kultur, die sich allmählich bis ins 13. vorchristliche Jahrhundert auf Kreta durchsetzten sollte. Dieser kulturelle Übergang war fließend, wie timediver® bei seinen Besuchen der Paläste von Knossos, Phaistos, Kato Zakros und Agia Triada sowie des Archäologischen Museums von Iraklio in den Jahren 1989 und 2002 feststellen konnte.

Erst nach den dunklen Jahrhunderte und dem archaischen Zeitalter, sollte Kreta mit der "Großen Inschrift von Gortys" (Seite 17), dem ältesten bekannten europäische Gesetz im 5. Jahrhundert v. Chr. die historische Bühne betreten.
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Der im Zabern Verlag erschienene Bildband „Kreta in römischer Zeit“ von Tilmann Bechert leistet einen anschaulichen und interessanten Einblick in die Geschichte der Insel, der sich nicht primär auf die durch Götter und Mythen geprägte Vorstellung bezieht, sondern eine eher selten beachtete Epoche Griechenlands präsentiert.

Nach einer informativen Einführung in die Forschungsgeschichte sowie einigen allgemeinen Angaben zu Landschaft und Umwelt der Insel steigt Bechert direkt in die Geschichte ein. Er schildert -in drei Kapitel gegliedert- die Entwicklungen sowie die prägenden Umstände und Veränderungen Kretas in der Zeit vom 3. Jh. v. Chr. bis ins 9. Jh. n. Chr. In den Kapiteln „Creta von der späten Republik bis zur Mittleren Kaiserzeit“ und „Creta in spätrömisch-frühbyzantischer Zeit“ werden dann die markanten Themengebiete Politik, Wirtschaft, Handel, Infrastruktur, Kultur, Gesellschaft und Religion behandelt. Dabei steht der römische Einfluss auf die einzelnen Lebensbereiche im Mittelpunkt.

Gerade weil diese Einflüsse nur selten erforscht wurden, dient der Bildband als idealer Einstieg in das Thema. Der Schreibstil des Autors ist sehr anregend und leicht verständlich, so dass sich auch Laien schnell in die Thematik einfinden. Ergänzt wird der Text durch eine Vielzahl großartiger Landschaftsaufnahmen, aussagekräftigen Grafiken und verschiedenen Anschauungsmaterialien. Dieses Bildmaterial sowie in das Layout eingearbeitete Zitate aus der griechischen Literatur lockern das Gesamtbild auf und vermitteln so einen umfassenden Einblick in das Kreta der römischen Zeit.
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