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Krebs: Eine Nacherzählung Taschenbuch – 19. Dezember 2009

3.7 von 5 Sternen 18 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

es Buch, weil es sich mit der Frage beschäftigt, inwieweit Ärzte Patienten zur Lebensverlängerung um jeden Preis raten dürfen.« (Buchprofile)

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Werner Schneyder, geboren 1937 in Graz, war nach Studium und Promotion Journalist, Dramaturg und freiberuflicher Autor. Ab 1974 machte er politisch-literarisches Kabarett – gemeinsam mit Dieter Hildebrandt, aber auch allein. Er trat auf Bühnen und in TV-Sendungen auf und veröffentlichte Gedichte, Satiren, Feuilletons und Erzählungen. Werner Schneyder lebt in Wien und Kärnten.


Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Format: Gebundene Ausgabe
Meine liebe Freundin quält sich von Cheomotherapie zu Chemotherapie. Wir Freunde und Bekannte sind völlig überfordert mit der Situation. Man weiß nicht, was man sagen, raten oder trösten soll, wenn einem jemand, den man sehr lieb hat sagt, dass er zunehmends zu dem Entschluss gelangt, er wäre des Lebens müde!? Freilich sagt man da zuerst: "Du musst weiter kämpfen!". Wie töricht solche "Durchhalteparolen" sein können, habe ich anhand Werner Schneyders Buch erfahren und vieles was ich bisher zu dem Thema zu sagen hatte - mit bitteren Tränen bezahlt. Ich bin ihm zutiefst dankbar für seinen Mut das Erlebte zusammenzufassen und der breiten Öffentlichkeit zu präsentieren.
Soviel zu meiner Motivation Werner Schneyders Buch "Krebs. Eine Nacherzählung." Zu lesen. - Ich werde nicht einmal ansatzweise versuchen objektiv zu bleiben anhand dieser Lektüre. Was Werner Schneyder berichtet ist zu einem großen Teil genau die Geschichte, die der Mann meiner Freundin seit mehr als einem Jahr mitmacht. Ihm und alleine ihm werde ich das Buch empfehlen. Mit allen Vorbehalten, die ich seit Tagen mit mir herumtrage.

Es ist eine teils sehr subjektive (was ich verzeihlich finde) Nacherzählung, noch dazu im Schneyderschen Sprach-Duktus verfasst. Die Partnerschaft, die seine Frau und ihn verbindet steht dabei immer und unbedingt im Vordergrund. Schneyder beginnt mit der ersten Diagnose, die Ärzte seiner Frau präsentieren (Blasenkrebs) und er macht auch keinen Hehl aus seinen bisherigen Vorurteilen zum Thema Krebs. Ein persönliches Drama nimmt seinen Lauf. Das kann und will ich gar nicht wiedergeben, und schon gar nicht auf die "Götter in weiß" schimpfen.
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Format: Gebundene Ausgabe
Was in diesem Buch steht, weigere ich mich zu beschreiben und zu bewerten, aus Achtung vor dem, was man selbst erlebt haben muss, um es zu begreifen und aus Respekt vor denen, die es erlebt haben oder gerade erleben.

Aber ich darf mit meinem Einblick in Gesundheitssysteme das Folgende zu diesem Buch sagen. In einer TV-Talk-Show hörte ich Werner Schneyder vor Kurzem sinngemäß sagen, er hätte dieses Buch schreiben müssen, um nicht wahnsinnig zu werden. Mit seinem Buch bewahrt er aber auch viele andere Betroffene vor dem Wahnsinn: vor Wahrnehmungen, die sonst niemand zu haben, zu teilen scheint(!), weil niemand über sie spricht, aus Überforderung, Angst oder weil schlichtweg die Worte dafür fehlen.

Gesundheitssysteme lassen sich aufgrund ihrer Natur nicht von innen heraus reformieren, und es geht in ihnen letztlich immer nur um Gefühle. Gesundheitseinrichtungen sind dazu da, um aus unangenehmen Gefühlen erträgliche, wenn nicht angenehme zu machen. Das ist ihr Zweck und Gefühle treten nun einmal dort in den Vordergrund, wo uns die Sprache nur allzuschnell fehlt, die Ratio auf der Strecke bleibt. Reformen in der Medizin brauchen daher Menschen mit der Ausdrucksstärke, ja Sprachgewalt eines Außenstehenden wie Werner Schneyder,

Nur Patienten, aber aufgrund ihrer oft restlosen Abhängigkeit mehr noch ihre Angehörigen, können antreiben, was verändert werden muss. Experten können ihnen dazu nur den "Sprengstoff" liefern, die "Zündungen" können nur von Menschen kommen, denen der Zweck von Heil- und Pflegeinstitutionen gewidmet ist: von den Kranken und für sie von ihren Lieben.
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Format: Audio CD Verifizierter Kauf
Dieser Text bezieht sich auf die Hörbuchfassung mit Jörg Hube.
Ich muss mich doch sehr über manche Äußerungen hier wundern. Wer sind denn wir, zu beurteilen, ob Werner Schneyder seine Frau wirklich geliebt hat oder nicht? Wenn man dieses Buch genau liest bzw. hört dann merkt man sehr wohl, dass es sich bei Schneyder's Ehe nicht nur um eine "reine Alters-WG" handelte, sondern wirklich um gelebte Partnerschaft. Die Rollen waren ziemlich klar verteilt, das stimmt. Aber beide sind damit gut zurecht gekommen, so what? Und dass der Autor wünsche, dass seine Frau endlich verstirbt, das ist kein so abwegiger Wunsch in dieser Situation und auf Grund der Schwere der Erkrankung seiner Frau und deren Leiden mehr als nachvollziehbar. Er ist in seinen Schilderungen bewusst schonungslos. Er wollte so sachlich wie es nur irgend geht schreiben, gut möglich dass dabei der Eiindruck enstand, er hätte seine Frau nicht geliebt, aber dem war ganz sicher nicht so. So hat er sich doch "extra große und dunkle Sonnenbrillen gekauft", damit man ihm in der U-Bahn sein eigenes Leiden nicht sofort anmerkt. Manche Menschen können oder wollen ihre Gefühle in der Öffentlichkeit nicht zeigen, das muss man respektieren. Die Schneyders hatten ja auch getrennte Betten, schon lange vor der Krankheit, sehen Sie das auch als ein Indiz für eine reine Alters-WG an? Ich sage: getrennte Betten können ein Segen sein, gerade dann wenn (Frau) mit einem Schnarcher verheiratet ist.
Dass er als sie starb, nicht an ihrem Bett saß, dass ist kein Zeugnis dafür, dass er sie nicht geliebt hat. Das kann einfach nicht jeder - einem geliebten Menschen beim Sterben zuschauen.
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