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Klimawandel oder heisse Luft? Taschenbuch – 19. August 2016
Kaufoptionen und Plus-Produkte
- Seitenzahl der Print-Ausgabe206 Seiten
- SpracheDeutsch
- Erscheinungstermin19. August 2016
- Abmessungen15.19 x 1.12 x 22.91 cm
- ISBN-101536828467
- ISBN-13978-1536828467
Produktbeschreibungen
Über den Autor und weitere Mitwirkende
Produktinformation
- Herausgeber : CreateSpace Independent Publishing Platform (19. August 2016)
- Sprache : Deutsch
- Taschenbuch : 206 Seiten
- ISBN-10 : 1536828467
- ISBN-13 : 978-1536828467
- Abmessungen : 15.19 x 1.12 x 22.91 cm
- Amazon Bestseller-Rang: Nr. 3.138.844 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
- Nr. 2.292 in Meteorologie (Bücher)
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Meine Buchempfehlung zum Thema (seriöses ist leider nicht so leicht zu finden):
„Der Klimawandel: Diagnose, Prognose, Therapie“ von Stefan Rahmstorf (massenweise Science und Nature Zitate und viele eigene Veröffentlichungen in Fachzeitschriften)
„Climate: A very short introduction“ von Maslin, Mark.
Für mich weitherin sehr verblüffend, die Korrelation zwischen C02 und Temperatur in der jüngeren Erdgeschichte (in dieser Zeit kein Einfluss der Plattentektonik). Dazu einfach nach „CO2 temperature 400000 years“ googln. Dazu passend der Artikel von Jeremy D. Shakun in Nature in 2012, wonach erdgeschichtlich zuerst CO2 stieg und dann die Temperatur.
So und jetzt zum Buch. Ein Freund hat mich gebeten dieses Buch zu kaufen und meine Meinung darüber abzugeben.
Der Autor führt im einleitenden Kapitel aus, dass Veröffentlichungen begutachtende Forscher „hinter den Kulissen ein äußerst wirksames Kartell aufbauen, so dass anders denkende Forscher als Outsider ganz einfach unterdrückt oder, anders ausgedrückt, regelrecht abgewürgt werden. Es findet ganz automatisch eine geistige Inzuchtdegeneration statt.“ Dann weiß man jetzt auch, warum man vom Autor keine Fachartikel finden kann. Aber Spaß bei Seite, wenn ich sowas unseriöses und argumentationsfreies in einem selbsternannten Fachbuch lese, höre normalerweise sofort auf weiterzulesen. Schlimm finde ich, dass hier ein ganzer Berufstand, nämlich der des Naturwissenschaftlers diskreditiert wird. Aber ich hatte ja versprochen, meine Meinung abzugeben.
Also weiter: Dann wieder Bemerkungen wie „herbeigeforscht“ oder „herbeigeredet“. Ähnliches kann man wahrscheinlich auch bei den Kreationisten finden, wenn sie die Evolution anzweifeln. Ich beschließe also, mich nicht zu ärgern und die unqualifizierten Bemerkungen zu übersehen.
Dann endlich, ab Kapitel 2 wird es sachlicher. Es wird z.B. die Atmosphäre und hier insbesondere der darin enthaltene Wasserdampf beschrieben. Letzterer spielt dann im wohl entscheidenden Kapitel 6 eine große Rolle. Der Autor beschreibt, wie er ein öffentlich zugänglich Strahlungsmodell für Strahlungsbilanzen in der Erdatmosphäre verwendet. Dieses MODTRAN genannte Programm ist ein Programm der Universität Chicago. Wie ich aus dem Internet erfahren konnte, ist die öffentlich zugängliche Version wohl von 1990. Es dient dazu, Studenten grundsätzlich Emissions- und Absorptionsvorgänge besser verständlich zu machen. MODTRAN rechnet die spektrale Verteilung mit einer Auflösung von 2 cm-1. Es gibt wohl auch HITRAN, nicht öffentlich zugänglich, mit höherer Auflösung. Klar ist auch, dass MODTRAN kein Klimamodell ist.
In MODTRAN lassen sich Werte für die CO2 Konzentrationen in ppm und ein wohl dimensionsloser „Water Vapor Scale“ eingeben. Letzterer wird vom Autor nicht näher erläutert, auch nicht, wie der in das Modell einfließt und die Berechnung beeinflußt.
Wieso sich MODTRAN als Klimamodell eignet wird dann auf S.85 oben im Zusammenhang mit dem sogenannten „Forcing“ argumentiert: „Der gefundene Wert entspricht danach mit 3,58 W/m2 ziemlich genau dem heutzutage von der Fachwelt allgemein als unstrittig anerkannten Wert von 3,7 W/m2. MODTRAN scheint also zu funktionieren.“ Da hätte ich wieder am liebsten zum Lesen aufgehört. Weil ein einziger von unendlich vielen mit MODTRAN berechenbaren Werten mit einem von der Fachwelt berechneten Wert übereinstimmt, soll MODTRAN als valides Klimamodell taugen? Witzig ist hier, dass dieser Wert von der von ihm so diskreditierten Fachwelt stammt, die hier dann für ihn passend plötzlich valide Ergebnisse liefert. Von einem seriöses Fachbuch hätte ich erwartet, dass es die Unterschiede zwischen den in der Fachwelt genutzten Modellen diskutiert und versucht Gründe für Abweichungen vorzulegen.
Dann geht’s zum Wasserdampf. Man kann es ahnen, der ist die Lösung warum die ganze Fachwelt falsch liegt. Leider schweigt sich der Autor auch hier wieder aus, wieso laut der Fachwelt der Wasserdampf über den sogenannten Wasserdampf-Rückkopplungseffekt die Temperaturwerte erhöht (und nicht erniedrigt). Er schreibt dazu nur: „Diese Unsicherheiten sind aber so nicht hinnehmbar, denn der Temperaturwert für die Klimasensitivität lässt sich strahlungsphysikalisch sehr genau ermitteln.“ Also Unsicherheiten sind zu hoch. Unsicherheiten sind hier die berechnete Wertebereiche für den Temperaturerhöhungs-Effekt von Wasserdampf. D.h. nach dem Autor sind die Wertebereiche falsch, weil sie zu breit sind? Was ist das für ein Argument? Eigentlich würde ich hier mal wieder zum Lesen aufhören…
Der Autor findet heraus, dass MODTRAN bei einer Kombination von CO2 mit einer Angabe von „1“ unter „Water Vapor Scale“ ein geringeres sogenanntes „Forcing“ ergibt, als die Fachwelt vorgibt. Er begründet dies unter Verweis auf Abbildung 20, in der Absorptionsspektren für CO2-Gase und H20-Gase gezeigt sind. Diese Spektren betreffen Gase, die je nach Druck und Temperatur unterschiedlich breite Spektrallinien haben. Die Breite liegt je nach Höhe und damit Atmosphärendruck zwischen 1cm-1 und 10-3 cm-1 (einfach „pressure broadening science direct“ googln). Die Breite der Spektrallinien liegt also unterhalb der Genauigkeit von MODTRAN mit 2 cm-1. Wenn das stimmt, was der Autor sagt, würde MODTRAN also fehlerhalft mit einer Überlappung rechnen, aufgrund der geringen Genauigkeit. Der Grund für den vom Autor beobachteten Effekt ist, dass MODTRAN mit der begründeten Annahme arbeitet, dass die Wasserdampfteilchen auf Grund Agglomeration makroskopisch sind und deshalb eine kontinuierliche Streuung stattfindet (also keine Absorptionsbanden, siehe „The MODTRAN 2/3 Report and LOWTRAN 7 MODEL“, ebenfalls googlebar). Der Autor hat sich also offensichtlich nicht mit den Hintergründen des MODTRAN-Modells auseinandergesetzt. Dies ist enttäuschend, da ja seine ganze Theorie mit diesem MODTRAN-Modell steht und fällt.
Sieht man darüber hinweg, so zeigt MODTRAN jedenfalls ein geringeres „Forcing“, wenn man ein „water vapor scale“ von 1 einsetzt. Was ist also hier los? Da wären wieder nähere Ausführungen hilfreich gewesen.
Folgendes konnte ich finden: Dass Wasserdampf der wichtigste Faktor bei der Strahlungsabsorption ist, ist ein wichtiges Faktum, dass natürlich in der Fachwelt berücksichtigt wird (siehe obige Zitate zur Buchempfehlung). Wieso seine Wirkung auf die Temperaturerhöhung über das „water vapor feedback“ (Wasserdampf-Rückkopplung) und nicht über das sogenannte Forcing erfolgt, wird ebenfalls vielfach abgehandelt (siehe obige Zitate) oder man googelt nach „water vapor: feedback or forcing“ von 2005, inzwischen aktualisiert mit Verweis auf Fachartikel Schmidt et al: „The attribution of the present-day total greenhouse effect.“ Verwunderlich ist leider nicht mehr, dass auch diese Fachmeinungen nicht vom Autor abgehandelt werden.
Also zusammengefaßt: Ein Strahlungsmodell wird als Klimamodell missbraucht. Das ganze Buch ist mehr oder weniger eine Zeit- und Geldverschwendung.
Der Autor hat ein sehr systematisches Buch geschrieben, das teilweise mit reichlich Fachausdrücken gespickt ist. Etwas naturwissenschaftliche Vorbildung ist also sehr von Nutzen. Ansonsten kann man schon mal den roten Faden verlieren.
Meine Empfehlung: lesenswert!
Weil ansonsten viele wichtige klimatologische Sachverhalte erläutert werden noch 2 Sterne