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Kundenrezensionen

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am 30. November 2006
Wolfgang Schullers Kleopatrabiographie hebt sich wohltuend von vielen anderen Werken ab durch den historisch-kritischen Blick auf die Überlieferung, zugleich ist sie doch in unterhaltsamer Weise und gutem Stil flüssig geschrieben.
Die Biographie ist in drei große Abschnitte unterteilt, deren erster ("Grundlagen") das Fundament errichtet, auf welchem der Verfasser dann seine Darstellung aufbaut. Die ägyptische Vergangenheit, die ptolemäische Dynastie sowie Kleopatras Vater Ptolemaios XII werden hier behandelt. Der zweite Abschnitt ("Kleopatras Leben") handelt die Regierungszeit der Königin chronologisch ab, während im dritten ("Ergebnisse") ihre Herrschaft unter einer Reihe wichtiger Gesichtspunkte beurteilt wird. Die ansprechendsten Teile sind dabei Schullers Überlegungen zur "Königin in drei Kulturen" und zum konkreten Handeln der Herrscherin im Regierungsalltag. Die Betrachtungen des letztgenannten Kapitels werden mit einer Reihe Papyri belegt - eine angemessene Berücksichtigung dieser wertvollen zeitgenössischen Quellen.
Positiv fällt zudem ins Gewicht, dass im Anhang ein reicher bibliographischer Apparat und Anmerkungen zu jedem Kapitel geboten werden, so dass der Interessierte jeden Einzelpunkt weiter verfolgen kann.
Letztlich läuft die Darstellung darauf hinaus, Kleopatras Handeln als Konsequenz ihrer Herkunft und ihrer naturgemäßen Rolle einer hellenistischen Herrscherin aufzufassen. Viele befremdliche Züge ihres östlich geprägten Auftretens und Handelns, die nach dem Sieg des Augustus in der römischen Historiographie und Dichtung entsprechend verurteilt worden sind, werden dadurch verständlich. Das Werk ist jedoch nicht geschrieben, um Kleopatra und Antonius zu entschuldigen. Es gehört eher zum guten Handwerkszeug des Historikers, die augusteische Propaganda gegen seine Gegner quellenkritisch zu lesen. Nein - wenn man denn etwas an diesem Buch bemängeln will, dann eher die recht kritiklose Übernahme der von Bernard Andreae befürworteten Gleichsetzung der Venus vom Esquilin mit Kleopatra.
Insgesamt ist Schullers Buch für Fachleute wie für alle Geschichtsinteressierten in gleicher Weise zu empfehlen. Die größten Vorzüge liegen im angenehmen, nie zu trockenen Stil und in der gleichwohl wissenschaftlich sauberen Präzision.
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am 12. Oktober 2006
Legt man das Buch nach der Lektüre wieder weg, ist das gewohnte Bild von der schönen orientalischen Königin angekratzt, denn, wie es der Titel schon verheißt, war Kleopatra zwar Pharao von Ägypten, doch war sie keine Ägypterin. Ihrer Abstammung gemäß war sie vielmehr Griechin, quasi eine Spätfolge der erfolgreichen Kriegspolitik des Makedonierkönigs Alexander der Große. Nun, wer auch nur halbwegs mit Geschichte vertraut ist, hätte das wohl schon geahnt. Aber nicht nur der eigentlich banale Mythos von der schönen Ägypterin geht bei Wolfgang Schuller zu Bruch. In Zuge seiner Kritik historischer Texte und Quellen stilisiert er Kleopatra zu einer Herrscherin, die wohl nicht nur Männerherzen betörte, sondern ebenso ihr politisches Geschäft verstand und überdies keineswegs das ihr angedichtete Luder gewesen sein sollte. Wobei ich bewusst von Stilisierung spreche, denn die bei aller Fülle doch immer noch dürftigen, mythisch verflachten und propagandistisch verfremdeten Überlieferungen aus fernen Zeiten erlauben einfach kein in klaren Linien skizziertes Porträt der historischen Person. Kleopatras Ruf war deswegen seit jeher entweder zur kitschigen Exotik verfremdet oder anrüchig, sensationell oder skandalös. Beides dürfte ihr nicht gerecht werden und Schuller geht es wohl nicht zuletzt um Gerechtigkeit für Kleopatra wenn er das eine oder andere zurechtrückt, um schlussendlich sogar die letztlich doch eher spekulative Behauptung ins Treffen zu führen, die schöne Königin hätte ihre mächtigen römischen Liebhaber nicht nur ihren machtpolitischen Interessenslagen dienstbar gemacht, sondern sie überdies von Herzen aufrichtig geliebt. In monogamer Treue sei sie ihnen zugeneigt gewesen; also eigentlich eh recht tugendsam, beinahe brav bieder. So harmlos, wie es einer Gebieterin kaum noch geziemt, wöllte man fast meinen. Und dies ist denn nun eine These liebender Hingabe, die letztlich doch auf ein wenig wackeligen Beinen steht, zumal über das Privatleben, und schon überhaupt über das Liebesleben der schönen Kleopatra in der Tat herzlich wenig bekannt ist. Von dieser kleinen Irritation einmal abgesehen, basiert Schullers Biografie allerdings auf einer Fülle gediegener und folglich überzeugender Ansichten, verpackt in einen brillanten Stil, dessen ungebrochene Eloquenz sich über die Blätter hinweg nicht die geringste Blöße gibt. Letztlich präsentiert sich eine Biografie, die in einem gewissen Sinne als Hommage an eine herausragende Frauenperson begreiflich, allein schon ob deren abenteuerlichen Lebens den Leser fesselt und, zumal ein Könner des Genres die Sache angefasst hat, alsbald in einen wahrlichen Leserausch geleitet.
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am 12. August 2010
Wer sich fuer Kleopatra interessiert, wird wohl kaum um Wolfgang Schullers Biographie herumkommen, die sich in 3 Hauptbereiche unterteilt. Im 1. Teil wird die aegyptische Vergangenheit thematisiert, im 2. Teil die Regentschaft Kleopatras und im 3. Teil wird eine politische Einordnung ihres Wirkens vorgenommen. Alle Ausfuehrungen Schullers sind historisch verbrieft und durch seine Recherchen belegt. Keine Spekulationen oder publikummswirksamen Marktschreiereien wie bei anderen Authoren ueblich, die den teilweise fragwuerdigen Charakter Kleopatras begruendet haben. Alle Ausfuehrungen werden im Anhang belegt. Der Schreibstil des Wisschenschaftlers Schuller ist derart angenehm, das sich sein Werk durchaus von interessierten Laien lesen und nachvollziehen laesst. Der Umfang der Publikation ist angesichts des Wirkens Kleopatras relativ gering. Dafuer mag die nur geringe Anzahl geeigneter Quellen mitverantwortlich sein.
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am 20. Oktober 2012
Dieses Buch lässt mich mit gemischten Eindrücken zurück. Vielleicht lag das auch an meinen Erwartungen oder Hoffnungen, als was sich das Buch entpuppen sollte...?
Zweifelsohne ist es ein sehr interessantes, gut geschriebenes, sachliches Werk. Die Geschichte der Königin Kleopatra wird hier hauptsächlich vom politisch/ wirtschaftlichen Aspekt betrachtet und erläutert. Interessant, ein Stück dieser spannenden Zeit um Caesar und Oktavian, Kleopatra und Mark Anton zu lesen, die politischen Entwicklungen und deren wirtschaftliche Auswirkungen.
Auch wird ein Blick auf Kleopatras Privatleben geworfen, auch wenn es hier immer wieder Lücken gibt, welche historisch nicht dokumentiert sind. Leider werden ihre Beziehungen zu Caesar und Mark Anton auch eher vom politischen Aspekt her betrachtet, weniger wird ein möglicher emotionaler Hintergrund analysiert. Hier merkt man das Wissen und die gute Recherche des Autors deutlich. Das Buch entstand auf einer fundierten Recherche und hoher Wissensbasis.

Wer ein Stück gut recherchierter altägyptischer/ römischer/griechischer Geschichte sachlich und analysiert lesen möchte, ist mit diesem Buch gut beraten.

Wer aber lieber ein bisschen mehr über Kleopatra als Person, ihre Beziehungen und ihr privates Leben erfahren möchte, der wird hier zu kurz kommen.

Insgesamt betrachtet kann ich sagen: Die Königin und Politikerin Kleopatra wurde mir ein Stück näher gebracht. Der Mensch und die Frau Kleopatra blieb mir leider verborgen.
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am 31. Januar 2016
Ich hatte die Ehre vor einigen Jahren einen Festvortrag des Autors über Kleopatra zu hören und war hellauf begeistert. Das Thema war mir natürlich schon zuvor vertraut, aber Schuller beschreibt die Lebensumstände von Kleopatra VII. so kenntnisreich und stilistisch ausgefeilt, dass es eine Freude ist diese Biographie zu lesen. Zwar orientiert sich Schuller als Althistoriker etwas zu eng an den römischen Quellen, doch wer diese, (bzw. die augusteische Propaganda) noch kritischer beleuchtet haben möchte, dem empfehle ich Chistoph Schäfers, Michael Grants und Hans Volkmanns Kleopatra Biographien als Ergänzung. Insgesamt ist "Kleopatra. Königin der drei Kulturen" ein wunderbares und sehr lesenswertes Buch über die letzte Königin Ägyptens, das ich immer wieder gern zur Hand nehme.
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am 12. März 2013
Manchmal erscheint die Biografie etwas prätentiös und hergeholt - so als ob die Schlussfolgerungen alle auf dem Mist des Autors gewachsen und so ganz neue Erkenntnisse wären. Uwe Baumann's "Kleopatra" wirkt dagegen sehr viel seriöser, fundierter, knapp gehalten und gut lesbar. Grössere Böcke hat Schuller wohl nicht geschossen, was die Historizität angeht. Ich lese halt lieber Historisches, das nicht so sehr auf Aufgebauschtes und Effekthascherei abzielt - Geschmackssache.
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am 5. Oktober 2014
Weil es wie immer, sehr schnell und in guter Qualität geklappt hat. Auch die Beschreibung des Buches
war gut. Gerne wieder!
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am 29. Juli 2011
auch wenn der Autor manchmal ins Schwatzhafte abgleitet ein schönes Buch
vor allem als Einstieg zu diesem Thema
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