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The Klemperer Legacy (Beethoven: Sinfonie 4 und 5)

4.7 von 5 Sternen 3 Kundenrezensionen

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Audio-CD, 21. August 1998
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Produktinformation

  • Komponist: Ludwig Van Beethoven
  • Audio CD (21. August 1998)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: EMI Classi (EMI)
  • ASIN: B00000AF4R
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen 3 Kundenrezensionen
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 432.716 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)
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Titelverzeichnis

Disk: 1

  1. Sinfonie Nr. 4 B-dur op. 60 - Symphonie-Orchester Des Bayerischen Rundfunks/Otto Klemperer
  2. Sinfonie Nr. 5 c-moll op. 67 - Symphonie-Orchester Des Bayerischen Rundfunks/Otto Klemperer

Produktbeschreibungen

EMI 566865 FC; EMI ITALIANA - Italia; Classica Orchestrale

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Top-Kundenrezensionen

Format: Audio CD Verifizierter Kauf
habe lange gezögert, mir diese sehr spezielle, berüchtigt langsame aufnahme der beethoven-Symphonien 4 und 5 mit dem bayer. rundfunk-Symphonieorchester zu kaufen, die jetzt meine sammlung von klemperer-aufnahmen mit diesem Orchester (mit den "gängigeren" mahler 2, bruckner 4, Mendelssohn 3 und schubert 8) komplettiert. ich muss sagen, dass mich die aufnahme musikalisch und klanglich/aufnahmetechnisch sehr fasziniert und begeistert. auf die tempi, die ihren eigenen reiz haben, muss man sich einlassen, wird dann mehr als entschädigt durch die glasklare tranparenz, einige grimmig-intensive und zahlreiche einfach ergreifende musikerlebnisse und einen sagenhaft räumlichen, lebendigen und klangschönen live-klangeindruck. neben der typischen klangdisposition vonseiten des dirigenten und dem toll und beseelt spielenden orchester (man höre die klarinette im adagio der 4ten!) hat hier anscheinend auch das öffentlich-rechtliche tonmeister-handwerk sein bestes gegeben.
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Format: Audio CD
Das ist eine CD für hartgesottene Klemperer-Fans: Beethovens vierte und fünfte Sinfonie in der möglicherweise langsamsten Interpretation, die es gibt, vermutlich noch so ultralangsame Dirigenten wie Celibidache und Giulini in den Schatten stellend.

Das Erstaunliche an Klemperer ist: Seine moderne, unsentimental-analytische Grundauffassung der Musik blieb lebenslang unverändert, aber seine Tempi haben sich so extrem gewandelt wie bei kaum einem anderen Dirigenten. Die meisten Dirigenten werden im Alter langsamer, das ergibt sich aus der Verlangsamung des Pulsschlags. Bei Klemperer haben wohl die Auswirkungen diverser Unfälle und Krankheiten diese Veränderung der Wahrnehmung noch verstärkt. Vor 1950 waren seine Tempi überwiegend zügig, manchmal rasend schnell. Danach kam es zu einer kontinuierlichen Verlangsamung, die sich Ende der 60er Jahre noch einmal in einem letzten Schub steigerte.

Von Beethovens fünfter Sinfonie existiert ein Konzertmitschnitt von 1934 mit verhältnismäßig schnellen Tempi, die zumindest im zweiten und dritten Satz sogar den Metronomangaben von Beethoven sehr nahe kommen. Die Ende der 50er Jahre entstandene Studioaufnahme ist wesentlich langsamer - alle Sätze dauern jeweils mindestens eine Minute länger.
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Von K.H. Friedgen TOP 500 REZENSENT am 12. Juni 2016
Format: Audio CD
Bereits kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs kehrte der von den Nazis aus Deutschland vertriebene Dirigent Otto Klemperer (1885-1973) in seine alte Heimat zurück, allerdings nur zu Gastauftritten, die vor allem in Hamburg, Köln, Berlin und München stattfanden. Seinen festen Wohnsitz behielt er im Ausland. Immerhin wollen wir froh sein, daß dieser überragende Künstler uns immer wieder wunderbare Konzerterlebnisse bescherte, zuletzt im Herbst 1970 beim Beethovenfest in Bonn, wo er sich mit einer glanzvollen "Eroica" von seinem deutschen Publikum verabschiedete, die denen, die das Glück hatten dabeizusein, in unauslöschlicher Erinnerung geblieben ist.
Die hier von EMI erstmals offiziell vorgelegten Live-Mitschnitte wurden während eines öffentlichen Konzerts im Münchener Herkulessaal am 30. Mai 1969 vom BR aufgezeichnet.
Man muß schon ein wirklich hatgesottener Klemperer-Fan sein, und dazu zähle ich mich, um gleich auf Anhieb an diesen Münchener Versionen von Beethovens Vierter und Fünfter Sinfonie Gefallen zu finden. Es sind die langsamsten Lesarten, die mir je zu Ohren gekommen sind; sie übertreffen sogar noch Klemperers Studio-Produktionen dieser Werke mit dem Londoner Philharmonia Orchestra aus den Jahren 1957 (mono) und 1959 (stereo), die ebenfalls auf EMI vorliegen. Für den Klassik-Neuling sind sie ganz sicher nicht zu empfehlen, aber als Dokumente eines der bedeutendsten Dirigenten des 20. Jahrhunderts sind sie schlicht unverzichtbar. Insonderheit die Fünfte überwältigt durch Details, die bei den üblichen, sicher auch "richtigeren" Zeitmaßen unrettbar verloren gehen.
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